Hallo,
Ich habe eine rein konzeptuelle Frage zu einem Tremolo, welches den Arbeitspunkt der Endstufenröhren moduliert, wobei diese cathode biased betrieben werden. Als Anhaltspunkt habe ich mir den Ampeg R-12A genommen, wobei der Gibson GA17RVT auch eine Möglichkeit aufzeigt.
Der eigentliche Oszillator ist dabei fast nebensächlich und einfach zu verstehen. Sowohl der Gibson, als auch der Ampeg haben hier ihre 'Frequency-Control' untergebracht. Das An- bzw Ausschalten erfolgt klassisch und muss nicht 1 zu 1 so aufgebaut werden - ich würde mich hier lieber an die Ideen Mr. Blencowe's halten, speziell das LED-bias mit Anzeigefunktion.
Was mich ein wenig verwirrt ist die Ankopplung an die Gitterableitwiderstände der Endstufenröhren. Der Gibson setzt hier auf einen fixen Spannungsteiler (270k zu 330k) und es fehlt eine 'Intensity-Control'. Dafür bleiben die Gitterableitwiderstände immer konstant und im Rahmen für gängige Endstufenröhren in cathode-bias (6V6, 7591A, EL84, ...). Der Ampeg geht hier einen kruderen Weg. Die Gitterableitwiderstände treffen auf den Mittelabgriff des Intensity-Potentiometers. Vorteil: es gibt eine 'Intensity-Control', Nachteil: Die Gitterableitwiderstände werden effektiv von der Stellung der Intensity-Control beinflusst.
Ad 1: Der Maximalwert der Gitterableitwiderstände kann überschritten werden (270k+1Meg).
Ad 2: Die Zeitkonstante aus Koppelkondensatoren und Gitterableitwiderständen wird bei hohen Intensitätseinstellungen verlängert, das könnte Probleme mit blocking distortion geben.
Gibt es einen intelligenteren Weg so etwas mit einer Röhre als Oszillator umzusetzen? Mir fallen zwei Optionen ein:
Option 1 (Ampeg): Einen Kathodenfolger mit einem IRF830 hinter die Oszillatorröhre und das Intensitätspotentiometer auf 100k verringern.
Option 2 (Gibson): Einen VVR mit einem IRF830 aufbauen, welcher nur die Anodenspannung der Oszillatorröhre moduliert. Niedrigere Anodenspannungen resultieren in niedrigeren Modulationsintensitäten.
Was meint ihr?
LG,
Max