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Pre-Pi-Master vs. Post-Pi-Master

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Dirk:
Hallo,

ein Post-Pi-Master (PPIMV) ist ein sehr bekannter und beliebter Mod für None-Master Amps. Es gibt aber auch hier Kritiker, die sagen, dass dadurch der Grundcharakter der Endstufe stark beschnitten wir und sie bei zugedrehtem Master stark kastriert und "boxig" klingen würde.
Da solch pauschale Aussagen natürlich nicht viel Wert haben, würde mich mal eure Erfahrungen interessieren. Wir setzen selbst bei verschiedenen Verstärkern Post-PI-Master ein, bei anderen Modellen hingegen Pre-Pi-Master. Klingt natürlich alles anders, da es sich auch um verschiedene Verstärker handelt, einen direkten A/B-Vergleich haben wir auch noch nicht gemacht.

Gruß, Dirk

MichaelH:
Hallo Dirk,

ich möchte keine Glaubensfragen mehr lostreten, meine Erfahrung ist die, dass Amps mit relativ wenig Gain (1959/1987/VOX) ein "besseres" Ergebnis mit dem PPIMV bekommen, Amps mit mehr Gain (2204/2203/SLO/Diezel ...) ein "Besseres" mit Pre-PI. Alleine schon die Veränderung des Gegenkopplungsverhaltens  und die daraus entstehenden Soundunterschiede beim PPIMV ist ein für MICH ein Ausschlusskriterium bei letzt genannten Amps. Vor Jahren mal getestet an einem 2203.

Grüße

Michael

Dirk:
Gutes Argument, entspricht auch meiner Auffassung. Was war deiner Erfahrung mit dem 2203 ?

Gruß, Dirk

haebbe58:
Hi,

ich bin ebenfalls der Meinung, dass ein PPIMV in einer gegengekoppelten Endstufe nichts zu suchen hat ... das macht die Gegenkopplung und somit das gesamte Verhalten mindestens zur Try and Error Angelegenheit, wenn nicht unberechenbar.

Bei nicht gegengekoppelten Verstärkern kann es durchaus einen Sinn ergeben, für mich persönlich hauptsächlich bei einfachen Einkanälern, hängt aber wirklich wohl auchsehr von einer dafür geeigneten Schaltung (insbesondere PI), dem persönlichen Geschmack und auch dem Layout/Aufbau ab.

Manche klingen irgendwie kastriert (hauptsächlich die mit viel Endstufen-Sound, Sag etc., ) andere profitieren wiederum davon, dass man sie somit vorne heißer anfahren kann...

MichaelH:

--- Zitat von: Dirk am  2.02.2020 18:14 ---Gutes Argument, entspricht auch meiner Auffassung. Was war deiner Erfahrung mit dem 2203 ?

Gruß, Dirk

--- Ende Zitat ---

Ich fand das damals vom Sound her irgendwie unmusikalisch und unnatürlich. Die PI Übersteuerung ist - meiner Meinung nach  (und meinen Tinitus geschädigten Ohren) - in höheren Gainbereichen an sich schon etwas gewöhnungsbedürftig und neigt auch schnell dazu "fuzzig" zu klingen. Also ich meine damit, das ist eine ganz bestimmte Art der Übersteuerung die nur bis zu einer gewissen Grenze "klingt". Und das dann auch sehr speziell. In Verbindung mit dem 2203, was ja auch nicht unbedingt ein HiGain Monster ist war das einfach zu arg und schlecht kontrollierbar (Btw, ich finde aber auch kaskadierte Vorstufen nicht so prall) Das ist nun mal Geschmackssache. Dazu finde ich im Gegensatz zu Haebbes Schrieb, dass es zum Beispiel in einem 1959/1987, die auch eine gegengekoppelte Endstufe besitzen, trotz der Auswirkungen mit dem Presence eine gute Variante zur "Zähmung". Schon einige nach dem Larry Prinzip verbaut und einwandfrei vom Handling. Die Amps haben ja sowieso genug Höhen ...

Ich hab das damals auch mit verschiedenen Röhrentypen (ECC 81/82/83) und Fabrikaten (auch NOS) probiert. Mit feststellbaren Unterschieden aber nicht so dass es Gefallen hat.


Grüße


Michael

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