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Unterschiede zwischen Sunn Model T und Plexi
Rene2097:
Hallo,
Ich interessiere mich für die Unterschiede zwischen einem Model T (Schaltplan im Anhang) und einem Plexi. Der Hintergrund ist, dass ich einen Bugera 1960 Infinion habe mit dem ich sehr unzufrieden bin und jetzt einen Weg suche, ihn in etwas "nützliches" zu verwandeln.
Die großen Unterschiede die ich auf Anhieb erkennen kann sind:
- Gemeinsame Kathode V1a/b
- kein C über dem Volume2
- Volume hinter dem Tonestack
- "Versorgungswiderdtand" am LTP ist nur halb so groß
- C zwischen den Anoden des LTP
Alles in allem sind die Kisten fast baugleich. Neben den Unterschieden oben sind auch ein paar Werte leicht unterschiedlich, aber nichts dramatisches. Jetzt frage ich mich aber wo die klanglichen Unterschiede herkommen. Die ultralineare Endstufe des Sunn habe ich auf dem Schirm aber selbst nachgebaute Sunn PreAmps haben diesen speziell Klang, deshalb würde ich die Endstufe erstmal ausklammern.
Bevor ich jetzt den Bugera aufschraube wollte ich mal in die Runde, fragen ob ich nicht irgendwas übersehe.
Und hat denn jemand mal so eine Kiste gespielt und kann etwas dazu sagen. Ich kenne ihn ja (Asche auf mein Haupt) nur aus der Ferne.
Grüße, René
carlitz:
Hallo, sind ja nur minimale Unterschiede.
Was mir auf Anhieb so aufgefallen ist:
- Ja gemeinsamer Kathodenwiderstand in der Vorstufe. Sollte allerdings keinen Unterschied machen, da nur ein Eingang genutzt wird.
- Ultralinear und 6550 ist natürlich ein Unterschied.
- Koppel C zwischen Anoden des LTP ist auch bei Marshall so.
- Volumen hinter Tonestack hat Marshall 2203 auch
Rene2097:
Hallo,
Ja, je nach "Plexi"-Variante gibt es das Master hinter dem ToneStack und den Angstkondensator zwischen den LTP-Anoden. Aber der klangliche Unterschied zwischen einem ModelT und (irgend)einem Plexi scheint offenbar sehr groß zu sein und ich weiß nicht so recht weshalb.
_peter:
Hallo,
der Model T verschiebt den Frequenzgang etwas: Weniger Höhen, mehr Bässe/Tiefmitten (fehlende Bright-Caps, größerer Kathoden-C an V2, ich grad weiß nicht, ob der größere C zwischen den PI-Anoden hörbar ist: 270p vs 47p). Dadurch hat man im Preamp schneller diesen angezerrten Bassanteil, der das Rrrrr macht.
Gleichzeitig ist die Endstufe straffer - ich glaube, neben den Röhren und der Ultralinearschaltung spielen hier auch die fetteren Trafos und die Siebung mit Anoden-Spannung nach der Drossel eine Rolle.
Dadurch bekommt man so einen komischen Effekt beim Model T, dass die Vorstufe eher breiig wird als die Endstufe, während es beim Plexi anders herum ist. Das ergibt so ein ganz typisches Kompressionsverhalten beim T.
Meine Hypothese...
Gruß, Peter
Rene2097:
Hallo,
da wird wohl nur der Versuch klug machen. Ich schraube den Bugera nächste Woche mal auf und schaue was sich machen lässt. Bei der Gelegenheit schaue ich mir auch mal an wie Bugera das PPIMV und die Biasversorgung geregelt hat.
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