Technik > Tech-Talk Design & Konzepte
Pegelproblem mit DIY-LoW-Projekt
WiderGates:
Das wäre mein Vorschlag:
Stahlröhre:
Wenn dein Pi so verdrahtet ist wie im Plan kann deine Endstufe nicht richtig laufen. C21 geht garnicht an die Anode der Stufe, entsprechend fehlt dir deine Ansteuerung für V4b.
C20 wurde ja schon bemängelt.
--- Zitat von: Christoph Kaul am 22.10.2024 09:16 ---...
Am AÜ kanns nicht liegen, da der vom Mittelabgriff zu den Anodenabgängen messbare 126R und 151R hat, scheiß unsymetrisch, ich weis, aber der is hald so und das war er auch schon, als ich ihn gekauft habe.
...
--- Ende Zitat ---
Das ist ein Trugschluss, denn du misst nur den Ohmschen Widerstand. Die Wicklungen sind verschachtelt und die Drähte nicht gleich lang, entsprechend unterscheidet sich der ohmsche Widerstand dann. Entscheidend ist das Übertragungsverhältnis und das wird durch die Anzahl der Windungen bestimmt.
Die Lage mit der ECC99 bei 370V Betriebsspannung kann man entschärfen, indem man den AÜ auf einen RAA von 22.5kOhm verkabelt und jede Seite mit ca. 5mA Ruhestrom fährt.
R36 muss dazu auf 1700Ohm vergrößert werden.
Wenn +20 bis +30 am Steuergitter der Endröhre anliegen ist das kein gutes Zeichen. Liegen kann das an den folgenden Dingen:
1. Koppelkondensator defekt und leckt.
2. Röhre defekt.
3. Gitterableitwiderstände nicht an Masse angeschlossen.
4. Sonstiger Verdrahtungsfehler.
5. Messfehler.
Gut möglich, dass es dir so über Zeit die Endröhre gegrillt hat, die 0V über R36 sprechen dafür, hier fließt kein Strom. Ich denke auch, dass hier die Ursache für die inplausiblen Spannungswerte im Netzteil liegt. Ohne Belastung der Endröhre steigt die Spannung im Netzteil an. Wenn die Messungen an B+1 bis 3 zu jeweils unterschiedlichen Zeitpunkten entstanden sind könnte das die widersprüchlichen Werte erklären (B+3 unter Last, B+2 ohne Last usw.). Möglicherweise liegt B+3 jetzt auch viel höher. Die Vorstufe zieht aufjedenfall nicht so viel Strom, als dass an einem 1k Widerstand 23V abfallen würden, es sei denn R7 hat statt 1k eher 10k.
Christoph Kaul:
@Max
Wäre es nicht besser statt der Experimentiererei mit Kathodenwiderständen die ECC99 zu Fix-biasen? Eine Biasversorgung wäre relativ easy nachzurüsten und ich kann den Arbeitspunkt wesentlich genauer einstellen, als mit einem Rk. Mit einem zusätzlichen Balance-Poti könnte ich dann sogar den Ruhestrom der Röhren angleichen.
Ich zeichne heute oder morgen noch einen Plan der Platine mit allen Zu-, und Abgängen incl. Verdrahtungsplan der Sockel vom PI und der ECC99, damit ihr euch ein Bild von dem machen könnt, was da abläuft. Vielleicht hab ich im Aufbau einen Fehler gemacht.
Das mit C21 dürfte ein Zeichenfehler sein, ich bin mit relativ sicher, dass ich die Anodenabgänge zwischen R26/C19 bzw. R30/C21 von der Platine geführt hab. Bei C20 bin ich mir nicht sicher, wobei der keinen Schaden anrichtet, wenn er da ist, wo er eingezeichnet ist.
zu:
1.) Koppel-Cs kann ich mir nicht vorstellen, die sind nagelneu vorletzte Woche von Dirk geliefert worden.
2.) ist ein heißer Kandidat.
3.) kann ich ausschließen, den Weg hab ich ausgemessen (nachdem ich den Verdrahtungsfehler beseitigt habe) und da hab ich jeweis um die 480k gegen Masse, also alles paletti.
4.) deswegen der angedrohte Layoutplan.
5.) naja, wenn nicht mein Multimeter kaputt ist und ich davon ausgehen kann, dass der schwarze Anschluss an der Kiste der Masseanschluss ist, dann ist es eher unwahrscheinlich, das aus -20V auf einmal +20V am Multimeter werden.
Auch die Sache mit dem Netzteil halte ich für eher unwahrscheinlich, weil die Mini-PSU von Dirk mit seinen Teilen nach Plan aufgebaut ist und wenn ich mich noch recht erinnere, hab ich die Bauteile damals vorm Einbau sogar auf Korrektheit ausgemessen, weil ich mich mit den Farbbändern immer vertue und deswegen kategorisch jeden Widerstand messe, bevor ich ihn einlöte.
Ich messe aber auch hier gerne nochmal nach, wobei ein Metalloxid/Metallfilm Widerstand nach 2,5 Jahren mit sehr wenig Arbeit eher nicht um 1000% abgewichen sein sollte.
Die Spannungen hab ich alle unter Last gemessen, alles andere wäre ja auch Käse. Andernfalls hätte ich ja bei der DC Heizung ohne Last um die 8V.
Ich schau über alles nochmal drüber und meld mich dann wieder.
Vielen Dank für die Ratschläge,
lg,
Christoph
Stahlröhre:
--- Zitat von: Christoph Kaul am 23.10.2024 17:04 ---Wäre es nicht besser statt der Experimentiererei mit Kathodenwiderständen die ECC99 zu Fix-biasen? Eine Biasversorgung wäre relativ easy nachzurüsten und ich kann den Arbeitspunkt wesentlich genauer einstellen, als mit einem Rk. Mit einem zusätzlichen Balance-Poti könnte ich dann sogar den Ruhestrom der Röhren angleichen.
...
--- Ende Zitat ---
Was denn für eine Bastelei? Aktuell läuft die Stufe viel zu heiß sowohl im Ruhepunkt (zu kleiner RK), als auch auch unter Aussteuerung (zu kleiner RAA). Mit den zwei geschilderten Änderungen lässt sich das schon ordentlich entschärfen. Sicherlich kann man auf Lange Sicht überlegen der ECC99 generell weniger Anodenspannung bereitzustellen wie es Dieter auch schon angemerkt hatte. Solange wie die Ausgangsstufe jedoch garnicht läuft, würde ich hier nicht irgendwelche zusätzlichen Nebenbaustellen mit extra Biaszweig, geänderten PSU und ähnlich eröffnen. Ob als RK jetzt 1,5k 1,6k, 1,7k oder 1,8k eingesetzt werden ist nicht entscheidend.
--- Zitat von: Christoph Kaul am 23.10.2024 17:04 ---...
Ich zeichne heute oder morgen noch einen Plan der Platine mit allen Zu-, und Abgängen incl. Verdrahtungsplan der Sockel vom PI und der ECC99, damit ihr euch ein Bild von dem machen könnt, was da abläuft. Vielleicht hab ich im Aufbau einen Fehler gemacht.
Das mit C21 dürfte ein Zeichenfehler sein, ich bin mit relativ sicher, dass ich die Anodenabgänge zwischen R26/C19 bzw. R30/C21 von der Platine geführt hab. Bei C20 bin ich mir nicht sicher, wobei der keinen Schaden anrichtet, wenn er da ist, wo er eingezeichnet ist.
...
--- Ende Zitat ---
Bitte auch alle Spannungen neu messen. Bei der Endstufe zusätzlich auch die Spannung an Kathode, Gitter und Anode gegen Masse messen.
--- Zitat von: Christoph Kaul am 23.10.2024 17:04 ---...
zu:
1.) Koppel-Cs kann ich mir nicht vorstellen, die sind nagelneu vorletzte Woche von Dirk geliefert worden.
2.) ist ein heißer Kandidat.
3.) kann ich ausschließen, den Weg hab ich ausgemessen (nachdem ich den Verdrahtungsfehler beseitigt habe) und da hab ich jeweis um die 480k gegen Masse, also alles paletti.
4.) deswegen der angedrohte Layoutplan.
5.) naja, wenn nicht mein Multimeter kaputt ist und ich davon ausgehen kann, dass der schwarze Anschluss an der Kiste der Masseanschluss ist, dann ist es eher unwahrscheinlich, das aus -20V auf einmal +20V am Multimeter werden.
...
--- Ende Zitat ---
Zu 1. Ist sicherlich eher unwahrscheinlich, trotzdem aber nicht unmöglich und mir so schon passiert.
Zu 5. Fehler passieren, z.B. weil man ungewollt nicht gegen Masse misst o.ä., davor schützt einen auch die teuerste Messtechnik nicht. Desshalb bitte nochmal messen. Am Gitter müssen 0V anliegen, weder +20 noch -20 V wären korrekt und deuten auf einen klaren Fehler hin.
--- Zitat von: Christoph Kaul am 23.10.2024 17:04 ---...
Auch die Sache mit dem Netzteil halte ich für eher unwahrscheinlich, weil die Mini-PSU von Dirk mit seinen Teilen nach Plan aufgebaut ist und wenn ich mich noch recht erinnere, hab ich die Bauteile damals vorm Einbau sogar auf Korrektheit ausgemessen, weil ich mich mit den Farbbändern immer vertue und deswegen kategorisch jeden Widerstand messe, bevor ich ihn einlöte.
Ich messe aber auch hier gerne nochmal nach, wobei ein Metalloxid/Metallfilm Widerstand nach 2,5 Jahren mit sehr wenig Arbeit eher nicht um 1000% abgewichen sein sollte.
Die Spannungen hab ich alle unter Last gemessen, alles andere wäre ja auch Käse. Andernfalls hätte ich ja bei der DC Heizung ohne Last um die 8V.
...
--- Ende Zitat ---
Mit den aktuell angegebenen Spannungen ist das alles nicht plausibel. Unter der Annahme, dass alle Widerstände erstmal stimmen sind entweder die gemessen Spannungen falsch, oder du hast das ohmsche Gesetzt gerade widerlegt. Veranschlage mal 3-4mA für den Preamp, an einem 1k Widerstand kann dabei kein Spannungsabfall von 23V entstehen.
In#17 schreibst du zudem, dass sich an R36 keine Spannung messen lässt. Bedeutet also, dass hier kein Strom fließt. Mit dem aktuellen 820Ohm Kathodenwiderstand fehlen dir so ca. 18mA, also ein signifikanter Teil der Netzteillast. Sollte die ECC99 während der Messungen schleichend gestorben sein, kann es sein das sich die Spannungen im Netzteil geändert haben (desshalb auch die unplausiblen Spannungswerte). Die gemessene Spannung an B+1 schreit auch danach, das hier aktuell nur wenig Strom fließt. B+1 kann maximal 1,41x die Trafospannung werden.
Lass aus der Steckdose gerade ein paar Volt mehr kommen und die Leerlaufspannung des Trafos etwas höher sein, dann komme ich gerade so auf die 372V die du hier misst. Mit ordentlicher Last, also laufender Endstufe würde ich hier eher um die 350V erwarten. Meiner Meinung nach auch ein klarer Indiz, dass zur zeit kein Strom durch die Endröhre fließt.
Christoph Kaul:
Hi Freunde,
ich wage es fast nicht reinzuschreiben, weils richtig peinlich ist, aber ich hab den Übeltäter gefunden...
Ich hab am Sockel der ECC99 die Pins der Gitter und der Kathoden vertauscht. :facepalm:
Ich wollte die Kathoden brücken und hab statt dessen die Gitter gebrückt und es ist mir die ganze Zeit über nicht aufgefallen, bis ich vorhin angefangen habe das versprochene Layout der Platine zu zeichnen.
Ich bin richtig stolz auf meine kleine ECC99, dass die den Irrsinn überlebt hat und immer noch rockt.
Der Fehler ist behoben und die Kiste läuft jetzt (scheisse LAUT und druckvoll!). Ums korrekte Biasing der Röhre kümmere ich mich die Tage noch, auch wenn sie kein Rotbäckchen ist und den NFB-Loop hänge ich auch wieder ein, um den Presenceregeler verfügbar zu haben.
Aktualisierte Pläne mit allen Spannungen und evtl. sogar ein Video mit Soundsample reiche ich zum evtl. Nachbau für Interessierte nach.
Vielen Dank auf jeden Fall für eure Hilfe! Ihr seid super!
lg,
Christoph
Navigation
[0] Themen-Index
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln