Tube-Town Forum
Technik => Tech-Talk Einsteiger => Thema gestartet von: ste.jago am 11.11.2011 22:35
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Hallo Freunde!
Ich beschäftige mich jetzt etwas länger im "Selbststudium" zur Röhrentechnik. HAbe mir ein paar Schaltpläne angesehen und da fiel mir eine Frage zu den Netztrafo Centertap sekundärseitig ein (Bild ist unten)
Angenommen man baut den Verstärker mit folgendem Trafo: (bild auch unten)
Sek.1: 360V-360V
Sek.2: 60V-60V
Sek.3: 6,3V-6,3V
Sek.4: 6,3V-6,3V
Wie müsste man nun den CT-Abgriff der 360-60-0-360V-Wicklung "simulieren"?
Wäre nett wenn mir mal das jemand zum Verständnis zeichnen könnte.
Danke und liebe Grüße
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Es fehlt die Frage . . . ;)
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Geht. Die Antwort ist 42.
Gruß, Dirk
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Entschuldigt bin aus versehen zu früh auf versenden gekommen xD
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Dann hättest du spätestens jetzt deine Frage zuende führen können . . .
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steht oben^^ so wie es vorher sein sollte;-)
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Hallo,
der 60 V Abgriff hat nichts mit dem CT zu tun sondern ist für die Erzeugung der Bias-Spannung gedacht.
Gruß, Dirk
EDIT: ich glaube ich habe die Frage falsch verstanden.
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Moin,
warum willst du denn den Centertap simulieren? Die einfachste Lösung wäre m.E. einen Brückengleichrichter zu verwenden. Oder spricht etwas dagegen?
mfg
Chryz
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Es geht ja nur darum zu wissen wie man es machen würde, will es ja nicht wirklich durchführen ich will nur ein Verständnis dafür entwickeln können...... ;-)
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Moin,
wenn das das Problem ist.... lass es bleiben. Ich würde es gar nicht machen.
mfg
Chryz
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Hallo,
du must dir ja was dabei gedacht haben, sonst würdest du ja nach einer "Simulation" eines CT
gar nicht fragen. Geht es darum, wie man das Netzteil ohne CT aufbaut? Oder willst du eine
Gleichrichterröhre benutzen? Im letzten Fall kannst du einen Brückengleichrichter aus 2 Si-Dioden
und einer Doppelgleichrichterröhre bauen. Das wäre dann praktisch eine Centertapsimulation.
Man könnte Brückengleichrichter an sich schon als Centertapsimulation verstehen.
Gruß, Peter
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Geht. Die Antwort ist 42.
Gruß, Dirk
Wie war die Frage nochmal? ;D
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„nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“
= Zentralabgriff, passt.
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Hi,
mit der Anordnung in trafdings lässt sich kein C Tap simulieren, da braucht man zwei 360V Wicklungen,
nehme einen Trafo mit 360 - 0 --- 0 - 360 V Wickelungen, die kann man bei Bedarf als Center Tab schalten
oder parallel an einem Brückengleichrichter .
Gruss Jörg
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Sek.1: 360V-360V
Sek.2: 60V-60V
Sek.3: 6,3V-6,3V
Sek.4: 6,3V-6,3V
Hallo ste.jago!
Ich glaube, die Schreibweise ist falsch.
Es müsste entweder 0-360V volt heißen, du hast nämlich nur eine 360V Wicklung.
Oder es müsste 360V-0-360V heißen, dann hättest du bereits eine Center Tap und müsstest keine simulieren.
Grüße
Alex
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mit der Anordnung in trafdings lässt sich kein C Tap simulieren, da braucht man zwei 360V Wicklungen,
nehme einen Trafo mit 360 - 0 --- 0 - 360 V
Dann wäre es ja keine Simulation mehr, sondern ein richtiger Center Tap ;D
Gruß, Peter
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Guten Abend ihr lieben ihr!
Erstmal danke für die schnellen Antworten...
ja, hab den Fehler mit der Beschriftung gemacht^^ 0 V-360 V und so weiter. Danke^^
Also es geht mir um das Verständnis, wofür und warum dieser Centertap da ist, da man ihn ja eigentlich nicht zwingend benötigt.
Bei dem Bild nun könnte man also theoretisch das eine Ende der meinetwegen 360V-Wicklung mit Diode an Masse, das andere mit Diode an S2 bzw. Über brückengleichrichter den negativen Pol an Masse und den postitiven zum S2 - ist das so richtig?
Und falls ja wie würde man das dann mit den 60V für die BIAS-machen? Weil da braucht man ja das negative Potential.... okay, kein Problem Diode (hier ja die V14) wie gezeichnet setzen udn gut ist... aber was macht man dann mit dem anderen Ende der Wicklung? weil mit Diode gegen masse legen würde dann doch keinen Sinn machen oder?
Vielen Dank schonmal und eine angenehme Nacht ;-)
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Hallo Ste.jago,
Die Gleichrichterschaltung mit dem Mittlelabgriff ist ein Erbe aus der Zeit in der es noch keine Gleichrichterdioden gab die eine hohe Sperrspannung hatten. Das war dann erst bei den Siliziumhalbleiter der Fall, die Germaniumdioden hatten nur Sperrspannungen im zweistelligen Bereich. Zuvor hatte man Selengleichrichter, die gabe es als Reihenschaltung für höhere Spannungen als sogenannte Selengleichrichterstäbe. Letzter waren dann nur für industiellen Anwendungen erschwinglich und hatten große Abmessungen.
So verwendte man eben Gleichrichterröhren für hohe Spannungen. Eine Brückenschaltung mit vier Gleichrichterröhren und einer Trafowicklung war teurer als eine Mittelpunktsgleichrichtung mit zwei Gleichrichterröhren und einem Trafo mit Mittelanzapfung.
Bei getrennten Wicklungen und der Anodenspannungswicklung mit Mittelanzapfung wird das eine Wicklungsende der Biasspannungswicklung mit der Mittelanzapfung der Anodenspannungswicklung verbunden.
Die Biasspannungserzeugung erfolgt mittels Einweggleichrichtung.
Bei der Anodenspannungswicklung ohne Mittelanzapfung mit Brückengleichrichtern für Anodenspannungserzeugung sowie die Biasspannungserzeugung, werden der Minusanschluss der des Brückengleichrichters für die Anodenspannung und der Plusanschluss des Brückengleichrichters für die Biasspannung verbunden.
Gruß
Manfred
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Sehr schöne Zusammenfassung, Manfred. Lehrbuch. :)
Gruß, Peter
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Bei einer Biasspannungserzeugung mit Brückengleichrichter werden bei der Mittelpunktsgleichrichtung der Minusanschluss des Brückengleichrichters für die Biasspannung mit der Mittelanzapfung der Anodenspannungswicklung verbunden.
Bei der Brückengleichrichtung der Anodenspannung werden beide Minusanschlüsse der Brückengleichrichter verbunden.
[nerd_modus_an]
Bist du da sicher? Wo soll dann die negative Biasspannung herkommen?
[nerd_modus_aus]
;D
Gruß, mike
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Hallo Mike,
vielen Dank für den Hinweis, da hast Du recht. :facepalm:
Mann soll in schlaflosen Nächten einfach keine Beiträge schreiben? ;D
Bei einer Biasspannungserzeugung mit Brückengleichrichter werden bei der Mittelpunktsgleichrichtung der Minusanschluss des Brückengleichrichters für die Biasspannung mit der Mittelanzapfung der Anodenspannungswicklung verbunden.
Diese Variante geht nicht.
Bei der Brückengleichrichtung der Anodenspannung werden beide Minusanschlüsse der Brückengleichrichter verbunden.
Das muss so heißen:
Bei der Brückengleichrichtung der Anodenspannung werden der Minusanschluss des Brückengleichrichters für die Anodenspannung muss mit dem Plusanschluss des Brückengleichrichter für die Biasspannung verbunden werden.
Die Variante mit dem Brückengleichrichtern funktioniert nur bei den getrennten Wicklungen.
Den Beitrag werde ich entsprechend editieren.
Gruß
Manfred
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Guten Abend ihr Lieben!
Jetzt wird das Bild klarer^^ Wiedermal der alte Grund des Kostensparens^^ ist die Ursache der Mittelanzapfung....
Das macht Sinn, den Pluspol des BIAS-Gleichrichter mit dem Minuspol des Anodenspannungs-Gleichrichters zu setzen.
Ihr seid einfach die Besten! Jetzt habe ich das Prinzip dahinter verstanden! Und das ist eine tolle Übersicht, die du angehängt hast, Manfred. Manchmal sagen Bilder mehr als tausend Worte ;-)
Natürlich auch an alle anderen ein dickes, fettes Dankeschön für die Unterstützung!
:danke: :danke: :danke: :danke: :gutenacht:
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@Manfred:
In Deiner Zeichnung ist in der dritten Schaltung der Wurm drin. Die Minusanschlüsse der Gleichrichter dürfen nicht mit dem unteren Ende der Anodenspannungs-Wicklung verbunden sein, sondern nur mit der Verbindung der beiden Lade-Elkos.
Grüße
Matthias
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Ich war mal so frei.
Gruß, Peter
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Hi,
noch nicht ganz perfekt, Peter.
Bei den ersten zwei Varianten ist jeweils die untere Diode falsch gepolt.
Bei der dritten muss die Verbindung von Elkomasse an die Wicklung raus und stattdessen der Minuspol (bzw. Pluspol bei Bias) des Brückengleichrichters mit den Elkomassen verbunden werden.
Grüße,
Mathias
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Eigentlich ist das ja gar nicht mein Bild, aber ich habe es jetzt trotzdem nochmal
korrigiert. Habe schnell mal selber einen Schaltplan gemalt. Ist leider optisch nicht
so ansprechend, wie der andere.
Gruß, Peter
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Ich bin zwar kein Freund von Simulationsprogrammen, aber es wäre direkt interessant was bei der Simulation der gezeichneten Netzteile rauskommt :facepalm:
Stellt sich zumindest die Frage wer "freut" sich mehr ? der Trafo oder die Dioden
Was willst du uns denn damit sagen??? Soweit ich das jetzt gesehen habe, ist die letzte Darstellung von Peter zwar optisch nicht besonders schön (ich kann es selbst leider nicht besser), aber korrekt.
Grüße,
Mathias
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Hi!
Ich bin sicher, auch Manfred weiß wie's richtig geht und hat sich einfach verzeichnet.
Grüße
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Hi,
es hat ja auch niemand behauptet, dass Manfred nicht weiß wie es richtig geht. Natürlich war das nur ein Zeichenfehler.
@Franz: Warum sollte man die fehlerhaften Schaltungen simulieren wollen?
Ich habs trotzdem mal mit dem Netzteil inkl. verpolter Diode versucht. LTSpice gibt mir dann einen Kurzschluss (etliche TA Strom), wie zu erwarten.
Grüße,
Mathias
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Terra- Ampère???? :o :o :o :o
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Terra- Ampère???? :o :o :o :o
Das Beispiel war bisschen extrem, weil die Spannungsquelle keinen Innenwiderstand hatte.
Allerdings erkennt LTSpice z.B. einen Kurzschluss nicht als solchen und gibt eine Fehlermeldung raus, sondern errechnet stattdessen sinnlos hohe Stromwerte.
Grüße,
Mathias
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Geht. Die Antwort ist 42.
Gruß, Dirk
Hallo Dirk,
es scheint, nicht jeder teilt deinen Literaturgeschmack. Ansonsten hätte es sicher ein prusten und Daumen hoch gegeben. Ich selber habe ihn nicht gelesen, aber ein guter Freund hat mich auf die Zahl 42 aufmerksam gemacht. Was haben wir nicht gelacht.
In diesem Sinne "DIE ANTWORT IST 42" LOL.
Out of topic - Ende
Hans-Jörg
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Die Antwort 42 ist das kürzeste und bekannteste Zitat aus der Roman- und Hörspielreihe Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams.
Es handelt sich dabei um die Antwort auf die vom Autor bewusst unklar gelassene Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ („life, the universe and everything“). Anhand dieses Inputs wurde die Antwort von dem zu diesem Zeitpunkt größten existierenden Computer errechnet und ist mit absoluter Sicherheit korrekt. Nur ist damit nichts anzufangen, weil niemand weiß, wie die Frage eigentlich genau lautet. Laut dem Mann, der die Wahrheit kennt und ausspricht (Prak), schließen sich die Kenntnis von Frage und Antwort gegenseitig aus. Es sei unmöglich, jemals beide im selben Universum zu kennen – und sollte es trotzdem geschehen, würden Frage und Antwort sich gegenseitig aufheben und das Universum mitnehmen, das daraufhin durch etwas noch Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt wird.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/42_%28Antwort%29
Cheers
Jürgen
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Hallo!
Sorry, ich hatte mich verzeichnet, bzw. die "Klebefunktion" nicht ausgeschaltet und den Verbindungsknoten mitgezogen.
Aber man lernt draus, besser zweimal prüfen bevor man was abschickt. ;)
Auch vielen Dank für die Aufmerksamkeit und die Korrekturen. :bier:
Gruß
Manfred
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Hallo!
Sorry, ich hatte mich verzeichnet, bzw. die "Klebefunktion" nicht ausgeschaltet und den Verbindungsknoten mitgezogen.
Aber man lernt draus, besser zweimal prüfen bevor man was abschickt. ;)
Auch vielen Dank für die Aufmerksamkeit und die Korrekturen. :bier:
Gruß
Manfred
danke für den fisch
-
danke für den fisch
Und darauf einen Pangalaktischen Donnergurgler ;) :bier:
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Die Antwort 42 ist das kürzeste und bekannteste Zitat aus der Roman- und Hörspielreihe Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams.
Es handelt sich dabei um die Antwort auf die vom Autor bewusst unklar gelassene Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ („life, the universe and everything“). Anhand dieses Inputs wurde die Antwort von dem zu diesem Zeitpunkt größten existierenden Computer errechnet und ist mit absoluter Sicherheit korrekt. Nur ist damit nichts anzufangen, weil niemand weiß, wie die Frage eigentlich genau lautet. Laut dem Mann, der die Wahrheit kennt und ausspricht (Prak), schließen sich die Kenntnis von Frage und Antwort gegenseitig aus. Es sei unmöglich, jemals beide im selben Universum zu kennen – und sollte es trotzdem geschehen, würden Frage und Antwort sich gegenseitig aufheben und das Universum mitnehmen, das daraufhin durch etwas noch Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt wird.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/42_%28Antwort%29
Cheers
Jürgen
Hallo Jürgen,
hast du das jetzt gegoogelt? Wenn nicht, gehörst du zum erlauchten Kreis Wissender (wie z. B. Dirk) ;)
Danke für die "Zusammenfassung", ich hatte es nicht mehr so im Gedächtnis.
Vieleicht aber kennt eh jeder diesen Autor/dieses Buch, nur eben ich nicht, weil ich in meinem Miniversum lebe :(
BTW: dieser Freund, der mich zu diesem Autor/Buch geführt hat, wurde an dem Tag 42 Jahre alt, an dem Dirk diese Zeilen geschrieben hat. :o
Liebe Grüße
Hans-Jörg