Tube-Town Forum
Technik => Tech-Talk Amps => Thema gestartet von: Duesentrieb am 21.02.2009 14:16
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So etwas habe ich auch noch nicht erlebt. Der andere Gitarrist der Band, in der ich spiele, hat einen "Gemeinschafts-SLO-Clone" (den haben wir zu dritt gebaut - war der erste SLO-C in PTP-Technik hier). Nun klang der gestern abend bei der Probe bizarr, mit einem Tonestack, welches nicht mehr wirkte und Geräusche von sich gab . . .
Heute festgestellt, dass der 500pF im Tonestack "voll durchlässig" ist.
Wow. 190V aufm Treble-Poti . . .
Mir war neu, dass diese Cs, die ja als hochwertig gelten, durchaus den Geist aufgeben können. Der Amp müsste so 3 Jahre alt sein.
Nur mal so zur Info . . .
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Mir war neu, dass diese Cs, die ja als hochwertig gelten, durchaus den Geist aufgeben können. Der Amp müsste so 3 Jahre alt sein.
War bestimmt kein brauner oder cremefarbener, sondern ein schwarzer Silver Mica, gelle!
Die sind mir von früher her (ich habe mich von Micas inzwischen ja völlig distanziert) bekannt dafür, dass sie gerne mal zum Durchsabbern anfangen.
Larry
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Yup. Schwarz. Echt? Noch nie gehört, dass die Teile Kacke sind.
Dirk: bitte schnell die Wimas ins Programm ;D
Was nimmst Du, Larry?
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Apropro Wima:
Wie bekommt ihr die Dinger auf Lötleisten oder Turrets montiert? Ich würde für mein Projekt auch gern an einigen Stellen Wimas nehmen.
Gruß,
Nils
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Verlängern. Ich nehme (und sammle die deswegen) abgeschnittene (Anschluß)-Drähte von Rs und anderen Cs.
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:gutenmorgen:
...es gab auch WIMAs mit langen Anschlussdrähten...
Als Ersatz für leckende ( ??? ;D ) Micas kann man gute Keramik nehmen. Verbreitet ist aber eher der totale Keramikschrott...
Ciao
Martin
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Was nimmst Du, Larry?
Autsch! Wie konkret erwartest du meine Antwort darauf ;D
Wie schon erwähnt, habe ich mich von Silver Micas völlig distanziert und nehme die nicht mal mehr als Fizzy-Cap.
Nicht wegen der Eigenart der 'Schwarzen', gerne mal zu lecken (das darf ich meiner Frau garnet erzählen ;D), sondern weil sie einfach zu bright, zu clean und zum Sterilen neigend sind.
Mit SM's fehlts einfach am gewohnten 'British Grind' im Sound, dieser angenehm klingende Schmutz..... na, ihr wisst schon ;)
Nach ungezählten Versuchen über Jahre hinweg habe ich (endlich) zwei verschiedene Keramiktypen ermittelt, die mich 'glücklich' machen und die ich daher fortan verwende.
Der eine Typ ist optimal geeignet für modernere Schaltungen, die eher aggressiv bis heavy ausgelegt sind. Kurzcharakter: Dark Raspel
Der andere Typ ist speziell für vintage-orientierten Schaltungen hervorragend geeignet und macht fast spot-on, wie die guten alten Lemcos. Angabe des Kurzcharakters daher entbehrlich.
Beide Typen (von verschiedenen Herstellern) sind baileysfarben (also etwa kinderkackebraun) und beide Typen haben unterschiedliche Spannungsfestigkeit, jedoch beide > 500V
Mehr sog i net 8)
Larry
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So, ich hole das nochmal hoch.
Alter 76er JMP, gelegentlich mein Zweit- oder Alternativamp mit der Band. Hatte so nach 3 Monaten "unter Last" (also laut!) das Problem, dass er aussetzte und gelegentlich "brezelte" und krachte. Manchmal half ein Schlag aufs Gehäuse. Manchmal leider auch nicht . . .
Mehrfach (!!) geöffnet und Fehler gesucht, Viele Caps getauscht (Röhren sowieso), auch Potis gewechselt - keine Lösung gefunden. Wenn in der Werkstatt alles ok war, mit der Band so nach 10-20 Minuten unter Last wieder das Problem. Verzweiflung machte sich breit . . .
Dann drohte ein kleiner Gig mit der Band, also den Combo genommen und verflixte Scheiße - auch der nach 20 Minuten unter Last Aussetzer, Brezeln, Krachen. Fast alle Caps getauscht, alle Röhren (mehrfach), Potis, sogar Elkos, Masseleitungen . . .
Dann standen die zwei lange in der Ecke - und irgendwann ging mir ein Licht auf: gleiches Phänomen, gleiche Symptome . . . wo war die Gemeinsamkeit?
Nun, anhand des Titels unschwer zu erraten: jeweils ein 47pF, schwarzer Mica, über den PI-Anoden.
Sorry Dirk, aber hau die Dinger in die Tonne.
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Sorry Dirk, aber hau die Dinger in die Tonne.
Da müsste man die Chargen kennen. Silver Micas werden von verschiedenen Firmen produziert und diese beziehe ich auch von verschiedenen Quellen. Eine Nachverfolgung ist daher recht schwer.
Sehe ich das aber richtig, dass Du in beiden Marshalls die Silver Micas selbst eingebaut hast, es sich also nicht um die Originalbestückung handelt ?
Gruß, Dirk
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Im SLO-C wars ein 470pF.
Im Combo (=DIY) ein 47pF, ebenso wie im 76er. Der hat ein rotes Metro-Board und musste (da quasi mal ein Totalschaden bevor er bei mir gelandet ist) komplett neu aufgebaut werden.
Alle schwarz.
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Hat sonst noch jemand hier Probleme mit den Silver Micas ?
Ich habe hierzu ehrlich gesagt keine Problemmeldungen vor liegen; die SM sind absolut unauffällig.
Gruß, Dirk
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Hallo,
ich hatte bis jetzt zweimal Probleme.
Ein 250pF hatte Durchgang, der war in einem Dumble Style Preamp im Overdrive von Anode zu Kathode gelötet.
Einen 500pF hatte ich als Koppelkondensator an einer EF86 in meinem Creme Brulee, der hat kein Signal mehr durchgelassen.
Grüße,
Mathias
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Hmja, ein schwarzer 470pF im Tonestack durchgegangen.
Aufschrift war meines Wissens;
470 ±5%
500V SM
Grüße,
Swen
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Hi !
Gibt es hierzu auch Zeitangaben, also wann das war ?
Gruß, Dirk
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Was die 47er betrifft - ich kann mal meine Bestellungen durchsehen, soviele wie ich gerstern weggeschmissen habe, werde ich wohl irgendwann mal 10 Stück bestellt haben . . . ich schaue mal und melde mich.
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Hi Dirk!
Bei mir haben die schwarzen SM Alle Abweichungen von 15-20% - es geht hier um 6 Stück, die alle noch nicht eingebaut waren..
Ich hab die 2008 im April gekauft.
LG
Kai
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Hi,
ich habe meine beiden "Problem"-Micas zwischen Dezember 2008 und Januar 2009 gekauft und verbaut.
Beiden waren aber gleich defekt, also nicht erst nach längerem Gebrauch.
Grüße,
Mathias
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Beiden waren aber gleich defekt, also nicht erst nach längerem Gebrauch.
Wie zeigte sich der defekt ?
Gruß, Dirk
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Wie zeigte sich der defekt ?
Gruß, Dirk
Ein 250pF hatte Durchgang, der war in einem Dumble Style Preamp im Overdrive von Anode zu Kathode gelötet.
Einen 500pF hatte ich als Koppelkondensator an einer EF86 in meinem Creme Brulee, der hat kein Signal mehr durchgelassen.
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Beim 250pF waren Anode und Kathode praktisch verbunden, die Anodenspannung brach ein.
Der 500pF war an einem 6fach Schalter mit mehreren Koppel-Cs, in der Position war die Lautstärke extrem niedrig.
Grüße,
Mathias
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So, nachgeschaut . . .
Den JMP habe ich 2006 (Sommer) "gerettet", da ist auch der Mica aufs Metro-Board gekommen.
Der andere 47er stammt wohl aus Lieferung Mitte 2008 (#32487), da ich den Combo ab Herbst 2008 gebaut habe.
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OK, wer noch mit Auffälligkeiten oder Problemen ?
Gruß, Dirk
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Merkwürdig, ich verwende die Dinger ständig und hatte noch nie ein Problem. Mir ist einmal ein Sozo 0,68uf durchgeschlagen und einmal ein Mallory 150M 0,022uf. Ansonsten bin ich eher der Spezialist im Preampröhrenkillen (2 Tungsol RI und eine 7025 Selected, letztere gerade erst am Samstag).
Aber ich werde darauf achten und mich melden, falls es Probleme gibt.
Viele Grüße
Stephan
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Ich habe alle Micas vor dem Eibau durchgemessen (Kapazität, Durchgang). Kann es sein, dass die Toleranzen erheblich größer sind oder sich im Betrieb ändern? Beispiele: Beim 500pF messe ich 630pF, der 1000er hat 1180pF; das Messgerät ist kalibriert und die Kapazität der Leitungen sind mit berücksichtigt.
Tja, was machen? Alle tauschen? So schlimm sind die Toleranzen wahrscheinlich nicht, aber ich habe keine Lust, am fertigen Amp nachher durchgeschossene Teile tauschen zu müssen.......
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Also ich hatte mit Micas bisslang noch keine Probleme, habe aber auch nie schwarze Glimmer-C´s, sondern nur braune und cremefarbige bekommen.
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Hallo,
Hab mal Probleme mit nem schwarzen 100pF Snubber Cap gehabt. War Anfang/Mitte 2009. Der hat Knusper und Brizzelgeräusche fabriziert, raus damit und totenstille.
Grüße Micha
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Nie ein Problem mit schwarz, babycrem, oder braun; aber ich glaube ich habe sie auch nie misbraucht ...
steven
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Dirk, muss man jetzt melden, wenn man KEIN PROBLEM hat? ;)
Ok, ich hatte mit den Micas keine Probleme. :angel:
Ich meinte mal, komische Keramik-Cs zu haben. Gute Mikrofone übrigens teilweise. O0
Sie machen einen Amp lebhaft. Und nehmen den sterilen PRS ein wenig das Sterile. >:D
Ciao
Martin
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Nur schwarz, nur HV Applikationen bei mir, nur um das klar zu stellen.
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Hallo!
Bei mir war mal ein schwarzer 47pf "fizz-cap" in nem Marshall hinüber (Durchgang). Das wars aber auch schon.
Achso: zeitlich war das so ca. Ende 2008´, Anfang 09.
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Hi,
im vergangenen Jahr sind bei mir 5 von den Dingern in einer 5F6- Schaltung ausgestiegen- und zwar schwarze und dunkelbraune 500V- Typen (DC- leakage/ kruschpeln und krachen nach ca. 3 Stunden Betrieb).
Ich verwende diese Mica- Teile seitdem jedenfalls nicht mehr.
Gruß
Jacob
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Sehe ich hier den Muster (wie von Olaf erwaehnt) das die SiMis als coupling-caps nur mit Vorsicht zu geniessen sind? Ich habe sie immer nur in Tone-STacks benutzt, wo sie von HV gut geschutzt sind.
steven
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Yup. Nur schwarz, nur HV ==> Probs.
Aber wieso ist Dein Tonestack vor HV geschützt? Hast Du davor immer nen 22nF, Steven?
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Nur schwarz, nur HV Applikationen bei mir, nur um das klar zu stellen.
Definiere mal "HV" genauer.
Gruß, Dirk
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Yup. Nur schwarz, nur HV ==> Probs.
Aber wieso ist Dein Tonestack vor HV geschützt? Hast Du davor immer nen 22nF, Steven?
Glaube schon. Muss schauen. Auf jeden Fall ist es so, in dem an dem ich momentan arbeite.
edit: habe geschaut in die Schaltplaene. Jup, die SiMi sind nie HV ausgesetzt. Aber ich mache keine abenteurliche Dinge wie du, Olaf ... nur Fender.
steven
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Abenteuerlich - lol
HV = nun, meine Def. wäre alles über 6V, Dirk. Wie gesagt, bei mir traten die Fehler am CF auf (180-200V, ja, blah, im Datenblatt steht max. 180V, wer hält sich dran? Kaum einer, zudem gibts ja auch Datenblätter, in denen steht max. 200V - woran ich mich halte) und an den PI Anoden (420V oder so, muss ich mal nachmessen).
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Abenteuerlich - lol
HV = nun, meine Def. wäre alles über 6V, Dirk.
Alles über 6V ist bei Dir Hochvolt ? Respekt, Olaf ;D
Wie gesagt, bei mir traten die Fehler am CF auf (180-200V, ja, blah, im Datenblatt steht max. 180V, wer hält sich dran? Kaum einer, zudem gibts ja auch Datenblätter, in denen steht max. 200V - woran ich mich halte) und an den PI Anoden (420V oder so, muss ich mal nachmessen).
Dürfte alles im zulässigen Bereich sein, zum die Kondensatoren zwangsweise auch noch eine gewisse Toleranz aufweisen müssen.
Dennoch kann ich im Moment, wie Du sicher schon gesehen hast, keine Ausfallsschwerpunkt fest machen. Ich habe aber auf alle Fälle vor noch ein paar Stichproben bei der Lagerware zu machen.
Gruß, Dirk
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Das ist prima.
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ich habe heute auch einen kaputten entdeckt: wenn man den amp(fender nachbau) leutspielt und den ton A spielt, also ganz laut anschlägt, kommt ein krachen dazu. nun, da alles vom master abhängig war habe ich mich auf die endstufe konzentriert. aber nein, es war ein SM über vol.poti, der als bright funzte....nur komisch das alles in abhängigkeit von master (also eigendlich gesammtlautsärke) auftrat. naja gefahr erkannt, gefahr gebannt!
Mfg Marek
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Mir ist kürzlich ein dunkelbrauner 470pF Koppelkondensator (Originalteil) im Korg AC30 ausgestiegen, bisher mein erster defekter Glimmer. Der Brilliantkanal rauschte und knackte nach kurzer Betriebszeit, brachte somit kein ordentliches Signal mehr auf den Weg.Austausch durch FKP schaffte Abhilfe.
Rollo
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Ich hatte letztes Jahr einen durchgängigen 120pf-snubber, den ich so gegen Ende 2008 bestellt hatte. Aber ich glaube, schwarz war der nicht, und er hatte auch eine Weile funktioniert, bevor er irgendwann dann den Anoden-R gebypassed hatte...
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Hm...wie empfindlich sind die Dinger eigentlich gegen scharf geknickte Anschlußdrähte (bis zum Biegen &Brechen :devil:) und Übertemperatur beim Löten?
Vermutlich lassen sich einige Ausfälle eher als solche Sekundärschäden einordnen, für die der Mica nix kann...
Gegen ne faule Lötung stinkt kein Kondensator oder anderes Bauteil an.
Fiel mir nur so ein, muss nicht so sein :angel:
Vomit
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Moin,
hier ebenfalls leckender SM. Treble-C am Tonestack, brauner 360p, gekauft am 13. Dezember 2009.
Gruß, Nils
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Moin,
sagt mal: Was bietet sich denn so als Alternative zu den SM an? Ich hab obigen defekten Mica gegen was anderes getauscht, dass ich rumliegen hatte (blauer Styroflex(?) von Conrad), aber der muss da wieder raus - ich bilde mir ein, dass der Amp seit dem Tausch total bröckelig klingt.
Also? Was nehmen?
Gruß, Nils
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sagt mal: Was bietet sich denn so als Alternative zu den SM an?
Probier doch mal die Hochvolt-Keramic-Cs von Panasonic. Marc nimmt die auch und ist zufrieden:
http://www.tube-town.de/ttforum/index.php/topic,12005.msg111002.html#msg111002
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Hallo,
als ganz ehrlich, so schlimm dass man jetzt bloß keine Micas mehr verwenden sollte ists dann doch nicht.
Ich hab ne Menge von denen verbaut und die Ausfallquote liegt sicher unter 5%.
Grüße,
Swen
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Stimmt, hast ja recht!
Toyota baut ja auch Gaspedale in ihre Autos mit einer Ausfallquote von unter 5%
Das ist absolut akzeptabel!
:devil:
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Die Ausfallrate liegt mit Sicherheit unter 1 %. Mir scheint die Wahrscheinlichkeit eines Röhrenausfalls derzeit weit aus grösser, als der Ausfall eines dieser Kondensatoren. Dennoch muss es einen Grund geben und genau da fehlt derzeit noch etwas das Licht im Dunkel.
Die Aussagen bezüglich der Ausfallhäufigkeit in Abhängigkeit zur Farbe kann derzeit nicht nachvollzogen werden. Zweite Möglichkeit: Spannungsfestigkeit. Hier besteht die Möglichkeit in Kürze auf Silver Micas mit einer grösseren Spannungsfestigkeit zurück zu greifen. Dritte Möglichkeit: RoHS - bzw. Produktionsumstellungen wegen RoHS. Das ist aber ebenfalls sehr spekulativ und kann leider nicht kurzfristig geklärt werden, sprich man muss leider warten was die nächsten Monate bringen.
Gruß, Dirk
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Stimmt, hast ja recht!
Toyota baut ja auch Gaspedale in ihre Autos mit einer Ausfallquote von unter 5%
Das ist absolut akzeptabel!
Dieses Argument bzw. diesen Vergleich erachte ich als nicht angebracht. Bei dem Problem mit Toyota sind Menschen ums leben gekommen. Beim Ausfalls eines Silver Mica wird mit Sicherheit kein Mensch Schaden davon tragen.
Gruß, Dirk
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Das war auch eher mit spitzer Zunge gesagt, was der :devil:-Smiley andeuten sollte.
Ich habe auch bei meinen Amps Silver Micas verbaut und bislang kein Problem gehabt. Wenn ich jedoch was neues bauen würde, würde ich mir schon Gedanken über Alternativen machen.
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Ich habe auch bei meinen Amps Silver Micas verbaut und bislang kein Problem gehabt. Wenn ich jedoch was neues bauen würde, würde ich mir schon Gedanken über Alternativen machen.
Wer sagt denn, dass die "Alternativen" besser halten ?
Gruß, Dirk
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Das weiß ich tatsächlich nicht ::), aber das gilt es ja auch herauszufinden :P
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Morgen zusammen :)
Eine Ausfallrate an die 5% wäre geradezu dramatisch, auch bei nicht sicherheitskritischen Bauteilen - wobei es das bei einem Standard-Tonestack tasächlich wäre. Wie auch immer ...
Ich denke die Ausfallraten liegen - wenn überhaupt so hoch - niedrigen 0,x%-Bereich. Ich selbst hatte noch Probleme mit Silver Micas und hab doch schon sehr viele eingesetzt. Allerdings habe ich die schwarzen noch nie verwendet - wenn auch nicht wegen technischer Probleme - ich hatte immer nur die braunen eingesetzt. Meine Vermutung ginge eher in die Richtung Vorschädigung durch zu lange Erhitzung beim Lötprozess (Silver Micas sind da empfindlich habe ich mal irgendwo gelesen) oder eben, wie es Dirk oben bereits geschrieben hat, wegen zu hoher Spannung. Möglicherweise summieren sich hier auch verschiedene aüßere Einflüsse.
Viele Grüße,
Joachim
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Hallo,
Silver Micas habe ich schon zu Hauf eingesetzt (von Dirk, von T*D und anderen) in allen Farben und noch nie ein Problem gehabt. Also bisher keinen einzigen Ausfall. Die einzigen Male als mir ein Kondensator kaputt gegangen ist sind:
- Ein Anschluss eines Sozo gebrochen => Wackelkontakt
- Das Beinchen eines F&T Single-Elkos abgekracht (nicht JJ, die hatten das bei mir noch nie)
Letzteres kann auch passiert sein, als ich rumgetestet habe. Beim Sozo habe ich das Beinchen Biegen umgestellt, vermutlich ging hier zuviel Last auf den Anschluss. Bei den Silver Micas könnte ich mir abgesehen von einem tatsächlichen Ausfall durch Produktionsfehler noch die Szenarien mechanische Belastung (dann aber kein Kurzschluss, sondern unendlicher Wert), Überhitzung beim Löten oder Überlastung im Betrieb einfallen.
Viele Grüße,
Marc
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*Thread Aufwärm*
Sagt mal, was würdet Ihr als Ersatz für Silver Micas empfehlen?
In meinem Amp knispelt und knurpselt es, wenn er nach längerem Spielen steht (Pause in der Probe ect.). Keine Ahnung ob es die zwei Silver-Micas sind, aber man hat halt so seinen Verdacht. Bei mir sind zwei im Signalweg. Die Röhre ist es nicht, die Potis auch nicht, und mein Clean-Kanal ist ansonsten minimalistisch.
Da ich demnächst sowieso ein paar Umbauten vornehmen wollte, dachte ich mir es ist mal eine gute Idee die Caps vorsichtshalber auszutauschen. Wenn es nach dem Tausch besser wird, dann weis ich zumindest ob es die Übeltäter waren..
Spricht irgend etwas gegen die Ceramic-Caps aus dem Shop, oder gibt es vielleicht noch andere interessante Alternativen?
Gruß,
Nils
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Hallo Nils,
ich benutze sehr viele Silver Micas, und ich gehöre zu den Leuten die auch schon Ausfälle hatten!
Ich habe hier zwei braune Micas, die sind nacheinander in einem Tonestack ausgefallen.
Sie waren nagelneu, nach ca 2-3h Testbetrieb fingen die Guten an zu lecken, typisch sind dann die Knister- und Knacksgeräusche. Wenn also höhere Spannungen im Spiel sind, ist das durchaus bei Ausreissern möglich.
Ich habe die Beiden übrigens aufgehoben, für Ungläubige.
Ersetzt habe ich sie wiederum mit Micas aus einer anderen Serie. Du kannst aber auch (u.a.) Styroflex verwenden, ist natürlich Geschmacksache. Ausfälle bei Styroflex habe ich selber noch nie erlebt.
Keramik ist halt klanglich wirklich Geschmacksache.
Gruß,
schrubbi
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Hallo Nils,
wenn du nicht zu Keramik greifen willst: je nachdem welchen Wert du erreichen willst, könntest du normale Folienkondensatoren in Reihe schalten (z.B. 2x 1nF = 500pF). Oder Wima FKP, auch Folie, die gibt es runter bis zu 100pF. Die haben nur den kleinen Nachteil der kurzen Lötanschlüsse, wenn man nicht gerade auf Platine aufbaut. Aber auch das lässt sich in den Griff kriegen, wenn man auf Eyelet- oder Turretboard aufbaut.
Gruß, Volker
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Moin und danke für die Tips..
Ich hab generell nichts gegen Keramik. Styroflex in passender Größe hätte ich sogar zu hause, aber leider nur für 100V. Das wird mir etwas zu knapp. WIMA ist natürlich ein Tip, aber ich habe auf Lötleiste gebaut und müsste die Beine verlängern...
Ist natürlich machbar, aber ihr wisst ja. Das Auge lötet mit :-)
Ich denk noch mal einen Tag drüber nach.
Gruß,
Nils
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Hallo Nils,
Styroflex in passender Größe hätte ich sogar zu hause, aber leider nur für 100V. Das wird mir etwas zu knapp.
Doch, die 100V Styroflex koenntest Du fuer den TS benutzen - Du brauchst nur einen grossen Koppel-C mit 100nF (oder groesser) in ausreichender Spannungsfestigkeit (400 oder 630V) vor den TS zu schalten. Der Koppel-C blockt dann nur die Gleichspannung ab, beeintraechtigt aber nicht die Freqenzbereiche des Stacks. Die verbleibenden C's im Tonestack sehen dann nur noch die deutlich niedrigere Signalwechselspannung.
Nach Philips Datenblatt z.B kommen aus einer typischen ECC83 Vorstufe nicht mehr als knapp 40V Effektivspannung maximal raus, das sollte also passen fuer den Styroflex.
Ich finde, das ist eine brauchbare Methode um auch die voltmaessig etwas schwachbruestigeren Kondensatoren aus der Bastelkiste noch zur Verwertung zu bringen.
Gruss Chuck
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Doch, die 100V Styroflex koenntest Du fuer den TS benutzen - Du brauchst nur einen grossen Koppel-C mit 100nF (oder groesser) in ausreichender Spannungsfestigkeit (400 oder 630V) vor den TS zu schalten. Der Koppel-C blockt dann nur die Gleichspannung ab, beeintraechtigt aber nicht die Freqenzbereiche des Stacks. Die verbleibenden C's im Tonestack sehen dann nur noch die deutlich niedrigere Signalwechselspannung.
Nach Philips Datenblatt z.B kommen aus einer typischen ECC83 Vorstufe nicht mehr als knapp 40V Effektivspannung maximal raus, das sollte also passen fuer den Styroflex.
Ich finde, das ist eine brauchbare Methode um auch die voltmaessig etwas schwachbruestigeren Kondensatoren aus der Bastelkiste noch zur Verwertung zu bringen.
Hallo,
und dann killen dir die Transienten per kapazitivem Spannungsteiler die Kondensatoren. Ich halte von sowas nichts. Das mag ein wenig theoretisch sein, aber ohne das ganze nicht genau durchzurechnen wär ich vorsichtig bei solchen Sachen.
Grüße
Henning
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Hallo,
und dann killen dir die Transienten per kapazitivem Spannungsteiler die Kondensatoren. Ich halte von sowas nichts. Das mag ein wenig theoretisch sein, aber ohne das ganze nicht genau durchzurechnen wär ich vorsichtig bei solchen Sachen.
Das Thema "Styroflex am Tonestack" gabs aber schon mal :)
Trifft das wirklich auf alle Kondensatoren zu? Es gibt ja einige Stellen im Tone-Stack wo so hohe Spannungen gar nicht auftreten können.
Beim Tone Stack koenntest Du einen grossen cap (220nF) vorschalten, so dass kein Anodenpotential
an den drei frequenzgangbestimmenden caps liegt.
und einen Widerstand gegen Masse bitte :)
Gruß Stephan
Klar doch! 1Meg oder so hinter dem 220n gegen Masse, damit das
Ruhepotential der Styros auf beiden Folien 0V ist.
Siehe Schaltplan vom Hughes+Kettner Triamp Seite 5.
Gruesse!
Wieso ist eigentlch der *frihu.com* Link verschwunden ???
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Hehe,
hast du in den FRIHU-Shop verlinkt?? ;D :devil: Styro 630V?
Naja, ich verstehe nicht ganz, es darf ja nun kein Problem sein, einen geeigneten Styro mit z.b. 630V zu verwenden.
Das kann ja wohl auch kaum ein finanzielles- oder Beschaffungsroblem sein!?
Es gibt natürlich auch noch immer wieder andere (Vintage and New) Exoten, die man austesten kann.
Aber gerade bei Bright oder TS kann man sie wunderbar verwenden, wenn das Geschmäckle zustimmt.
Wenn man einen großen Koppel- C vor den TS pflanzt, sind natürlich zig Caps verwendbar.
Aber bei diesem TS, würde als Alternative ein Styro mit ausreichender Spannung wunderbar auf das Tyrretsyndrom passen.
Und die Transienten mögen froh gestimmt mit Dir sein. :danke:
Gruß und einen schönen Vatertag aus der Westmetropole,
schrubbi
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Nein nein, ich wars nicht. Hab den Usernamen vergessen, der ganze Beitrag ist futsch.
Kann mir eigentlich nicht vorstellen das Dirk das war. :angel:
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Ich hatte den Styro verlinkt, denke aber mal das es Dirk nicht gepasst hat... Auf jeden Fall ist der Beitrag gelöscht.
Nun ja, irgendwie auch verständlich, wobei wegen eines Caps...
Ich hab übrigends im Foxy 18 Clone eine 160V 470pF Styroflex im Tonestack ohne Probleme.
Klingt auch ganz hervorragend!
Gruß Stephan
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Hi,
habe gerade ca. 50 Stück meiner 500 Volt Micas (verschiedene Labels, hellbraun, dunkelbraun, senffarben und schwarz) auf DC leakage bei 500 Volt getestet.
DC leakage variiert von durchschnittlich 45mV bis max. 250 Volt (bei immerhin 4 Stück!).
Bei WIMAS z.B. messe ich hingegen nur ca. 2 mV.
Gibt es denn da eigentlich irgend einen "offiziellen" max. DC- leakage- Wert, bis zu dem man die Kondensatoren noch in einer NF- Schaltung als Koppelkondensatoren einsetzen kann/ sollte?
45mV leakage bei 500 Volt DC kommt mir jedenfalls gefühlsmäßig doch ziemlich viel vor.
Was meint Ihr dazu?
Gruß
Jacob
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Ich habe vorsichtshalber alle Glimmer-Kondensatoren rausgeschmissen und Keramiktypen (blaue MuRata) eingebaut.