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#81
VERKAUFE: Verstärker, Röhren, Gitarren... / Marshall 2554 Original 87/88 S...
Letzter Beitrag von MarshallArts - Okt 21, 2026, 04:06Ich verkaufe einen Marshall 2554 Silver Jubilee Combo in silbernem Tolex aus dem Jahr 1987. Genau, das Original, nicht die Reissue. Wer bei Tube-Town unterwegs ist, kennt den Amp vermutlich :-). Allgemeine Infos zu dem Amp gibt es darüber hinaus im Netz. Ich spiele den Amp kaum noch und zum Herumstehen ist er zu schade.
Infos zu DIESEM Amp:
Der Amp ist aus dem Jahr 1987 und dafür ist er in einem sehr guten Zustand: Die Potis kratzen nicht, alles (Klangregelung, Effektweg, Fußschalter, Push-Pull-Potis usw.) funktioniert einwandfrei. Der Lautsprecher ist top, siehe Fotos.
Der Amp hatte zwei Modifikationen von Frank Finkhäuser, die aber zurückgebaut sind, so dass der Amp bauteil- und schaltungstechnisch im Originalzustand ist. Das eine war ein Remote-Switch für den Channel Boost, das andere war eine Eingangsbuchse für die Endstufe, um den Amp mit anderen Vorstufen nutzen zu können. Verblieben sind zwei mit Kunststoffkappen professionell verschlossene Bohrungen auf der Rückseite (siehe Fotos). Die Modifikationen waren also harmlos, es wurden keine Bauteile entfernt oder durch andere ersetzt!!! Alle Bauteile von den großen LCR-Kondensatoren, über den Transformator (Drake) und den Ausgangsübertrager bis hin zum letzten Widerstand sind original.
Auf Folgendes würde ich im Sinne der vollen Transparenz noch eingehen wollen:
- Die Eingangsbuchse wurde ersetzt, dabei wurde mindesten ein Lötöse auf der Platine in Mitleidenschaft gezogen. Die neue Buchse ist natürlich dennoch sauber an die Leiterbahnen angeschlossen und funktioniert natürlich einwandfrei, ist aber ein Schönheitsfehler.
- Auf der Rückseite des Amps waren einmal diese Flunderstecker für Amp Channel und Send/Return im Einsatz. Die haben sich dann irgendwann einmal berührt, was zu einer kleine Beschädigung einer Leiterbahn (ca. 1 cm) geführt hat. Diese wurde mit einer Drahtbrücke gefixt, ich habe den Amp in den vielen Jahren nach diesem Vorfall verwendet, er funktioniert einwandfrei. Auch diesen Schönheitsfehler auf der Unterseite des PCB möchte ich nicht unerwähnt lassen.
- Röhren sind nicht original (das wäre auch verwunderlich ;-))
- Eine der Plastikkappen am Griff ist aus dem 3D-Drucker
- Äußeres: Fast vierzig Jahre sind nahezu spurlos an dem Amp vorbeigegangen, ein paar Narben hat er dennoch: Kleinere Macken im Tolex, die untere Rückwand ist nicht original (leichte Farbabweichung), beim Presence-Poti fehlt an der Poti-Achse eine Nase um einen Steck-Potiknopf aufzustecken - hier befindet sich jetzt ein Schraub-Potiknopf. Der Unterschied ist nicht sichtbar, die Funktion in keinster Weise eingeschränkt.
Logistik:
Ich empfehle, den Amp zu testen, er steht in der Nähe von Würzburg. Ich bin immer mal in Deutschland unterwegs, ggf. kann ich auch räumlich entgegenkommen. Alternativ kann ich den Amp auch mit DHL versenden, das kostet dann mit einer Zusatzversicherung ca. 29 €. Testen, glücklich sein und mitnehmen wäre mir lieber.
Falls jemand Interesse hat, freue ich mich über ein Angebot. Weitere Fotos auf Anfrage, Fragen beantworte ich gerne.
Infos zu DIESEM Amp:
Der Amp ist aus dem Jahr 1987 und dafür ist er in einem sehr guten Zustand: Die Potis kratzen nicht, alles (Klangregelung, Effektweg, Fußschalter, Push-Pull-Potis usw.) funktioniert einwandfrei. Der Lautsprecher ist top, siehe Fotos.
Der Amp hatte zwei Modifikationen von Frank Finkhäuser, die aber zurückgebaut sind, so dass der Amp bauteil- und schaltungstechnisch im Originalzustand ist. Das eine war ein Remote-Switch für den Channel Boost, das andere war eine Eingangsbuchse für die Endstufe, um den Amp mit anderen Vorstufen nutzen zu können. Verblieben sind zwei mit Kunststoffkappen professionell verschlossene Bohrungen auf der Rückseite (siehe Fotos). Die Modifikationen waren also harmlos, es wurden keine Bauteile entfernt oder durch andere ersetzt!!! Alle Bauteile von den großen LCR-Kondensatoren, über den Transformator (Drake) und den Ausgangsübertrager bis hin zum letzten Widerstand sind original.
Auf Folgendes würde ich im Sinne der vollen Transparenz noch eingehen wollen:
- Die Eingangsbuchse wurde ersetzt, dabei wurde mindesten ein Lötöse auf der Platine in Mitleidenschaft gezogen. Die neue Buchse ist natürlich dennoch sauber an die Leiterbahnen angeschlossen und funktioniert natürlich einwandfrei, ist aber ein Schönheitsfehler.
- Auf der Rückseite des Amps waren einmal diese Flunderstecker für Amp Channel und Send/Return im Einsatz. Die haben sich dann irgendwann einmal berührt, was zu einer kleine Beschädigung einer Leiterbahn (ca. 1 cm) geführt hat. Diese wurde mit einer Drahtbrücke gefixt, ich habe den Amp in den vielen Jahren nach diesem Vorfall verwendet, er funktioniert einwandfrei. Auch diesen Schönheitsfehler auf der Unterseite des PCB möchte ich nicht unerwähnt lassen.
- Röhren sind nicht original (das wäre auch verwunderlich ;-))
- Eine der Plastikkappen am Griff ist aus dem 3D-Drucker
- Äußeres: Fast vierzig Jahre sind nahezu spurlos an dem Amp vorbeigegangen, ein paar Narben hat er dennoch: Kleinere Macken im Tolex, die untere Rückwand ist nicht original (leichte Farbabweichung), beim Presence-Poti fehlt an der Poti-Achse eine Nase um einen Steck-Potiknopf aufzustecken - hier befindet sich jetzt ein Schraub-Potiknopf. Der Unterschied ist nicht sichtbar, die Funktion in keinster Weise eingeschränkt.
Logistik:
Ich empfehle, den Amp zu testen, er steht in der Nähe von Würzburg. Ich bin immer mal in Deutschland unterwegs, ggf. kann ich auch räumlich entgegenkommen. Alternativ kann ich den Amp auch mit DHL versenden, das kostet dann mit einer Zusatzversicherung ca. 29 €. Testen, glücklich sein und mitnehmen wäre mir lieber.
Falls jemand Interesse hat, freue ich mich über ein Angebot. Weitere Fotos auf Anfrage, Fragen beantworte ich gerne.
#82
KAUFE: Verstärker, Röhren, Gitarren... / Re: SUCHE Jolana Star VII Git...
Letzter Beitrag von die-Topics - Okt 21, 2026, 03:36Zitat von: die-Topics am Okt 15, 2026, 07:16
Ich SUCHE eine Jolana Star VII Gitarre in Cherry-Red oder Weinrot gut geplegt Mail-Kontakt: Rickenbacker2@gmx.de
#83
Tech-Talk Design & Konzepte / Re: Baubericht: Captain MKII –...
Letzter Beitrag von Doublecut - Okt 21, 2026, 03:28ja, die Pläne taugen nur als Absichtserklärung, da fehlen noch jede Menge Ableitwiderstände und Relais sind z.T. auch noch falsch gezeichnet. Wenn ich mir sicher bin dass ich (fast) alle Fehler ausgemerzt habe, poste ich sie nochmal.
Und ja, die KI ist wirklich eine große Hilfe, die Vorgaben mache alle ich, aber sie kann Kicad, Autocad, LTSpice und Splan lesen und schreiben. Das hilft sehr bei dieser großen Anzahl an Bauteilen den Überblick und die Konsistenz zu halten.
Die Platinen für den Powerpilot (uc) und die PSU macht sie ganz alleine, die Software, von der ich absolut keine Ahnung habe, auch.
Ich habe allerdings auch mehr als ein halbes Jahr fast täglich viele Stunden Regeln erarbeitet und trainiert. Easy besteht damit konkret aus einem Satz Anweisungen, der mir das eigene Frontend für Claude gibt, und -mittlerweile- sehr zügiges Arbeiten ermöglicht
Und ja, die KI ist wirklich eine große Hilfe, die Vorgaben mache alle ich, aber sie kann Kicad, Autocad, LTSpice und Splan lesen und schreiben. Das hilft sehr bei dieser großen Anzahl an Bauteilen den Überblick und die Konsistenz zu halten.
Die Platinen für den Powerpilot (uc) und die PSU macht sie ganz alleine, die Software, von der ich absolut keine Ahnung habe, auch.
Ich habe allerdings auch mehr als ein halbes Jahr fast täglich viele Stunden Regeln erarbeitet und trainiert. Easy besteht damit konkret aus einem Satz Anweisungen, der mir das eigene Frontend für Claude gibt, und -mittlerweile- sehr zügiges Arbeiten ermöglicht

#84
Tech-Talk Design & Konzepte / Re: Baubericht: Captain MKII –...
Letzter Beitrag von _peter - Okt 20, 2026, 11:24Hallo,
da hast du dir aber was vorgenommen! Sagt die die KI auch, wie du das Ganze aufbauen sollst?
Der Aufholstufe des Loops fehlt noch ein Gitterableitwiederstand.
Gruß, Peter
da hast du dir aber was vorgenommen! Sagt die die KI auch, wie du das Ganze aufbauen sollst?
Der Aufholstufe des Loops fehlt noch ein Gitterableitwiederstand.
Gruß, Peter
#85
Tech-Talk Design & Konzepte / Re: Baubericht: Captain MKII –...
Letzter Beitrag von Helmholtz - Okt 20, 2026, 07:36Auch interessant zu wissen:
Je mehr man einen Verstärker mit einem Sinus-Eingangssignal ins Clipping treibt, desto mehr nähert sich das Ausgangssignal einem Rechteck an.
Der THD eines Rechtecksignals ist 48.3%. Das ist sozusagen die Obergrenze.
Je mehr man einen Verstärker mit einem Sinus-Eingangssignal ins Clipping treibt, desto mehr nähert sich das Ausgangssignal einem Rechteck an.
Der THD eines Rechtecksignals ist 48.3%. Das ist sozusagen die Obergrenze.
#86
Tech-Talk Design & Konzepte / Re: Baubericht: Captain MKII –...
Letzter Beitrag von Röhre69 - Okt 20, 2026, 12:04Hallo,
weil hier sehr oft der Klirr angegeben wird (möchte Missverständnisse vermeiden):
Klirr (THD) ist ein Summenparameter. Amp mit Klirr 4% kann sich ganz anders anhören als ein anderer Amp mit ebenfalls 4% Klirr.
Nur, falls noch nicht bekannt.
weil hier sehr oft der Klirr angegeben wird (möchte Missverständnisse vermeiden):
Klirr (THD) ist ein Summenparameter. Amp mit Klirr 4% kann sich ganz anders anhören als ein anderer Amp mit ebenfalls 4% Klirr.
Nur, falls noch nicht bekannt.
#87
Tech-Talk Design & Konzepte / Re: Baubericht: Captain MKII –...
Letzter Beitrag von Doublecut - Okt 20, 2026, 11:43ich hab die KI mal recherchieren, rechnen und simulieren lassen:
Soldano SLO-100 im Captain MKII - Maßnahmen und Ergebnis
Stand 19.10.2026. Alle Werte simuliert (LTspice, 12AX7 nach Koren, Strat-Tonabnehmer, Gain voll).
Gemessen wird am Prototyp. Hinweis: Ein Soldano-Preset ist im Captain nicht vorgesehen
KURZFASSUNG
Mit vier Maßnahmen kommt der Captain im üblichen Spielbereich nah an den Overdrive-Kanal des
SLO-100: Kaltclipper an V1b, Aiwa als Eingangsstufe, passende Stellung der Klangregelung und
Abgleich des Pegels. Der Zerrcharakter (sägende 3. Harmonische vorn, Klirr um 40 %) stimmt bei
10-50 mV Anschlag nahezu überein. Abweichungen bleiben im tiefen Bass (der Captain ist
schlanker), über 5 kHz (heller) und bei sehr hartem Anschlag. Der HS-Booster eignet sich dafür
nicht.
MASSNAHMEN
1. Kaltclipper an V1b
Kathode 39k fest, für Marshall/JCM800 13k per PhotoMOS parallel (= 9,75k, gleichwertig zu 10k).
Wirkung: Arbeitspunkt wie beim SLO (0,11 mA), die Stufe begrenzt früh und einseitig.
2. 1 nF an der Anode von V1b
1 nF für mindestens 400 V über PhotoMOS nach Masse, 4,7-10 MOhm Ableitwiderstand über dem Schalter.
Wirkung: nimmt wie beim SLO die oberen Mitten zurück.
3. Aiwa als Eingangsstufe
Aiwa wie gebaut (C13 3,3 nF, Tr5 Mitte). Ausgangspegel so weit zurück, dass der Gain dem SLO
entspricht (Ausgang ca. 3 %).
Wirkung: Der Bass wird vor den Zerrstufen beschnitten, das macht den SLO straff.
Das Obertonbild entspricht dem SLO.
4. Klangregelung
Stellung 50k/500p (entspricht SLO 47k/470p), Treble zu, Bass voll, Middle Mitte.
Wirkung: Höhen bis 5 kHz wie beim SLO, Bass teilweise zurückgeholt.
Endstufe (nicht simuliert): 6L6GC an 4,0k (SLO-50: 2 x 6L6 an 4,4k), Gegenkopplung über k
höher als beim JCM800. Die Endstufe passt ohne Änderung.
FREQUENZGANG (Bild B1)
Bezogen auf 1 kHz, in dB:
50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 3 kHz 5 kHz
SLO-100 -10 -5 -1,5 -1 -3 -17
Captain, Aiwa 3,3 nF, Treble zu, Bass voll -15 -9,5 -6 -2 -6,5 -15
Captain, Aiwa 3,3 nF, Regler Mitte -19 -14 -10 -6 -2 -10
Von 500 Hz bis 5 kHz liegt der Captain nah am SLO. Unter 200 Hz bleibt er 4-5 dB schlanker:
Der Aiwa nimmt mit 3,3 nF mehr Bass weg als der SLO, und der Bass-Regler holt ihn nur teilweise
zurück. Mit 10 nF am Aiwa-Eingang wäre der Bass deckungsgleich (gerechnet), das ändert aber den
Aiwa an sich. Über 6 kHz ist der Captain heller; der SLO fällt dort durch seine
470k-Gitterstopper steil ab. Ein Gitarrenlautsprecher dämpft diesen Bereich ohnehin stark.
VERZERRUNG
Gemessen am Eingang der Klangregelung, Pegel aller Varianten auf den SLO abgeglichen.
- 10-50 mV (normales bis kräftiges Spiel): Aiwa wie gebaut praktisch gleich mit dem SLO.
Klirr 37-39 % gegen 40-41 %, 3. Harmonische -10 dB vorn, 2. Harmonische -23 bis -27 dB.
- Ab 100 mV (harter Anschlag): Beim Captain steigt die 2. Harmonische auf -10 bis -15 dB,
der Ton wird wärmer. Ursache: Der Aiwa begrenzt selbst schon ab etwa 5 mV, bei hartem
Anschlag ändert sich die Form seiner Begrenzung.
- Aiwa mit Tr5 auf Minimum hält das SLO-Bild bis 200 mV, ist dafür bei leichtem Spiel
(5-20 mV) wärmer als der SLO. Da Tr5 auch den Aiwa für die anderen Presets einstellt,
bleibt die Empfehlung: Aiwa wie gebaut.
- Röhren-Booster statt Aiwa: überall 2. Harmonische vorn, ab 200 mV 70-111 % Klirr,
deutlich weiter weg vom SLO.
HS-BOOSTER
Für den SLO nicht geeignet (simuliert): Selbst voll aufgedreht fehlen 3 dB Gain. Der
Frequenzgang ist schmalbandig um 700 Hz, unter 100 Hz liegt er 9-15 dB unter dem SLO, und die
2. Harmonische steht von 5 bis 200 mV vorn (-10 dB).
AUFWAND
- 2 PhotoMOS für mindestens 400 V (Kathode V1b bis 92 V, Schalter am 1 nF bis 149 V Spitze;
AQY212EH reicht nicht).
- Bauteile: 39k, 13k, 1 nF für mindestens 400 V, 4,7-10 MOhm.
- 2 der 3 freien Ausgänge der Schieberegister-Kette auf der Hauptplatine.
- Firmware: zweiter Sollwert für den Messpunkt an der V1b-Kathode, Preset "Soldano".
OFFENE PUNKTE
- Aiwa-Ausgangspegel je Preset: Für den SLO muss er auf etwa 3 %.
- Gitterableitwiderstand an V2a, wenn V1b im Weg ist, im Plan prüfen.
- Endstufe, Gegenkopplung, Lautsprecher, Rauschen und Schaltgeräusche sind nicht simuliert.
- Reglerangaben sind Widerstandsanteile; die Knopfstellung hängt von der Potikennlinie ab.
QUELLEN
SLO-100: Rob Robinette, "How the Soldano SLO-100 Works" (annotiertes Schaltbild V1.6h),
robrobinette.com; ampbooks.com, "Soldano Super Lead Overdrive Channel Circuit Analysis".
Simulationen: 01_Technik/LTspice/Simulations/Soldano_Kaltclipper_20261019/
Soldano SLO-100 im Captain MKII - Maßnahmen und Ergebnis
Stand 19.10.2026. Alle Werte simuliert (LTspice, 12AX7 nach Koren, Strat-Tonabnehmer, Gain voll).
Gemessen wird am Prototyp. Hinweis: Ein Soldano-Preset ist im Captain nicht vorgesehen
KURZFASSUNG
Mit vier Maßnahmen kommt der Captain im üblichen Spielbereich nah an den Overdrive-Kanal des
SLO-100: Kaltclipper an V1b, Aiwa als Eingangsstufe, passende Stellung der Klangregelung und
Abgleich des Pegels. Der Zerrcharakter (sägende 3. Harmonische vorn, Klirr um 40 %) stimmt bei
10-50 mV Anschlag nahezu überein. Abweichungen bleiben im tiefen Bass (der Captain ist
schlanker), über 5 kHz (heller) und bei sehr hartem Anschlag. Der HS-Booster eignet sich dafür
nicht.
MASSNAHMEN
1. Kaltclipper an V1b
Kathode 39k fest, für Marshall/JCM800 13k per PhotoMOS parallel (= 9,75k, gleichwertig zu 10k).
Wirkung: Arbeitspunkt wie beim SLO (0,11 mA), die Stufe begrenzt früh und einseitig.
2. 1 nF an der Anode von V1b
1 nF für mindestens 400 V über PhotoMOS nach Masse, 4,7-10 MOhm Ableitwiderstand über dem Schalter.
Wirkung: nimmt wie beim SLO die oberen Mitten zurück.
3. Aiwa als Eingangsstufe
Aiwa wie gebaut (C13 3,3 nF, Tr5 Mitte). Ausgangspegel so weit zurück, dass der Gain dem SLO
entspricht (Ausgang ca. 3 %).
Wirkung: Der Bass wird vor den Zerrstufen beschnitten, das macht den SLO straff.
Das Obertonbild entspricht dem SLO.
4. Klangregelung
Stellung 50k/500p (entspricht SLO 47k/470p), Treble zu, Bass voll, Middle Mitte.
Wirkung: Höhen bis 5 kHz wie beim SLO, Bass teilweise zurückgeholt.
Endstufe (nicht simuliert): 6L6GC an 4,0k (SLO-50: 2 x 6L6 an 4,4k), Gegenkopplung über k
höher als beim JCM800. Die Endstufe passt ohne Änderung.
FREQUENZGANG (Bild B1)
Bezogen auf 1 kHz, in dB:
50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 3 kHz 5 kHz
SLO-100 -10 -5 -1,5 -1 -3 -17
Captain, Aiwa 3,3 nF, Treble zu, Bass voll -15 -9,5 -6 -2 -6,5 -15
Captain, Aiwa 3,3 nF, Regler Mitte -19 -14 -10 -6 -2 -10
Von 500 Hz bis 5 kHz liegt der Captain nah am SLO. Unter 200 Hz bleibt er 4-5 dB schlanker:
Der Aiwa nimmt mit 3,3 nF mehr Bass weg als der SLO, und der Bass-Regler holt ihn nur teilweise
zurück. Mit 10 nF am Aiwa-Eingang wäre der Bass deckungsgleich (gerechnet), das ändert aber den
Aiwa an sich. Über 6 kHz ist der Captain heller; der SLO fällt dort durch seine
470k-Gitterstopper steil ab. Ein Gitarrenlautsprecher dämpft diesen Bereich ohnehin stark.
VERZERRUNG
Gemessen am Eingang der Klangregelung, Pegel aller Varianten auf den SLO abgeglichen.
- 10-50 mV (normales bis kräftiges Spiel): Aiwa wie gebaut praktisch gleich mit dem SLO.
Klirr 37-39 % gegen 40-41 %, 3. Harmonische -10 dB vorn, 2. Harmonische -23 bis -27 dB.
- Ab 100 mV (harter Anschlag): Beim Captain steigt die 2. Harmonische auf -10 bis -15 dB,
der Ton wird wärmer. Ursache: Der Aiwa begrenzt selbst schon ab etwa 5 mV, bei hartem
Anschlag ändert sich die Form seiner Begrenzung.
- Aiwa mit Tr5 auf Minimum hält das SLO-Bild bis 200 mV, ist dafür bei leichtem Spiel
(5-20 mV) wärmer als der SLO. Da Tr5 auch den Aiwa für die anderen Presets einstellt,
bleibt die Empfehlung: Aiwa wie gebaut.
- Röhren-Booster statt Aiwa: überall 2. Harmonische vorn, ab 200 mV 70-111 % Klirr,
deutlich weiter weg vom SLO.
HS-BOOSTER
Für den SLO nicht geeignet (simuliert): Selbst voll aufgedreht fehlen 3 dB Gain. Der
Frequenzgang ist schmalbandig um 700 Hz, unter 100 Hz liegt er 9-15 dB unter dem SLO, und die
2. Harmonische steht von 5 bis 200 mV vorn (-10 dB).
AUFWAND
- 2 PhotoMOS für mindestens 400 V (Kathode V1b bis 92 V, Schalter am 1 nF bis 149 V Spitze;
AQY212EH reicht nicht).
- Bauteile: 39k, 13k, 1 nF für mindestens 400 V, 4,7-10 MOhm.
- 2 der 3 freien Ausgänge der Schieberegister-Kette auf der Hauptplatine.
- Firmware: zweiter Sollwert für den Messpunkt an der V1b-Kathode, Preset "Soldano".
OFFENE PUNKTE
- Aiwa-Ausgangspegel je Preset: Für den SLO muss er auf etwa 3 %.
- Gitterableitwiderstand an V2a, wenn V1b im Weg ist, im Plan prüfen.
- Endstufe, Gegenkopplung, Lautsprecher, Rauschen und Schaltgeräusche sind nicht simuliert.
- Reglerangaben sind Widerstandsanteile; die Knopfstellung hängt von der Potikennlinie ab.
QUELLEN
SLO-100: Rob Robinette, "How the Soldano SLO-100 Works" (annotiertes Schaltbild V1.6h),
robrobinette.com; ampbooks.com, "Soldano Super Lead Overdrive Channel Circuit Analysis".
Simulationen: 01_Technik/LTspice/Simulations/Soldano_Kaltclipper_20261019/
#88
Tech-Talk Design & Konzepte / Re: Baubericht: Captain MKII –...
Letzter Beitrag von Röhre69 - Okt 20, 2026, 09:13Etwas eindeutiger: die 39 k statt 10 k dürfte bestimmt nicht das einzige, aber ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal darstellen
#89
Tech-Talk Design & Konzepte / Re: Baubericht: Captain MKII –...
Letzter Beitrag von Doublecut - Okt 19, 2026, 04:52das mit dem soldano schau ich mir gleich mal an
#90
Tech-Talk Design & Konzepte / Re: Baubericht: Captain MKII –...
Letzter Beitrag von Doublecut - Okt 19, 2026, 04:51hallo röhre, danke für Deine Anregung, ich hab mir jetzt mal noch den OT näher betrachtet.
Es werden zwei Anodenanzapfungen, 6,6k und 4,0k. Umgeschaltet wird per Relais, und zwar nur, wenn die Anodenspannung abgeschaltet ist. Der Wechsel dauert ohnehin etwa zwei Sekunden, weil sich dabei die Endstufe neu einstellt.
Zuordnung
- 6,6k (A-H) mit UL-Anzapfung 43 %: KT66, KT88, 6P3S-E, wahlweise Pentode oder Ultralinear
- 4,0k (A-L): 6L6GC / 5881 und EL34 / KT77, nur als Pentode
Warum 4,0k und nicht 3,4k
Ursprünglich hatte ich 3,4–3,6k für die EL34 vorgesehen, Marshall-like. Die Originale liegen etwa hier: Fender mit 2 x 6L6 (Pro Reverb, Bandmaster) bei 4k, Marshall 50 W mit EL34 je nach Quelle bei 3,3k bis 3,6k. Ich habe beide Varianten in LTspice simuliert (Koren-Modelle, Pentode, 400 V, ohne Gegenkopplung, ideal symmetrisches Röhrenpaar, also nur ein Anhaltspunkt):
- 6L6GC: an 4,0k etwa 46 W bei 5 % Klirr, an 3,4k nur 42 W. Unter 4k steigt die Leistung der 6L6 nicht mehr.
- EL34: an 4,0k etwa 56 W bei 5 % Klirr, an 3,4k 65 W. Im Captain wird ohnehin bei 50 W abgeregelt, die EL34 verliert also praktisch nichts.
- In der Sättigung unterscheiden sich 3,4k und 4,0k bei Obertönen und Kompression um 1–2 dB. An 4k setzt die Verzerrung etwas früher und weicher ein.
- An 4k fließt weniger Spitzenstrom: weniger Kupferverluste im AÜ, mehr Reserve im Netzteil.
Gegenüber den Originalen liegt die EL34 an 4k etwa 15–20 % über dem Marshall-Wert. Das ist in der Größenordnung, um die die Lastimpedanz eines Gitarrenlautsprechers über den Frequenzbereich ohnehin schwankt. Die 6L6 sitzt dafür genau auf dem Fender-Wert. Vorher lief sie an 6,6k, das war die größere Abweichung.
Eine dritte Anzapfung habe ich verworfen: Der Gewinn wäre klein, dafür käme ein weiterer Hochspannungsschalter dazu.
Alle Werte simuliert
Es werden zwei Anodenanzapfungen, 6,6k und 4,0k. Umgeschaltet wird per Relais, und zwar nur, wenn die Anodenspannung abgeschaltet ist. Der Wechsel dauert ohnehin etwa zwei Sekunden, weil sich dabei die Endstufe neu einstellt.
Zuordnung
- 6,6k (A-H) mit UL-Anzapfung 43 %: KT66, KT88, 6P3S-E, wahlweise Pentode oder Ultralinear
- 4,0k (A-L): 6L6GC / 5881 und EL34 / KT77, nur als Pentode
Warum 4,0k und nicht 3,4k
Ursprünglich hatte ich 3,4–3,6k für die EL34 vorgesehen, Marshall-like. Die Originale liegen etwa hier: Fender mit 2 x 6L6 (Pro Reverb, Bandmaster) bei 4k, Marshall 50 W mit EL34 je nach Quelle bei 3,3k bis 3,6k. Ich habe beide Varianten in LTspice simuliert (Koren-Modelle, Pentode, 400 V, ohne Gegenkopplung, ideal symmetrisches Röhrenpaar, also nur ein Anhaltspunkt):
- 6L6GC: an 4,0k etwa 46 W bei 5 % Klirr, an 3,4k nur 42 W. Unter 4k steigt die Leistung der 6L6 nicht mehr.
- EL34: an 4,0k etwa 56 W bei 5 % Klirr, an 3,4k 65 W. Im Captain wird ohnehin bei 50 W abgeregelt, die EL34 verliert also praktisch nichts.
- In der Sättigung unterscheiden sich 3,4k und 4,0k bei Obertönen und Kompression um 1–2 dB. An 4k setzt die Verzerrung etwas früher und weicher ein.
- An 4k fließt weniger Spitzenstrom: weniger Kupferverluste im AÜ, mehr Reserve im Netzteil.
Gegenüber den Originalen liegt die EL34 an 4k etwa 15–20 % über dem Marshall-Wert. Das ist in der Größenordnung, um die die Lastimpedanz eines Gitarrenlautsprechers über den Frequenzbereich ohnehin schwankt. Die 6L6 sitzt dafür genau auf dem Fender-Wert. Vorher lief sie an 6,6k, das war die größere Abweichung.
Eine dritte Anzapfung habe ich verworfen: Der Gewinn wäre klein, dafür käme ein weiterer Hochspannungsschalter dazu.
Alle Werte simuliert