Moin,
In der Vorstufe war ich mit den TungSol früher, also vor > 10 Jahren
, immer sehr zufrieden.
Meiner Erfahrung nach sind Tung Sol 12AX7 die, die am meisten färben und ich habe gelernt diese dosiert in High Gain Preamps einzusetzen. Kann gut funktionieren, in manchen Amps sind mir die allerdings zu "tubby" - was natürlich rein subjektiv ist.
Witzig, dass Rene gearde den VH2 anspricht. In genau solcheinem (ist gerade mal einen Monat oder so her) habe ich die Tung Sol getauscht. Ich hatte erst ein neues Set Tung Sol drin, empfand den Amp aber eher so, als fehlte es an hochmitten. Mit JJs war das alles etwas besser, mit Shuguang / EH Kombi so wie ich ihn spielen würde.
Gleiches ist mir auch in meinem Diezel Einstein aufgefallen - der Einstein war original mit JJs bestückt meine ich (ist lange her).
Beim VH2 weiß ich es jetzt nicht genau, aber im Einstein sind die Preamp Röhren sehr heiß gebiased bei ca. 1.8 mA und ca. 420V. Das könnte den Character durchaus noch weiter kitzeln.
Hingegen, in meinem Framus Red Rogue, finde ich die Tung Sol recht stark. Der ist ein klassischer Ableger vom SLO Preamp, alles etwas moderater gebiased.
Für direkt gekoppelte CFs bevorzuge ich Long Plates. Aus irgendeinem Grund bilde ich mir ein, dass diese - egal welcher Hersteller - viel harmonischer reagieren, Messungen habe ich dazu allerdings nie gemacht und heute eine vernünftige Long Plate zu bekommen ist auch nicht mehr so einfach.
Geronimo
PS: Alles nur wiederholt gemachte persönliche Erfahrung, jeder kann und wird das anders empfinden.