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Tech-Talk Design & Konzepte / Re: 2 Fragen zu einem Champ clone
« Letzter Beitrag von BGE am 21.06.2026 21:47 »
Deine 2 Hauptfragen hat ja @Showitevent schon ausführlich beantwortet.

Wenn ich das richtig verstehe, besteht der Amp jetzt aus:

1. Eingangs-Gainstufe,
2. Direkt gekoppeltem Kathodenfolger,
3. Tonblende (gab's nicht im 5E1),
4. Vol.Poti,
5. Endröhre.

BGE: Ja so sieht der aus. ( + 6. Netzteil)

Mit dieser Schaltung gibt es jetzt keinen guten Einspeisepunkt für das NFB-Signal mehr
(m.M.n. käme sowieso nur die Kathode der Eingangstriode in Frage), denn Tonblende
und Vol.-Poti sollten nicht innerhalb der NFB-Schleife sein, damit sie richtig
funktionieren. Auch würde eine wirksame Über-Alles-GK die Gesamtverstärkung des
Amps deutlich reduzieren. Allerdings damit auch den Ruhebrumm.

BGE: Danke, sehr hilfreich, ich bin auch etwas weiter gekommen. Ich werde die NFB evtl:
BGE: nicht brauchen. Danke trotzdem für den Absatz, der ist sehr wichtig.
BGE: Ich habe den ersten (Reservoir) Cap getauscht und es ist schon sehr viel besser geworden.
BGE: Allerdings sagt mir mein Heathkit IT 11 (mit 230V Netz Option), daß der bis 600 V ok ist
BGE: und den Wert (33µF) zeigt er auch an. Ich bin verunsichert und werde mal einen Elko bewußt
BGE: beschädigen um zu provozieren, daß das IT 11 mir mal den Fehlerfall wirklich zeigt.
BGE: (magisches Auge flackert normalerweise bei Leakage). Und der war auch neu gekauft.
BGE: (F&T). Egal. Das Brummen was ich jetzt habe ist für eine SE - PA schon fast normal.
BGE: Es sieht aber auch aus wie auf einem Schlachtfeld und ich muß das erstmal alles wieder
BGE: vernünftig zusammenlöten. Bloß: Was hat der Elko??? Der ist ja augenscheinlich defekt?
BGE: Wie kann ich zukünftig sicher sein, daß ein Kondensator i.O. ist wenn er als i.o. im
BGE: Messmittel (IT-11) angezeigt wird, es aber nicht ist?

Ich bin sicher, es gibt eine andere Lösung für das Brummproblem.
Verschwindet der Brumm, wenn man das Vol.Poti zudreht?

BGE: Nein solange er noch da war verschwand er nicht und war unabhängig vom Volume.
BGE: Ich teste nach meiner Abwesenheit weiter.

Für die Belastung der GLR-Röhre spielt nur der Wert des ersten
Glättungskondensators eine Rolle.

Der Siebkondensator am Schirmgitterknoten kann also problemlos vergrößert werden.

BGE: Das ist auch sehr wichtig, da werde ich auf jeden Fall nochmal rumprobieren.

Bitte mal den Schaltplan rauszeichnen (einen einfacheren Amp gibt es ja kaum).

BGE: Das will ich sowieso noch machen. Aber ab morgen bin ich erst mal wieder
BGE: ein paar Tage (bis Freitag) weg. Dann gehts weiter.

Ist ein Oszi vorhanden?

BGE: Ja, zwar nur so ein Joy-It DMSOD72 Handheld aber bis 10 MHz geht der auch locker.
BGE: Mein alter Tectronix ist mir vor Jahren schon verreckt.

BGE: Pegel (Gain:)
BGE: Zu den Pegeln wäre gesagt, es reicht schon ziemlich gut mit einem starken Mic.
BGE: (Crystal oder Bullet shure ) Will man aber mit einem normalen Stick-Mic spielen,
BGE: wird der gain noch nicht reichen. Bei einem Harpamp ist der sweetspot immer
BGE: ganz kurz vor dem Feedback und das erreicht man mit einem schwachen Mic
BGE: hier derzeit nicht. Auf S.134. seines, weiter oben schon genannten, Buches:
BGE: "Designing Tube Preamps for Guitar and Bass"
BGE: beschreibt Merlin Blencowe noch eine bootstrapped Version der jetzt umgebauten
BGE: Version der Vorstufe , die man schaltbar machen also die original Schaltung hat
BGE: jetzt µ = 60 und mit dem bootstrap hat sie dann µ = 90 (also von 35,6 dB auf 39 db)
BGE: So würde man es ermöglichen starke Mics einerseits aber eben auch schwächere
BGE: Mics andererseits an den Amp anzuschließen. Um feedback zu haben , muß man
BGE: nun schon sehr dicht an den Amp ran aber der Sound klingt mit dem starken Mic
BGE: schon ziemlich gut.

BGE: Wenn ich nur wüßte was mit dem Elko (33µF 500V von F&T) ist???

BGE: Danke erstmal. Bin jetzt ein paar Tage nicht am Platz.

Gruß
dstrange


 
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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Showitevent am 21.06.2026 21:07 »
Du könntest das Mix Poti vom Loop rauswerfen und dort einen Trimmer einbauen. Den Loop würde ich grundsätzlich bei den Teilen immer auf seriell umbauen.

Ja das ist auch alles bekannt. Habe ich in der Vergangenheit bei Tremoverbs und co. gemacht, die nicht mir gehörten.
Ich selbst benutze den Loop nichtmal. Ich bin ein totaler Purist. Gitarre rein, ab in die Box. Ich nutze auch keine Pedale.
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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Stahlröhre am 21.06.2026 21:03 »
Du könntest das Mix Poti vom Loop rauswerfen und dort einen Trimmer einbauen. Den Loop würde ich grundsätzlich bei den Teilen immer auf seriell umbauen.
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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Showitevent am 21.06.2026 20:57 »
Danke für den Hinweis. Ist bekannt.
Ich habe jetzt bei dem Bias Mod eh erstmal nur Focus auf die 6L6GC gelegt.
Der Amp hat hinten einen Umschalter von eigentlich -51 auf -38 Volt oder so, das habe ich jetzt noch nicht sonderlich "gut" gelöst, was aber auch ein wenig damit zu tun hat, dass es so minimal ivasiv wie mölglich sein sollte. Also keine Löcher bohren, etc.

Wenn das wirklich mein Amp werden sollte, dann würde ich eventuell eine kleine Platine mit 2 Trimmern anfertigen und das sauber montieren. Mir persönlich ist aber auch schnuppe ob nun 6L6 oder EL34. Bei einem SE Amp macht das mitunter deutlich Unterschiede, in fast allen AB Amps die ich besitze und so wie ich sie benutze, ist der Unterscheid eher im Kopf und im Heizstrom.
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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Helmholtz am 21.06.2026 18:57 »
Alle Werte gemessen an der Clipping Grenze be ca. 49 Watt, ganz leicht im clipping.
B+:     412 Volt
UScr:   410 Volt
UScr1:  400 Volt (1KOhm -> 4 Watt)
UScr2:  400 Volt (1KOhm -> 4 Watt)
DC Cur: 239 mA ~98 Watt incl. Preamp

Danke dafür!
Die Stromaufnahme zu kennen, ist für die Dimensionierung/Auswahl eines neuen NT sehr nützlich.
Übrigens, da die EL34 einen wesentlich höheren Schirmgitterstrom als die 6L6 hat, ist die Stromaufnahme bei einem 50W Amp um etwa 50mA höher.
So gesehen hat die 6L6 also einen besseren Wirkungsgrad als die EL34.
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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Helmholtz am 21.06.2026 18:15 »
Ja wenn die Kennlinie im oder unter dem Knie verläuft. Bei den Spannungen im Rectifier verläuft die Lastgerade mit 4 kOhm aber deutlich oberhalb des Knies. Mit dem verlinkten Tool hatte ich die Kennlinie auch berechnet. Durch die 5 kOhm halbiert sich die Anodenrestspannung nahezu während der maximale Strom von 290 auf 270 mA nur unwesentlich abfällt. Resultat sind etwa 4 Watt mehr je Pärchen.

Alles klar, danke für die Antwort.
Ja, oberhalb des Knies steigt die Restspannung stark und die Abhängigkeit vom Raa kann sich umkehren.
Ich war von den Spannungswerten bei Geronimos Amp ausgegangen.
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Tech-Talk Design & Konzepte / Re: 2 Fragen zu einem Champ clone
« Letzter Beitrag von Helmholtz am 21.06.2026 17:35 »
Deine 2 Hauptfragen hat ja @Showitevent schon ausführlich beantwortet.

Wenn ich das richtig verstehe, besteht der Amp jetzt aus:
1. Eingangs-Gainstufe,
2. Direkt gekoppeltem Kathodenfolger,
3. Tonblende (gab's nicht im 5E1),
4. Vol.Poti,
5. Endröhre.

Mit dieser Schaltung gibt es jetzt keinen guten Einspeisepunkt für das NFB-Signal mehr (m.M.n. käme sowieso nur die Kathode der Eingangstriode in Frage), denn Tonblende und Vol.-Poti sollten nicht innerhalb der NFB-Schleife sein, damit sie richtig funktionieren.
Auch würde eine wirksame Über-Alles-GK die Gesamtverstärkung des Amps deutlich reduzieren.
Allerdings damit auch den Ruhebrumm.

Ich bin sicher, es gibt eine andere Lösung für das Brummproblem.
Verschwindet der Brumm, wenn man das Vol.Poti zudreht?
Für die Belastung der GLR-Röhre spielt nur der Wert des ersten Glättungskondensators eine Rolle.
Der Siebkondensator am Schirmgitterknoten kann also problemlos vergrößert werden.

Bitte mal den Schaltplan rauszeichnen (einen einfacheren Amp gibt es ja kaum).
Ist ein Oszi vorhanden?
 
 
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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Stahlröhre am 21.06.2026 17:06 »

Üblicherweise sinkt die Ausgangsleistung, wenn man die Lastimpedanz vergrößert.
...

Ja wenn die Kennlinie im oder unter dem Knie verläuft. Bei den Spannungen im Rectifier verläuft die Lastgerade mit 4 kOhm aber deutlich oberhalb des Knies. Mit dem verlinkten Tool hatte ich die Kennlinie auch berechnet. Durch die 5 kOhm halbiert sich die Anodenrestspannung nahezu während der maximale Strom von 290 auf 270 mA nur unwesentlich abfällt. Resultat sind etwa 4 Watt mehr je Pärchen.

@Geronimo Mit der 82K/91K Kombi ist die Symmetrie (zumindest rechnerisch) besser als mit der üblichen 82K/100k Konfig. 91 kOhm ist aber nicht Teil der standardmäßigen E12 Reihe und weniger üblich. Wohl desshalb sieht man bei den meisten Verstärkern an der Stelle 100k.
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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Showitevent am 21.06.2026 16:16 »
Moin,

@Helmholz ja das war sehr hilfreich - vielen Dank nochmal, ab und zu hilft es wirklich mal ein zweites Hirn mit einzubringen!
Alle Werte gemessen an der Clipping Grenze be ca. 49 Watt, ganz leicht im clipping.

B+:     412 Volt
UScr:   410 Volt
UScr1:  400 Volt (1KOhm -> 4 Watt)
UScr2:  400 Volt (1KOhm -> 4 Watt)
DC Cur: 239 mA ~98 Watt incl. Preamp

@Stahlröhre
- Der PI selbst bzw. auch der Rest, der über den GND dort angebunden ist, scheint selbst keinen signifikanten Stromfluß zu Stande zu bringen.
- Der Offset in Spannung kam ausschließlich unter Last zu Stande, also durch die Ableitung des Kathodenstroms über genau diesen Pfad.

Es geht nicht darum, dass alle oder bestimmte Revisionen ein Routingproblem hätten! Es kann genauso ein Defekt an der Platine durch Unterätzung oder sonstiges dafür verantwortlich sein und am Ende nur auf dieses Exemplar zutreffen.

Fakt ist und ich habe es gerade nochmal getestet, wenn der GND wie im original vorgesehen angebunden ist, dann hat der Amp eine starke Asymmetrie schon ab PI, die sich unweigerlich auf den Ausgang reflektiert. Ich kann diese Asymmetrie an der Loop-Aufholstufe nicht nachweisen.
Ich hatte die PI Röhre auf meinem Röhrenmeßgerät sogar auf Gleichheit getestet und mit anderen ballanced Röhren verglichen. Auch hier hätte ich sofort stutzig werden sollen. Verunsichert hatte mich dann aber der 82K / 91K Widerstandsverbund, was nicht so hypertypisch ist und ggf. auch eine gewollte Asymmetrie hätte sein können.

- Die AC Offsetspannung an den Endstufen Kathoden liegt bei ca 110mVpp - Amp an der Leistungsgrenze gefahren selbstverständlich.
- Sobald ein niederimpedanter Pfad direkt zum ersten Ladeelko angebunden ist, steht dort im Grunde nichts
 
Ob der Offset selbst das Problem ist oder sich die AC Spannung in die Grids des PI oder Loops einspeist ist offen.
Hierfür bräuchte es nochmal einen größeren Testaufbau mit Differenzmessung Soll / Ist. Das werde ich mir aber am Ende vermutlich nicht antun.

Final sollte man auch beachten, dass die Sampleweite mit einem Amp nicht sonderlich belastungsfähig ist! Selbst wenn am Ende herauskommt, dass das Routing schlecht ist, Traces zu dünn sind, oder was auch immer das Problem verursacht, müsste das an weiteren Amps verifiziert werden.

Eine Leistungsmessung an einem anderen Rectifier kann hilfreich sein, muss es aber nicht. Man müsste eben auch die technischen Bedingungen für dieses Gerät nachvollziehen. Idealerweise auch die gleichen Röhren inkl. PI verwenden. Wenn jetzt natürlich bei einem 100Watter herauskommt, dass er es nur auf 50 bis 70 Watt schafft, dann interessiert mich nur, wie hoch die AC Spannung an den Endstufen-Kathoden ist und ob die Kiste asymmetrisch clippt.

Glaube ich an einen Pattern fehler?
- Nein!
Habe ich schon alles gesehen?
- Dachte ich...

LG Geronimo
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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Helmholtz am 21.06.2026 16:13 »
 
Zitat
Der Dual hatte um die 4 kOhm und der Triple eher was um die 5 kOhm. Alleine dadurch verliert der Dualt etwa 5 Watt je Paar gegenüber dem Triple.

Üblicherweise sinkt die Ausgangsleistung, wenn man die Lastimpedanz vergrößert.

Aus der Leistungsformel P = Ueff²/R folgt für die unverzerrte Sinusleistung:
P = 2* (Ua, max - Ua, min)²/Raa
 (Ua, max - Ua, min) ist der Anodenspannungshub.
Ua, min bei Vollaussteuerung ist die Anodenrestspannung.

Solange sich also die Anodenrestspannung (manchmal auch Sättigungsspannung genannt) nicht wesentlich ändert, sinkt die erzielbare Leistung mit Erhöhung von Raa.

Mit diesem Calculator: https://www.vtadiy.com/loadline-calculators/power-stage-calculator/
lassen sich sowohl die Ausgangsleistung als auch die Anodenrestspannung ermitteln.
Für Versorgungsspannung und Schirmgitterspannung sind die Werte unter Last einzusetzen.
Die Leistungsergebnisse von Formel und Calculator sind identisch.
Da der AÜ typischerweise 5% bis 10% der Leistung für sich behält, sind die Messwerte am Amp entsprechend geringer.
 

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