Impressum | Datenschutz | Shop | DIY | TT @ Twitter | TT-Cabs
Anzeigen der neuesten Beiträge

Neueste Beiträge

Seiten: 1 ... 7 8 [9] 10
81
Tech-Talk Design & Konzepte / Re: 2 Fragen zu einem Champ clone
« Letzter Beitrag von BGE am 20.06.2026 06:43 »
Also wenn ich die Fragen richtig verstanden habe:

*Danke erstmal für Deine Hilfe.

1.) Ja, ein Kathodenfolger kann eine 6V6 treiben. Er liefert aber praktisch keine Spannungsverstärkung,
sondern macht die Quelle niederohmiger. Die nötige Signalspannung muss also aus der Stufe davor
kommen.

*Der "Kathodenfolger" hier besteht aus einer Doppeltriode (12AY7 / 5751 etc). Die erste Hälfte der
*Triode ist wie eine normale Vorstufe geschaltet und bringt ca µ= 60 die zweite ist der eigentliche
*Kathodenfolger, der hat µ = 0,9. Diese aus zwei Trioden bestehende Stufe hat also ca. µ = 60 welches
*als erste Stufe für ein starkes harpmic allein ausreicht, da ein starkes harpmic einen vielfach höheren
*Output hat als eine Gitarre oder ein SM58 etc.
*An dem Beispiel Redneck (siehe oben), sieht man, daß diese Stufe auch als 1. Stufe für die Anwendung
*harpmic ausreicht, ich war mir nur nicht sicher ob das auch single ended so ist. Bzw. ob da speziell
*schaltungstechnisch etwas zu beachten ist (Design)  Das war (ist) die erste Frage.


2.) Die 5Y3GT ist eine direkt geheizte Zweiweg-Gleichrichterröhre. D.h. erstmal nur, dass der Heizfaden
in der Röhre 2 Funktionen hat!
- Heizung
- Kathode
Also quasi ein zusammengefasstes System.
An der Kathode (oder in deinem Fall Heizung) wird die B+ (Betriebsspannung) abgegrifen, den GND
Bezugspunkt stellt der Center Tap des Netztrafos.

Zwei wichtige Punkte für Gleichrichterröhren:
- Die 5 Volt Heizsspannung nicht als harmlose Kleinspannung betrachten! Diese hat B+ Potential!
Also nicht für irgendwas anderes verwenden, außer der Heizung des Gleichrichters.

*Genau das ist es , was ich an der direkten Heizung der 5Y3 nicht verstehe. Wie erreicht man mit
*dieser B+ Spannung, die ja einerseits aus der nach Zweiweg-Glerichrichtung noch ungesiebten
*Anodenspannung besteht, andererseits aber ein 5 V 50 Hz Wechselspannung "überlagert" wird,
*eine saubere B+ Anodengleichspannung? Wird diese pure 5 V Wechselspannung durch den
*ersten Reservoir-Cap mit weggefiltert? Die Funktionserklärung für diese 5Y3GT war (ist) die
*zweite Frage, weil ich dazu im web nicht so richtig was finden konnte.

- Ladeelkos, speziell der erste direkt an der Gleichrichterröhre, dürfen nicht zu groß werden in ihrere
Kapazität! Das kannst du dem Datenblatt der 5Y3 entnehmen.
Die JJ 5Y3S ist mit 20 uF bei ca. 2x 350 Volt. Historische Datenblätter sehen lieber eher 10 uF!
So ganz konservativ muss man das nicht auslegen (Erfahrungswert) - aber es sollten da jetzt nicht
unbedingt 100 uF dran hängen und auch 47uF nur auf eigene Gefahr.

*Im alten Fender Champ sinds 8µF ich habs mir angeschaut.
*Der erste Filtercap ist hier trotzdem 33µF und das ist ein erprobter Grenzwert,
*bei einem anderen HG II der  schon länger ohne Probleme läuft und an dem
*die Anodenspannung der 6V6 abgegriffen wird, danach kommt der erste Sieb-R
*von 10 Kohm und der 2. Sieb-Elko (22µf). An diesem Punkt wird die
*Schirmgitterspannung für die 6V6 abgegriffen.Leider habe ich derzeit keinen
*Zugriff auf diesen anderen Amp.

Was das Brummen angeht kann ich nur sagen: Amp aus, entladen, alle Kabel und Verbindungen
checken!

*Das muß ich dann tatsächlich alles mal richtig nachlöten und nachmessen wenn ich wieder da bin.
*Die 2 Fragen dienten nur für mich zum, besseren Verständnis des Designs und der Gleichrichterröhre.

*1.Frage:  Ist was vom Design her besonders zu beachten, wenn man einen Kathodenfolger vor
*eine Single ended 6V6 Endstufe setzt?

*2.Frage: Wie funktioniert eine 5Y3GT Gleichrichterröhre mit der direkten Heizung?

Viel Erfolg

Geronimo

Kleines Edit:
In vielen Champs läuft die 6V6 weit über ihrer Spezifikation. Der Kathodenwiderstand (Wert), die
darüber abfallende Spannung und die Höhe der Betriebsspannung wären Kandidaten zum Checken.

* Der Kathoden-R ist hier an der 6V6 470 Ohm an 5 Watt und wurde vom Wert her nicht verändert.

*Gruß Boris (aka drstrange)
82
Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Helmholtz am 19.06.2026 23:15 »
M.M.n. sind 200mA (Clipping- Grenze) zu wenig für 50W clean.
Incl. Vorstufe würde ich mindestens 250mA erwarten.
Da scheint etwas die Endröhren zu bremsen.
Was sind denn die beiden Schirmgitterspannungen an den Röhrenpins bei der Clipping-Grenze?
83
Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Showitevent am 19.06.2026 17:36 »
Idle: 60mA
Clipping Grenze: 200mA
Vollaussteuerung: 227mA
84
Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Helmholtz am 19.06.2026 17:18 »
Der PI sieht jetzt also gut aus.
Wenn der Amp tatsächlich irgendwo > 20W verbrät. müsste es dort lokal ziemlich heiß werden.
Kannst Du mal (mit gebotener Profi-Vorsicht) die DC Stromaufnahme bei Vollaussteuerung messen, also Amperemeter über dem geöffneten Standby-Schalter?
85
Tech-Talk Design & Konzepte / Re: 2 Fragen zu einem Champ clone
« Letzter Beitrag von Showitevent am 19.06.2026 16:49 »
Also wenn ich die Fragen richtig verstanden habe:

1.) Ja, ein Kathodenfolger kann eine 6V6 treiben. Er liefert aber praktisch keine Spannungsverstärkung, sondern macht die Quelle niederohmiger. Die nötige Signalspannung muss also aus der Stufe davor kommen.

2.) Die 5Y3GT ist eine direkt geheizte Zweiweg-Gleichrichterröhre. D.h. erstmal nur, dass der Heizfaden in der Röhre 2 Funktionen hat!
- Heizung
- Kathode
Also quasi ein zusammengefasstes System.
An der Kathode (oder in deinem Fall Heizung) wird die B+ (Betriebsspannung) abgegrifen, den GND Bezugspunkt stellt der Center Tap des Netztrafos.

Zwei wichtige Punkte für Gleichrichterröhren:
- Die 5 Volt Heizsspannung nicht als harmlose Kleinspannung betrachten! Diese hat B+ Potential! Also nicht für irgendwas anderes verwenden, außer der Heizung des Gleichrichters.

- Ladeelkos, speziell der erste direkt an der Gleichrichterröhre, dürfen nicht zu groß werden in ihrere Kapazität! Das kannst du dem Datenblatt der 5Y3 entnehmen.
Die JJ 5Y3S ist mit 20 uF bei ca. 2x 350 Volt. Historische Datenblätter sehen lieber eher 10 uF!
So ganz konservativ muss man das nicht auslegen (Erfahrungswert) - aber es sollten da jetzt nicht unbedingt 100 uF dran hängen und auch 47uF nur auf eigene Gefahr.

Was das Brummen angeht kann ich nur sagen: Amp aus, entladen, alle Kabel und Verbindungen checken!

Viel Erfolg

Geronimo

Kleines Edit:
In vielen Champs läuft die 6V6 weit über ihrer Spezifikation. Der Kathodenwiderstand (Wert), die darüber abfallende Spannung und die Höhe der Betriebsspannung wären Kandidaten zum Checken.
86
Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Showitevent am 19.06.2026 16:18 »
Bias Spannung: -50 Volt

Aussteuerungsfähigkeit ohne Endstufenröhren:
- UC ca. 440 Volt
- 160Vpp pro Phase, eher 170Vpp.
 
Mit Endstufenröhren:
- UC ca. 400 Volt
- ca. 95 Vpp  und 100 Vpp kurz vor der Clipping Grenze, ich kann dann nur noch weiter in Gitterstrom fahren - was ja zu erwarten ist.
Unter Last, kurz vor der der Clipping Grenze (übrigens clippt der nur auf der negativen Halbwelle), schafft der Amp es auf  13.4 Volt RMS an 8 Ohm, also etwa 22 Watt.

Selbst wenn ich den Amp manuell in richtung 60 % Biase, dann habe ich gerademal einen Leistungszugewinn von ca. 5 Watt am Ausgang.

Für mein Verständnis verbrennt der Amp irgendwo Leistung, die nicht am Ausgang verbraucht wird.
Das Kuriose ist, dass er das auch mit einem vermeitlich anderen Trafo macht.

PS: Alles ohne Gegenkopplung!
87
Tech-Talk Design & Konzepte / Re: 2 Fragen zu einem Champ clone
« Letzter Beitrag von BGE am 19.06.2026 14:43 »
Ok. Bitte erkläre mir wie eine 5Y3GT  mit direkter Kathodenheizung funktioniert und wie da
eine saubere pulsierende nur noch nicht geglättete B+ Spannung heraus kommt.  Ich habe
diese Röhre das erste Mal und verstehe sie nicht.

Danke
88
Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Helmholtz am 19.06.2026 13:20 »
Für Vollaussteuerung (ohne Clipping) braucht jede Endröhre ein Gittersignal von Vpp = 2x Vbias.
Also z.B. Vpp =100V mit Vbias = -50V.
Kann der PI das?
Was sind die Anodenspannungen des PI?
Und was ist die Spannung am Punkt "C"?
89
Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Showitevent am 19.06.2026 12:12 »
Ich habe mir die Gitterspannungen nochmal genau angesehen.

1.) Die PI Röhre hat doch einen Treffer, die arbeitet in dem System einfach nicht balanced. Wurde also getauscht, damit sehen die Gitterspannungen auch besser aus.
2.) Leistung hat er trotzdem nicht! Ihm fehlen quasi knapp 40 %
3.) AT gegen einen anderen getauscht (3600 Ohm statt 4400 Ohm) gleiches Problem!
4.) Unter Last bricht die B+ von ~455 Volt auf 400 V Herunter. Das halte ich aber nicht für sonderlich problematisch, andere Amps machen das auch.
5.) Schirmgitter ebenfalls gemessen, dort gibt es auch kein hervorstechendes Problem.

Derweil habe ich natürlich eine nigel nagel neue Röhre gehimmelt, die hat einen Schluss am Heizfaden zur Kathode bekommen... Bevor das Loch noch größer wird, Deckel drauf und gut.

Edit:
Getauscht hatte ich testweise auch:
- Koppel Cs
- Die 120pF Kondensatoren
- die Anodenwiderstände
Den Rest hatte ich mir erspart.

Alles fühlt sich auch so an, als ist der Amp auf Leistung, am Scope kommt die allerdings nicht an.
90
Tech-Talk Design & Konzepte / Re: 2 Fragen zu einem Champ clone
« Letzter Beitrag von carlitz am 19.06.2026 08:48 »
Hallo BGE,

den ganzen Text kann man sehr schlecht lesen, da Du einen langen Fließtext erzeugt hast.......

Auch verstehe ich deine 2te Frage nicht.

Eventuell kannst Du das noch ein wenig erläutern.
Seiten: 1 ... 7 8 [9] 10