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Tech-Talk Design & Konzepte / Re: 2 Fragen zu einem Champ clone
« Letzter Beitrag von BGE am 20.06.2026 06:43 »Also wenn ich die Fragen richtig verstanden habe:
*Danke erstmal für Deine Hilfe.
1.) Ja, ein Kathodenfolger kann eine 6V6 treiben. Er liefert aber praktisch keine Spannungsverstärkung,
sondern macht die Quelle niederohmiger. Die nötige Signalspannung muss also aus der Stufe davor
kommen.
*Der "Kathodenfolger" hier besteht aus einer Doppeltriode (12AY7 / 5751 etc). Die erste Hälfte der
*Triode ist wie eine normale Vorstufe geschaltet und bringt ca µ= 60 die zweite ist der eigentliche
*Kathodenfolger, der hat µ = 0,9. Diese aus zwei Trioden bestehende Stufe hat also ca. µ = 60 welches
*als erste Stufe für ein starkes harpmic allein ausreicht, da ein starkes harpmic einen vielfach höheren
*Output hat als eine Gitarre oder ein SM58 etc.
*An dem Beispiel Redneck (siehe oben), sieht man, daß diese Stufe auch als 1. Stufe für die Anwendung
*harpmic ausreicht, ich war mir nur nicht sicher ob das auch single ended so ist. Bzw. ob da speziell
*schaltungstechnisch etwas zu beachten ist (Design) Das war (ist) die erste Frage.
2.) Die 5Y3GT ist eine direkt geheizte Zweiweg-Gleichrichterröhre. D.h. erstmal nur, dass der Heizfaden
in der Röhre 2 Funktionen hat!
- Heizung
- Kathode
Also quasi ein zusammengefasstes System.
An der Kathode (oder in deinem Fall Heizung) wird die B+ (Betriebsspannung) abgegrifen, den GND
Bezugspunkt stellt der Center Tap des Netztrafos.
Zwei wichtige Punkte für Gleichrichterröhren:
- Die 5 Volt Heizsspannung nicht als harmlose Kleinspannung betrachten! Diese hat B+ Potential!
Also nicht für irgendwas anderes verwenden, außer der Heizung des Gleichrichters.
*Genau das ist es , was ich an der direkten Heizung der 5Y3 nicht verstehe. Wie erreicht man mit
*dieser B+ Spannung, die ja einerseits aus der nach Zweiweg-Glerichrichtung noch ungesiebten
*Anodenspannung besteht, andererseits aber ein 5 V 50 Hz Wechselspannung "überlagert" wird,
*eine saubere B+ Anodengleichspannung? Wird diese pure 5 V Wechselspannung durch den
*ersten Reservoir-Cap mit weggefiltert? Die Funktionserklärung für diese 5Y3GT war (ist) die
*zweite Frage, weil ich dazu im web nicht so richtig was finden konnte.
- Ladeelkos, speziell der erste direkt an der Gleichrichterröhre, dürfen nicht zu groß werden in ihrere
Kapazität! Das kannst du dem Datenblatt der 5Y3 entnehmen.
Die JJ 5Y3S ist mit 20 uF bei ca. 2x 350 Volt. Historische Datenblätter sehen lieber eher 10 uF!
So ganz konservativ muss man das nicht auslegen (Erfahrungswert) - aber es sollten da jetzt nicht
unbedingt 100 uF dran hängen und auch 47uF nur auf eigene Gefahr.
*Im alten Fender Champ sinds 8µF ich habs mir angeschaut.
*Der erste Filtercap ist hier trotzdem 33µF und das ist ein erprobter Grenzwert,
*bei einem anderen HG II der schon länger ohne Probleme läuft und an dem
*die Anodenspannung der 6V6 abgegriffen wird, danach kommt der erste Sieb-R
*von 10 Kohm und der 2. Sieb-Elko (22µf). An diesem Punkt wird die
*Schirmgitterspannung für die 6V6 abgegriffen.Leider habe ich derzeit keinen
*Zugriff auf diesen anderen Amp.
Was das Brummen angeht kann ich nur sagen: Amp aus, entladen, alle Kabel und Verbindungen
checken!
*Das muß ich dann tatsächlich alles mal richtig nachlöten und nachmessen wenn ich wieder da bin.
*Die 2 Fragen dienten nur für mich zum, besseren Verständnis des Designs und der Gleichrichterröhre.
*1.Frage: Ist was vom Design her besonders zu beachten, wenn man einen Kathodenfolger vor
*eine Single ended 6V6 Endstufe setzt?
*2.Frage: Wie funktioniert eine 5Y3GT Gleichrichterröhre mit der direkten Heizung?
Viel Erfolg
Geronimo
Kleines Edit:
In vielen Champs läuft die 6V6 weit über ihrer Spezifikation. Der Kathodenwiderstand (Wert), die
darüber abfallende Spannung und die Höhe der Betriebsspannung wären Kandidaten zum Checken.
* Der Kathoden-R ist hier an der 6V6 470 Ohm an 5 Watt und wurde vom Wert her nicht verändert.
*Gruß Boris (aka drstrange)
*Danke erstmal für Deine Hilfe.
1.) Ja, ein Kathodenfolger kann eine 6V6 treiben. Er liefert aber praktisch keine Spannungsverstärkung,
sondern macht die Quelle niederohmiger. Die nötige Signalspannung muss also aus der Stufe davor
kommen.
*Der "Kathodenfolger" hier besteht aus einer Doppeltriode (12AY7 / 5751 etc). Die erste Hälfte der
*Triode ist wie eine normale Vorstufe geschaltet und bringt ca µ= 60 die zweite ist der eigentliche
*Kathodenfolger, der hat µ = 0,9. Diese aus zwei Trioden bestehende Stufe hat also ca. µ = 60 welches
*als erste Stufe für ein starkes harpmic allein ausreicht, da ein starkes harpmic einen vielfach höheren
*Output hat als eine Gitarre oder ein SM58 etc.
*An dem Beispiel Redneck (siehe oben), sieht man, daß diese Stufe auch als 1. Stufe für die Anwendung
*harpmic ausreicht, ich war mir nur nicht sicher ob das auch single ended so ist. Bzw. ob da speziell
*schaltungstechnisch etwas zu beachten ist (Design) Das war (ist) die erste Frage.
2.) Die 5Y3GT ist eine direkt geheizte Zweiweg-Gleichrichterröhre. D.h. erstmal nur, dass der Heizfaden
in der Röhre 2 Funktionen hat!
- Heizung
- Kathode
Also quasi ein zusammengefasstes System.
An der Kathode (oder in deinem Fall Heizung) wird die B+ (Betriebsspannung) abgegrifen, den GND
Bezugspunkt stellt der Center Tap des Netztrafos.
Zwei wichtige Punkte für Gleichrichterröhren:
- Die 5 Volt Heizsspannung nicht als harmlose Kleinspannung betrachten! Diese hat B+ Potential!
Also nicht für irgendwas anderes verwenden, außer der Heizung des Gleichrichters.
*Genau das ist es , was ich an der direkten Heizung der 5Y3 nicht verstehe. Wie erreicht man mit
*dieser B+ Spannung, die ja einerseits aus der nach Zweiweg-Glerichrichtung noch ungesiebten
*Anodenspannung besteht, andererseits aber ein 5 V 50 Hz Wechselspannung "überlagert" wird,
*eine saubere B+ Anodengleichspannung? Wird diese pure 5 V Wechselspannung durch den
*ersten Reservoir-Cap mit weggefiltert? Die Funktionserklärung für diese 5Y3GT war (ist) die
*zweite Frage, weil ich dazu im web nicht so richtig was finden konnte.
- Ladeelkos, speziell der erste direkt an der Gleichrichterröhre, dürfen nicht zu groß werden in ihrere
Kapazität! Das kannst du dem Datenblatt der 5Y3 entnehmen.
Die JJ 5Y3S ist mit 20 uF bei ca. 2x 350 Volt. Historische Datenblätter sehen lieber eher 10 uF!
So ganz konservativ muss man das nicht auslegen (Erfahrungswert) - aber es sollten da jetzt nicht
unbedingt 100 uF dran hängen und auch 47uF nur auf eigene Gefahr.
*Im alten Fender Champ sinds 8µF ich habs mir angeschaut.
*Der erste Filtercap ist hier trotzdem 33µF und das ist ein erprobter Grenzwert,
*bei einem anderen HG II der schon länger ohne Probleme läuft und an dem
*die Anodenspannung der 6V6 abgegriffen wird, danach kommt der erste Sieb-R
*von 10 Kohm und der 2. Sieb-Elko (22µf). An diesem Punkt wird die
*Schirmgitterspannung für die 6V6 abgegriffen.Leider habe ich derzeit keinen
*Zugriff auf diesen anderen Amp.
Was das Brummen angeht kann ich nur sagen: Amp aus, entladen, alle Kabel und Verbindungen
checken!
*Das muß ich dann tatsächlich alles mal richtig nachlöten und nachmessen wenn ich wieder da bin.
*Die 2 Fragen dienten nur für mich zum, besseren Verständnis des Designs und der Gleichrichterröhre.
*1.Frage: Ist was vom Design her besonders zu beachten, wenn man einen Kathodenfolger vor
*eine Single ended 6V6 Endstufe setzt?
*2.Frage: Wie funktioniert eine 5Y3GT Gleichrichterröhre mit der direkten Heizung?
Viel Erfolg
Geronimo
Kleines Edit:
In vielen Champs läuft die 6V6 weit über ihrer Spezifikation. Der Kathodenwiderstand (Wert), die
darüber abfallende Spannung und die Höhe der Betriebsspannung wären Kandidaten zum Checken.
* Der Kathoden-R ist hier an der 6V6 470 Ohm an 5 Watt und wurde vom Wert her nicht verändert.
*Gruß Boris (aka drstrange)

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