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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Showitevent am 19.06.2026 12:12 »
Ich habe mir die Gitterspannungen nochmal genau angesehen.

1.) Die PI Röhre hat doch einen Treffer, die arbeitet in dem System einfach nicht balanced. Wurde also getauscht, damit sehen die Gitterspannungen auch besser aus.
2.) Leistung hat er trotzdem nicht! Ihm fehlen quasi knapp 40 %
3.) AT gegen einen anderen getauscht (3600 Ohm statt 4400 Ohm) gleiches Problem!
4.) Unter Last bricht die B+ von ~455 Volt auf 400 V Herunter. Das halte ich aber nicht für sonderlich problematisch, andere Amps machen das auch.
5.) Schirmgitter ebenfalls gemessen, dort gibt es auch kein hervorstechendes Problem.

Derweil habe ich natürlich eine nigel nagel neue Röhre gehimmelt, die hat einen Schluss am Heizfaden zur Kathode bekommen... Bevor das Loch noch größer wird, Deckel drauf und gut.

Edit:
Getauscht hatte ich testweise auch:
- Koppel Cs
- Die 120pF Kondensatoren
- die Anodenwiderstände
Den Rest hatte ich mir erspart.

Alles fühlt sich auch so an, als ist der Amp auf Leistung, am Scope kommt die allerdings nicht an.
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Tech-Talk Design & Konzepte / Re: 2 Fragen zu einem Champ clone
« Letzter Beitrag von carlitz am 19.06.2026 08:48 »
Hallo BGE,

den ganzen Text kann man sehr schlecht lesen, da Du einen langen Fließtext erzeugt hast.......

Auch verstehe ich deine 2te Frage nicht.

Eventuell kannst Du das noch ein wenig erläutern.
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Tech-Talk Design & Konzepte / Re: 2 Fragen zu einem Champ clone
« Letzter Beitrag von BGE am 19.06.2026 06:09 »
Es ist ziemlich verworren.
Ja, der Amp brummte schon etwas vor dem Umbau der Vorstufe. Aber das Problem war schnell gelöst, nämlich die Siebelkos waren schon 20 Jahre alt obwohl der Amp 2021 hergestellt wurde. Also diese Elko waren von 2006, die da verbaut waren. Also erneuerte ich die Elko, erhöhte etwas ihre Kapazität (statt 20 / 10 / 10 yF erhöhte ich auf 33 / 20 / 20 yF) und der Amp brummte nun tatsächlich weniger also normal, wie so ein kleiner Champ eben brummt. Ich weiß die 33 yF sind grenzwertig bei der 5Y3 aber ein Kumpel in Wien hat auch diesen Amp und genau die letzteren Werte ohne Gefahr für die 5Y3 problemlos schon länger eingebaut. Beim abschließenden Test also, fand ich und der Spieler, daß jedoch die Feedbackanfälligkeit zu hoch sein und so eben die Vorstufe von der normalen 2x Triodenschaltung auf den Kathodenfolger umgebaut werden sollte. Das habe ich früher schon einmal gemacht, nur war da dann hinten eine PP (mit PI) Stufe und 2xEL84 dahinter und eben ein Diodengleichrichter. Dort funktionierte und funktioniert der Amp einwandfrei und hat somit kaum feedback. (Siehe Redneck schematic)

Auch jetzt höre ich (neben dem Brummen) , daß die Vorstufe funktioniert und sogar den gewünschten cremigen Sound bringt, also für mich ist somit die Kathodenfolger Vorstufe richtig aufgebaut worden. Nun, nachdem ich die Vorstufe umgebaut hatte, ließ ich erstmal die Negative Feedback Leitung in der PA weg, denn die brauche ich ja nicht mehr und ich hätte auch nicht gewußt, wo ich die am besten hätte anschließen können, denn die Kathode der 2 Triode war ja jetzt der Ausgang der Vorstufe also des Kathodenfolgers. Vielleicht fehlt nun die NFB Leitung und die Röhre (6V6) brummt deshalb? Kann ich mir aber nicht gut vorstellen.  Das Problem für mich ist, daß ich jetzt die Endstufe sogar von der Vorstufe trennen kann und sie (die Endstufe 6V6) brummt immer noch sehr stark. Es ist also nicht die Vorstufe schuld an dem Brumm. Ich vermute, bei dem Umbau habe ich irgendwas verschlimmbessert, aber da ich keinen richtigen Schaltplan habe ist es schlecht dass einzukreisen. So begann ich zu messen und hatte tatsächlich die knapp 5 V Wechselspannung neben der B+ 350V Gleichspannung, auf der Anode an Pin 3 der 6V6. Pin 4 hat 325 V, das ist das Schirmgitter. ich muß irgendwas während des Umbaus verändert haben was mir das Brummen eingebracht hat. Die beiden Fragen oben im Post, sind für mich zur Sicherheit, daß ich hier prinzipiell nichts falsch verdrahten will (deshalb die Frage 1) und weil ich die Röhre 5Y3 GT noch nie hier hatte (deshalb die Frage 2). Sind diese beiden obigen Fragen soweit geklärt, würde ich anfangen die Schaltung nochmal komplett aufzunehmen und zu vergleichen ob sich da irgendwo ein Kabeldreher oder eine falsche Pin Belegung versteckt, die ich mir höchstwahrscheinlich selber eingebaut habe. Ich weiß das klingt alles verworren aber so ist die Situation. Wenn ich die Schaltung von dem Harp Gear II hätte, wäre ich sicherer. Aber vielleicht hilft tatsächlich nur Leitung für Leitung durchgehen. Es geht mir also in obigem Post erstmal darum die Stellen zu klären, bei denen ich ein unsicher bin also 1.Frage  : single ended Mode nach einem Kathodenfolger (Geht das so einfach?) 2. Frage:  die unbekannte 5Y3GT mit der direkt beheizten Kathode. Sorry für das lange Geschwafel aber ich hatte sowas auch noch nicht.  Ich hoffe Ihr versteht mich jetzt besser.

Gruß BGE (aka drstrange)
(Bin die nächste Woche unterwegs)
PS:
Als Anhang hänge ich gleich noch mal die von harpamps.de für private Zwecke veröffentlichte Schaltung eines Rednecks an, die auch diesen Kathodenfolger hat, aber eben danach PP und einen Diodengleichrichter. Im Gegensatz zu dem Harp Gear II hier mit Single ended und 5Y3GT.
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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Showitevent am 18.06.2026 23:31 »
Anbei die Gitter Signale...
Mhh das spricht jetzt Bände... Das mit dem Trafo kann ich mir wohl klemmen.
A ist deutlich kleiner als B.

Das NFB ist sicherheitshalber komplett abgehangen, Last 8 Ohm -> 8 Ohm Ausgang.
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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Showitevent am 18.06.2026 23:01 »
Achso kleines Edit hinterher, die Messungen hier sind ohne NFB. Der Amp schaltet das im Disortion Kanal über RYFBa weg (Relais).
Da ist ein Fehler im Schaltplan - der Spitzfindige sieht den. Aber es ist sichergstellt, dass das NFB aus ist!
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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Showitevent am 18.06.2026 22:53 »
Das muss ich morgen nochmal in Ruhe checken. So wie es aussah, waren die absolut okay. Aber ich hatte die einzeln gemessen, nicht simultan, das sollte ich nachholen.
Ich hänge morgen auch einfach mal einen Brot und Butter AT dran. Der Amp hat knapp 460 Volt B+ und sollte locker auf 50 Watt kommen damit.

PI und Loop Röhre wurden selbstverständlich auch schon getauscht, bzw. auch gemessen mit Hickock 500, da ist der Fehler nicht zu finden.

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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Helmholtz am 18.06.2026 22:49 »
Wie sehen denn die Gittersignale ohne NFB bei Vollaussteuerung mit 8 Ohm-Last aus?
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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Showitevent am 18.06.2026 22:36 »
Moin, ja, anbei der Schaltplan, der AÜ ist original!

Der Schaltplan ist nicht 100 % Konsistent, aber die relevanten Teile inkl. PI passen. Selbstverständlich habe ich vom Send den Kondensator vom Kathodenfolger abgelötet, um einfach auszuschließen, dass der die Wellenform so zerhackt.

Ich muss mich auch nochmal korrigieren, ich komme auch bei Fehlanpassung 16 Ohm an 8 Ohm Ausgang nicht auf 55 Watt sondern 26 Watt. Falschen Wert abgelesen, gerade nochmal 3fach gecheckt.

8-4 (8 Ohm Last an 16 Ohm Ausgang)
8-8 (8 Ohm Last an 8 Ohm Ausgang)
16-8 (16 Ohm Last an 8 Ohm Ausgang)

Auffällig ist, dass sich die Übernahmeverzerrung nach oben verschiebt, die liegt nicht im Center, das sollte trotz Fehlanpassung trotzdem der Fall sein.

Edit: Per. VRms ist ziemlich genau das, was auch dem mit Multimeter gemessenem RMS Wert entspricht.
Und die Messung hier ist bei 600 HZ, ich habe das ein wenig durch gesweept um zu schauen, ob das Frequenzabhängig ist. Macht keinen Unterscheid ob 600 oder 1KHz.
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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Helmholtz am 18.06.2026 22:12 »
Gibt es einen Schaltplan?
Ist das vielleicht einer dieser Klasse B Amps mit Kathodensteuerung, hoher Ub und niedriger Schirmgitterspannung?
Ist der AÜ original?

Ansonsten kann ich nur bestätigen, dass Raa = 4.4k die optimale Primärimpedanz für 2x 6L6/5881 mit Ub zwischen 400V und  500V ist.
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Tech-Talk Mesa Boogie / Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Showitevent am 18.06.2026 21:59 »
Moin zusammen,

ich bräuchte mal eure Hilfe bzw. ein zweites Hirn, weil mich der Amp gerade ziemlich beschäftigt. Bei Mesa/Boogie stolpert man je nach Revision ja durchaus über Eigenheiten, die man bei anderen Amps so nicht unbedingt erwarten würde – und gerade stehe ich etwas auf dem Schlauch.

Es geht um einen Single Rectifer 50 - Series 2, der ursprünglich gar nicht zum Service bei mir war. Es stand nur im Raum, ob ich ihn kaufen soll. Was mir beim Testen aber sofort aufgefallen ist: Der Amp war im Bassbereich sehr flubby, also ziemlich „flat tire“ so, wie man es wohl auch von einigen Dual- und Triple-Rectifiern kennt.

Inzwischen steht er hier auf der Werkbank.

Mit neuen Röhren, konkret Mesa Green 6L6GC, bringt der Amp bei Einspeisung in den Loop gerade einmal brauchbare 21-25 Watt. Daraufhin habe ich den Bias gemessen: Der Amp läuft gerade mal bei knapp 33 % Verlustleistung.

Ich habe testweise den Fixed Bias aufgelöst und den Amp erst einmal in Richtung 60 % gebracht. An der Wellenform des Outputs hat das allerdings rein gar nichts geändert.

Dann habe ich den Ausgangsübertrager an einem Referenzwiderstand vermessen und komme auf folgende Werte:

8 Ohm → ca. 4400 Ohm Raa
8 Ohm → ca. 1100 Ohm Ra

Das sah für mich erst einmal völlig plausibel aus.

Was mich allerdings stutzig macht: Der Amp clippt auf der unteren Halbwelle schon bei recht geringer Leistung. Scope-Bilder reiche ich noch nach.

Interessant ist außerdem, dass der Amp mit 5881-Röhren im Bottom End deutlich besser klingt. Der Bass wirkt viel aufgeräumter und folgt dem eigentlichen Anschlag wesentlich besser.

Jetzt ist es folgendermaßen: Ich habe meine 16-Ohm-Referenzlast testweise an den 8-Ohm-Ausgang gehängt, mit 5881-Endstufenröhren. Damit komme ich bei recht gut aussehender Wellenform, abgesehen von leichter Übernahmeverzerrung, auf ca. 55 Watt. Das passt deutlich besser zu den nominellen 50 Watt.

Mit 8 Ohm am 4-Ohm-Ausgang komme ich allerdings nur auf knapp 36 Watt.

Irgendetwas passt hier also nicht. Egal welchen 50-Watter ich als Referenz vermesse: Bei korrekter Anpassung komme ich normalerweise immer ziemlich sauber auf die angegebene Leistung.

Hat jemand von euch eine Idee, wo hier der Hase im Pfeffer liegt? Ist so ein Verhalten bei bestimmten Boogie-Revisionen bekannt? Eigentlich ist eine Impedanz Messung per LCR-Meter für mich immer verlässlich gewesen.
Danke euch schon mal!
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