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Mini-Amp mit Dirks Printtrafo - ECC83/EF80

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doctormolotov:
Tag zusammen,

ich bin grade dabei, mit Dirks Printtrafo für Preamps nen Mini-Amp aufzubauen - ich wollt mal wissen, wie "klein" es geht.

http://www.tube-town.net/ttstore/Transformatoren/Netztrafos/Sonstige/TT-Netztransformator-EI-230-200-6-3-7-VA::2358.html

Der Aufbau ist simpel - zwei Triodenstufen aus der ECC83 und die EF80 als SE Endstufe.
Bei der EF80 bin ich gelandet, weil sie nur 300mA Heizung braucht, und sich mit dem verfügbaren Strom aus dem Printtrafo sinnvoll ausreizen läßt - das Datenblatt nennt Kenndaten von Ia = 10mA und Ig2 = 2,6mA bei Ua = 200V. Also wenn man mit der EF80 auf ca. 12mA gesamt kommt, jat man noch je 1 mA für die Trioden und noch nen kleinen Schnapper Luft nach oben...
Die Pentode einer ECL80 hatte ich auch schon in der Endstufe, aber die muß man dann für ihre Verhältnisse sehr kalt fahren.  Würd aber auch gehn. An ne self splitting Push Pull mit der ECC82 hatte ich auch schon gedacht. Aber nu erstmal mit der EF80.

Ein erster Prototyp mit ELA-Trafo hat schon angenehme Zimmerlautstärke und nen brauchbaren warmen Clean- und Crunch-Sound geliefert. Und nach dem Test an ner 1x12er Box hat sich der Nachbar über (ok, er is da sensibel) "freundlich für die Beschallung bedankt"...

Der Prototyp hat leider zum Wuppern geneigt.. lag wahrscheinlich mit an den zu kleinen Netzteil-Caps (10uF, is korrigiert), und sicher mit an dem Drahtverhau im Prototyp. Ein Neuaufbau in nem geeigneten Chassis ist also angesagt. Und Feintuning  am Sound muß dann auch noch. Aber das kann jetzt dann auch noch ein paar Tage dauern. Tonsteak-Tests inklusive, das Thema is bisher ja sehr vegetarisch gehalten in meinem Entwurf.

Als Gehäuse soll ein ausgedienter Ratschenkasten dienen, schön 5cm hoch mit Klappdeckel und Schnappverschluß ;). Daher der Projektname "Wrench".
Spräche denn was dagegen, alles in den Kasten reinzunehmen? Der Netztrafo kommt sowieso nach innen, weil Print und auf Platine. Die Röhren wären innen auf nem Blechwinkel montiert auch sicherer.. Abwärmeprobleme erwarte ich keine bei 4W Heizleistung. Das Netzteil könnte man, wenns sein muß, auch mit nem Blech vom Rest abschirmen. Klingt das so sinnvoll?

Anbei ist der Schaltplan - Fallen Euch irgendwelche groben Schnitzer auf? Vorschläge?
(Die Pinnummern der EF80 stimmen nicht, und g3 ist nicht intern mit der Kathode verbunden - aber das ist ja auch erstmal "nur" der Schaltplan und noch nicht das Layout.)

Beste Grüße

Bernhard

sev:
Hey Bernhard,
ähnlicher Versuche hab ich mit dem Trafo bzw. der V-Pump, ner JJ ECC832 und dem kleinen 3,5W Reverbtrafo als mini-Aktivbox auch mal angefangen, bin aber aus Zeitmangel nicht mehr weiter gekommen. Bin gespannt was bei dir rauskommt. ^^
 :topjob:
Grüße
Stefan

Laurent:
Moin Bernhard,

Cooles Ding!! Die Idee ist klasse.  :topjob:
Das Einzige was mir auffällt ist, dass der Trafo leicht unterdimensioniert ist. Wenn du schon 13mA DC aus dem Trafo brauchst, der aber maximal 15mA AC liefern kann, wird's mit Brückengleichrichtung zum Problem. Rechne mal ein 1,5 Faktor drauf. Das heißt, dass im Ruhezustand, dass der Trafo bereits über der Grenze liegt. Er wird warm und die Spannung wird senken. Es wird aber funktionieren. Ob's gesund ist, ist was anderes  :angel:
Ich hänge mal das Blatt von Hammond mal bei. Da sind die Daten zwischen AC und DC drin.

Vom Schaltplan her sieht das gut aus. Ich würde vielleicht noch ein zusätzlicher Kap nach R12 für den Schirmgitter spendieren, da R12 mit 4k7 recht groß dimensioniert ist und damit zusätzliche Siebung gegeben wird. Ist aber nicht notwendig.

Gruß,
Laurent

sev:
Hi Bernhard,
noch ne Idee dazu:
Schau dir mal die Tone-Regelung beim VHT Special 6 an, ist nur ein Kondensator mehr am Tone-Poti, bringt aber einiges an Flexibilität.
Plan hier: http://www.tube-town.de/ttforum/index.php/topic,18486.0.html
Grüße
Stefan

doctormolotov:
Hallo Stefan und Laurent!

Danke für Euer Feedack!

@Laurent: Der Trafo ist wirklich sehr knapp bemessen, das stimmt. Danke für das angehängte Blatt! Das heißt für mich dann, daß ich mit den Strömen runtergehen muß. In dem Hammond-Blatt heißts sogar was von nem Faktor 1,6 (1/0,62)... Aber ich kann die EF80 ja ein wenig kälter fahren und evtl. an den Trioden noch tunen. Es soll jedenfalls mit diesem Trafo gehen, einen größeren möcht ich erst beim nächsten Projekt wieder ;). Mir gehts nicht um maximale Leistung, sondern um das Verwenden von vorhandenem Trafo und vorhandenen Röhren.
Einen Unterschied zwischen Ruhestrom und "Betriebs"-Strom gibts bei Klasse A SE nicht, oder? Meines Wissens brauchen nur Push Pull Amps eine Stromreserve zum Aussteuern.
Mit ner Siebdrossel im Netzteil scheint sich die "Stromausbeute" nach dem Hammond-Datenblatt von Dir ja zu erhöhen.. Also das mit dem Netzteil muß ich mir nochmal genauer ansehn auf jeden Fall. Auch genauer, als das auf der Übersicht steht..

@Stefan: Danke für den Tip! Die Princeton-Tonestack-Architektur werd ich auf jeden Fall mal testen! Ich denke an maximal 2 Tone-Potis, da gibts ja einige Möglichkeiten:

http://amps.zugster.net/articles/tone-stacks

Und - bitte nicht hauen - das hier wollte ich, mit angepaßter Impedanz, auch mal testen. Entstammt nicht der hohen Schule des Röhrenverstärkerbaus, aber in Pedalen taugts sehr. Also warum nicht mal testen..

http://www.muzique.com/lab/tone3.htm

Die 3-Poti-Regelungen, und eigentlich auch schon das Baxandall, sind glaub ich ein wenig übers Ziel hinaus bei so ner kleinen Quakkiste.

Gruß Bernhard

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