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Röhren-Tremolo Effekt standalone
sjhusting:
So weit ich sehen kann, ist die Vox trotz allem am Schluss immer noch ein bias-vary Trem (Vox Fanatikern dürfen mich angreifen). Fender brown tremolo splittet die signal (hi/Lo) und variert die amplitude die 2 Signalen gegenseitig - dH, wenn die Tiefe am lautesten sind, sind die Höhen am leisesten und umgekehrt. Das produziert ein tremolo das jeder andere weit überlegen ist. (Außer richtige vibrato, vielleicht). Meine Erfahrung aber muss man vorsichtig damit umgehen - es füllt ein riesige Sonic Platz, und kann in bandgefuege untergehen. Ich würde es zb nicht unbedingt in ein Hammond-Band einsetzen.
Es klingt aber soooooooo geil. Wenn du ein Trem-Freak bist, willst du es grundsätzlich IMMER haben, ob es passt oder nicht. Es ist wie heroin. Du kannst nicht genug kriegen.
Steven
iefes:
Danke für die weiteren Rückmeldungen. Ja, das harmonic trem ist wohl echt die beste Variante. Aber eben auch am aufwendigsten.
Könnt ihr mir zu meiner oben angegebenen Schaltung konkret ein paar Rückmeldungen geben? Würde das so funktionieren oder übersehe ich irgendwas?
Steven, wie würdest du denn den Oszillator mit Transistoren aufbauen? Mit den LND150 scheint die Kurve, laut LTSpice, nicht ganz so schön abgerundet zu sein, wie mit der ECC83. Hast du dazu eine Idee? Wie könnte man das verbessern?
Danke euch vielmals! Wenn ich heute Abend dazu komme, zeichne ich schnell mal einen Entwurf für eine harmonic Version von meinem Vorhaben.
sjhusting:
Nein, wie gesagt, ich bin mit Silizium völlig unfähig; sonst hätte ich es längst getan.
iefes:
So, hab das harmonic trem mal in Spice gezeichnet und es scheint soweit zu funktionieren. Habe den Source-R vom Oszillator LND150 auf 1k5 verringert und dann werden auch die Peaks schön abgerundet. So könnte es also gehen :-)
Außerdem habe ich mir vorgestellt einen JFET Boost hinter den Eingang des Effekts zu setzen und evtl einen Gain-Regler dahinter zu packen, um ein bisschen Drive in der Röhre erzeugen zu können. Das Signal wird dann am Ende mit einem JFET Source Follower zum Ausgang geschickt. Da muss ich dann nur schauen, wie ich den Pegel anpassen muss, damit ich den JFET am Ausgang nicht überfahre. Dafür ist im Schaltplan gerade der Spannungsteiler R39/R40.
Ich werde noch etwas am Oszillator herumspielen und schauen, wie ich eine größere Bandbreite an Frequenzen herausbekommen kann. Mal sehen.
Zwei Fragen dann aber noch:
1) Im Schaltplan wird nach je einem 10M und einem 4M Poti für Intensity und Rate verlangt. Wo bekomme ich denn bitte solche Werte? Ich hatte vor einiger Zeit schon Schwierigkeiten ein 2M Poti für ein Delay zu finden. Kann man da auch andere Werte nehmen? Für Rate könnte man ein Stereo-Poti verwenden und zwei Wiederstände im Netzwerk gleichzeitig regeln, aber für das 10M Poti bin ich ratlos. Habe in der Simulation bemerkt, dass die Oszillatorkurve "schief" wird, wenn ich hier kleinere Werte verwende.
2) Es wäre super, wenn man mittels Schalter auch ein "normales" Tremolo auswählen könnte. Dafür könnte man doch beispielsweise das Linke Ende von C11 und C13 statt auf Source des Kathodyn auch auf Drain packen. Dann wären die Kurven in Phase. Allerdings gibt es da einen nicht unbeachtlichen Spannungsunterschied. Wie löse ich das am besten ohne laute Knallgeräusche oder Schlimmeres zu bekommen?
3) Meint ihr, die Spannungsversorgung packt den Bedarf an Strom?
Danke und Grüße!
Yves
iefes:
Für Frage 2 habe ich eine andere Lösung gefunden, von der ich erwarte, dass sie besser funktionieren sollte. Ich trenne einfach die Verbindung von C10 zu Masse und schalte gleichzeitig das Grid von U2 bzw. von der oberen Triode auf Masse. Damit wird das Signal nur noch über U3 verstärkt und dann auch nur dort moduliert. Die Lösung ist vergleichbar mit der Art wie es im Cardinal Tremolo von Jon Patton gemacht wird (Effektpedal).
Für die "großen" Potis habe ich allerdings noch keine Idee, da würde ich mich über ein paar Vorschläge sehr freuen.
Grüße!
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