Falls deine Endröhren nicht "ungefähr" den gleichen Ruhestrom ziehen, dann funktioniert die "Kompensation" des Rest-Sägezahns auf der B+ über den Übertrager nicht perfekt... Folge - Brumm aus der Endstufe mit 100Hz. Wie groß ist der "Rest-Sägezahn" am Mittelabgriff des Übertragers?
Du könntest entweder jeweils einen 1-Öhmer zwischen die Kathoden der Endröhren und dem KAthodenwiderstand einlöten und jeweils den Kathodenstrom pro Röhre dort indirekt messen, oder den Ruhestrom der jeweiligen Seite über Spannungsabfall am Übertrager ermitteln. U-Mitte auf Anode im Verhältnis zum Gleichstromwiderstand der jeweiligen Wicklung.
Von einem Amperemeter würde ich abraten. Und bitte am mindestens Übertrager mit Klemmhaken arbeiten...
Vielleicht gibt es ja eine Verteilung der Endröhren be der der Brumm minimal wird. Ein gematchtes Quartett ist aber "eigentlich" die optimale Lösung
Grüße
Jochen
So ich hab endlich mal wieder die Zeit gefunden mich an den Verstärker zu setzen. Ich habe jetzt meinen Tastkopf an den Mittenabgriff des Ausgangstrafos gehangen und messe einen Sägezahn von 40V Spitze Spitze (würde das als verdammt hoch intepretieren, hab aber keine Ahnung davon). Die steigende Flanke dauert 4ms und die sinkende Flanke dauert 6ms.
Ich muss leider richtig doof fragen, woher kommt der Sägezahn? Sollte nicht eigentlich im Ruhezustand durch alle Röhren im "gematchten" fall der gleiche Ruhestrom fließen und sich somit komplett ausgleichen und wenn die Röhren doch nicht angeglichen sind ein Sinus auftauchen? Ich verstehe nicht woher diese geraden Flanken herkommen.
Aktuell habe ich ja nur den gemeinsamen Kathodenwiderstand (50Ohm) mit parallel Elko (47uF). Reicht es zwischen Kathode und dem gemeinsamen Widerstand ein Poti zusetzen um mal zu schauen wann sich der Sägezahn reduziert oder ein Poti an jede Kathode und direkt auf Masse mit jeweils parallel Elko pro Röhre?
Oder ist das evtl sogar der ganz falsche Weg und ich muss eher alle Röhren ziehen und dann eine nach der anderen auf den richtigen Ruhrestrom einstellen? Hierbei würde ich aber vermuten, dass die andere Belastung des Trafos evtl. das Ergebnis verfälscht durch fehlen der gegenläufigen Magnetfelder
Ich meine damals ein gematchtes Quartett bei TT bestellt zu haben aber im Bestellschein steht davon keine explizite Beschreibung.
Ich habe übrigens jetzt die Heizspannung auf ca. 85V angehoben über einen 120k Ohm Vorwiderstand und einem 47kOhm Widerstand. Parallel zum 47k Ohm ist ein 220uF 100V Elko.
Hmm eine Ggentaktendstufe ist eigentlich ziemlich unempfindlich fuer Brumm auf Ub. Ebenso ist das Symmetrieren der Heizspannung nicht so kritisch wie in der Vorstufe.
Aber 100Hz, das muss vom Netzteil kommen. Wie sauber ist denn die Gitterspannung (an g2)?
Die Gitterspannung G² sieht auf dem Oszilloskop sehr sauber aus.
Moin,
hast Du im Bastelraum Neonbeleuchtung?
Ja wir haben komplette Raumausleuchtung im Büro mit Neonröhren
Wirklich 100Hz?
Hallo,
ich will hier nochmal dein Bild vom Oszi aufgreifen.
Du schreibst dazu:
Das gibt, nach meinen Berechnungen, 40Hz - mit etwas Toleranz und Ablesefehler komme ich da eher auf 50Hz, wofür auch der relativ saubere Sinus spricht. Prüf das erst nochmal bevor du einem Phantom nachjagst.
Gruß mike
Tut mir leid, ich habe total den Stuss geschrieben, es waren 5 Kästchen bei 2ms also 100Hz
Moin,
mich würden ja die kleinen Lötleisten mit den blauen Widerständen so dicht am Kupfer nervös machen...
Gruß,
Volka
Die Lötleiste sitzt auf dickem Gummi doppelseitigem 3M Klebeband und alle Klebeflächen wurde vorher aufgeraut und entfettet. Das ganze ist sehr gut fixiert. Trotzdem Danke für die Hinweis
Hallo,
Bei mir streut die kleine Lötstation sehr stark ein. Da bin ich auch nicht sofort drauf gekommen.
René
Das Brummen ist hörbar da auch, wenn ich alle Geräte drumherum abschalte. Wenn ich nach allen Tipps das Problem nicht loswerde, werde ich den ganzen Aufbau mal irgendwo testen wo keine Störer in der Umgebung und auch nicht auf den Leitungen sind. Ich glaube aber nicht, dass das das Problem ist.
@Apicalis
Mal was ganz Anderes, wie ich sehe hast Du die Roederstein MKT 1813 verbaut. Gab es dafür einen besonderen Grund?
In diesen neuen Vox AC30HW60 werden die nämlich ebenfalls verwendet.
LG
Peter
Gibt keinen besonderen Grund außer, dass sie mir mehrfach empfohlen wurden und mir die Optik auch gefällt.
Hallo Martin!
Erstmal herzlichen Glückwunsch zu deinem Amp. der Sieht wirklich gut aus. Ich mag die Kupferplatte.
Spontan würde ich Volka zustimmen. Ich würd versuchen, die Lötleisten der Netzteilfiltersektion einmal etwas weiter vom Board weg zu bringen.
Gruß
Nigel
Danke für das Feedback. Wenn alle Stricke reißen, werde ich auch das mal probieren. Aktuell tippe ich eher auf einen groben Schnitzer den ich irgendwo gemacht hab. Natürlich bin ich mir aber bewusst, dass Röhren durch ihre Steuerung über das elektrische Feld natürlich wie MOSFETs anfällig sind für Störeinstrahlung. Aber ich würde eigentlich davon ausgehen, dass diese Störungen verschwinden sobald ich die Eingänge glatt auf Masse ziehe. Wenn ich das mache bleibt die Brummspannung immer noch bestehen, daher würde ich immer mir auf die Differenz der Röhren tippen.