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Pre-Pi-Master vs. Post-Pi-Master
Dirk:
Bei einem Pre-PI-Master findet die Einwirkung auf den PI statt, bei einem Post-PI-Master auf die Endröhren. Der Post-PI-M sollte theoretisch deutlich unkritischer sein, da dieser nichts anderes als einen Spannungsteiler ist. Mit dem Master vor dem PI besteht hingegen die Gefahr den PI zu übersteuern, was auch nicht schön klingt.
Ich bin auf weitere Meinungen gespannt.
Gruß, Dirk
cca88:
--- Zitat von: MichaelH am 2.02.2020 20:16 ---Ich fand das damals vom Sound her irgendwie unmusikalisch und unnatürlich. Die PI Übersteuerung ist - meiner Meinung nach (und meinen Tinitus geschädigten Ohren) - in höheren Gainbereichen an sich schon etwas gewöhnungsbedürftig und neigt auch schnell dazu "fuzzig" zu klingen. Also ich meine damit, das ist eine ganz bestimmte Art der Übersteuerung die nur bis zu einer gewissen Grenze "klingt". Und das dann auch sehr speziell. In Verbindung mit dem 2203, was ja auch nicht unbedingt ein HiGain Monster ist war das einfach zu arg und schlecht kontrollierbar (Btw, ich finde aber auch kaskadierte Vorstufen nicht so prall) Das ist nun mal Geschmackssache. Dazu finde ich im Gegensatz zu Haebbes Schrieb, dass es zum Beispiel in einem 1959/1987, die auch eine gegengekoppelte Endstufe besitzen, trotz der Auswirkungen mit dem Presence eine gute Variante zur "Zähmung". Schon einige nach dem Larry Prinzip verbaut und einwandfrei vom Handling. Die Amps haben ja sowieso genug Höhen ...
Ich hab das damals auch mit verschiedenen Röhrentypen (ECC 81/82/83) und Fabrikaten (auch NOS) probiert. Mit feststellbaren Unterschieden aber nicht so dass es Gefallen hat.
Grüße
Michael
--- Ende Zitat ---
Hallo Michael,
deinen Eindruck bzgl. LarMar und 1987 möcht ich ebenfalls nochmal bestätigen...
Volle Praxistauglichkeit dieser Monster inklusive Wohnzimmerbetrieb - trotz Gegenkopplung. Und wenn man den Amp in seiner vollen Pracht braucht - einfach voll aufdrehen O0
Grüße
Jochen
Mr. Lime:
Die Bootstrapped MV am PI könnte man auch noch erwähnen. Ist zwar ein Pre-PIMV, benötigt für den LTPI dennoch ein Stereopoti, bei Cathodyne reicht ein einfacher Volume.
Hab ich derzeit in einem Express drinnen und bin recht zufrieden, da voll aufgedreht praktisch nicht vorhanden. Ob es wirklich dem "besten" MV entspricht, wie Kevin O'Connor es nennt, kann ich aber nicht sagen..
headcrash:
Auch wenn ich mit quasi keiner Erfahrung aufwarten kann: ich hab neulich irgendwo was gesehen/gelesen, wo jemand (ein Forum-Teilnehmer? Ein HErsteller?... ich weiß es nicht mehr...), ein PPIMV mit einem Presence Steller kombiniert hat. Müsste dann ein Drei- oder Mehrfach Poti gewesen sein. ODer irgendwas custom-made. Das wäre sicherlich ne Idee, die Presence Geschichte in den Griff zu kriegen.
Ansonsten fände ich z.B. ein Konzept wie den MArshall Vintage Modern interessant, wenn man ihn laut spielen kann/darf (dort werkelt bekanntermaßen auch ein PPIMV). Wenn die dem Amp ein Channel Volume Pre-PI spendiert hätten, für den High Dynamic Modus (zugeschaltete Gainstufe), dann wäre er sinnvoll nutzbar. Dem würde dann aber auch die Presence Geschichte fehlen, wenn man ihn recht leise spielen muss.
Vermutlich deutlich besser funktionieren diese Power Scaling Geschichten. Wenn man die richtig machen will, muss man es aber wohl so machen wie im Marshall AFD und YJM, wo dann über µC B+ , Bias und mittels Stereopoti (so vermute ich) gleichzeitig Regelgröße für den µC und die GK geregelt bzw. nachgeführt werden. Ist natürlich für uns Bastler nicht so ohne weiteres realisierbar.
Ok, ich bin abgeschweift... sorry.
cca88:
--- Zitat von: headcrash am 6.02.2020 15:37 ---Auch wenn ich mit quasi keiner Erfahrung aufwarten kann: ich hab neulich irgendwo was gesehen/gelesen, wo jemand (ein Forum-Teilnehmer? Ein HErsteller?... ich weiß es nicht mehr...), ein PPIMV mit einem Presence Steller kombiniert hat. Müsste dann ein Drei- oder Mehrfach Poti gewesen sein. ODer irgendwas custom-made. Das wäre sicherlich ne Idee, die Presence Geschichte in den Griff zu kriegen.
Ansonsten fände ich z.B. ein Konzept wie den MArshall Vintage Modern interessant, wenn man ihn laut spielen kann/darf (dort werkelt bekanntermaßen auch ein PPIMV). Wenn die dem Amp ein Channel Volume Pre-PI spendiert hätten, für den High Dynamic Modus (zugeschaltete Gainstufe), dann wäre er sinnvoll nutzbar. Dem würde dann aber auch die Presence Geschichte fehlen, wenn man ihn recht leise spielen muss.
Vermutlich deutlich besser funktionieren diese Power Scaling Geschichten. Wenn man die richtig machen will, muss man es aber wohl so machen wie im Marshall AFD und YJM, wo dann über µC B+ , Bias und mittels Stereopoti (so vermute ich) gleichzeitig Regelgröße für den µC und die GK geregelt bzw. nachgeführt werden. Ist natürlich für uns Bastler nicht so ohne weiteres realisierbar.
Ok, ich bin abgeschweift... sorry.
--- Ende Zitat ---
ich gestehe es - das Thema Einschränkung der Funktion der Gegenkopplung in Verbindung mit dem PPiMV läßt mich persönlich total kalt...
Ich weiß, daß ich vom Presence da nichts mehr erwarten darf. Ich genieße aber trotzdem, daß mein alter JMP im Wohnzimmer spielbar ist...
Und wenn er zubeißen soll, dann dreh ich einfach auf ;D
Grüße
Jochen
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