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Selbstbau Captor-X Verständnisfrage
Showitevent:
Ich pin das mal kommendarlos an. Da muss ich erstmal drüber nachdenken.
Showitevent:
Also ... Ja das ist schon reaktiv, ohne Zweifel.
Wenn man sich anschaut, was ab 200 Hz passiert könnte man das so hinnehmen, ab 2 bis 20 K wird eh geshaped ohne Ende.
Die Frage ist, wie sich die fehlende Resonanzfrequenz des echten Lautsprechers nun auf den Amp auswirkt - wenn es dort also keinen Damping Einbruch gibt bei 70 Hz. Dort ist bekanntlich die Leistung größer und somit auch der Einfluss auf die ganze Maschinerie.
Ich gehe mal davon aus, dass im Falle von IR's der Content der Resonanz und dem Presence bereich dazu gerechnet wird. Jetzt stellt sich nur die Frage wie das mit 3rd party IR's von statten gehen soll. Es erklärt aber auch, warum der Captor in meinen Ohren immer gescooped klingt. Ich fahre alle IR's quasi mit Voicing auf fast Linksanschlag um das zu kompensieren.
Stahlröhre:
Hallo, dass die verschiedenen Produkte von TwoNotes nur unzureichend einen wirklichen Impedanzverlauf modellieren ist kein Geheimnis.
Es wird lediglich eine Art U-Kurve simuliert, nicht aber die Resonanzspitze im Bassbereich. Wer eine "korrekte" Last haben will muss entweder die Suhr Reactive Load, die Fryette PS/PL oder eine Fractal X-Load kaufen. Die Pläne für eine TwoNotes Live Load und die Suhr Reactive Load habe ich angehängt (bei der Suhr stimmen die Spulenwerte wahrscheinlich nicht).
Die fehlende Resonanzspitze wird sich umso mehr auf den Klang auswirken je höher der Ausgangswiderstand des Verstärkers ist. Bei klassischen Röhrengitarrenverstärkern ist dieser auch mit Gegenkopplung vergleichsweise hoch. Bei Verstärkern ohne Gegenkopplung in der Endstufe (AC30, Mesa Rectifier) ist der Ausgangswiderstand so hoch, dass sie den Lautsprecher eher wie eine Konstantstromquelle treiben. Auch darf man hier eventuell vorhandene Presence und Resonance Steller nicht vergessen, da sie in bestimmten Frequenzbereichen mitunter den Ausgangswiderstand massiv erhöhen.
Von Dämpfung zu sprechen ist nicht wirklich treffend, da selbst mit einem idealen Verstärker (Ri=0Ohm) immernoch der Spulenwiderstand des Lautsprecher vorhanden ist. Bei einem 8Ohm Lautsprecher und einem angenommenen Spulenwiderstand von 6Ohm kommst du auf einen Dämpfungsfaktor von maximal 1,33.
Es geht eher um die Leistungsanpassung zwischen Verstärker und Lautsprecher. Bei sehr hohem Ausgangswiderstand der Endstufe maximiert sich die Leistung in den Bereichen, wo auch die Impedanz des Lautsprechers ansteigt. Dadurch bekommst du eine zunehmende Anhebung in den Höhen und eben auch einen starken Bassboost rund um die Resonanzfrequenz der Box herum.
Wenn also die Resonanzspitze der Last nur unzureichend nachgebildet wird fehlt dir dann insbesondere dieser Bassboost. Ob TwoNotes das nachträglich herein rechnet kann ich dir nicht sagen, ich denke jedoch eher nicht. Denn sonst könnten sie ja auch gleich nur einen einfachen Lastwiderstand verbauen.
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