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Standby - wohin ist am Besten?

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Hannes:
Hallo!

Egal wohin Du den Standbyschalter packst, es werden immer einige hunder Volt über ihm anliegen, sobald er geöffnet ist. Ich würde ihn an einer Stelle platzieren, an der er Wechselspannung schaltet, dann hast Du keine Probleme mit eventuell stehen bleibenden Abreißfunken.

Fender hat den Standby-Schalter hinter die erster Filterkondensatorbank gelötet und der hält dort ewig, also scheint's mit dem Wechselstrom nicht so wichtig zu sein...

Grüße,
Hannes

Joachim:
Hi!


--- Zitat ---Fender hat den Standby-Schalter hinter die erster Filterkondensatorbank gelötet und der hält dort ewig, also scheint's mit dem Wechselstrom nicht so wichtig zu sein...
--- Ende Zitat ---

Fender hat den Schalter wohl aus wirtschaftlichen Gründen dort plaziert, weil die Gleichspannung im Gegensatz zur Wechselspannung einpolig abgeschaltet werden kann (damit kann ein billigerer Schalter verwendet werden). Damit aber der Ladestrom der Elkos den Schalter nicht überlastet, wurde der Schalter nach den ersten Elkos plaziert. Bei dieser Lösung besteht aber die Gefahr, dass diese Elkos nicht entladen werden und der Servicetechniker oder Ampbastler erstmal für eine korrekte Entladung sorgen muß (oder, falls er es vergisst, Gefahr läuft, einen elektrischen Schlag zu bekommen).

Neben dem von Hannes erwähnten Abreißfunken, gibt es noch einen Grund für die wechselspannungseitige Abschaltung: schaltet man wechselspannungseitig in den Standby, bleibt der komplette Gleichstromzweig des Netzteils unter Last an den Röhren, wodurch die Elkos von den Röhren leergesaugt werden.

Ansonsten schließ ich mich noch Stephans Ausführungen an ;D

Gruß,
Joachim

Hostettler:
Hallo ihr alle

Was war eigentlich damals der Grund weshalb die meisten Hersteller eine Standby-Schalter bei Instrumenten-Röhrenverstärker eingebaut hatten?
Meiner Ansicht nach wollten die Hersteller dem Besitzer damit die Möglichkeit bieten, in längeren Spielpausen den Amp quasi "abzuschalten " um den Energieverbrauch zu drosseln und die Röhren zu schonen, aber damit auch den nächsten "Spieleinsatz" sekundenschnell zu gewährleisten.

Meine Erfahrung mit Standby-Schaltern: Wenn denn einer benötigt wird, dann kommt er an die Stelle der Kathoden. Vorteil: weil dort nur keine Ströme und niedrige Spannung zu schalten sind.

Grüsse aus der Schweiz

hoschi

HenningK:
Hi,

gutes Thema finde ich! Habe auch schon gegrübelt weil kaum einer der erhältlichen Schalter für hohe Gleichspannungen zugelassen ist. Die oft empfohlenen Apem Typen sind mit 30VDC angegeben. Ich wüsste nicht was man als langzeitstabile und zugelassene Lösung im DC eigentlich verbauen sollte. Wie die US Hersteller Ihre DC Abschaltungen durch die UL Prüfung kriegen ist mir ein Rätsel.

Vor Relais im DC möchte ich aus eigener Erfahrung nur warnen. Das wird nicht lange halten bzw. zu unkontrollierbaren Übergangswiderständen führen! (es sei denn man gibt Unsummen aus.)
Eigentlich soll man doch erst heizen und dann die Anodenspannung zuschalten, angeblich verlängert das die Röhrenlebensdauer. Im HiFi Bereich gibt es doch jede Menge Entwürfe mit automatisch verzögerter Anodenspannungzuschaltung.

Ist das 'n Mythos? Weiß jemand mehr über Hintergründe und Theorie dazu? Wenn das mit der Lebensdauer stimmt würde sich eine kleine Verzögerungsschaltung ja evt. lohnen können.

Andere Frage: Im Kathodenzweig werden einfach die Kathodenwiderstände von der Masse getrennt? Ich habe kein Schaltungsbeispiel. Und was is'n dann mit den Vorröhren? Die sollen munter weiter laufen  ???

Ciao,

Henning

Hostettler:
Hi HenningK

Soviel ich weiss, hat ein Engl Amp das Standby mit Massentrennung der Endstufenröhren.
Zu deiner Frage mit den Vorstufenröhren: Wieso munter weiterlaufen? Sie sind zwar in Betrieb da hast du recht, aber ich nehme an, wenn du den Standby drinne hast spielst du doch auch nicht mehr oder?
Zudem haben die Vorstufenröhren einen minimalen Energieverbrauch (Heizung und Anodenspannung). Das ein Laut im Lautsprecher zu vernehmen ist, verhindert ja das "Muting" der Endstufe.

Gruss aus der Schweiz

hoschi

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