Tube-Town Forum
Technik => Tech-Talk Design & Konzepte => Thema gestartet von: Nils H. am 27.05.2009 14:11
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Hallo Forum!
Da ich aus diesem Forum eine Menge Wissen und Tipps in Sachen Grundlagen gezogen habe, dachte ich, es wäre nett, hier mal vorzustellen, worin das Ganze münden soll. Im Klartext: Mein erster "eigener" Verstärker. Basis des Amps soll ein Blackface Fender sein, da es aber kein Nachbau wird, stelle ich es mal hier vorund nicht im Fender-Forum.
Zur Vorgeschichte: Vergangene Weihnachten habe ich einen Madamp A15 gebaut. Das Projekt verlief erfolgreich (unter anderem lebe ich noch ;D ), und ich denke ich habe 'ne Menge dabei gelernt und viel Spaß gehabt; der Amp als solcher hat mich aber weniger glücklich gemacht - war einfach nicht mein Ding, zu mulmig und zu wenig Wumms. Gegenüber meinem Blues Deluxe hat der Amp clean komplett abgestunken, und der Amp war mit untenrum einfach zu schlank. Kurz: Nicht mein Ding 8) .
Jedenfalls, ich verbuche das mal als "Lehrgeld" und versuche, vom mittlerweile wieder zerlegten Madamp möglichst viel weiterzuverwenden - wird aber wohl nur auf das Chassis, das Topteil-Gehäuse, Vorstufenröhren und Klöterkram wie Potis und Buchsen et al. herauslaufen.
Das Konzept:
Leitender Maßstab für mein Projekt soll mein guter alter Fender Blues Deluxe sein, der zusammen mit einer geschlossenen mit Jensen bestückten 2x12er wirklich super klingt. Langfristig möchte ihn mehr oder weniger durch ein kompakteres Topteil mit ähnlichen bzw. hoffentlich besseren Klangeigenschaften ersetzen: Ein Einkanaler mit druckvollem Fender-Clean an der Grenze zum Crunch, und mit ordentlicher Lautstärke (Der Madamp war da klanglich nicht weit von entfernt, aber ihm ging mit seinen 2x6V6 dann doch für meine Ansprüche die Luft aus). Basis des Verstärkers soll wie gesagt ein Blackface Princeton sein. Meine Anforderungen und Ideen beim Schaltungsdesign waren:
- Blackface-like Vorstufe mit einer ECC83
- Push-Pull-Endstufe in Class AB mit 2 6L6GC (dafür habe ich noch ein brandneues Paar SED =(C)= die in meinem Fender nicht liefen - BIAS-Einstellbereich zu klein)
- Röhreneinschleifweg mit Impedanzwandler und Aufholstufe
- Röhren-BIAS-Tremolo
- Zwei umschaltbare Volume-Regler ("Volume" und "Boost")
- Im Boost-Mode zugeschalteter Matchless-Master
- Das Ganze im knackigen Topteil-Format zusammen mit meiner 2x12 Jensen Box
Netzteil
Als Netztrafo habe ich mir den 139VA-Ringkerntrafo ausgesucht. nach Brückengleichrichtung und Siebung bekomme ich damit eine gefühlte HT von 410V, das sollte eigentlich ausreichen. Ub in der Vorstufe liegt nach bisheriger Auslegung des Netzteiles dann so bei 260V.
Unsicher bin ich auch noch, ob ich eine Drossel einbauen soll oder nicht. Ich bin mir nicht ganz sicher, was mir eine Drossel bringt.
Auslegung der Endstufe
Bei der Wahl des Ausgangsübertragers und des Arbeitspunktes der Endstufenröhren bin ich noch nicht 100% sicher. Forschungen im weltweiten Netz und so haben ergeben, das für ein Paar 6L6GC häufig 6.6k als Primärimpedanz empfohlen wird. Ich habe mir erstmal hier im Shop den Hammond 1650HA ausgesucht und dafür mal eine Arbeitspunktbestimmung und Leistungsberechnung gemacht (unter anderem nach dieser (http://www.tube-town.de/ttforum/index.php/topic,9719.msg87136.html#msg87136) Vorgehensweise). Dabei kam nach meiner Rechung etwas um 26W heraus.
Nachdem das doch deutlich weniger ist als bei meinem Fender (~38W bei nur minimal höherer HT von 427V) fand ich heraus, dass dort wohl ein OT mit 4,3k verbaut ist.
Nun ist die Frage, welchen Arbeitspunkt ich wähle. Mit 4,3k käme ja z.B. der 1650NA in Frage, womit ich nach meinem Verständnis ja nochmal knapp 10W mehr heraus bekäme. Auf 10 Watt kommt's nun aber nicht unbedingt an, die Frage ist, was besser klingt.
Einschleifweg
der Einschleifweg soll, im Gegensatz zum Fender, vollständig mit Röhren aufgebaut werden; vorne ein mehr-oder-weniger AC-gekoppelter Standard-Impedanzwandler wie er z.B. bei Valvewizard beschrieben ist, hinterm Return ein Triodensystem als Aufholverstärker mit Volume-Regler. Ich bin mir nicht sicher, ob ich vor dem Send noch einen Spannungsteiler / Send-Regler einplanen muss; vermutlich (einfach mal aus dem Bauch heraus) wird der Pegel hinter der Vorstufe nicht so brüllend hoch sein, dass ich ihn vor dem Send runter holen muss.
"Normal" und "Boost"-Modus
Ich hatte die Idee, die Vorstufe mit zwei statt nur einem Volume-Regler auszustatten, zwischen denen wahlweise umgeschaltet werden kann (per Fuß) und so quasi zwei Lautstärken abgerufen werden können. Gleichzeitig mit Aktivierung des "Boost"-Volume soll auch ein Mastervolume aktiviert werden; diesen Master wollte ich gerne so weit hinten wie möglich plazieren, und so bin ich beim Matchless-Master gelandet. Ob diese Idee praxistauglich und einigermaßen knackfrei funktioniert, weiss ich noch nicht ;D ).
Tremolo
Gibt's nicht viel zu zu sagen. Standard-Fender-Röhren-Oszillator am BIAS.
Vorstufe
Auch hier hab ich nicht viel experimentiert, bis auf o.g. "Boost"-Schaltung und einen Bright-Switch quasi 1:1 aus dem Blackface-Princeton.
Verpackung und Äußeres
Vom Madamp sind, wie gesagt, noch Dinge über, die weiter verwendet werden sollen. Als Chassis kommt ein Hammond 1441-30 Stahlchassis zum Einsatz, an dem ich auch nichts groß mehr verändern muss (bis auf neue Bohrungen für die Trafos und das neue Board, und natürlich neue Beschriftung). Ein Topteilgehäuse passend dazu gibt's auch schon (British Style von TT), da wird also auch nix mehr gebastelt.
Soweit erstmal das Konzept, von der eigentlichen Bauphase bin ich aber noch 'ne ganze Weile weg. Einen Schaltplan gibt's auch schon (siehe Anhang), ober schon so hundertprozentig frei ist, kann ich nicht garantieren.
Das war's erstmal von mir, Kommentare, Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge sind herzlich willkommen!
Gruß
Nils
Edit 18.08.09 - Schaltplan auf aktuellen Stand gebracht
Edit 27.08.09 - Fehler im Schaltplan beseitigt
Edit 02.10.09 - Schaltplan aktualisiert
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Hallo,
zum Einschleifweg; da muss ein Spannungsteiler, besser Poti, vor den Send.
Über ein Volume am Return könnte man streiten, da die meisten FX eh eigene Volumenregler haben, aber am Send ists Pflicht.
Grüße,
Swen
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Hallo,
zum Einschleifweg; da muss ein Spannungsteiler, besser Poti, vor den Send.
Über ein Volume am Return könnte man streiten, da die meisten FX eh eigene Volumenregler haben, aber am Send ists Pflicht.
Grüße,
Swen
Ich wollte den Send-Regler erst weg lassen, weil mein Madamp auch gut ohne funktioniert hat. Allerdings stört er ja auch nicht wirklich, deswegen hab ich der Loop einen spendiert. Ich hab ihn hinter den Kathodenfolger vor den Send plaziert; hat es Vor- oder Nachteile, das Poti vor oder hinter den CF zu schalten? Als einziger Vorteil fürs davor-schalten fällt mir nur ein, dass die Ausgangsimpedanz des Send vom Poti unbeeinflusst bleibt...
Außerdem hab ich den Return Level vor die Aufholstufe verlegt; aber auch da bin ich mir über Vor- und Nachteile nicht sicher, gesehen habe ich in diversen Designs beides.
Ich finde den Return-Level relativ wichtig, schon weil nicht alle meine Geräte, die ich einschleifen will, einen Volume Regler haben.
Gruß
Nils
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hallo nils,
ich habe den schaltplan kurz überflogen, und es scheint der feedback-widerstand vom OT zum PI zu fehlen... ;)
gruss kusi
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hallo nils,
ich habe den schaltplan kurz überflogen, und es scheint der feedback-widerstand vom OT zum PI zu fehlen... ;)
gruss kusi
oh ja, den hab ich doch glatt weggemogelt :-\. Ist ergänzt. Danke!
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Hallo,
ich hab noch nie verstanden wozu man einen Einschleifweg braucht aber wenn, würde ich den Impedanzwandler direkt koppeln. Spart den Kondensator und zwei Widerstände.
Für den Master würde ich den PPIMV bevorzugen. Das Kurzschliessen find ich irgendwie fies....allerdings hab ich so einen Master auch noch nie gehört.
Wozu ist denn eigentlich R31 gedacht ?
Viele Grüsse!
Doas
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Der R31 ist noch aus der Madamp-Schaltung übrig geblieben. Dort soll er angeblich kurzfristigen Leerlauf abfangen und den AÜ schutzen.
Naja, und den Einschleifweg braucht man für alles, was hinter die Vorstufe gehört :). Z.B. Hall macht sich nicht so toll vor dem Amp, und auch mein Rotoshpere macht im Einschleifweg eine wesentlich bessere Figur.
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Hi Nils,
probiere mal die beiden Katodenkondensatoren in den Eingangsstufen mit dem Boost-Relais zuzuschalten.
Also wenn clean sind die nicht dran sondern nur bei boost.
Das bringt echt was.
Gruß,
Georg
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Nach langer Planungsphase habe ich letzte Woche die Teile bei Dirk bestellt, und ich bin gestern im die Bauphase eingetreten.
Los ging es mit den Arbeiten am Chassis. Da ich mit den vorhandenen Sicherungshaltern die HV-Wicklung zweiphasig absichern möchte, musste der Ausschnitt für den Netzstecker mit integrierter Sicherung vergrößert werden. Außerdem mussten neue Montagebohrungen für den Netztrafo, die Boards und die Send- und Return-Potis gesetzt werden.
Heute habe ich dann endlich erfolgreich die Eyelets ins Board gesetzt, so dass ich als nächstes dann mit dem Bestücken der Netzteil- Lötleiste und des Preamp-Eyeletboards beginnen kann.
Bei Gelegenheit poste ich noch mal den aktualisierten Schaltplan, da habe ich noch ein paar Fehler beseitigen müssen, u.a. im BIAS-Tremolo-Kreis, außerdem habe ich noch Freilaufdioden für den AÜ hinzugefügt.
Mehr an dieser Stelle dann demnächst.
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Aus gegebenem Anlass aktualisiere ich hier mal, was sich bisher getan hat. Ich habe den Schaltplan im ersten Beitrag aktualisiert.
Es haben sich ein paar Änderungen ergeben:
- Der Matchless-Master ist zugunsten des PPIMV mit stereo-Poti und 2M2-Sicherheitswiderständen rausgeflogen
- Da's Geld gerade knapp ist, baue ich die Endstufe erstmal mit 2x6V6GT und dem alten Wüsten-AÜ vom Madamp auf, allerdings trotzdem mit ~400V B+
- Nachdem, was ich so ausgerechnet und dem PSU-Designer simuliert habe, bekomme ich durch die relativ niedrige Stromaufnahme der 6V6 im gewählten Arbeitspunkt eine recht hohe Spannung in der Vorstufe (ca 290V). Mal sehen, wie sich das klanglich auswirkt, ich bau trotzdem erstmal nach Plan, eventuell muss ich die Spannung für die Vorstufe aber noch ein wenig runterholen.
Baulich hat sich nicht viel getan, ich habe die NT-Lötleiste bestückt; die sieht aber relativ bäh aus, u.a weil ich eine alte Lötleiste recycled habe. Eventuell baue ich das Netzteil später auf einem Eyletboard nochmal neu auf.
Grüße, Nils
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Hi Nils,
sieht ja ganz interessant aus!
BTW: Hat der C2 einen besonderen Grund für seine Existenz? Nachdem Du geschrieben hattest, dass die Vorstufe BF-mäßig ausfallen soll, vielleicht der Hinweis, dass es den dort nicht gibt und eigentlich auch nicht gebraucht wird, die DC-Abkopplung machen C3 - C5 auch.
Klanglich wird IMO dadurch der Mitten-/ Bassanteil durch die Reihenschaltung C2 mit C4/C5 beeinträchtigt.
Viel Erfolg weiterhin beim Basteln!
Gruß
Stephan
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Hi, ich nehm an, dass Nils keine höhere Spannung an der Frontplatte haben will - versuch ich auch zu vermeiden. Aber vielleicht solltest Du die 22nF umrechnen, so dass Du insgesamt den gleichen Effekt hast!
LG
Kai
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Hallo,
C2 bringt dann etwas, wenn man entweder Kondensatoren mit niedrigerer Spannungsfestigkeit im Tone Stack benutzen will/muss oder wenn eben mal einer undicht wird. Ansonsten ist er m.E. entbehrlich, denn die Kondensatoren im Tone Stack sollten die Gleichspannung vor den Potis abblocken.
@Nils: die Phasenumkehrstufe ist aber nicht Princeton-like. Der Princeton hat einen Kathodyn-PI (auch "split load inverter" genannt). Dein Plan sieht einen Long Tail PI a la Brownface vor. Wird aber mit Sicherheit auch gut klingen! Hat auf jeden Fall mehr Gain so.
Übrigens war das eine gute Idee, den Crossline Master gegen das LarMar PPIMV zu tauschen. Hätte ich auch so empfohlen. Ich habe zwar gerade in meinem Sundown eine Matchless Spitfire Schaltung auch mit dem Crossline Master aufgebaut, nur um zu sehen, wie es original klingen würde. Der fliegt aber ebenso wie in meinem Club Deluxe Clone raus ... sein einziger Vorteil ist, dass er schnell und mit gewöhnlichen Bauteilen einzubauen ist. Für den LarMar braucht man ja die 250kA Doppelpotis, die man im Regelfall ja nicht mit käuflichen Amps geliefert bekommt - mal von gewissen Orangen abgesehen.
Viel Erfolg beim Bau und viel Spaß mit dem fertigen Amp wünscht
Stephan
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Hallo Leute,
erstmal vielen Dank fürs Feedback.
stephan61: Der C2 ist wohl noch von einer früheren Überlegung übrig geblieben, als der Tonestack noch ein Brownface-Tonestack war; da hätte ich dann DC am Treble-Poti gehabt. Hier ist er in der Tat überflüssig und fliegt raus ;D. Danke für den Hinweis.
darkbluemurder: "Princeton" ist der Amp auch maximal bis zur FX-Loop ;). Für die PI und Endstufe habe ich mich an den üblichen Fender-6L6-Amps (Super Reverb etc.) orientiert. Ich hoffe, es wird gut klingen :guitar: - wenn er mal fertig ist. Aufbau geht mangels Zeit nur sehr langsam bis gar nicht voran.
Grüße
Nils
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Ich hoffe, es wird gut klingen :guitar: - wenn er mal fertig ist. Aufbau geht mangels Zeit nur sehr langsam bis gar nicht voran.
Grüße
Nils
Hallo Nils,
da bist Du nicht der Einzige - schau nur, wie lange ich an meinem Liverpool bis zur Fertigstellung gearbeitet habe. Meine Guyatone Conversion ist auch noch nicht fertig. Aber - Kopf hoch und dranbleiben - die Teile laufen ja zum Glück nicht weg.
Viele Grüße
Stephan
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jo, weglaufen tun die Teile nich... aber bei mir in der Wohnung sieht's aus wie in 'ner E-Werkstatt, in der einer Amok gelaufen ist ;D
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. . . bei mir in der Wohnung sieht's aus wie in 'ner E-Werkstatt, in der einer Amok gelaufen ist ;D
Sehr gute Formulierung ! Hoffentlich hast Du nichts dagegen, wenn ich die so übernehme ? :)
Gruss Hilmar
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Hallo zusammen,
so sieht es bei mir immer aus! ;D
Gruß
Häbbe
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Hallo liebe Mitleser.
Im Moment habe ich nicht wirklich Lust zu löten, aber ich habe heute mal ein wenig mit LTSpice rumgespielt. Ich hab meinen Schaltplan bis vor den PI mal simuliert und dabei festgestellt, dass ich bei hohen Signalpegeln (also wenn das Volumenpoti weit aufgerissen ist) rund um die Aufholstufe (V2B) VIEEEEL zu viel Dampf bekomme. So wie's aussieht muss ich den Pegel irgendwo ziemlich runterholen, damit der Send und vor allem der Return Regler einen vernünftigen Regelweg haben (und nicht nur die unteren 0,5%) und ich nicht mit zuviel Pegel in den PI reinknalle - ich weiss nur noch nicht genau, wo. Die ganzen verschiedenen Pegelangaben finde ich noch recht verwirrend.
Im Moment denke ich, ich sollte jeweils vor Send- und Return-Poti einen Widerstand in Serie (nach rumspielen im Spice sehen 470k und 1M ganz gut aus) und eventuell hinter C13 noch einen weiteren Spannungsteiler einfügen. Mir fehlen die Erfahrungswerte hierfür, schätze ich muss es wohl ausprobieren.
Gruß, Nils
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Hallo liebe Mitleser,
Ein kurzes Status-Update von mir. Es geht nur sehr langsam voran, aber ein wenig hat sich doch getan.
Mittlerweile ist die NT-Lötleiste fertig, die Heizung ist verlegt und die Primärseite vom Kaltgerätestecker bis zum Trafo ist angeschlossen.
Als nächstes werde ich dann das NT anschließen und testen, und dann muss ich endlich das Eyeletboard bestücken.
Grüße, Nils
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Hallo Leute,
ich war heute fleißig und habe endlich das Mainboard bestückt und auch endlich mal ein paar Fotos gemacht (leider nur mit der Handykamera).
Außerdem habe ich das Netzteil angeschlossen und getestet. Im Leerlauf habe ich am Netztrafo vorm Gleichrichter 330V gemessen (nominell 300V), das ist doch mehr als das, womit ich bei der Auslegung gerechnet habe. Laut PSU Designer liegen (wenn ich 6V6 verwende) die Spannungen deutlich höher (440V AÜ / 434V Screen / 290V Vorstufe). Das ist (zumindest was G2 angeht) doch schon recht nahe am Limit, das muss ich wohl alles noch mal durchrechnen. Mit 6L6 liegen die Spannungen wegen des höheren Ruhestromes dann doch deutlich niedriger, aber das muss warten, bis ich einen anderen AÜ kaufen kann.
Beim Testen des Netzteiles ist mir dann noch aufgefallen, dass mein Netztschalter (beleuchteter Kippschalter ) kaputt ist - dachte ich. Der Schalter trennte zwar die Kontakte noch, aber die Beleuchtung ging an, sobald ich den Stecker in die Steckdose stecke. Ärgerlich, dachte ich, da muss Ersatz her - zum Glück doch nicht, ich hatte ihn nur falsch angeschlossen. Merke: Netzleitung an die äußeren Kontakte. Wieder was gelernt.
Zum Abschluss noch ein paar Bilder vom Rohaufbau (noch ohne neue Beschriftung) und dem bestückten Board.
Gruß, Nils
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Hallo liebe Mitleser,
die gute Nachricht: Im Prinzip bin ich fertig. Im Prinzip deshalb, weil ich erstens darauf warte, dass der Paketdienst meinen neuen Übertrager (http://www.tube-town.de/ttforum/index.php/topic,11060.0.html) liefert, und zweitens ich den PPIMV noch nicht eingebaut habe - das verschiebe ich auf später.
Da ich jetzt erstmal zum nichtstun verurteilt bin, habe ich mal was fürs Auge getan: Die Frontplatte temporär beschriftet (in schön passiert das später nochmal), Potiknöpfe angebracht und den Amp ins Headshell eingebaut. Einen Namen hat der Kleine auch bekommen: Ich werde ihn "Duke Deluxe" nennen.
Also, hier die Fotos, wie er fertig aussieht.
Gruß, Nils
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Hey, wo krieg ich denn solche Beschrifteten Platten her, denn ich habe auch schon nen Namen für meinen Kleinen ;) ??
mfg ordi
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Moin!
NFB Leitung geschirmt? ???
Zumindest sieht es für mich so aus...
EDITH: Apropos geschirmte Leitung: Bei wenig Gain kann man auch testweise mal die Eingangsleitung ungeschirmt ausführen. Vielleicht noch weiter in der Gehäusekante langführen. Es liefert oft tolle Höhen/Präsenzen/Schimmern/Glitzern. Allerdings ist es auch ein Test, ob solche Höhen durch den Amp kommen... :devil:
Ansonsten sieht der Amp fein aus ;-) (Mist, erst loben, dann Kritik...)
Ciao
Martin
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Moin,
Hey, wo krieg ich denn solche Beschrifteten Platten her, denn ich habe auch schon nen Namen für meinen Kleinen ;) ??
mfg ordi
Die "Platten" sind selbst gemacht. Auf Photopapier ausgedruckt und von beiden Seiten mit selbstklebender Folie beklebt, quasi laminiert. Ist aber nur temporär, weil a) recht blass (Tintenstrahler) und b) Faceplateaus zwei Teilen, weil mein Drucker kein A2 kann ;) und c) wahrscheinlich nicht besondes lichtbeständig. Langfristig werd ich die entweder bei Schaeffer machen lassen, oder meine Vorlage auf dünnem Karton im Copyshop ausdrucken lassen und dann wieder laminieren.
Moin!
NFB Leitung geschirmt? ???
Zumindest sieht es für mich so aus...
EDITH: Apropos geschirmte Leitung: Bei wenig Gain kann man auch testweise mal die Eingangsleitung ungeschirmt ausführen. Vielleicht noch weiter in der Gehäusekante langführen. Es liefert oft tolle Höhen/Präsenzen/Schimmern/Glitzern. Allerdings ist es auch ein Test, ob solche Höhen durch den Amp kommen... :devil:
Ansonsten sieht der Amp fein aus ;-) (Mist, erst loben, dann Kritik...)
Ciao
Martin
Mit anderen Worte, Du meinst, ich sollte diese beiden Leitungen rausschmeissen ;D. Danke für den Hinweis. Wass passiert bei geschirmter NFB? Ich meine mal hier (?) irgendwo gelesen zu haben, schirmen der NFB ist OK, solange man den Schirm AÜ-seitig anschließt.
Gruß, Nils
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Hi Nils!
Geschirmte NFB Leitung bedeutet, dass die Höhen statt dem neg. Feedback zu dienen über Masse abwandern. Presence ist quasi ziemlich weit offen. Bei Amps mit wenig Feedback wie dem Princeton macht es weniger aus. Bei Higain kann es leichter schwingen.
Bei dem Kabel schätze ich mal 100-150 pF/m; damit hast Du 20-50 pF zur Masse hin.
Ein Princeton rauscht eigentlich wenig, Du hättest vielleicht überdurchschnittliches Rauschen und/oder Ätzhöhen.
Vielleicht gefällt Dir der Effekt sogar? Kannst ja probehalber mal die Schirmverbindung zu AÜ trennen. Ich verwende übrigens in einem Amp sowas Ähnliches. NFB-Leitungen gehen ja auch öfter in SE - Amps an einen (Teil-)Rk einer Triodenstufe. Bei mir ist dieser Rk mit einem kleinen C (Folie, <1µF) gebrückt. Die doofen hohen Frequenzen raffen es nicht und rutschen über den C am Rk vorbei. Für mittlere bis hohe Frequenzen isses nix mehr mit NFB :devil:
Da die NFB Leitung auf nem Schalter liegt, kann man dennoch eine Gainreduzierung und größere Stabilität in den Bässen hören.
Mit geschirmtem Eingangskabel wird der Signal-/Rauschabstand etwas besser, es können Präsenzen fehlen. Ich verwende gerne im Amp möglichst wenige geschirmte Leitungen. Als Kabel nehme ich so ne Art Antennenkabel (RG58, Mil-spec, habe ich rumfliegen). Das ist bissi störrisch aber höhenfreundlich ;D
Ciao
Martin
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Danke für die Erklärung. In der Zwischenzeit habe ich die beiden Leitungen gegen ungeschirmte ersetzt.
Gruß
Nils
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Hallo Leute.
Gerade eben war Inbetriebnahme des Amps. Zu allererst die gute Nachricht: Ich lebe noch ;D. Der Amp auch. Und er funktioniert - im Prinzip.
Grob lief es wie folgt: Ich habe vorhin den Amp für fertig erklärt, nachdem ich die letzten Lötpunkte gesetzt hatte (Freilaufdioden, 3x 1N4007 pro Seite). Also als erstes den Arbeitplatz aufgeräumt, dann Röhren rein, Netzkabel rein, Lautsprecher ran, einschalten. BIAS ganz runter gedreht und Heizung gemessen: 6,3V.
Als nächstes Standby auf off - und höre ein tickern und pulsieren. Kurz am Speed regler gedreht - arrrgh, Tremolo funktioniert nicht. Also Amp wieder aus, Tremoloröhre raus, Amp wieder an, BIAS eingestellt, alles gut.
Naja, nicht ganz alles. Er brummt. zuerst habe ich befürchtet, dass der OT zu entweder zu nah an den Endröhren oder an V1 sitzt - es geht eng zu auf dem Chassis. War's aber nicht, das Brummproblem entsteht in der Loop. Solange nicht sowohl Send- als auch Return-Regler volle Pulle auf sind, brummt's. Wenn ich beide Regler voll aufreisse - nicht gerade die bevorzugte Einstellung, dann hätte ich sie auch weglassen können - ist Totenstille - Fast. Es gesellt sich ein vernehmbares Rauschen sowie ein "Tickern" zum Sound. Das Tickern ist aber sehr rhytmisch und regelmäßig, scheint also irgendwas in meiner Wohnung zu sein, vielleicht das schnurlose DECT-Telefon oder der WLAN-Router oder sowas (beides nicht weiter als 1,20m vom offenen Amp entfernt). Irgendwas streut da ein.
Ansonsten: Das perlt, würde Dittsche sagen. Soweit ich das in meiner kleinen Wohnung bei zugestopftem Volume-Regler sagen kann: Perliger Cleansound vom Feinsten! Sehr rund und ausgewogen, klar und durchsichtig. Die Kiste hat Treble bis zum Abwinken, den Bright-Switch hätte ich mir also sparen können. Insgesamt bin ich SEHR zufrieden und sehr stolz, dass mein Erstlingswerk (den Madamp als Bausatz zähle ich jetzt mal nicht mit) auf Anhieb (bis auf kleine Schwächen) sehr angenehme Töne macht. Bright- und Normal/Boost-Switch sind natürlich - wie konnte es anders sein - falsch rum verdrahtet, also up-side-down ;D. Ist beim Boost/Normal eher unangenehm, weil am Schalter direkt ein PCB mit Relais etc. sitzt, das ist rattig wieder auszubauen. Ich werd's wahrscheinlich so lassen und die Beschriftung umdrehen, später wird das eh nur noch fußgeschaltet
To-Do:
- Send- und Return-Level brummen
- Tremolo geht nicht / macht nur seltsame Geräusche
- Minischalter sind falsch rum
Joa, das war's. Jemand 'ne Idee, was das Problem mit der Loop und dem Tremolo sein kann?
Viele Grüße, Nils
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Versuch mal, ob das Tremolo mit etwas kälter eingestelltem Bias läuft - dachte bei meinem Princeton Reverb-Klon erst auch, dass es nicht funktioniert, als ich den Amp "vorschriftsmäßig" bei 70% gebiased hatte - etwas kälter eingestellt funzt es aber tadellos...
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hmm das glaube ich eher nicht. Das Tremolo hat von Anfang an gesponnen, als ich den Amp zum ersten mal vom Standby genommen habe. Zu diesem Zeitpunkt war die Gittervorspannung auf maximal negativen Wert eingestellt.
Am Wochenende leihe ich mir ein Oszi aus, dann sehen wir genaueres. Sieht aber so aus, als müsste ich den Tremolokreis von dort, wo er jetzt ist, auf jeden Fall wegverlegen - der Oszillator scheint volle Möhre in die Koppel-C zum PI zu streuen.
Gruß, Nils
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Hallo!
Gestern hatte der kleine sein "Jungfernfahrt". habe den Amp gestern im Proberaum das erste Mal richtig aufgedreht, und was soll ich sagen: Goil ;D! Bei dezenter Lautstärker schön clean und durchsichtig, perlig und glänzend. Wenn man ihn dann ein bißchen mehr kitzelt, fängt er schön an zu schmatzen, und bei noch mehr Gas kann er sogar richtig rocken - dann ist es allerdings schon recht laut, auch mit meiner relativ schwachen Jensen-Box.
Danach habe ich den Amp an mein Rack rangehängt. Musste feststellen, dass die Loop natürlich nicht so funktionieren kann - 1M Send ist einfach zu viel :devil:. Gestern abend also flux das Poti ausgetauscht, jetzt arbeitet die Loop auch perfekt.
Heute habe ich die Leistung gemessen, bei 1 kHz liefert der Amp ~40W, bevor er anfängt zu clippen. Und obwohl die Endröhren relativ unsymmetrisch laufen (ca. 10 mA Unterschied), waren auf dem Oszilloskop keine Übernahmeverzerrungen zu sehen. So soll's sein!
Ich bin sehr sehr zufrieden mit dem Amp, Montag bekommt er den ersten Praxistest, da nehme ich ihn mit zur Bandprobe.
Jetzt muss ich nur noch das Tremolo zum laufen bekommen...
Grüße
Nils
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Moin!
Nachdem letzte Woche die Probe mehr oder weniger ausgefallen ist, habe ich den Amp heute das erste mal unter Realbedingungen getestet. Vorher hatte ich am Wochenende noch den PPIMV eingebaut.
Die gute Nachricht: Er hat die ganze Probe durchgehalten ;D. Für meine Bandkollegen war's wohl auch kein großer Unterschied zu sonst. Für sich alleine gespielt hat der Amp einen sehr schönen, perligen Cleansound mit drahtigen Bässen und dem nötigen Schmatzen obenrum. Mit der Strat könnte ich stundenlang vor mich her rumnudeln ;D
Die schlechte Nachricht: So richtig zufrieden bin ich trotzdem noch nicht, und ein paar Macken hat er noch. Meiner folgenden "Manöverkritik" schicke ich mal voraus, dass, obwohl bei weitem nicht der heilige Gral in Sachen Sound, mein Blues Deluxe erst mal der Maßstab ist, denn den soll der neue Amp ja langfristig ersetzen.
Und das ist genau der Knackpunkt: Das kann mein Kleiner noch nicht. Sowohl den Fender als auch meinen "Duke" spiele ich über eine relativ große 2x12 mit Jensen C12Q. Während der Fender an dieser Box einen recht runden, satten, durchsetzungsfähigen (wennauch etwas farblosen) Sound liefert, kommt das Topteil doch eher schlank daher. Im Bandgefüge fehlt ihm, wenn's etwas lauter wird (und das wird's gelegentlich - Band ist typische 70er bis 90er Clasic Rock - Pop - Pop Rock Cover Combo), leider etwas das Durchsetzungsvermögen, gerade auch in Sachen Solospiel.
Pedale nimmt er nur eingeschränkt gut an, meine TS-mäßigen Pedale neigen ein wenig arg zum Näseln mit Mumpf, mein Tubeman fürs Brett ist in den Mitten etwas zu schlank, läßt sich aber auch nicht richtig toll mit dessen EQ ausregeln.
In Sachen Pedale gibt's auch noch ein Problem: Wenn man den Amp vorne per Pedal richtig anbläst, scheint er sich manchmal zu "verschlucken". Dann gibt's für eien kurzen Moment ein wenig Matsch, und kurz darauf ist z.B. der Powerchord wieder da.
Ein Paar mal hab ich auch eine recht überdeutliche Kompression gehört, schon fast pumpend - das soll so bestimmt auch nicht sein ;).
Insgesamt bleibt unterm Strich, dass der Fender im Moment, trotz weniger schön texturiertem Sound, der bessere Allrounder ist (dafür aber gerne auch mal zum Matschen neigt und etwas langweiliger klingt). Die Frage ist, was der ausschlaggebende Unterschied ist: Ist es (nur) der andere Tonestack? Ist es die andere Signalkette (V1a mit 100k/1k5/22µ - Volume - V1b mit 100k/1k5/ohne C - TS - V2a mit 10k/1k5/22µ)? Oder sind es die brutal höheren Spannungen in der Vorstufe (370V PI / 320V V1/V2)? Ich will den Amp jetzt nicht zum Blues Deluxe umstricken; aber er soll ähnlich "erwachsen" klingen.
Zum Abschluss bleiben also erstmal folgende 3 Fragen im Raum, bevor ich jetzt ins Bett gehe:
- Wie bringe ich dem Amp mehr Durchsetzungsvermögen und Druck bei? Ist die klangliche Ausrichtung Richtung Blackface vielleicht doch die falsche für einen Allrounder?
- Pumpen und Mulm beim "Anblasen" - Elkos im Netzteil vielleicht zu groß?
- Amp ist insgesamt zu schlank - habe ich irgendwo mit falschem C ausgekoppelt und schneide mir dadurch Tiefmitten / Bässe weg?
Grüße, Nils
P.S. ich häng nochmal den aktuellsten Plan an, so wie ich den Amp aufgebaut habe. Ich hoffe, im Plan sind keine Fehler mehr.
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- Amp ist insgesamt zu schlank - habe ich irgendwo mit falschem C ausgekoppelt und schneide mir dadurch Tiefmitten / Bässe weg?
Was mir auffällt, ist dass du zwischen der ersten Triode und dem Tonestack einen 22n hast, der ja die Cs im tonestack quasi verkleinert. Wenn du dort einen C haben willst, um die HV von anderen Bauteilen fern zu halten, sollte er größer als 100n sein. Dir gehen also schon vor dem Tonestack Bässe verloren.
Was mir außerdem aufgefallen ist, ist, dass die Blackface Fenders einen 1n vor dem PI haben, was wohl all zu heftige Bässe vom PI und Endstufe fern hält.
Ob diese beiden Cs die Lösung deinen Problems sind, kann ich nicht sagen, dazu fehlt mir die Erfahrung, aber es ist weder teuer noch aufwendig, es aus zu probieren.
Gruß Alex
P.S.: Beachte die Anzahl meiner Posts - ich bin auch kein Experte :)
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Hallo Alex,
ups - neee, der C hinter V1a ist nicht mehr drin. Der ist irgendwie noch aus dem ersten Schaltungsentwurf über geblieben - sollte eigentlich nicht mehr im Schaltplan sein, eingebaut hab ich ihn nicht.
Ich hab mir gerade nochmal zwei Blackface-Beispiele angeschaut: Der Princeton geht mit 22n in den PI, der Super Reverb mit 1n. Ich werde den 47n mal verkleinern, vielleicht räumt das den Amp bei hohen Pegeln und hoher "Signaldichte" (das ist jetzt kein Fachbegriff ;D) ein bisschen auf.
Gruß, Nils
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Hallo Nils,
also die Schaltung lässt so ziemlich alles an Bässen und Tiefmitten durch. Das ist bei einem Fender oft zuviel des Guten, und er matscht. Ich würde mal folgendes probieren:
1. PI-Input C von 0,047uf auf 0,022uf.
2. Kathoden-C an der ersten Stufe von 22uf auf 10uf.
Jetzt ist der Amp untenrum noch "schlanker". Das macht aber nichts, weil dadurch die Kompression bei hohen Signalpegeln etwas weniger wird. Zum "Anfetten" des Tons würde ich im Tonestack folgendes versuchen:
1. Treble-C von 250pf auf 330pf, evtl. auch 390pf, 470pf ist wahrscheinlich schon zuviel. Der Trebleregler erfasst damit zusätzlich tiefere Frequenzen.
2. Mitten-C von 0,047uf auf 0,033uf (0,022uf ist wahrscheinlich ebenfalls zuviel). Dadurch werden die unteren Mitten etwas stärker, aber eben nicht in den kraftraubenden Tieffrequenzen, die im Bandgefüge ohnehin besser vom Bass bedient werden sollten.
Der Blues Deluxe hat natürlich eine ganz andere Schaltung (andere Gainstruktur).
Viele Grüße
Stephan
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Hallo Stephan,
danke für die Hinweise. Ich muss also den Amp vorne (erste Stufe) und hinten (vorm PI) etwas verschlanken und den TS modifizieren.
Ich muss mir jetzt halt genau überlegen, was ich will. Für sich klingt der Amp ja toll ;D, und er gibt auch 'nen guten Blues- oder Jazzamp ab. Als Allrounder inner Coverband war's halt nicht so toll... allerdings, bei genauerem Hinsehen würde ich in dem Setting wahrscheinlich auch keinen Princeton et. al. einsetzen 8).
Ich hab mir die Frequenzgänge der Tonestacks noch mal angesehen. Ich denke, mein Problem mit der Durchsetzungsfähigkeit ist das "klassische Blackface-Loch", dass dieser Tonestack bei ~200Hz erzeugt (ich hab das noch mal angehängt, grün=mein Fender, rot=der neue). Für sich und in einer eher schlanken Band ist das super, bei Rock'nRoll :guitar: könnte das zu dünn sein.
Zur Kompression / Pumpen: Ich habe ja, wie gesagt, am Wochenende den Master eingebaut. Dieses "Pumpen" konnte ich auch bei voll aufgerissenem Frontend und zurückgedrehtem Master nicht reproduzieren (dafür hat's schön gezerrt :devil:), erst wenn die Endstufe richtig arbeiten muss, passiert das manchmal. Liege ich mit meiner Vermutung da völlig daneben, wenn ich zu große Cs im Netzteil im Verdacht habe? Ich habe jetzt einfach mal vermutet, dass bei Pegelspitzen die Endröhren die Elkos "leersaugen" und die dann ob der Größe (100µ) zu lange brauchen, um die Spannung wieder zu stabilisieren... Holzweg?
Grüße, Nils
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Hallo Nils,
verstehe ich das richtig, dass die grüne Kurve den Blues Deluxe und die rote Deinen Amp wiedergibt? Dann würde ich es wirklich mal mit den vorgeschlagenen Tonestack-Änderungen versuchen. Dadurch wird das Mittenloch kleiner und rutscht etwas höher. Die Änderungen sind aber noch subtil, d.h. der Ton müsste Dir alleine gespielt immer noch gefallen. Es ist halt schon so, dass die Mitten normalerweise in der Band den richtigen Platz für die Gitarre finden - das hängt aber sehr stark vom Bassisten und den übrigen Mitmusikern ab!
Bei zurückgedrehtem Master wird die Endstufe nicht mehr so hart angefahren. Im Plan hast Du nur sehr kleine Gridstopper vor den Endröhren(470R). Das sowie zu große Koppel-Cs am PI-Ausgang können zur sog. "Blocking-distortion" führen. Das klingt so, als breche der Amp beim Anschlag ein und erhohle sich in der Ausklingphase wieder, alles mit einem leicht furzigen Unterton. Erhöhe die Gridstopper mal auf die traditionellen 1,5k (Fender) oder 2,2k (wie Mesa Boogie Mark) oder 3,3k (wie Dumble) oder 4,7k (Bogner) oder auch 5,6 (Marshall). Bis 10k dürfte sich noch kein hörbarer Unterschied ergeben. Ich habe z.B. 10k in meinem Chieftain Clone, und das Ding ist brillant ohne Ende.
Wenn das nicht hilft, verkleinere mal die Koppel-Cs am PI-Ausgang von 0,1uf auf 0,047uf. Das nimmt Bässe weg und macht den Amp dadurch straffer. Wenn Du das machst, dann lass aber den Koppel-C am PI-Eingang auf 0,047uf, sonst könnte es zu dünn werden. Du könntest natürlich auch die Trainwreck-Werte nehmen: PI-Eingang 0,1uf, PI-Ausgang 0,022uf.
Viel Spaß beim Experimentieren,
Stephan
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verstehe ich das richtig, dass die grüne Kurve den Blues Deluxe und die rote Deinen Amp wiedergibt?
korrekt!
Dann würde ich es wirklich mal mit den vorgeschlagenen Tonestack-Änderungen versuchen. Dadurch wird das Mittenloch kleiner und rutscht etwas höher. Die Änderungen sind aber noch subtil, d.h. der Ton müsste Dir alleine gespielt immer noch gefallen. Es ist halt schon so, dass die Mitten normalerweise in der Band den richtigen Platz für die Gitarre finden - das hängt aber sehr stark vom Bassisten und den übrigen Mitmusikern ab!
äähhh... ja. Aber sag das mal den Mitmusikern ;D.
Bei zurückgedrehtem Master wird die Endstufe nicht mehr so hart angefahren. Im Plan hast Du nur sehr kleine Gridstopper vor den Endröhren(470R). Das sowie zu große Koppel-Cs am PI-Ausgang können zur sog. "Blocking-distortion" führen. Das klingt so, als breche der Amp beim Anschlag ein und erhohle sich in der Ausklingphase wieder, alles mit einem leicht furzigen Unterton.
Schön beschrieben... das trifft's relativ gut. Ist aber ja offensichtlich sehr leicht in den Griff zu bekommen.
Erhöhe die Gridstopper mal auf die traditionellen 1,5k (Fender) oder 2,2k (wie Mesa Boogie Mark) oder 3,3k (wie Dumble) oder 4,7k (Bogner) oder auch 5,6 (Marshall). Bis 10k dürfte sich noch kein hörbarer Unterschied ergeben. Ich habe z.B. 10k in meinem Chieftain Clone, und das Ding ist brillant ohne Ende.
Das werde ich mal tun. Ist mir ehrlich gesagt noch überhaupt nicht aufgefallen, dass die Gridstopper so klein sind. Könnte sich da glatt um einen copy-and-paste-Fehler handeln... Die ändere ich auf jeden Fall mal mindestens auf die klassischen Fender-Werte.
Wenn das nicht hilft, verkleinere mal die Koppel-Cs am PI-Ausgang von 0,1uf auf 0,047uf. Das nimmt Bässe weg und macht den Amp dadurch straffer. Wenn Du das machst, dann lass aber den Koppel-C am PI-Eingang auf 0,047uf, sonst könnte es zu dünn werden. Du könntest natürlich auch die Trainwreck-Werte nehmen: PI-Eingang 0,1uf, PI-Ausgang 0,022uf.
Also, erste Maßnahme werden erstmal die Gridstopper sein. Den Tonestack werde ich wohl auf jeden Fall ändern, auf jeden Fall mal mehrere Varianten ausprobieren. Evtl. probiere ich auch mal den Blues Deluxe-TS aus - Mitten-C auf 33n oder 22n ändern, Bass-Poti vergrößern und den Mitten-R so auf 10k anheben - mangels Platz auf der Frontplatte bau ich vielleicht ein Trimpoti für die Mitten ein. Die stell' ich eh einmal ein und fasse sie nie wieder an 8)
Viel Spaß beim Experimentieren,
Stephan
aaargh.. ich dachte, ich müsste für den optimalen Sound nicht experimentieren 8). Danke fürs Feedback!
Grüße, Nils
P.S. die erste Grafik mit den Tonestacks stimmt nicht so ganz, ich hatte u.a. beim Fender (grün) den Slope-R falsch. Anbei nochmal korrekte Version mit ungefähr den Einstellungen, wie ich meinen Fender fahre (grün) und wie's mit meinem neuen Amp ist (rot). Der Unterschied ist geringer, aber das Loch in der Mitte ist immer noch deutlich zu sehen.
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Hallo ihr beiden!
Folgendes soll deine letzte Aussage, Stephan, bezüglich Trainwreck in keinster Weise schlecht machen, schließlich ist sie 100% richtig.
Aber ich habe vor kurzem bei Aiken auf den Tech Seiten etwas über PIs gelesen:
Dort heißt es, dass grosse Cs am PI Eingang nicht immer umproblematisch sind.
Kannst ja mal nachlesen, Nils, wenns dich interessiert.
Ich hab (schon wieder) zu wenig Erfahrung um die eine oder andere Variante zu empfehlen.
Falls du die Seite noch nicht kennen solltest, googel einfach aiken, den Rest findest du.
Gruß Alex
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Hallo ihr beiden!
Folgendes soll deine letzte Aussage, Stephan, bezüglich Trainwreck in keinster Weise schlecht machen, schließlich ist sie 100% richtig.
Aber ich habe vor kurzem bei Aiken auf den Tech Seiten etwas über PIs gelesen:
Dort heißt es, dass grosse Cs am PI Eingang nicht immer umproblematisch sind.
Kannst ja mal nachlesen, Nils, wenns dich interessiert.
Ich hab (schon wieder) zu wenig Erfahrung um die eine oder andere Variante zu empfehlen.
Falls du die Seite noch nicht kennen solltest, googel einfach aiken, den Rest findest du.
Gruß Alex
Hallo Alex,
Du meinst wahrscheinlich das hier:
A 0.1uF cap should be used on the second input, the grounded grid side for best low frequency balance, and the "standard" 1Meg resistors can be used for the grid bias resistors. Since the effective input impedance will be around 2Meg, the input coupling cap should be no more than around 0.005uF, for a -3dB point of 16Hz. Too high a cap can lead to unwanted "blocking" distortion, but you can probably go up to 0.022uF without too much trouble, depending on the low frequency bandwidth of the circuitry in front of the phase inverter.
Ist natürlich richtig. Mesa Boogie hat in den Mark Amps wesentlich geringere PI Grid Loads (100k + 150k); Splawn macht das ebenso und nimmt am PI Input 0,22uf! Trainwreck ist nicht der einzige mit 0,1uf am PI Input, der Matchless Clubman hat das auch, und beide haben 1M PI Grid Loads. Also ist experimentieren angesagt. Weil Nils erwähnt hat, dass das Phänomen bei weit aufgedrehtem Master passiert, vermute ich, dass das Problem unmittelbar vor den Endröhren auftritt. Deswegen würde ich strategisch so vorgehen:
1. Gridstopper vor den Endröhren erhöhen.
2. PI output caps soweit runtersetzen, bis die Blocking Distortion weg ist.
3. PI input caps soweit heraufsetzen, so dass die Blocking Distortion nicht auftritt.
Nils, wenn ich Dich richtig verstanden habe, wollen wir hier ja möglichst keine Klangveränderung, sondern nur die Blocking Distortion beseitigen. Die Klangveränderung machen wir vorne im Tone Stack. Die Idee mit der Mittenanhebung per Veränderung des Widerstands gegen Masse ist auch gut, sie macht allerdings Treble- und Bassregler weniger effektiv.
Viele Grüße
Stephan
Viele Grüße
Stephan
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Moin!
Ich habe am Wochenende die disktutierten Modifikationen am Amp vorgenommen. Da Probe diese Woche ausfällt, weiss ich noch nicht genau, wie's in Laut ist. Bei Zimmerlautstärke ist es auf jeden Fall schon mal besser. Das einzige "Pedal", das ich zu Hause habe - einen SI-Fuzz-Face-Drahtigel - nimmt der Amp schon mal deutlich besser, auch bei extremen Gain-Einstellungen am FF. Ich habe folgendes geändert:
- Koppel-C zum PI auf 22n
- Gridstopper an den 6L6 korrigiert (1k5)
- Tonestack modifiziert: Mid-R auf 10k, Mid-C auf 22n
- Spannung im Preamp etwas erhöht
Außerdem habe ich mir das Tremolo nochmal vorgenommen - 's geht aber immer noch nicht so richtig. Deutliche Verbesserung brachte schon mal ein neuverlegen der Leitungen zum Tremolo-Kreis, trotzdem koppelt es noch irgendwo ein; einzig bei voll aufgedrehtem Intensity ist es nebengeräuschfrei. Im Moment überlege ich, ob das Tremolo raus fliegt und ich die Röhre für was anderes nutze (Gainstufen?); das werde ich aber wohl noch in einem eigenen Beitrag zur Diskussion stellen.
Zwei Fragen habe ich noch:
1. Ich habe hier eine kleine Drossel aufm Tisch liegen. Werte unbekannt, RDC ungefähr 150 Ohm, Kerngröße knapp 35mm x 45mm x 10mm. Lohnt es sich, die einzubauen, und - wenn überhaupt - was würde sich klanglich / im Verhalten ändern?
2. Der erste R in meiner Siebkette ist ein 680R. Dadurch liegen AÜ-CT und Screenabgriff relativ weit auseinander. Wiederum: Was ändert sich klanglich, wenn ich den R verkleinere und dadurch die Spannung an den Screens steigt?
Dane und Grüße, Nils
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Hallo Leute,
ich hatte gestern mal wieder die Gelegenheit, den Amp auszutesten. Die Bedingungen waren nicht ganz fair, weil meine Strat im Proberaum mittlerweile sehr abgenudelte Saiten hat, trotzdem hier mal mein Eindruck.
Insgesamt hat sich der Amp besser geschlagen als vor zwei Wochen. Das "Furzen" ist, soweit ich sagen kann, weg, allerdings hatte ich nicht die Gelegenheit, den Amp mal bis zum Anschlag aufzudrehen.
Klanglich hat der Amp auch eine viel bessere Figur gemacht, richtig optimal war es aber immer noch nicht. Gefühlt hat der Amp zu wenig Headroom für seine Leistung (sprich er - bzw. vermutlich der PI - cruncht viel zu früh für meinen Geschmack - das macht er dafür sehr kultiviert!), bei viel Verzerrung vorm Amp (H&K Tubeman) wird er ein wenig undeutlich, und ich muss den Bassregler viel zu weit aufdrehen, damit der Amp nicht spindelig dünne klingt; dann klingt er aber zu undifferenziert. Ich hab da die FX Loop im Verdacht, dass mir da irgendwo was flöten geht - ich werde die Loop wohl mal schaltbar machen und sehen, was passiert.
Darüber hinaus werde ich wohl ein Mittenpoti spendieren. Die Mittenpräsenz ist mit dem Wechsel von 6k8 auf 10k besser geworden, stellenweise (vor allem mit viel Pedalzerre) klang es aber schon ein wenig quäkig.
Dem Vergleich mit meinem Fender als "Allrounder" muss der Amp sich immer noch stellen, und den besteht er immer noch nicht. Zum Headroom: Ub liegt im Preamp bei ~310V, von dort werden sowohl die Verstärkerstufen als auch Loop und PI versorgt. Bringt es in Sachen Headroom etwas, wenn ich Preamp und Loop durch ein weiteres Siebglied vom PI abkoppele und am PI nochmal mit der Spannung raufgehe (mein Fender hat an der Stelle ~370V)?
Grüße, Nils
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Hallo Leute!
Ich habe dem Amp jetzt doch eine weiteres Siebglied spendiert und damit den PI von V1 und V2 abgekoppelt und am PI die Spannung noch ein wenig angehoben. Mal sehen, ob das klanglich einen Unterschied macht.
Was mir immer noch Kopfschmerzen bereitet ist der mangelnde "Bassdruck". Mag sein, dass die Saiten meiner Gitarren allesamt schon zu abgenudelt sind... trotzdem: Ich muss ich bei Zimmerlautstärke (und darüber) das Basspoti zu rund 75% aufdrehen, damit der Amp einigermaßen voll klingt, und das kann's nich sein. Ich frage mich, was da falsch läuft; ich habe testweise V2 (die Loop) mal komplett aus dem Signalweg genommen, die ist nicht Schuld.
Ich frage mich, ob es was bringen kann, den Ck an V1B (Aufholstufe nach TS) auf ebenfalls 22µ zu vergrößern; ich hätte gedacht, dass der mit 10µ groß genug sein sollte.
Und auch, wenn ich Voodoo (und die zugehörigen Diskussionen) hasse: Kann die Auswahl der Cs (Mallory 150s) solch einen relativ großen Einfluss haben?
Grüße, Nils
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Was mir immer noch Kopfschmerzen bereitet ist der mangelnde "Bassdruck". Mag sein, dass die Saiten meiner Gitarren allesamt schon zu abgenudelt sind... trotzdem: Ich muss ich bei Zimmerlautstärke (und darüber) das Basspoti zu rund 75% aufdrehen, damit der Amp einigermaßen voll klingt, und das kann's nich sein. Ich frage mich, was da falsch läuft; ich habe testweise V2 (die Loop) mal komplett aus dem Signalweg genommen, die ist nicht Schuld.
Hast du mal bei unterschiedlichen Mastereinstellungen den Bass beobachtet? Wie wirken sich unterschiedliche Presenceeinstellungen auf den Bass aus?
Womit hast du nochmal den Schaltplan gemacht? - Sieht sehr schön aus..
lg
Kai
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Moin!
Erstmal die einfache Antwort: sPlan 6.0 ;D.
Soweit ich mich erinnere, ist das Verhalten des Basspotis relativ unabhängig von Presence und Master. Zum Master: Im letzten Schaltplan ist noch der Matchless-Crossline-Master eingezeichnet, ich hab aber den "LarMar-PPIMV" eingebaut. Ich hänge noch mal einen aktualisierten Plan an.
Gruß, Nils
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Hi, ich meinte nicht die Wechselwirkung mit dem Basspoti. Sondern den Bassresponse bei unterschiedlichen Mastereinstellungen. Mit dem PPIMV wird der Sound mit runtergeregeltem MV dünner, also es sind weniger Bässe da. Und dann wechselwirkt auchnochmal das FB mit dem PPIMV.
Generell ist es doch nicht schlimm, wenn man am EQ drehen muss, die sind doch sowieso alles andere als neutral. Welchen Speaker hast Du?
lg
Kai
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äääh, ja. zuerst denken, dann posten ;D. Also, im Proberaum hatte ich den Master voll auf, zuhause hab ich dran rumgespielt, aber ich höre nicht wirklich eine Veränderung was das Bassspektrum angeht. Master weit runter/Volume weiter auf ist schon etwas dünner als Master voll auf/Volume nur angepustet (Wohnungslautstärke!), aber in ganz anderen Dimensionen.
Im Proberaum habe ich eine relativ großvolumige 2x12 mit Jensen C12Q, zuhause im Moment nur den Speaker im Blues Deluxe-Combo (yuck!). Aber auch an dem sollte der Amp untenrum mehr Druck liefern können.
Ich muss halt doch immer wieder mal den Vergleich mit meinem Fender ziehen, den der neue ja ersetzen soll - wenn ich da die Bässe über 4-5 (von 12) regele, treibt's die Dübel aus der Wand, auch mit dem "Special Design" Speaker.
Grüße, Nils
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Hallo Nils!
Ich bin auch der Meinung, dass, wenn man bei einem Fender style Amp die Bässe auf dreiviertel aufdrehen muss, irgendwo ein Bug sein muss.
Gruß Alex
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Hab grad nochmal über den Schaltplan drübergeschaut (außer NFB).
Da fällt mir nix auf, was Bässe killt.
Könnte es sein, dass du dich beim Einlöten eines R, oder Potis oder Cs um eine Zehnerpotenz vergriffen hast?
Die Fehler, die am schwierigsten zu finden sind, sind die, die man selbst gemacht hat.
Besonders wenn sie sich an Stellen verstecken, an denen man sie nie gesucht hätte.
Gruß Alex
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tja... ich werde am Wochenende mal die Lupe rausholen und nochmal alle Bauteile auf korrekte Wertigkeit überprüfen.
Gruß, Nils
Edit: ich hab's gleich mal gemacht... alle R und C korrekt...
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grummel grummel.... so richtig grün werd' ich mit dem Amp nicht. Das Problem der schlanken Bässe hab ich immer noch nicht gefunden, dafür treten jetzt die ersten Probleme auf. Plötzlich höre ich bei einigen tiefen Tönen (h auf der tiefen E-Saite im 7. und D auf der A-Saite im 5. Bund) so'n tieffrequentes Bruzzeln im Hintergrund - bäh :(. Das Bruzzeln tritt auch auf, wenn ich die Gitarre direkt in den Return stöpsele, und es ist fast komplett weg, wenn ich den Amp (der im Moment nicht im Headshell ist) von der Box runternehme. Den Grund hab ich damit auch schon gefunden, anscheinend ist eine 6l6GC im Eimer, die rasselt dann nämlich ganz ordentlich (mechanisch). Ich hab die Röhre untersucht und dabei festgestellt, dass die "Nase" unten angeknackst ist - bzw. war. Bei meiner Untersuchung ist sie ganz abgebrochen :-\.
Also, erstmal Röhrenwechsel angesagt. Gut, waren keine neuen Röhren, sondern welche, die ich noch liegen hatte, aber trotzdem ärgerlich. Röhrenkoffer ist natürlich im Proberaum, da hab ich noch ein paar SED 6L6GC und zwei paar ältere (~5-8 Jahre) Sovtek 5881/6L6irgendwas (einmal mit Pfennigsockel, einmal mit hohem). Ich gebe mich jetzt mal der Illusion hin, dass mit anderen Endröhren vielleicht auch die Bässe wieder kommen (ja, klar ^-^).
Ich gebe trotzdem icht auf ;D
Grüße, Nils
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Ich gebe trotzdem icht auf ;D
Hallo Nils,
dazu gibt es auch keinen Grund. Erst einmal andere Röhren einsetzen und dann weitersehen.
Viel Erfolg,
Stephan
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Hallo,
bist du denn mittlerweile weiter oder hast du doch die Flinte ins Korn geworfen?
Grüße,
Swen
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Moin,
Die Endröhren hab ich ersetzt, stellte sich aber raus, dass die kein Rasseln oder ähnliches verursacht haben. Die "Störgeräusche" bei tiefen Frequenzen höre ich ausschließlich bei extremen Master-Einstellungen. Auch das Problem mit den fehlenden Bässen ist wohl eher eine Kombination aus klassischer Zimmerlautstärke-Problematik und nicht ganz optimalem Regelweg des Potis. Ich hab den Amp seit Weihnachten nicht mehr gespielt, und hab ihn neulich im Proberaum mal wieder an die Box gehängt und dachte bei mir: Das klingt doch eigentlich sehr amtlich, laut und clean, bis irgendwann der PI anfängt zu zerren!
Zwei Dinge habe ich am Amp geändert: Das Tremolo ist wegen hartnäckigem Nichtfunktionieren rausgeflogen, und ich habe Loop und PI durch ein weiteres Siebglied abgekoppelt. Langfristig baue ich auch irgendwann den Master wieder aus, der ist in dem Amp überflüssig - es sei denn, man steht auf PI-Zerre; ich hab festgestellt: Ich tu's nicht. Die Loop baue ich irgendwann auch nochmal um, die Loop, die ich in meinen D'Lite eingebaut habe, funktioniert deutlich problemloser.
Leider muss ich zugeben, dass ich den Amp zugunsten meiner an Weihnachten gebauten D'Lite-Kopie arg stiefmütterlich behandle. Ich müsste ihn eigentlich öfter mal spielen. Neulich im Proberaum klang er nämlich eigentlich richtig toll.
Da ich konstant von meinem D'Lite begeistert bin, hab ich auch schon überlegt, ihn in die Richtung umzubauen ;D. Erstmal bleibt er aber, wie er ist, die Chancen stehen aber gut, dass das eventuell ein Bastel- und Ausprobieramp wird ;D
Gruß, Nils