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Technik => Tech-Talk Design & Konzepte => Thema gestartet von: KippeKiller am 16.06.2011 16:31

Titel: WSW revival
Beitrag von: KippeKiller am 16.06.2011 16:31
Hallo zusammen,

mir ist da ein alter Verstärker von WSW in den Schoß gefallen welcher nach Zuwendung schreit.
Ich werde mich seiner annehmen habe ich beschlossen.

Erkenntnisse und Ideen werde ich hier Kund tun, soviel schonmal:

- Die Endstufe ist mit zwei EL34 bestückt, allem anschein nach in Ultralinear-Schaltung
- Vorstufe und PI ist mit ECC83 bestückt.
- Das Chassis ist verbogen und muss wohl ersetzt werden.
- Die Lötleisten sind gebrochen und müssen ersetzt werden.

Ich brauche also:

- Neues Chassis
- Eine Entscheidung welche Vorstufe ich dem guten Stück gönne.
- Erkenntnis durch Messung welche Impedanz der AÜ sekundär sehen will, könnte natürlich auch wieder eine 100V Geschichte sein.

Falls jemand Informationen hat oder will bitte melden.
Ich bin dann mal am Schätzeisen  :bier:

Viele Grüße Mathias
Titel: Re:WSW revival
Beitrag von: KippeKiller am 16.06.2011 23:51
Als Nachtrag ein "nicht schön aber einzigartig" Schaltplan auf die schnelle.
Sehr schöne Schaltung finde ich.

Eine Frage drängt sich mir auf:

- kann ich über die Gegenkoplungswiderstände auf die Ohmigkeit (Impedanz) der Sekundärseite des AÜ Rückschlüsse ziehen?

Dann könnte man sich den Aufbau mit Kleinspannung und Übersetzungsverhältnisrechnerei sparen.

Viele Grüße Mathias

Titel: Re:WSW revival
Beitrag von: KippeKiller am 18.06.2011 13:03
Hallo zusammen,

der Messungen erster Teil:

Ich habe mir mal den AÜ zur Brust genommen.
Die Sekündärwicklung wurde mit einem 10K Widerling in Reihe geschaltet und eine Messwechselspannung mit 1KHz angelegt.
Ich habe nun die Amplitude der Messspannung so eingestellt dass über der Sekundärwicklung 0,01VAC abfallen.

Primär ließen sich nun an den Anodenwicklungen 0,25VAC an den Schirmgitterwicklungen 0,1VAC messen.
Daraus ergäbe sich ein Spannungsüberstzungverhältnis von ü=25.

Die Impedanzübersetzung geschieht nun im Quadrat der Spannungsübersetzung ü^2.
Angenommene 4Ohm sekundär ergeben also Raa=2500Ohm primärseitig, 8Ohm ergeben Raa=5000Ohm.

Ich meine diese beiden Werte schon öfter gesehen zu haben.

Von der Kerngröße her gehe ich bei dem AÜ davon aus dass er eher für 25Watt denn für 50Watt ausgelegt war.
Gerade bei diesem Hersteller und der damaligen Zeit wurde geklotzt nicht gekleckert.
Das spräche meiner Einschätzung nach für eine Verwendung bei 2k5 Ohm primärseitig beide Röhren in Klasse A mit Kathodenbias.

Liege ich da mit meinen Einschätzungen im grünen Bereich oder bin ich auf dem Holzweg?

Viele Grüße Mathias
Titel: Re:WSW revival
Beitrag von: es345 (†) am 18.06.2011 14:02
Hallo Mathias,

ok, 2X EL35 Ultralinear Endstufe mit 40% Abgriff und Kathodenbias.  Das deutet auf max 35W hin.

Welche Werte haben die Kathodenwiderstände an der EL34 (zur Bestimmung der Anodenverlustleistung in Ruhe) und wie hoch ist die Anodenspannung?
Ein Hinweis gibt die  Nennspannung der ersten Sieb-Elkos.

Gruß Hans- Georg
Titel: Re:WSW revival
Beitrag von: KippeKiller am 18.06.2011 15:20
Hi,

ja die Kathodenwiderstände hab ich im Plan ja garnicht beschriftet.
An jeder Kathode sind 100 Ohm und 100µF.

Die Elkos sind durchweg 500Volt Typen, also gehe ich mal davon aus dass die Ub bei 450 Volt oder geringer liegt.
Den Netztrafo will ich erst noch entsprechend absichern bevor ich Spannung anlege, den Elkos traue ich nicht mehr die haben Beulen vom Sturz.

Ich freue mir gerade en kleines Loch in den Bauch, die Trafos sind wirklich sehr schöne Teile.
Ich schaue mal ob sich daraus vielleicht etwas in Richtung des Route66 stricken lässt, oder eine kleine Version der Fender oder Sunn UL-Verstärker.

http://www.ampbooks.com/home/amp-technology/ultralinear/

Mal sehen was der Netztrafo dazu sagt.

Viele Grüße Mathias

Titel: Re:WSW revival
Beitrag von: KippeKiller am 19.06.2011 13:44
Hallo,

hier mal die Transformatoren etwas näher betrachtet:

Der Eingangsübertrager:

Ein 1:1 Übertrager, wie im Schaltplan zu sehen ist war er mit 33K || 10K abgeschlossen also gehe davon aus dass er für einen Eingangspegel von 0db und einer Eingangsimpedanz um die 10K ausgelegt ist.
Er war in mindestens 30 Jahre altem Gaffa eingeschlagen, welch ein Spaß  :devil:

(http://www.mediafire.com/imgbnc.php/80a479ae806f38948e51c2f4e87dc1b0aa9f4a1caac678a257a3c5a7458a1e874g.jpg)

Der Netztrafo:

Es handelt sich um einen M102b Kern.

Die Primärwicklung besteht aus zwei in Reihe geschalteten Wicklungen, wahrscheinlich also auch für 115VAC primär geeignet.
-Sekundärwicklung eins ist die Hochspannung.
-Sekundärwicklung zwei ist die Heizung für die Endstufe. (3A mindestens)
-Sekundärwicklung drei die Heizung für die Vorstufe (1,2A mindestens)

(http://www.mediafire.com/imgbnc.php/ffda3f3496d3570daa7fe87b288660e3d05f9adf8c2318e182f4c1c410343a4e4g.jpg)

Der Ausgangsübertrager:

Der Kern ist etwas exotisch, alle Abmessungen entsprechen einem M85a Kern, jedoch ist er 100mm lang.  ???

Primärseitig hat er einem Mittelabgriff, Schirmgitterwicklungen bei 40% und die Anodenwicklungen.
Die Sekundärseite besteht aus mehreren parallel geschalteten Wicklungen die ich noch nicht genauer untersucht habe.

(http://www.mediafire.com/imgbnc.php/b6e6c9bf73453b3f1c483ae021ff5aba33bfc3e12770cea902c110cf784915c14g.jpg)

An einer Stelle am AÜ gibt es minimalen Flugrostbefall, ansonsten haben die guten Stücke die Jahre ohne Spuren überdauert.
Aus den verwendeten Kernen kann man schon ersehen wie deutlich hier überdimensioniert wurde, SAG oder Eisensättigung werd ich hier nicht hören können schätze ich.
Der Eingangsübertrager wird in Kombination mit etwas Sand in einen Booster/Line-Driver gebaut.

Als nächstes werd ich nun den die Hochspannung messen und versuchen herauszufinden was für ein Kern im AÜ befindet.

Viele Grüße Mathias
Titel: Re:WSW revival
Beitrag von: KippeKiller am 21.06.2011 11:13
Und wieder ich,

ich habe mal in die Primärwicklung des Netztrafos 10VAC bei 50Hz eingespeist.
An der HV Wicklung konnte ich 14VAC ablesen, das ergäbe ein Spannungsübersetzungsverhältnis von 1,4.

Angenommene 230VAC primärseitig ergeben so gerechnet etwa 320VAC sekundär, nach Gleichrichtung also um die 450VDC.

Nun kann ich also recht verlässlich abschätzen in welchem Arbeitspunkt die EL34 gelaufen sind.
Die nächste Frage ist also: was mach ich draus?
Was ich an Amps in Ultralinear-Schaltung finde ist mit fixed-Bias in der Endstufe ausgestattet, kennt jemand einen schönen mit Kathodenbias?
Es muss auch nicht zwingend EL34 sein, 6L6 oder KTxx wären auch in Ordnung.

Ich brauch kein High-Gain Monster, ein schöner Clean/Crunch der sich gut mit vorgeschalteten Effekten (Overdrive, Distortion, Delay) verträgt ist das Ziel.
Wenn Namen fallen sollen dann eher 7ender denn (M)Arschall.

Viele Grüße Mathias

Im Anhang mal noch ein Foto des DI-Box/Boosters der als erster Ableger entstanden ist, jede Menge Reste und Fundstücke sind verarbeitet.

(http://www0.mediafire.com/imgbnc.php/052da75912098e562933b7cf1425e95c0dfa30115db63c8afb89b62ca12c37545g.jpg) (http://www.mediafire.com/imageview.php?quickkey=ycog5p276u2zc8a&thumb=4)
Titel: Re:WSW revival
Beitrag von: KippeKiller am 22.06.2011 12:37
Die Endstufe,

also ich tendiere dazu die EL34 gegen ein paar KT77 zu tauschen.
Nun scheinen mir die EL34 in der Originalschaltung mit 100 Ohm an der Kathode doch recht kühl gefahren worden zu sein.
Der Kern des AÜ lässt einiges an Leistungsabgabe her.
-Wie kann ich die Belastbarkeit des Drahtes abschätzen.
-Wäre ein Sprung von 35 Watt auf 45Watt eine große Mehrbelastung für den AÜ?

Im Datenblatt für die KT77 sind ein paar schöne Arbeitspunkte auch für Ultralinearbetrieb aufgeführt.

http://www.hifitubes.nl/weblog/wp-content/genalex-kt77.pdf (http://www.hifitubes.nl/weblog/wp-content/genalex-kt77.pdf)

Ich habe ohnehin nur eine 2x12" Box mit 8 Ohm also hätte ich primär am AÜ auch einen Raa von 5 kOhm, das passte und brächte etwa 40 - 45 Watt laut Datenblatt.

Als Ausgangspegel der Vorstufe brauch ich also mehr als 60 VAC, wenn eine Gegenkopplung mit ins Spiel soll etwas mehr.

Die Vorstufe soll ein simpler Clean-Kanal werden ohne viel Schnickschnak, die ist noch in Arbeit.

Viele Grüße Mathias
Titel: Re:WSW revival
Beitrag von: KippeKiller am 23.06.2011 15:59
Eine kleine Korrektur am Rande:

-da mir 100 Ohm an der Kathode der EL34 etwas nach böhmischem Dorf roch hab ich mal das Messgerät dran gehalten.
Es ist ein 470 Ohm Widerstand, die Beschriftung 100 scheint einen anderen Ursprung zu haben.
Die Endstufe läuft also mit größter Wahrscheinlichkeit in einem Arbeitspunkt bei 430VDC Ub, einem Raa von 5k bei 8 Ohm sekundär, und an der Kathode 470 Ohm und 100 µF.

Selbiger Arbeitspunkt findet sich in gleicher Weise auch im Datenblatt der KT77, mit dem Unterschied dass das Schirmgitter der KT77 etwas robuster erscheint.
Kpt. Maritim hat im VBV-Thema auch von der starken Ähnlichkeit der KT77 und der EL34 geschrieben.
Ich werde die KT77 einsetzen, leider gibt es im Shop nur eine ihrer Art.

Ist das eine echte KT77 oder eine umgelabelte EL34?

Da die Endstufe nun mit all ihren Gegebenheiten bekannt ist mach ich mich an die Vorstufe.
Enden wird die Vorstufe in einem LTPI da ich um die 70VAC brauche um die Endstufe auszusteuern, plus eine Reserve für die Gegenkopplung.
Zu diesem Zwecke und für einen guten Ton bräuchte ich nun aber 3 Vorstufenröhren gegenüber den zweien die im Original verbaut waren, ich hoffe das macht die Heizwicklung mit, ich gehe einfach mal davon aus das 600mA 300mA zusätzlich kein Problem darstellen.
Als Orientierung dient dieser Plan:

http://www.tube-town.de/ttforum/index.php/topic,14555.0.html

Viele Grüße Mathias

Edit: eine ECC83 braucht 300mA für beide Systeme parallel, nicht pro System.
Titel: Re:WSW revival
Beitrag von: KippeKiller am 28.06.2011 08:03
Hi,

aus augenscheinlichem Mangel an Interesse werde ich die Gestaltung des Verstärkers nicht öffentlich weiter führen, Monologe kann ich da auch führen  ;)

Viele Grüße Mathias
Titel: Re:WSW revival
Beitrag von: bea am 28.06.2011 12:22
Och schade, ich habe mit Interesse mitgelesen... nur in diesem Fall halt nichts ernstliches beizutragen.
Titel: Re:WSW revival
Beitrag von: KippeKiller am 28.06.2011 13:32
Ihr dürft bei mir auch gerne sinnfreies beitragen, ich nehms da nicht so genau  ;)
Es sieht nur so merkwürdig aus wenn bei fast 500 Hits 8 von 9 Beiträgen von mir sind.

Gruß Matze
Titel: Re:WSW revival
Beitrag von: Grooverock am 28.06.2011 14:23
Danke für die Blumen!  :)

Freut mich, dass meine bisherige Arbeit welche ich unter großen Anstrengungen abgekupfert und für meinen Geschmack modifiziert habe hier Erwähnung findet!  ;D
Nee, im ernst total klasse! Die Trafos sehen ja aus wie neu!!!
Ich werde in meinem Fred auch bald etwas neues veröffentlichen. Aber das Wetter hindert mich derzeit ein wenig...  ;D
Viel Erfolg damit!
Kim
Titel: Re:WSW revival
Beitrag von: KippeKiller am 29.06.2011 12:57
Hallo wieder,

ich suche mir gerade einen Krampf nach dem Schaltplan von einem der Fender Bassmänner oder Twins mit Ultralinear AÜ.
Gefunden habe ich jeweils die Version mit 135Watt nicht jedoch die 70Watt Version.
Ich will nicht die Endstufe Kopieren da ich glaube dass die Verstärker in Klasse B laufen bei der Leistungsausbeute.
Darüberhinaus haben die Fenders Fixed-Bias, ich will Kathoden-Bias.

Interessant wäre jedoch der PI der 70Watt Version.
Die Vorstufe soll schon genügend Pegel ausspucken um die Endstufe auszureizen, weit übersteuern muss nicht sein es soll jedoch kein Watt verschenkt werden.
Endstufenzerre wird aufgrund des Hifi-Charakters des Ausgangsübertragers ( 30 - 30000 Hz ) ohnehin "besch(n)eiden" klingen.
Etwas komprimieren soll er aber können.

Wie schon erwähnt soll die Vorstufe eine "stripped-down" Variante von Groovetubes HotRod werden.
Es hängt noch an der Dimensionierung des PI dann gehts ans Layout.

Ich werde versuchen mit einem JTM45 Chassis zu arbeiten, dafür gibt es ja mehrere Anbieter.

Viele Grüße Mathias
Titel: Re:WSW revival
Beitrag von: Beano am 29.06.2011 13:09
Hi,

den Bassman 70 Plan gibt es auf schematicheaven.
Der PI ist im Wesentlichen Standard Blackface, aber mit 2x330k an den Gittern und 2x47k an den Anoden.

Grüße,
Mathias
Titel: Re:WSW revival
Beitrag von: KippeKiller am 29.06.2011 13:43
Hi,

dann entspricht der PI dem der 135 Watter.
Allerdings sind die Gitterableitwiderstände vor den 6L6 dann mit 47K und 68K beschaltet, sowohl bei der Endstufe mit 2 x 6L6 als auch bei der mit 4 x 6L6.
Im Grunde genommen hat das doch den gleichen (ähnlichen) Effekt wie die asymmetrische Beschaltung der Anodenwiderstände im PI?

Bei einem Bias von um die -58 Volt laufen die Endröhren wohl recht kalt in Klasse B wenn ich das dem Schaltplan richtig entnehme.
Daraus deute ich im Umkehrschluss dass der PI kräftig was ausspucken muss, und somit meinen Anforderungen gerecht werden könnte.

Rechne ich die Last für jede Phase des PI aus komme ich auf ein Verhältnis von ungefähr 23K zu 27K, also jeweils Anodenwiderstand und Gitterableitwiderstand parallel.
Erscheint es sinnvoll Gitterableitwiderstände und Anodenwiderstände mit einander zu tauschen?
Meiner bescheidenen Logik nach ändert das im Bezug auf die Last nichts, wohl aber im Bezug auf den Ruhearbeitspunkt der jeweiligen Triodenhälfte des PI, da der Gitterableitwiderstand DC-mäßig durch einen Kondensator entkoppelt ist.

Asyymetrische Gitterableitwidrestände in einer Endstufe mit Kathodenbias habe ich noch nicht gesehen daher bin ich mir unschlüssig ob man das machen kann.
Weiss da jemand mehr oder hat eine Idee?

Viele Grüße Mathias
Titel: Re:WSW revival
Beitrag von: KippeKiller am 11.07.2011 10:20
Hallo,

nach reiflicher Überlegung und Studium diverser Röhren-Clips und Videos tendiere ich zu einem Dumble-Clean-Kanal nach einem Plan des ODS '97.
Die Spannungen für die Vorstufe kommen den meines Trafos sehr nahe, die Endstufe bleibt Kathodenbias in Ultralinear (optional umschaltbar auf Triode und Pentode).
Vorteil ist dass ich dafür nur zwei Vorstufenröhren brauche und keine Experimente machen muss.
Besonders Interessant macht ihn für mich die Klangregelung welche ja sehr vielseitig sein soll.
Die Schaltereien lasse ich weg, auch werde ich erstmal kein Mastervolume vorsehen und verspreche mir dadurch einen Gewinn an Dynamik (käme meiner Spielweise entgegen)

Jetzt fehlt es am Chassis, ich hätte gerne etwas vorgebohrtes, jedoch ist bei allen Anbietern die ich finde ein viereckiges Loch für den Netztrafo vorgesehen, welches für meinen NT dann aber zu klein ist.
Die Löcher für die Röhrenfassungen selbst zu stanzen will ich mir sparen wenn möglich, alles was mit der Bohrmaschine geht ist kein Problem. 
Also weitersuchen...

Zu den aymmetrischen Gitterableitwiderständen in der Endstufe habe ich nichts weiter gefunden, beim Dumble ist es mittels der Anodenwiderstände im PI gelöst.

Gruß Matze
Titel: Re:WSW revival
Beitrag von: KippeKiller am 23.07.2011 13:52
Hallo,

nach längerer Suche habe ich nun doch ein vorgefertigtes JTM45 Chassis genommen, es wird wohl hoffentlich die Tage eintreffen.

Im Anhang der Anfang des Layouts, grundsätzlich ist es der Clean-Teil des Dumble ODS auf dem Turret-Board aus dem Shop.
Irgendwie ist noch jede Menge Platz auf dem Board, was soll dort noch hin?

Viele Grüße Mathias
Titel: Re:WSW revival
Beitrag von: Striker52 am 24.07.2011 11:14
Hallo Mathias,
ich lese deinen Thread mit Interesse von Anfang an mit, kann aber leider nichts dazu beitragen. Kannst du mal einen Schaltplan, nach dem du aktuell baust, einstellen? Irgendwie hab ich nämlich keinen wirklichen Überblick mehr, wie jetzt die Vorstufe (nur noch 2 Röhren?) und der PI (da sollen doch 60Volt Signalspannung rauskommen?) aussehen.

Viele Grüße,
Axel
Titel: Re:WSW revival
Beitrag von: KippeKiller am 24.07.2011 11:24
Hi,

den Schaltplan hab ich zur Zeit nur auf Papier hier.
Ich orientiere mich stark an dem angehängten Schaltplan des Dumble ODS '97, allerdings baue ich nur den Cleanen Teil.
Den PI werde ich dann nach Bedarf umstricken sollte er zu wenig Sputz liefern.
Beim Layout versuche ich es so zu halten dass alle Bauteile später gut zugänglich sind da bestimmt noch eine ganze Weile daran getuned werden wird.
Platz für eine Dritte Röhre ist im Chassis und auf dem Board auch noch.

Nun warte ich erst einmal auf das Chassis (danke Beano), dort muss ich dann ersteinmal die Trafos befestigt bekommen.
Im schlimmsten Fall muss ich mit der Feile ran, drückt mir die Daumen.

Viele Grüße Mathias
Titel: Re:WSW revival
Beitrag von: Striker52 am 24.07.2011 12:18
Danke! Dann werd ich den Thread mit Interesse weiter verfolgen und drück dir die Daumen  :bier:
Viele Grüße,
Axel
Titel: Re:WSW revival
Beitrag von: _peter am 24.07.2011 13:00
Hallo Mathias und Dumble-Freunde,

wie verhält sich die oben verlinkte Dumble-Klangregelung eigentlich gegenüber
Fender, Marshall und co? Ich weiß, so was ist mit Worten immer schwer zu
beschreiben, aber gibt's da nennenswerte Unterschiede? Macht die viel am
Dumlbe-Sound aus?

Mit der ungebremsten Stufe vorm Master solltest du doch hinterm PI auf die
benötigte Steuerspannung kommen. Baust du überhaupt ein Master-Poti ein?

Gruß, Peter
Titel: Re:WSW revival
Beitrag von: KippeKiller am 24.07.2011 15:03
Hallo,

was die Klangregelung ausmacht versuche ich hier herauszufinden, genaueres wenn die Kiste läuft.
Ich habe mal ein Master-Volume vorm PI eingeplant, entfernt ist es schnell wieder.
Was den Pegel des PI angeht bin ich auch optimistisch.

Viele Grüße Mathias
Titel: Re:WSW revival
Beitrag von: Dote am 24.07.2011 16:28
Hallo,

die Dumble Klangregelung (je nachdem, von welcher wir sprechen, Copyright Max auf dem Ampgarage Dumble Forum):

3rd generation "pre-classic" tone stack:

Treble: 250K pot / 510pF treble cap
100k slope resistor
Mid: 250K pot / .01 mid cap
Bass: 1M pot / .1 bass cap / .005 soldered between the terminals 2 and 3 of the bass pot / 10K tail


"Skyline" tone stack:

Treble: 250K pot / 326pF treble cap http://ampgarage.com/forum/viewtopic.php?p=28213#28213
150K slope resistor
Mid: 250K pot /.01 mid cap
Bass: 500K pot / .1 bass cap / .001 soldered between terminals 1 and 3 of the bass pot / 10K tail


Transition generation "classic" tone stack:

Treble: 250K pot / 330pF treble cap
100K or 150K slope resistor
Mid: 100K pot / .05 mid cap
Bass: 250K pot /.1 bass cap / no capacitor soldered to the terminals of the bass pot / 1.8K tail


klingt viel differenzierter im Mittenbereich. Bei der 3rd Generation ist der Bassregler eher ein An/Aus Regler. Der Classic Tonestack kommt Fender schon sehr nahe, aber der Mittenbereich ist viel prägnanter. Skyline hat (zusammen mit den verwendeten Anoden/Kathodencombos) einen ausgeprägten Mitten (Hoch-und Tiefmitten) Boost.

Wo die Marshall-Klangregelung einmal eingestellt wird (vor allem die Mitten sind ja sehr eindimensional) hat der Dumble da ganz viele Zwischen"töne". Also alles in Allem eher im Mittenbereich angelegt, nicht "scooped" wie bei Marshall oder Fender.

Der Dumble Bluesmaster ist einem Marshall von der Klangregelung schon sehr nahe. So klingt das dann auch.

Dote
Titel: Re:WSW revival
Beitrag von: _peter am 24.07.2011 23:18
Hallo Dote,

danke für die ausführliche Erklärung.
Dann probiere ich bei meinem aktuellen Bau das Skyline-Stack auch mal aus.
Bin gespannt, was Mathias berichtet...

Gruß, Peter
Titel: Re:WSW revival
Beitrag von: KippeKiller am 26.07.2011 10:16
Hallo,

so ich habe einmal ein Layout für das Board entworfen.
Ich habe versucht:

1.) Leitungswege so kurz wie möglich.
2.) Gleichphasige Signale räumlich voneinander trennen.
3.) Alle Bauteile sollen problemlos mit dem Lötkolben zu erreichen sein, auch wenn das Chassis fertig bebaut ist.

Die Endrohre sind nur angerissen dargestellt.
Die Bauteile sind auch noch nicht beschriftet das wird zu unübersichtlich, bei der Handvoll Teile und dem dazugehörigen Schaltplan sollte es aber für niemanden eine allzu große Hürde sein das Layout zu verstehen, so viel ist ja nicht drin ;D
Das Netzteil wird sehr wahrscheinlich auf Lötleisten aufgebaut, im Grunde genommen sind es ja nur vier Dioden eine Drossel und ein Widerstand sowie zwei Elkos.
Da findet sich bestimmt ein Platz.

Viele Grüße Mathias
Titel: Re: WSW revival
Beitrag von: KippeKiller am 11.08.2011 19:31
Ich warte noch immer auf das Chassis.
Versendet wurde es in Großbrittanien schon vor einer ganzen Weile, bei mir angekommen ist es nie.
Irgendetwas läuft zur Zeit zumindest bei DHL sehr schief, man hört von einer Umstellung bei den Auslieferern und Fahrern auf einen privaten Subunternehmer (meistens in Verbindung mit unflätigen Attributen die ich nicht genauer benennen will)

Gruß Mathias
Titel: Re: WSW revival
Beitrag von: bea am 11.08.2011 21:04
Letzteres habe ich in dieser Form bereits vernommen, als eine Weihnachtssendung über Wochen verschollen war und ich vier mal vergebens im Postamt aufkreuzen durfte. Als ich es dann schlussendlich erhielt, war klar, dass es die ganze Zeit irgendwo in einer Ecke des Postamts rumgammelte. Die Mitarbeiter des Postkonzerns lenkten damit also nur von ihrem eigenen Fehler ab.

Natürlich durfte ich mir auf meine Beschwerde dann auch noch Unverschämtheiten anhören.

Wenn ich es beeinflussen kann, lasse ich daher von einem anderen Unternehmen zustellen, und sei es Hermes.
Titel: Re: WSW revival
Beitrag von: KippeKiller am 27.08.2011 11:01
Hallo,

das Chassis war kurz da, jedoch hat der Paketbote freundlicherweise keine Nachricht hinterlassen somit ist das Chassis nun wieder zurück nach GB geschickt worden, tolle Wurst...

Es dauert also noch

Gruß Mathias
Titel: Re: WSW revival
Beitrag von: Doublecut am 28.08.2011 18:47
Hallo Matthias,
ich hab hier noch ein vorgelochtes JTM45-Chassis rumliegen, weil ich dann wg Ringkern-Trafo doch ein komplett ungelochtes genommen habe. Meines kam glaube ich auch aus England.
Mail mich an, wenn Du es haben willst, ich baue in nächster Zeit garantiert keinen JTM und habe keine Verwendung mehr dafür.
Grüße, Robert
Titel: Re: WSW revival
Beitrag von: KippeKiller am 29.08.2011 13:29
Du hast Post  :)
Titel: Re: WSW revival
Beitrag von: KippeKiller am 6.10.2011 16:32
Hallo,

also ich habe von einem netten Forumsmitglied ein Chassis erhalten und kann nun weitermachen, könnte besser gesagt...
Derzeit bin ich mit Studium und Job ausgelastet und schiebe nur dann und wann ein paar virtuelle Bauteilchen im Layout herum, sobald es etwas aussagekräftiges zu zeigen gibt werde ich das an dieser Stelle natürlich tun.

Viele Grüße Mathias
Titel: Re: WSW revival
Beitrag von: KippeKiller am 27.09.2012 21:26
Hallo,

das Projekt ist nach wie vor im Gange allerdings extrem langsam und auf Basis absoluter Sparpolitik.
Chassis Trafos Sockel und Röhren hab ich, viele andere Teile wandern derweil jedoch in das Projekt "Sound City - Orange Conversion"
Sobald sich was tut werde ich das vermelden, wie es so läuft hab ich mittlerweile auch Laser, CNC-Fräsen, und allerlei schönes Werkzeug an der Hand, es sollte also was schönes bei rumkommen seid gespannt.
Leider muss ich an den tollen Spielzeugen hauptsächlich für andere arbeiten, wie das halt so ist


Gruß Mathias
Titel: Re: WSW revival
Beitrag von: KippeKiller am 3.06.2015 13:49
Immer noch nicht abgeschlossen, aber der Sound City/ Orange ist fast fertig also geht es bald auch hier wieder weiter.
Aktuelles Problem ist immer noch die Montage der Trafos auf dem Marshall Chassis.

Was sind schon vier Jahre  ^-^
Titel: Re: WSW revival
Beitrag von: bea am 3.06.2015 15:13
Dann schau doch mal, wann ich mit dem G-2000 begonnen habe...