Tube-Town Forum
Technik => Tech-Talk Amps => Thema gestartet von: Fody am 14.12.2011 20:34
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Hallo,
Als Gitarrist und Bastler interessier ich mich schon seit vielen Jahren für die gute alte Röhrentechnik. Hab damals zur Schulzeit nen JCM800 als "Seminarkurs" gebaut.
Danach jede Menge Marshalls von Kumpels und Bandkollegen repariert.
Als ich mir dann endlich meinen lang erträumten Engl leisten konnte nahm ich erstmal Abstand von der Löterei. Naja, Motorradfahren und -schrauben nahm plötzlich irgendwie zu viel Zeit in anspruch ;D
Vor kurzem musste ich unser Uralt-Proberaum-Mischpult reparieren und stellte dabei fest, dass mich die meditative Löttherapie komplett vom Alltagsstress befreite. Hat mal wieder richtig Spass gemacht den Abend in Ruhe mit dem Lötkolben in der Hand zu verbringen. Klarer Fall:
Ich brauch n nettes Lötprojekt für den Winter. Aber vorher erstma Theorie auffrischen.
Hab also ein paar Fachbücher rausgekramt und ein wenig gelesen. Um ein bisschen Übung zu bekommen hab ich ein wenig rumgerechnet, etwas in Datenblätter gemalt und mal ne Schaltung gezeichnet. Jetzt die Frage an die "Cracks" hier im Forum:
Würde diese Schaltung funktionieren???
Oder isses nur Mist?
Gruss Casim
Edit: Die aktuelle Version des Schaltplans gibt es hier:
http://www.tube-town.de/ttforum/index.php/topic,15986.0.html
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Hallo Casim!
Ohne die Dimensionierung, Arbeitspunkte usw. überprüft zu haben, würde ich sagen, dass das funkionieren könnte. Hast Du das mit Spice simuliert?
Ich habe neulich eine Endstufe mit ähnlicher Konfiguration mit gutem Erfolg gebaut (siehe Anhang)
Grüße
Matthias
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Hallo,
die Ampeg SVT Endstufen sind auch so,da müssen aber auch ne Menge Endröhren mit ausgesteuert werden.
Und was ist jetzt so toll an dieser umständlichen Schaltung?
Ich nehm mal an,man kann gut niederohmig die Endröhren übersteuern,aber das ist doch in Mischern und Bassamps eh nicht so
die Regel.
tschüß,Thomas
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Hallo,
Danke für die Antworten.
mit Spice hab ich noch nie gearbeitet...Ich schätze bis ich mich in diese Software eingearbeitet hab ist der Winter vorbei... :)
Leider kann ich deinen Anhang nicht öffnen. der Reader mault rum, dass die Datei fehlerhaft wär.
Mal ne allgemeine Frage...Wie kann ich von einer bestehenden Schaltung den Arbeitspunkt bestimmen? Ich meine:
Anodenstrom ist abhängig von Anodenspannung und Gitterspannung
Anodenspannung ist abhängig vom Anodenstrom (Spannungsabfall über Ra)
Gitterspannung ist abhängig vom Anodenstrom (Spannungsabfall über Rk)
Alles dreht sich also um den Anodenstrom.
Woher weiss ich wie gross dieser ist, wenn ich den Arbeitspunkt nicht kenne? ???
@Thomas: Nichts ist so toll an der Schaltung, hat ja auch niemand gesagt...Ich wollt doch nur wissen ob sie funktionieren könnte.
Achso: Würde wohl ehr nen Gitarrenverstärker bauen wollen. Der Mischer geht ja jetzt wieder ;-)
Gruss Casim
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Salü,
Mal ne allgemeine Frage...Wie kann ich von einer bestehenden Schaltung den Arbeitspunkt bestimmen? Ich meine:
[...]
Woher weiss ich wie gross dieser ist, wenn ich den Arbeitspunkt nicht kenne? ???
Kommt darauf an, welche Parameter du kennst. Wenn du die Versorgungsspannung, die Anodenspannung und den Anodenwiderstand kennst, kannst du die Widerstandsgerade ins Ua/Ia-Kennlinienfeld einzeichen. Dann kannst du die Gitterspannung und den Anodenstrom ablesen (-> Schnittpunkt zw. Anodenspannung und Widerstandsgeraden).
mfg sven
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Salü,
Noch en PS:
Theoretisch müsste es auch nur mit der Versorgungsspannung, dem Anodenwiderstand und dem Kathodenwiderstand gehen. Da fällt mir aber auf die Schnelle keine praktische Vorgehensweiße ein.
mfg sven
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Theoretisch müsste es auch nur mit der Versorgungsspannung, dem Anodenwiderstand und dem Kathodenwiderstand gehen.
Genau diese Vorgehensweise wär die Antwort auf meine Frage gewesen.
Das muss doch mathematisch irgendwie lösbar sein...leider war ich nie gut in Mathe.
Gruss Casim
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Salü,
Grad isses mir eingefallen. Du zeichnest die Gerade des Kathodenwiderstands ins Ug1/Ia-Kennlinienfeld (vom Nullursprung aus) ein. Dann zeichnest du die Gerade des Anodenwiderstands ins Ua/Ia-Kennlinienfeld ein (die Gerade muss die x-Achse dann bei Ub schneiden). Dann musst du vergleichen welche Gitterspannungskurve von der Ra-Geraden so geschnitten wird, das der ablesbare Anodenstrom zusammen mit der Gitterspannung einen Punkt auf der Rk-Geraden bildet. Ist so schriftlich en bissel schwer zu erklären, aber des müsste so in hauen. Vielleicht kann einer von den Theoretiker noch was dazu schreiben!?
mfg sven
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Hallo,
na klar! Ich versteh was du meinst! Ich muss in beide Kennlinienfelder gleichzeitig schauen.
Durch Rk und Ra fliesst der gleiche Strom, also kann ich ein Lineal parallel zur X-Achse anlegen und hoch und runter schieben bis ich den Punkt hab an dem auch die Gitterspannungen zueinander passen.
Mathematisch lässt sich das bestimmt auch in Gleichungen fassen und auflösungen. Da aber die Kennlinien alles andere als linear sind wird das sicher schwierig. Vielleicht könnte man es mit statischen Röhrendaten annähern (Durchgriff, Steilheit, etc...) aber das übersteigt meine mathematischen Fähigkeiten um das x-fache. ;)
Bevor wir zu weit vom Thema abdriften...will noch jemand was zu meiner Schaltung sagen?
Gruss Casim
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Meine PDF wurde wohl auf dem Weg beschädigt. Hier nochmal.
BTW: diese "umständliche" Schaltung mit den Kathodenfolgern zwischen dem PI und den Steuergittern der Endröhren verhindert, dass die Spannung am PI in die Knie geht, wenn die Endröhren Gitterstrom ziehen. Sie verhindert also, dass der PI unschön zerrt, wenn die Endstufe ordentlich angeblasen wird. Kann man übrigens auch mit MOS-FETs als Source-Folger machen, wenn's einem davor nicht graust ;) . Klingt mit Bass echt saugut.
Grüße
Matthias
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Salü,
Zwei Bilder sagen mehr als tausend Worte.
Als Beispiel hab ich mal ne ECC83 mit Ra 220k, Rk 2,2k und Ub=300V genommen.
Als erste in die beiden Koordinatensysteme die Widerstandsgeraden eingezeichnet (Rk in das Ug1/Ia-Feld und Ra ins Ua/Ia). Dann testweiße die Ströme im Ua/Ia-Diagramm für ne bestimmte Gittervorspannung abgelesen und mit dem anderen verglichen.
Beispiel:
-0,5V -> abgelesener Strom Ia ca 0,95mA -> Blick ins Ug1/Ia-Diagramm -> -0,5V -> Ia ca 0,25mA -> passt nicht!
-1V -> abgelesener Strom Ia ca 0,8mA -> Blick ins Ug1/Ia-Diagramm -> -1V -> Ia ca 0,5mA -> passt nicht!
-1,5V -> abgelesener Strom Ia ca 0,6mA -> Blick ins Ug1/Ia-Diagramm -> -1,5V -> Ia ca 0,7mA -> passt nicht! -> aber!!! vorher war der Strom aus dem Ua/Ia-Feld größer als der aus dem Ug1/Ia-Feld, jetzt kleiner -> der Richtige AP liegt also irgendwo dazwischen. Man kann es also nicht ganz genau machen (da fehlt den Datenblättern die Auflösung), aber eine Tendenz lässt sich feststellen.
mfg sven
PS: Als Beispiel hab ich die Werte von hier genommen: http://www.moehrenbude.de/Moehre/images2/tabelle/Roehrenvorstufen_1.html -> Ug1 ist dann ganz genau -1,38V und Ia 0,63mA. Bei den Röhrentoleranzen sollte man aber mit der Methode ganz gut hin kommen.
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Meine PDF wurde wohl auf dem Weg beschädigt. Hier nochmal.
BTW: diese "umständliche" Schaltung mit den Kathodenfolgern zwischen dem PI und den Steuergittern der Endröhren verhindert, dass die Spannung am PI in die Knie geht, wenn die Endröhren Gitterstrom ziehen. Sie verhindert also, dass der PI unschön zerrt, wenn die Endstufe ordentlich angeblasen wird. Kann man übrigens auch mit MOS-FETs als Source-Folger machen, wenn's einem davor nicht graust ;) . Klingt mit Bass echt saugut.
Grüße
Matthias
Hallo,
Genau darum geht es hier. Hab mich beim Valvewizard über den Kathodyn schlau gemacht.
Mir ist die Schaltung irgendwie "sympathisch" und ich wollte sie unbedingt verbauen, jedoch ohne die soundmässigen Nachteile beim überfahren. Hab auch die Stufe davor mit der Kathode auf negativer Spannung, um trotz DC-Kopplung einen grossen Aussteuerbereich zu bekommen.
Deine Schaltung sieht recht ähnlich aus. Die EF bringt natürlich eine wesentlich höhere Spannungsverstärkung. Werde vielleicht noch ein Triodensystem davorbasteln müssen.
Habs aber ehrlich gesagt noch nicht ausgerechnet. Mit etwas Glück reicht der Saft der Vorstufe aus.
Ich stell den Arbeitspunkt der Endröhren über den Rk der Kathodenfolger ein, anstatt direkt an das Gitter der Treiber zu gehen. Geht das auch? Müsste ja im Prinzip das gleiche sein.
Bei der Dimensionierung der Bauteile bin ich mir nicht ganz sicher.
Könnte vielleicht jemand mal drüberschauen ob da ganz grosse Patzer drin sind?
Schonmal Danke für die Antworten!
Gruss Casim
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Salü,
Zwei Bilder sagen mehr als tausend Worte.
Als Beispiel hab ich mal ne ECC83 mit Ra 220k, Rk 2,2k und Ub=300V genommen.
Als erste in die beiden Koordinatensysteme die Widerstandsgeraden eingezeichnet (Rk in das Ug1/Ia-Feld und Ra ins Ua/Ia). Dann testweiße die Ströme im Ua/Ia-Diagramm für ne bestimmte Gittervorspannung abgelesen und mit dem anderen verglichen.
Beispiel:
-0,5V -> abgelesener Strom Ia ca 0,95mA -> Blick ins Ug1/Ia-Diagramm -> -0,5V -> Ia ca 0,25mA -> passt nicht!
-1V -> abgelesener Strom Ia ca 0,8mA -> Blick ins Ug1/Ia-Diagramm -> -1V -> Ia ca 0,5mA -> passt nicht!
-1,5V -> abgelesener Strom Ia ca 0,6mA -> Blick ins Ug1/Ia-Diagramm -> -1,5V -> Ia ca 0,7mA -> passt nicht! -> aber!!! vorher war der Strom aus dem Ua/Ia-Feld größer als der aus dem Ug1/Ia-Feld, jetzt kleiner -> der Richtige AP liegt also irgendwo dazwischen. Man kann es also nicht ganz genau machen (da fehlt den Datenblättern die Auflösung), aber eine Tendenz lässt sich feststellen.
mfg sven
PS: Als Beispiel hab ich die Werte von hier genommen: http://www.moehrenbude.de/Moehre/images2/tabelle/Roehrenvorstufen_1.html -> Ug1 ist dann ganz genau -1,38V und Ia 0,63mA. Bei den Röhrentoleranzen sollte man aber mit der Methode ganz gut hin kommen.
Sorry für den Doppelpost, aber ich musste das jetzt mal auf Papier nachspielen und danach berichten.
und ja, ich habs kapiert...und ich glaube ich habe dabei sogar dein zeichnerisch richtigen und genauen Lösungsweg gefunden. Ich versuchs mal zu erklären: (hoffentlich erzähl ich jetzt kein Schwachsinn)
Ich mal zuerst die Ra-Arbeitsgerade ins Ia/Ua Kennlinienfeld.
Als nächstes konstruiere ich die Ia/Ug-Arbeitskennlinie im Ia/Ug-Feld. Dazu schneide ich jede Gitterspannungslinie im Ia/Ua-Feld mit der Ra-Geraden und übertrage die Schnittpunkte ins Ia/Ug-Feld. Jetzt nur noch zwischen den Punkten interpolieren und man hat die Ia/Ug-Arbeitskennlinie.
Als nächstes zeichne ich die Rk-Gerade ins Ia/Ug-Feld ein. Diese schneidet die soeben gebastelte Kennlinie. Jetzt nur noch den Schnittpunkt nach rechts auf die Ra-Arbeitsgerade übertragen und fertig. Der Arbeitspunkt!!!
Stimmt das? Kann das jemand nachvollziehen?
Gruss Casim
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Salü,
Stimmt das? Kann das jemand nachvollziehen?
Jop, glaub das passt so. Ist im Endeffekt genau das gleiche wie ich oben gemacht, bloss anderster ;)
Genauer wird es auch nicht, weil im Ua/Ia-Kennlinienfeld zu "wenig" Gitterspannungskurven eingezeichnet sind (wobei das Ergebnis, das man erhält bei den Bauteiltoleranzen absolut ausreichend ist).
mfg sven
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Hallo,
...was los, Leute?! Hat denn niemand mehr was zur Schaltung zu sagen?
Keine Fehler? Verbesserungsvorschläge?
Gruss Casim
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Hi Casim
aufbauen und testen
ist immer am besten
Gruß Franz
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aufbauen und testen
ist immer am besten
Oder spicen ;)
Ich würde die beiden Trimmer samt 3k9-Vorwiderständen weglassen und die beiden Gitterableitwiderstände der Kathodenfolger auf eine regelbare negative Spannung legen, also ungefähr so wie in meinem Schaltungsvorschlag.
Durch die Trimmer und die beiden 3k9-Widerstände werden die Gitter der Endröhren halt nicht wirklich niederohmig angesteuert, denke ich mir. Sie (bzw. deren Gridstopper) sollten direkt an den Kathoden der Treiberröhren hängen.
Grüße
Matthias
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Oder spicen ;)
Ich hab mir heut mal das Lt-Spice runtergeladen und angeschaut. Ist mit Sicherheit eine grosse Hilfe beim Auslegen der Schaltungen. Befürchte nur dass es ne halbe Ewigkeit dauern wird, diese Software so zu beherrschen, dass man auch sicher sein kann, dass die Ergebnisse korrekt sind. Wahrscheinlich hab ich die Schaltung schneller in den "Versuchsamp" gelötet als die Schaltung im Spice definiert.
Ich würde die beiden Trimmer samt 3k9-Vorwiderständen weglassen und die beiden Gitterableitwiderstände der Kathodenfolger auf eine regelbare negative Spannung legen, also ungefähr so wie in meinem Schaltungsvorschlag.
Ich denke die Arbeitspunkteinstellung über den Trimmer erzeugt eine Art Kompression. Wenn Gitterstrom in den Endröhren fliesst wird über den Trimmer der Arbeitspunkt der Treiber gesenkt. Ob das gut ist oder nicht weiss ich nicht.Ich glaube ich werde beide Varianten ausprobieren müssen.
Mit einer Röhre, die mehr Strom liefern kann, könnte man die Treiberschaltung niederohmiger auslegen. ECC81 oder 82?
Ich bin mir nicht sicher ob ichs richtig kapiert hab, aber bei der Variante mit dem Spannungsteiler am Gitter der Treiber, senke ich ganz schön den Eingangswiderstand, den der Kathodyn sieht. Zum einen hab ich im Spannungsteiler zwei parallele Widerstände, muss diesen also sehr hochohmig auslegen (Rauschen? Brummspannung?). Zum anderen verlier ich das "Bootstrapping", welches ich hab wenn ich den Ausgang mit Rg auf das Gitter zurückführ.
haben meine Ansätze ihre Berechtigung oder hab ich irgendwo nen Denkfehler drin?
Gruss Casim
EDIT:
Um die Gitter der Endröhren direkt an den Treibern zu haben kann ich sie ja auch direkt zwischen Kathode der Treiber und Trimmer hängen.
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Ein frohes neues Jahr!!!
Wollt euch nur mitteilen, dass ich die Schaltung soweit aufgebaut habe.
Und sie funktioniert sogar! Hab ein paar Details im Schaltplan geändert und werde den aktuellen noch nachreichen.
Ein paar Kinderkrankheiten hat die Schaltung allerdings. Und zwar:
Sobald ich das Mastervolume-poti anschliesse brummts wie sau. Lass ich es weg ist absolute Stille. Hab jetzt rumprobiert und das "kalte" Ende des Potis an -125V und den Koppelkondensator vor das Poti gehängt. Damit ist das brummen schon viel besser, allerdings immernoch hörbar.
Kann mir jemand mal n Tip geben woher das Brummen kommt bzw. wie ich es komplett weg bekomm?
Ich hab jetzt die Klangreglung in der Gegenkopplung vom "SLO 100 - Schritt für Schritt" übernommen. Ist es normal dass auf dem letzten Stück des Presence-reglers ganz schön viel passiert, davor aber fast garnix?
Ich hab im Versuchsamp ne 3-Kanal-Umschaltung mit Relais. Diese wird über die stabilisierte 12,6V Heizspannung mitversorgt.
Trotz, dass sich die Kanalumschaltung derzeit nicht im Signalweg befindet, Die Relais sich weit weg von der Schaltung befinden, knallts ganz schön aus dem Lautsprecher, wenn ich mit der Kanalumschaltung spiele. Woran kann das liegen?
Schonmal Danke für eure Antworten
Gruss Casim
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Hallo,
hier der aktuelle Schaltplan
Gruss Casim
Edit: Die aktuelle Version des Schaltplans gibt es hier:
http://www.tube-town.de/ttforum/index.php/topic,15986.0.html
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Hallo,
Hab den Brummer ausfindig gemacht. Hab dazu das Oszi mit der 50Hz Wechselspannung der Endröhrenheizung getriggert. und dabei rausgefunden, dass es sich nicht um niederfrequente Schwingungen handelt, sondert ums klassische 100Hz-Brumm. Diese kommt aus der negativen Spannungsversorgung (-125V), dort recht schwach, wird aber von V1a mitverstärkt.
Hab jetzt vorerst die ganze Beschaltung von V1a auf Masse gelegt und siehe da: Dermaßen Ruhe im Karton, dass ich den Kopf an die Box halten muss um zu prüfen ob der Amp läuft.
Gruss Casim
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[Anhang]
Hallo,
kleine Zwischenfrage, welches Schaltplan/Layoutprogramm nimmst du?
mfG
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Hallo,
Das mit dem Brummen ist jetzt komplett gelöst.
Kann dadurch die Stufe vorm Kathodyn endlich im geplanten Arbeitpunkt betreiben und die Endstufe dadurch total überfahren.
Das musste ich natürlich gleich ausprobieren. Hab dafür den Clean-Kanal schön clean eingestellt. Gain auf 9Uhr.
Dann hab ich probegespielt und Riff für Riff den Mastervolume einen Tick erhöht. Bei Master auf 10Uhr haben die Hosenbeine geflattert.
Bei Master auf 11Uhr dachte ich mir, ohne Gehörschutz gehts nicht weiter. Bei Master auf 12Uhr bringt der Amp schon richtig satter "Endstufen-Crunch"
Als ich mich zum Amp umdrehte, sah ich dann noch wie die Anodenbleche der Endröhren leicht glühten. Sofort hab ich aufgehört zu spielen um den Amp abzuschalten. Bis ich die 2 Schritte hingelaufen war, war der Spuk vorbei. Gleich noch den Ruhestrom gecheckt...alles in Ordnung...
Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass die Anodenverlustleistung mit der Aussteuerung ab und nicht zunimmt...??? Irre ich mich da?
Oder liegt es an der Übersteuerung? Ändern sich die Leistungsverhältnisse mit nem "Rechteck-Signal"?
Wie kann ich dieses Problem beheben? War das einfach zuviel des Guten und ich muss einfach nur mit dem Pegel runter? Oder gibts vielleicht noch ne andere Möglichkeit die Endrohre zu schonen?
Gruss Casim