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Technik => Tech-Talk Design & Konzepte => Thema gestartet von: kugelblitz am 2.07.2012 18:58

Titel: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: kugelblitz am 2.07.2012 18:58
Hallo an Alle,

Nachdem VVR, dank Dirk, wieder in mein Bewusstsein gerückt ist hab ich am Wochenede probiert der TT VVR noch Biastracking hinzuzufügen. Zumindest in der Simulation siehe Anhang funktionierts. Muss aber gestehen daß ich in Sachen Sand nicht bewandert bin, das meine erste E-Technik Simulation ist und der Kreis wenn auch geändert auf einem Plan aus fremder Quelle (dank dem Datengrab Festplatte) aus dem Netz basiert.

Der Kreis funktioniert zumindest in der DC Simulation, wie auch ohne Biastracking als transiente. Für eine transiente AC Simulation inklusive Biastracking und vollständigem Netzteil (AC) geht vermutlich die Rechnenleistung meines Rechners oder meine Geduld zu rasch zu Neige ;) ...

Vielleicht kann ein Sandbewanderter darüber sehen und mir helfen vielleicht offensichtliche Fehler zu beseitigen.

Gruß und Danke im Voraus,
Sepp

EDIT 2.7.2012: alte Version gelöscht, neue angehängt
EDIT 3.7.2012: Uploaded latest
EDIT 2.9.2012: Upload Letztstand (Preamp Stabilisierung mit LR8N3 noch ungetestet)
EDIT 12.9.2012: Upload Letztstand inkl PI und Preamp Stabilisierung

EDIT: Die aktuell verbaute Version weicht von der hier gezeigten Simulation/Schaltung ab. Diese hier soll lediglich einige Ideen zur Implementierung bieten.

Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: kugelblitz am 3.07.2012 14:52
So hab den Schaltplan und die Ergebnisse auf der 2. Seite im Anhang des Originalposts geupdated:


Jetzt passt die VVR so sie auch in RL funktioniert für mich am besten. Netzteil, Siebung und Drossel (für den gesamten Amp) kann erhalten bleiben und Pentoden/Trioden Umschalter sollten auch mit VVR dank zusätzlicher Regelung der Va funktionieren. Als Benefit werden auch Spannungsänderungen aufgrund von Dioden/Röhrengleichrichtungsumschalter am Bias getrackt. Zumindest in der Theorie stell ich mir es so vor ;) vermutlich muessen aber einige Bauteilwerte beim Implementieren angepasst werden.

Wäre angenehm wenn jemand der mit Sand eher bewandert ist seinen Senf dazu geben könnte.

Hoffe es hat sich kein grober Schnitzer eingeschlichen und ich kann es im kommenden Herbst vielleicht ausprobieren.

Gruß,
Sepp
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: kugelblitz am 3.07.2012 15:44
Auch wenn ich mich jetzt mit mir selbst unterhalte.

Eine weitere Beobachtung, die Schaltung muss sicher auf die jeweiligen Spannungen im Amp angepasst werden. Vorallem der Spannungsteiler zwischen Plate und Screen Pfad will man einen möglichst verlustfreien, bezüglich Spannungsabfall, Betrieb bei voller aufgedrehtem Poti haben und ich befürchte das ist nicht die einzige Stelle.

Egal das Prinzip scheint in der Theorie zu funktionieren und die Bauteilwerte müssen eben für den jeweiligen Amp angepasst werden.

Gruß,
Sepp
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: cca88 am 3.07.2012 22:08
Auch wenn ich mich jetzt mit mir selbst unterhalte.

Eine weitere Beobachtung, die Schaltung muss sicher auf die jeweiligen Spannungen im Amp angepasst werden. Vorallem der Spannungsteiler zwischen Plate und Screen Pfad will man einen möglichst verlustfreien, bezüglich Spannungsabfall, Betrieb bei voller aufgedrehtem Poti haben und ich befürchte das ist nicht die einzige Stelle.

Egal das Prinzip scheint in der Theorie zu funktionieren und die Bauteilwerte müssen eben für den jeweiligen Amp angepasst werden.

Gruß,
Sepp



Hallo Sepp,


auch wenn Du das Gefühl eines Monologes habens solltest...



Das thema ist höchstinteressant. Ich glaube abe,r - mich eingeschlossen - daß die meisten erst mal in Ruhe über dieses "unbekannte Feld - terra incognita" drüberschauen müssen - und sich einen Reim drauf machen müssen...

DANKE :)

Grüße

Jochen
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: kugelblitz am 3.07.2012 22:55
Hallo Jochen,

danke für die Antwort, also ist es nicht nur für mich Neuland.

BTW Mir fällt gerade ein der Zauberer ("Power Supplies for Valve Amplifiers") schreibt auch ~88 Seiten darüber, werde sie mir im Sommer zu Gemüte führen und dann vermutlich alles über Bord werfen und neu machen :)

Nur so viel zeigen die Simulationen, entweder mache ich etwas falsch und mit Sand löst man die Dinge anders oder es ist gar nicht so einfach eine universelle VVR zu bauen. Denn alle Versuche (geänderte Netzteilspannungen) zeigen , will man bei Potistellung "laut" möglichst nicht in den Amp eingreifen, müssen je nach Netzteilaufbau/Siebung/Spannungen einige Bauteile angepasst werden (zuvor erwähnter Spannungsteiler und der R richtung bias tracking). Vielleicht sind aber auch meine Anforderungen zu einschränkend ;)

Also vorerst zurück zum Start. Ich werde einmal lesen, simulieren, bauen und hoffentlich nach ein paar loops und leider einiger Zeit glücklich sein.

Gruß,
Sepp
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: Dirk am 4.07.2012 08:40
Hi !

Also vorerst zurück zum Start. Ich werde einmal lesen, simulieren, bauen und hoffentlich nach ein paar loops und leider einiger Zeit glücklich sein.

vielleicht ist Dein Ansatz aber auch nur zu übertrieben, auf Neudeutsch: oversized.

Gruß, Dirk
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: Räuberpistole am 4.07.2012 09:46
Hi Sepp,
spannendes Thema, das du da angepackt hast. Ich muss Jochen beipflichten: ich denke, dass das sehr viele hier interessiert verfolgen werden - aber vielleicht geht es da dem Einen oder Anderen so wie mir: Ich fange gerade erst an, mich in die ganze Thematik geregelter Netzteile, Stabilisatoren, etc. einzulesen und es fällt mir im Moment ehrlich noch ein wenig schwer, alles (insbesondere die Dimensionierung der Bauteile) sofort richtig nachzuvollziehen. Aber genau das macht deinen Thread so interessant.

vielleicht ist Dein Ansatz aber auch nur zu übertrieben, auf Neudeutsch: oversized.
Gruß, Dirk

Hi Dirk,
warum findest du, dass der Ansatz übertrieben ist? beziehst du dich auf Sepps "Anforderung", ne VVR zu entwerfen, die, unabhängig von Spannungen und sonstiger Umgebung, in jeden Amp passt, oder auf den generellen Ansatz von Sepps VVR (Anoden-, Schirmgitter-, Biasspannungen)? Nicht falsch verstehen; jeder (begründete) Einwand ist natürlich genau so interessant und bringt das Konzept ja sicher immer auch weiter nach vorne.,

leeven Jrooß,
Tobi
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: jacob am 4.07.2012 09:55
Hi,

bzgl. des Biastracking- Problems bei fixed bias- Schaltungen meine ich, dass die G2- Regelung ja nicht zwingend stufenlos sein muss.
Mit z.B. 6 Lautstärkestufen (incl. eines "Bedroomlevel") sollte man doch eigentlich "auf'm Platz" gut hinkommen  :guitar:

Ein Stufendrehschalter, z.B. aus Kunststoff mit 2 Ebenen (eine für die Umschaltung der G2- Spannung, eine für die Umschaltung der Bias- Spannung), bei dem die gewünschten Werte über entsprechende Festwiderstände realisiert und simultan umgeschaltet werden, genügt da m.E. doch völlig.
Für die exakte Einstellung der jeweils notwendigen  Biasspannung könnte man da sogar die entsprechende Anzahl von Timmern vorsehen.

BTW: dann hätte ganz nebenbei auch das unangenehme Gefühl wegen der vom Hersteller max. zugelassenen Spannungsfestigkeit des G2-Potis (z.B. 250V DC bei den logarithmischen 24mm Alphas, die linearen 24mm Alphas sind bis 500VDC zugelassen) ein Ende.

Gruß

Jacob
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: jacob am 4.07.2012 10:24
Hi Tobi,

bereits seit ca. Ende der achtziger Jahre gibt es direkt vom "Erfinder des Powerscaling" für Röhrenamps Kevin O'Connor Kits (seine Firma heisst "London Power").
Die sollen einwandfrei und zuverlässig funktionieren, wie man so liest.
Verständlich, dass er davon keine Schaltpläne herausgibt, er will sie ja schliesslich verkaufen  ;)

Bestell' Dir doch einfach mal eins und "reingeneere" seine Schaltung  :topjob:

Gruß

Jacob
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: kugelblitz am 4.07.2012 10:53
Hallo erstmal,

@oversized: Vermutlich stimmt das sogar für die meisten Endstufen, aber ich will das sie für mich funktioniert. Dh ich will im geplanten Amp die Drossel im Netzteil, für den gesamten Amp, erhalten, Pentoden/trioden Umschaltersollen weiter funktionieren, ebenso muß es für mich für Kathoden und Fixed Bias funktionieren. PPIMV und reg. NFB sind im geplanten Amp von Haus aus eingeplant und der Rest soll wieder einmal Wreck inspiered werden. Zusammenfassend so wie ich es verstehe:


Will man auf eines Verzichten oder fällt ein Punkt aus dem Lastenheft kann man natürlich eine einfachere Variante wählen. zB einfach den screen Pfad (inkl Spannungsteiler) entfernen und oder bias tracking (inkl Spannungsteiler) entfernen. Dann ists ja wieder die Regelung von Dirk. Ich stelle es mir so vor, geht es in mein Konzept, vorallem passt es dann noch in den Amp, ists gut wenn nicht geht die Welt auch nicht unter.

@Schalter vs Poti: die Potis sind noch das grösste Problem und die linearen 24mm Alphas sind auch die einzigen die ich gefunden habe. Schalter wären natürlich auch denkbar vorallem mit mehreren Ebenen könnte man auch noch das
NFB steuern.

@O'Connor: Ist mir bekannt, ich will aber ehrlich gesagt gar nicht nur kopieren, denn sie muss schliessendlich eigentlich nur in meinem Amp laufen. Obwohl eigentlich klingen seine TUT Hefte recht interessant. Vorerst werde ich mich erstmal mit Merlin begnügen.

Doch zurück zur Schaltung, habe sie gestern noch verändert, jetzt wird screen und bias nach der geregelten Anodenspannung geregelt. Und scheinbar muessen die beiden Spannungsteiler wie in der Schematic beschrieben möglichst nah an das jeweilige Inputspannungsverhältnis angepasst werden damit die Sim stabil läuft.

Gruß,
Sepp

PS: es gibt wieder ein Update der Schaltung, der Einfachheit halber hab ich sie wieder im ersten Post angehängt.
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: kugelblitz am 4.07.2012 11:00
Ergänzung zu Bausatz/London Power: Ich glaube aber auf Grund der notwendigen Anpassungen der Spannungsteiler kann ein Bausatz unter den von mir geschilderten Bedingungen gar nicht alle erfüllen. Da ist dann sicher Dirks Bausatz inkl vielleicht bias tracking ausreichend.

Zusätzlich steht ja noch in den Sternen ob und wie es überhaupt klingt ;)

Gruß,
Sepp
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: jacob am 4.07.2012 11:04
Hi Sepp,

ich erinnere mich, dass Dieter (Loco) hier mal vor längerer Zeit eine Poti- Baureihe von BOURNS empfohlen hat, die vom Hersteller bis 1000VDC zugelassen ist.
Wahrscheinlich kommt man da aber nur mal wieder mit Gewerbeschein ran  :P

Gruß

Jacob
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: kugelblitz am 4.07.2012 11:08
ich erinnere mich, dass Dieter (Loco) hier mal vor längerer Zeit eine Poti- Baureihe von BOURNS empfohlen hat, die vom Hersteller bis 1000VDC zugelassen ist.
Wahrscheinlich kommt man da aber nur mal wieder mit Gewerbeschein ran  :P

Danke dem werde ich nachgehen, auch wenn ich keinen habe aber es wird sich schon jemand auftreiben lassen. Muß jezt leider für ein paar Tage pausieren aber dann werde ich im RL einmal nachbohren ;)

Gruß,
Sepp
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: jacob am 4.07.2012 11:18
Ich vermute mal, dass Loco sich mit seinem Tipp wahrscheinlich auf diese Bourns- Potis bezogen hatte:

http://docs-europe.electrocomponents.com/webdocs/06d6/0900766b806d6d25.pdf

Gruß

Jacob
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: kugelblitz am 4.07.2012 11:41
Das schein auf mehrere Cermet Potireihen zuzutreffen:

zB serie 53 mit solder lugs
http://docs-europe.electrocomponents.com/webdocs/06d6/0900766b806d6d24.pdf

Da muss sich doch eines finden lassen ;)

Gruß,
Sepp
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: kugelblitz am 4.07.2012 11:54
Addon von Franz "Rohrbruch": Etwas an das ich noch gar nicht gedacht habe, skaliere ich die Endstufen sinken die Ströme, doch dann steigen vermutlich die Spannungen in der Vorstufe und wie das klingt weis ich noch nicht. Danke Franz.

Auf jedenfall wird es immer komplexer :( vermutlich wird erst das lebende Objekt zeigen wie gut was wirklich funktioniert und bis dahin wird noch viel Wasser...

Gruß,
Sepp
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: jacob am 4.07.2012 11:55
Hi,

aber die von mir verlinkte Baureihe gibt es doch auch in Lötösen- Ausführung  8)
Mir sind diese vollisolierten Cermet- Potis mit Plastikachse bei HV- Betriebsbedingungen allerdings sympathischer als die mit den Metallachsen.

Zumal bei diesen "Virtually infinite electrical circuit isolation"
in der Produktbeschreibung steht  ;)

Gruß

Jacob

Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: kugelblitz am 4.07.2012 12:15
Zumal bei diesen "Virtually infinite electrical circuit isolation"
in der Produktbeschreibung steht  ;)

Stimmt, vorallem 380 uneingeladene Volts ;) sind doch einige zu viel,

Sepp
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: Holzdruide am 4.07.2012 12:23
Hallo

Wie sehr sich die Spannungen der Vorstufen erhöht wenn man die Endröhren runterregelt hängt auch davon ab wie der NT bemesen ist.
PPIMV gehört nach manchem Hersteller auch noch zum VVR.

Gruß Franz
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: kugelblitz am 4.07.2012 12:37
Hallo Franz,

jetzt hier offiziel ;) PPIMV und reg NFB sind schon fix eingplant, bezuglich Netzteil: Ich erwarte ~200ma max und als Trafo ist der 370HX (http://www.tube-town.net/ttstore/product_info.php/info/p446_Hammond-370HX.html) eingeplant/vorhanden, also limitig. Doch die Probleme kommen dann erst in der Praxis und das frühestens im Winter :( im blödesten Fall bleibt die VVR weg und wird woanders verbaut.

Vorerst will einmal herausfinden was notwendig ist um meine Vorstellungen zu realisieren, ob es sich platzmässig ausgeht und dann ob es wirklich funktioniert und wie es klingt. Andernfalls wird es eine mehr oder minder interessante Parameterstudie.

Gruß,
Sepp
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: Fandango am 4.07.2012 13:14
Hallo Sepp,
seit längerer Zeit beschäftige ich mich mit dieser Art der Spannungsversorgung und mir fällt dabei nur Positives ein. So sind große Elkos überflüssig und auf eine Drossel kann man auch verzichten.
So habe ich die Gatespannung mit einer R/C-Kette mit 2x 220k und 2x 1µF (!) erzeugt, das Ergebnis ist ein fast brummfreier Amp, vollkommen ohne Brumm wirds nie, aber eine Restwelligkeit von unter 1mV bei 430V und 240mA ist meine ich schon eine gute Hausnummer.

Natürlich müssen die Fets gut gekühlt werden, dieses Blechle für die G2-Versorgung ist schon recht winzig, ich nehme dafür "richtige" Kühlkörper.
Die Versorgung der Vorstufen kann man ohne Weiteres von der Betriebsspannung abhängig machen, dazu braucht man nicht mal eine Regelung, ein Spannungsteiler am Gate reicht dicke, hier nochmal ein 1µF und alles wird gut.
Diese Dioden am Ausgang des Netzteils halte ich für überflüssig, ich mache das jedenfalls so nicht weil ich eine Strombegrenzung drin habe, und die Spannung ist sowieso geregelt, dort wird eine Diode nur für falsche Ergebnisse sorgen, wenn ich mich nicht irre.
Dafür habe ich aber eine Diode in der Versorgungsspannung fürs Gate drin, damit entfällt die Rückwirkung ins übrige Netzteil, so entladen sich die C´s am Gate nicht mehr über die Widerstände zum Ladeelko, bringt viel weniger Brummanteil.

Die Frage: "Wie klingts?" ist eigentlich falsch gestellt, ein Netzteil hat nicht zu klingen, ganz einfach.
Je härter das Netzteil ist umso besser funktioniert der Amp, alles andere sind Effekte die man auch anders erzeugen kann, von wegen "Sag" etc., kann man alles machen.
Interessant ist auch eine regelbare Spannung am PI, am Besten mit je einem Fet an den Anoden.

Man kann die Regelung so konstruieren dass man immer gerade so unter dem Brumm bleibt, man kann die Spannung langsam hochfahren, Strombegrenzung für jede Stufe usw., die Sieb-Widerstände die in einer "normalen" Schaltung immer drin sind, also vom Lade-Elko Richtung erster Stufe werden auch zum größten Teil überflüssig, diese Mosfet-Schaltung ist ja stabil, und somit gibt es auch kaum eine Rückwirkung von den Anoden der Treiberröhren auf die Vorstufen, die Elkos entfallen alle, bis auf die paar ganz wenige µF an den Gates.

Vorsicht ist allerdings geboten beim Schrauben mit evtl. Kurzschlüssen beim Rumprobieren oder beim Messen, wenns in der Vorstufe knallt dann zieht sich die Spur bis ganz hinten, mit etwas Glück gehen nur die Z-Dioden durch...

Eine Schaltung wie die von Dir vorgeschlagene würde ich aber doch nicht einbauen, also diese gegenseitige Abhängigkeit, das ist auf den ersten Blick schön und theoretisch auch ganz sinnvoll, aber wenn irgendwo etwas nicht stimmt geht allerhand kaputt, gerade die neg. Vorspannung würde ich separat aufbauen,auch dafür gibts viele Lösungen.

Viel Erfolg mit Deiner Schaltung,
Georg   

Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: Lebkuchen am 4.07.2012 13:16
Hallo,

ich weiß nicht, ob es dazu paßt, aber ich hatte vor einiger Zeit die Möglichkeit, die Spannungen im Marshall YJM100 zu messen. Direkt an den Endtuben ergab sich folgendes:
Die Max/Min Werte beziehen sich auf die Reglerstellung 0% und 100% des PSC- Reglers. Der Amp war auf 100W Leistung an einer 16Ω Box eingestellt.
Deutlich zu sehen, daß die Screen-Spannung richtig weit heruntergezogen wird, jedoch die Anode "nur" um ca. 26V. Ob es sich dabei um einen Sekundäreffekt handelt, entzieht sich meiner Kenntnis.

Die Spannungen der Vorstufe veränderten sich dabei nicht.

Viele Grüße,
Gunter
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: kugelblitz am 4.07.2012 13:43
Hallo Georg,

seit längerer Zeit beschäftige ich mich mit dieser Art der Spannungsversorgung und mir fällt dabei nur Positives ein. So sind große Elkos überflüssig und auf eine Drossel kann man auch verzichten.
So habe ich die Gatespannung mit einer R/C-Kette mit 2x 220k und 2x 1µF (!) erzeugt, das Ergebnis ist ein fast brummfreier Amp, vollkommen ohne Brumm wirds nie, aber eine Restwelligkeit von unter 1mV bei 430V und 240mA ist meine ich schon eine gute Hausnummer.

Wusste ich doch da gibt es noch Leute die damit spielen ;) aber ich muss gestehen meine Zielsetzung ist lediglich den Amp ohne grosse Klangänderung, leiser zu bekommen. Es soll ja ein Trainwreck inspirierter Amp werden nur die geplanten ~35 Watt sind meist zu viel und da will ich die Eingriffe ins Netzteil so klein wie möglich machen, zumindest in der "laut" Stellung. Aber auf jedenfall danke für Deinen Input, neue Konfigurationen für die Simulation ;) auch wenn ich erst in ein paar Tagen weiter machen kann.

Natürlich müssen die Fets gut gekühlt werden, dieses Blechle für die G2-Versorgung ist schon recht winzig, ich nehme dafür "richtige" Kühlkörper.

Zur Zeit befindet sich ja noch alles in einem recht theoretischem Stadium aber geplant ist die Montage am Chassis, allein schon aus Platzgründen.

Die Versorgung der Vorstufen kann man ohne Weiteres von der Betriebsspannung abhängig machen, dazu braucht man nicht mal eine Regelung, ein Spannungsteiler am Gate reicht dicke, hier nochmal ein 1µF und alles wird gut.

Ausprobieren werde ich es ziemlich sicher, aber ich will die Vorstufe nicht wirklich mitsklaieren sondern sie möglichst unangetastet lassen (für mich klingt nichts wie ein TW :) ) und dafür aber PPIMV und reg NFB nutzen.

Diese Dioden am Ausgang des Netzteils halte ich für überflüssig, ich mache das jedenfalls so nicht weil ich eine Strombegrenzung drin habe, und die Spannung ist sowieso geregelt, dort wird eine Diode nur für falsche Ergebnisse sorgen, wenn ich mich nicht irre.

Meinst Du den Spannungsabfall über die Diode oder die Sperrwirkung?

Dafür habe ich aber eine Diode in der Versorgungsspannung fürs Gate drin, damit entfällt die Rückwirkung ins übrige Netzteil, so entladen sich die C´s am Gate nicht mehr über die Widerstände zum Ladeelko, bringt viel weniger Brummanteil.

Noch etwas für die Merkliste.

Die Frage: "Wie klingts?" ist eigentlich falsch gestellt, ein Netzteil hat nicht zu klingen, ganz einfach.
Je härter das Netzteil ist umso besser funktioniert der Amp, alles andere sind Effekte die man auch anders erzeugen kann, von wegen "Sag" etc., kann man alles machen.
Interessant ist auch eine regelbare Spannung am PI, am Besten mit je einem Fet an den Anoden.

Man kann die Regelung so konstruieren dass man immer gerade so unter dem Brumm bleibt, man kann die Spannung langsam hochfahren, Strombegrenzung für jede Stufe usw., die Sieb-Widerstände die in einer "normalen" Schaltung immer drin sind, also vom Lade-Elko Richtung erster Stufe werden auch zum größten Teil überflüssig, diese Mosfet-Schaltung ist ja stabil, und somit gibt es auch kaum eine Rückwirkung von den Anoden der Treiberröhren auf die Vorstufen, die Elkos entfallen alle, bis auf die paar ganz wenige µF an den Gates.

Da gehen usere Intentionen etwas auseinander, ich wie gesagt ich will die Eingriffe in das Kleinklimat TW möglichst gering halten.

Vorsicht ist allerdings geboten beim Schrauben mit evtl. Kurzschlüssen beim Rumprobieren oder beim Messen, wenns in der Vorstufe knallt dann zieht sich die Spur bis ganz hinten, mit etwas Glück gehen nur die Z-Dioden durch...

Danke für den Hinweis.

Eine Schaltung wie die von Dir vorgeschlagene würde ich aber doch nicht einbauen, also diese gegenseitige Abhängigkeit, das ist auf den ersten Blick schön und theoretisch auch ganz sinnvoll, aber wenn irgendwo etwas nicht stimmt geht allerhand kaputt, gerade die neg. Vorspannung würde ich separat aufbauen,auch dafür gibts viele Lösungen.

Zur Zeit lese ich gerade in Merlins "Power Supplies for Valve Amplifiers" vielleicht ändert sich so noch alles, aber die Funktion gefällt mir bis jetzt recht gut, wobei das ganze sicher noch absitzen muss ;)

Viel Erfolg mit Deiner Schaltung,

Danke und Gruß,
Sepp
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: kugelblitz am 4.07.2012 13:46
Hallo Gunter,

ich weiß nicht, ob es dazu paßt, aber ich hatte vor einiger Zeit die Möglichkeit, die Spannungen im Marshall YJM100 zu messen. Direkt an den Endtuben ergab sich folgendes:
  • Anode: Max. 472V –> Min. 446V
  • Screens: Max. 428V –> Min. 16V
  • Bias: Max. -43V –> Min. -2,5V
Die Max/Min Werte beziehen sich auf die Reglerstellung 0% und 100% des PSC- Reglers. Der Amp war auf 100W Leistung an einer 16Ω Box eingestellt.
Deutlich zu sehen, daß die Screen-Spannung richtig weit heruntergezogen wird, jedoch die Anode "nur" um ca. 26V. Ob es sich dabei um einen Sekundäreffekt handelt, entzieht sich meiner Kenntnis.

Die Spannungen der Vorstufe veränderten sich dabei nicht.

Das dürfte dann vermutlich eine ähnliche oder idente Schaltung zu der des AFD100 sein, regelt Screens und Bias, vielleicht sollte ich auch den Plan noch etwas durchgehen.

Danke auf jedenfall,
Sepp
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: robdog.ch am 4.07.2012 14:19
Hallo Gunter,

Das dürfte dann vermutlich eine ähnliche oder idente Schaltung zu der des AFD100 sein, regelt Screens und Bias, vielleicht sollte ich auch den Plan noch etwas durchgehen.

Danke auf jedenfall,
Sepp

Hi Sepp

Die Schaltung im AFD (bezüglich Leistungsreduktion) ist von derjenigen im YJM abgekupfert - also genauer gesagt, obwohl der AFD vor dem YJM erschien hat man am YJM schon viel früher daran gearbeitet!  ;)

Grüsse
Röbi
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: kugelblitz am 4.07.2012 14:24
Hallo Röbi,

Die Schaltung im AFD (bezüglich Leistungsreduktion) ist von derjenigen im YJM abgekupfert - also genauer gesagt, obwohl der AFD vor dem YJM erschien hat man am YJM schon viel früher daran gearbeitet!  ;)

Ah ein Insider, erschien mir nur logisch ;) zum AFD100 gibt es ja scheinbar seit ein paar Tagen einen unvollständigen Schaltplan. Ich werde ihn sicher noch einmal ansehen, obwohl er zumindest für meine Begriffe (meinen reserve Platz im Chassis) viel zuviele Bauteile zumindest für PTP bzw Lötösen-Selbstbau-Board Montage beinhaltet.

Gruß,
Sepp
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: Bierschinken am 4.07.2012 14:35
Hallo Georg,
So habe ich die Gatespannung mit einer R/C-Kette mit 2x 220k und 2x 1µF (!) erzeugt, das Ergebnis ist ein fast brummfreier Amp, vollkommen ohne Brumm wirds nie, aber eine Restwelligkeit von unter 1mV bei 430V und 240mA ist meine ich schon eine gute Hausnummer.
Hast du davon ein Schaltbild?

Grüße,
Swen
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: Fandango am 4.07.2012 15:16
Hallo Swen,
ein Schaltbild und auch ein Lt-Spice-Plan, hängt unten dran.
(http://www.imgbox.de/users/public/thumbnails/IRwblI0jL1_t.gif) (http://www.imgbox.de/show/img/IRwblI0jL1.jpg)

Nach etwas mehr als vier Sec. steigt die Ausgangsspannung an, nach ca. 15 Sec. erkennt das Teil die Überlast und schaltet ab und bleibt abgeschaltet. Nur den Lastwiderstand vergrößern und es läuft weiter.
Habe ich im Amp fast genau so drin wie auf dem Plan zu sehen, nur auf die Überlastschaltung habe ich verzichtet weil ich sie für übertriebene Vorsicht gehalten habe.

Gruß,
Georg


http://www.file-upload.net/download-4509554/netzteil.asc.html
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: Räuberpistole am 4.07.2012 16:07
Hi Georg,
kannst du den Plan vielleicht nochmal anhängen? Ich kann aus irgendeinem Grund deine .asc Datei nicht öffnen bzw. bekomme nur krudeste Zahlenkolonnen.
Beste Grüße,
Tobi
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: Fandango am 4.07.2012 17:03
Hi Tobi,
habs nochmal probiert, bei mir gehts, hast Du LtSpice?
Das müsste eigentlich von fast alleine angehen, aber hier eben gerne nochmal von einer anderen Adresse:
www.workupload.com/file/bZeidSF (http://www.workupload.com/file/bZeidSF)
Auch nochmal gecheckt, sollte gehen.

Nur noch etwas Grundsätzliches dazu, weil mein Kumpel A... mich danach gefragt hat: Ich bin kein Händler und auch kein besonderer Fachmann, diese Schaltungen mache ich fast nur für meine eigenen Bedürfnisse  8) und wenn sie bei Euch nicht funktionieren weil ich etwas falsch gemacht habe dann seid Ihr selbst dran schuld, alles was ich irgendwo veröffentliche habe ich ausprobiert und die meisten Schaltungen laufen bei mir heute noch.
Ich habe auch nicht die allergeringsten Ansprüche und von mir aus kann er oder sie mit diesen Schaltungen machen was er oder sie will, ist ja auch nichts besonders Neues und jeder wirklicher Fachmann/Frau kriegt das bestimmt auch besser hin.
Wenn nun Jemand meint dass er irgendeine Schaltung von mir nachbaut und verkaufen kann dann soll er das tun, mir ist das wirklich egal, Geld spielt bei mir keine Rolle, ich habe fast keines, also lege ich auch keinen Wert darauf.
Also macht damit was Euch gefällt, oder lasst es, ich mach das wie gesagt nur für mich, und dabei ist mir die Restwelt recht wurscht.
Manche Leute meinen sie müssten irgendein Copyright etc. darauf haben, ich nicht, Elektrokram ist für mich sowas wie Spielzeug, ich habe ganz andere Interessen die mir etwas bedeuten, Silizium gehört mit Sicherheit nicht dazu, und Geld erst recht nicht.
Möchte das nur mal gesagt haben.

Gruß,
Georg


Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: Hardcorebastler am 4.07.2012 18:27
Hi,
anstatt  BUZ90 könnte man auch den 2SK2605 nehmen,
Vorteil : isoliertes Gehäuse, integrierte Diode

Gruß
Jörg
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: Fandango am 4.07.2012 19:30
Hi Jörg,
der Buz90 ist wie eigentlich alle Buzzer ziemlich veraltet, das nimmt man heute eigentlich gar nicht mehr.
Die Vorteile eines isolierten Gehäuses halten sich mit den Nachteilen der geringeren Wärmeableitung so in etwa die Waage, wenn man sauber arbeitet kann man getrost solche Teile wie den IRF830 - 40 benutzen, und wenn man wie ich China kauft und keine persönlichen Probleme damit hat kann man auch ruhig eine Schachtel davon kaputtmachen...

Im Übrigen solle niemand an solchen Netzteilen rumschrauben der nicht in der Lage ist eine Isolierscheibe mit etwas Wärmeleitpaste zu versehen und einen Transistor mit isolierten Beilagscheiben mit Zentrierhülse zu versehen, das geht sogar ohne Plastikschrauben...


Gruß,
Georg
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: kugelblitz am 4.07.2012 22:49
Hallo Jörg,

Danke der 2SK2605 klingt wirklich gut. Bis jetzt hätte ich auch zu BUZ90 oder IRF8(3|4)0 tendiert.

Vorerst hab ich leider wieder recht wenig Zeit, darum wird es schleppender weitergehen. Vorallem möchte ich mir noch den Merlin zu Gemüte führen, den Input hier verarbeiten und vielleicht dann doch noch etwas an der Schaltung ändern. Und eine Quelle für Cermet Potis finden, vielleicht schlummern ja auch noch Schätze bei lokalen kleinen Händlern.

EDIT: Das soll nicht heissen das ich nicht an weiteren Tips interessiert bin ;)

Gruß und danke an alle hier,
Sepp
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: Dirk am 4.07.2012 23:01
der Buz90 ist wie eigentlich alle Buzzer ziemlich veraltet, das nimmt man heute eigentlich gar nicht mehr.

Röhren eigentlich auch nicht, weil veraltet  :devil:

Im Übrigen solle niemand an solchen Netzteilen rumschrauben der nicht in der Lage ist eine Isolierscheibe mit etwas Wärmeleitpaste zu versehen und einen Transistor mit isolierten Beilagscheiben mit Zentrierhülse zu versehen, das geht sogar ohne Plastikschrauben...

Volle Zustimmung, dennoch wird es ausreichend Leute geben, die dies dennoch machen und nach meinem Geschmack ist daher die Kunststoffschraube eine bessere Lösung, aber das ist Ansichtssache.
Da Du es weiter oben irgendwo angesprochen hast und ich vermute, dass dies auf den aktuellen Bausatz bezogen ist: der Kühlkörper der im Lieferumfang dabei ist ist nur zu verwenden, wenn der VVC für die G2-Steuerung eingesetzt wird. Wenn die ganzen Endstufe darüber läuft, dann wird dieser Kühlkörper nicht ausreichen und der BUZ muss ans Gehäuse oder einen grossen Kühlkörper angeschlossen werden. Aber auch dann ist die Wärme nicht zu unterschätzen, die dabei entsteht.

Zum eigentlichen Thema: Wenn ich es richtig gelesen habe (ich habe die letzten Beiträge nur kurz überflogen, da ich nicht hier bin und derzeit nur selten ins Forum schaue) scheint es bei dem Verstärker selbst um einen Trainwreck handeln. Diese haben aber eigentlich Kathodenbias weshalb das Bias-Tracking entfallen kann. Ferner würde ich auch hier ganz einfach nur G2 steuern und fertig. Den ganz Amp in seiner Vollen Aussteuerung mittels Powerscaling auf Zimmerlautstärke runter zu drehen und das womöglich auch noch ohne Klangänderung wird wohl eher in Frustration enden.
Ich habe es bei einigen Verstärkern getestet als ich die Platine für den VVC getestet hatte und es war immer das gleiche Ergebnis: die ganz normale G2-Reglung war am effektivsten im Ergebnis und am einfachsten in der Anwendung. Daher hatte ich an anderer Stelle von Oversized gesprochen.

Gruß, Dirk
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: kugelblitz am 5.07.2012 00:07
Hallo Dirk,

Bei Trainwrecks gibts beides Fixed Bias beim Express, Cathode beim Rocket und beim Liverpool. Und meiner soll nur inspired werden. Soll 6V6 & EL84 PP erhalten, mit umschaltbarem Bias, Trioden und Pentodenumschalter. Ja das klingt oversized, hat aber primär damit zu tun dass ich noch immer alle Wrecks verheiraten will und ich mich auch nicht entscheiden kann. BTW alle einzeln bauen wird auch um einiges teurer. Damit brauche ich Bias Tracking und nicht nur Skalierung von G2  sondern im Triodenbetrieb auch von Va. Selbst wenn das alles oversized klingt kann man damit zumindest ziemlich viel Erfahrung sammeln und wieso nicht wenn es hoffentlich geht. Mir ist auch klar dass es nicht ohne Klangänderung beim skalieren abgehen wird, aber PPIMV pro Röhrentyp und skalierbare Gegenkopplung sollten das ihre tun, damit es trotzdem klingt. Praktisch wären nur 3 Wochen Zeit um es endlich fertig zu layouten und aufzubauen, Teile liegen schon seit einem halben Jahr hier.

Wobei bei der Einfachheit stimme ich die voll zu, G2 mit PPIMV sollten eigentlich reichen. Meine Vorstellung kann es nur im Moment nicht erfüllen, eine Liverpool würde ich auch nur per G2 und PPIMV regeln.

Gruß,
Sepp
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: Dirk am 5.07.2012 13:02
Hi !

Verstehe. Das macht einiges klarer. Deine ganzen Anforderungen sind oversized   ;D
Aber auf alle Fälle viel Erfolg !

Gruß, Dirk

Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: Fandango am 5.07.2012 16:22
Hallo Dirk,
mir gings eigentlich nicht direkt um Deinen aktuellen Bausatz, dass dieses "Blechle" fürs G2 ausreicht ist mir schon klar, eng wirds vielleicht damit wenns wirklich eng zugeht, also ein abgeschlossenes Chassis ala Fender mit nach unten hängenden 4x6L6GC..., auch die Plastikschraube ist für mich keinesweg ein Kritikanlass, ganz im Gegenteil, ich finde es sehr gut dass Du sowas anbieten kannst, nur halte ich es für gut möglich dass einige Leute von einem solchen Teil mehr erwarten als es in diesem Aufbau zu leisten vermag.
Ich bin mir sicher dass daraus noch mehr wird, dieses Modul ist erst der Anfang von praktischen und leistungsvollen Zusatzeinrichtungen für einen Röhrenamp, so kann ich mir einige nützliche Teile vorstellen, angefangen von einem Auto-Bias-Einsteller bis zum kompletten Midi-Paket mit 128 Kanälen, wobei es auch eine schöne Sache wäre wenn sich solche Teile aus Forumsbeiträgen und -Diskussionen entwickeln könnten, denn hier zeigt sich der Bedarf und vielleicht auch die Akzeptanz, wobei ich bei Letzterem auch keine Probleme sehe, denn wenn so manches spezielle Teil einmal seinen Besitzer positiv überrascht hat werden sicher viele Andere, denen vielleicht diese spezielle Fachkenntnis fehlt, auch darauf eingehen und sich z.B. geregelte Gleichstromheizungen oder lastabhängige PWMs einbauen wenn sie erfahren dass sich damit z.B. die Lebensdauer der Röhren erhöht, oder wenn sich die Endstufe per Pedalboard in alle möglichen und unmöglichen Lagen versetzen lässt ohne dass dabei etwas kaputtgeht und ohne dass es knackst.
Leider sind solche Spezialitäten bisher nur den wirklichen Fachleuten vorbehalten, es wäre sehr schön wenn sich ein Musiker, der sich eben rein gar nicht mit Elektronik auskennt, solche praktischen Helferleins von seinem bekannten Ampfachmann einbauen lassen könnte, und das dann auch zu einem moderaten Preis.
Denn wenn heute jemand zu einem "Fachmann" geht und sich seinen Amp nur entbrummen lassen will könnte er sich schon fast einen neuen kaufen, dabei haben die Leute eigentlich immer weniger Geld, so wäre das dann für jeden ein Gewinn.
Ich würde mir das mal an Deiner Stelle etwas überlegen, der Bedarf ist zweifellos vorhanden, wenn man nur einmal einige Musikerforen überfliegt und feststellt was so mancher gerne haben würde, und weiß wie einfach das eigentlich zu realisieren wäre, also mir fällt dazu schon recht Vieles ein das man in fast jedem Amp unterbringen kann.
Dieser kleine Einbausatz für die G2-Versorgung ist doch mal ein guter Anfang...

Zitat
oversized
Es gibt auch Leute die sich an ihren Opel Kadett C einen Rennauspuff schrauben, Hauptsache das Selbstwertgefühl hebt sich dabei an...

Gruß,
Georg
 


 
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: Dirk am 5.07.2012 21:32
Moin !

mir gings eigentlich nicht direkt um Deinen aktuellen Bausatz, dass dieses "Blechle" fürs G2 ausreicht ist mir schon klar, eng wirds vielleicht damit wenns wirklich eng zugeht, also ein abgeschlossenes Chassis ala Fender mit nach unten hängenden 4x6L6GC...,

Bei den ganzen Prototypen die im Test waren habe ich auch zahlreiche Temperaturmessungen gemacht, da die Temperaturentwicklung und Abführung in der Tat ein oftmals unterschätztes Problem darstellt. Ich bin aber mit dem aktuellen Kühlkörper der verwendet wird sehr zuversichtlich  ;)

auch die Plastikschraube ist für mich keinesweg ein Kritikanlass, ganz im Gegenteil, ich finde es sehr gut dass Du sowas anbieten kannst, nur halte ich es für gut möglich dass einige Leute von einem solchen Teil mehr erwarten als es in diesem Aufbau zu leisten vermag.

Das ist ein anderes Thema und ein sehr grosses Problem, wie Du dir sicher vorstellen kannst. Daher auch die Hinweise auf der Projektseite. Damit soll niemand verärgert sondern abgeschreckt werden. Im Prinzip müsste man vor dem Verkauf der meisten Bauteile die im Programm sind erst einmal einen Nachweis vom Kunden verlangen, welcher belegt, dass er die Bautaile auch sachgemäß und richtig einsetzen kann. Das ist ein ganz schönes Dielämmer....

Ich würde mir das mal an Deiner Stelle etwas überlegen, der Bedarf ist zweifellos vorhanden, wenn man nur einmal einige Musikerforen überfliegt und feststellt was so mancher gerne haben würde, und weiß wie einfach das eigentlich zu realisieren wäre, also mir fällt dazu schon recht Vieles ein das man in fast jedem Amp unterbringen kann.

Mir auch ABER das kostet alles recht viel Zeit. Es sind ein paar weitere kleiner "Module" in Planung und Vorbereitung aber was wann wie fertig ist, kann ich nicht sagen, dann der administrative Overhead (schön gesagt) im Tagesgeschäft ist extrem hoch. Es laufen aus diesem Grund zwar einige Restrukturierungen im Angebot, aber das dauert alles bis es greift.

Gruß, Dirk
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: kugelblitz am 24.08.2012 21:10
So jetzt funktioniert es, ausgemessen hab ich ehrlich gesagt noch nichts, aber es klingt erstmal :)


Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: kugelblitz am 26.08.2012 21:44
Etwas angepasst werkelt die VVR (Plates, Screen, Bias) jetzt in einem Express ähnlichen Verstärker (OT und PT vom JCA20h), ergänzt um LarMar, var. NFB, Presence und Depth.

Resumee nach ein paar Tagen:
Beim Spannung reduzieren wird er ziemlich giftig, zuviel Höhen, zwar korrigierbar aber das Klangbild ändert sich sehr stark. Vermutlich auf Grund der steigenden Spannungen Richtung Preamp. NFB ist zwar nicht wirkungslos aber die Regler (Pres. und Depth) verlieren beim runterreglen ziemlich an Wirkung. Beides führe ich ATM noch auf steigende Spannungen im Preamp zurück.

In den nächsten Wochen möchte ich versuchen ob mit dem LR8N3 (http://www.tube-town.net/ttstore/product_info.php/info/p3772_Supertex-LR8N3-Spannungsregler-450-V.html) aus dem Shop die Spannungen für den Preamp fixiert werden können. sollte ja nicht zu kompliziert sein mit 1k2 zwischen  Vout und ADJ und ~300k zu GND stabile 295-300V am B+(PI) zu bekommen und alle anderen Richtung V1 sollten dann auch stimmen.

Je länger ich darüber nachdenke hätte ich mir die seperate Screenregelung auch sparen können und 2 seperate B+ Pfade machen können, einen für Pre und PI und einen für Poweramp. Egal es funktioniert und kann auch leicht geändert werden.

BTW noch ein paar Bilder vom Test-Amp: Innenleben noch vom unfertigen Aufbau (vorallem noch ohne VVR), aktuellere folgen vielleicht wenn ich ihn das nächste Mal aufmache.

Gruß,
Sepp

EDIT: s/LR8/LR8N3/
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: Holzdruide am 26.08.2012 22:17
Hallo Sepp

Fein dass der Oversized läuft, schaut gut aus  :topjob:

Gruß Franz
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: kugelblitz am 26.08.2012 22:31
Danke, aber der 2. Regler ist leider wie es aussieht wirklich eigentlich nicht nötig, aber man kann dafür die Screens wirklich so anpassen wie man will ;) vorerst bleibt er drinnen, ausser der Platzmangel siegt.

Gruß,
Sepp

Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: kugelblitz am 2.09.2012 22:29
Update auf Letztstand[1], LR8N3 Pfad Richtung PI/Preamp noch ungetestet. Für die n-Channel Mosfets hab ich IRFIBE30G statt BUZ90 verwendet (für meinen Einsatzzweck ausreichend, aber mit 35W doch für die meisten zu schwach), im Biaszweig werkeln TIP41C und TIP42C.

[1] http://www.tube-town.de/ttforum/index.php/topic,16545.msg163816.html#msg163816
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: kugelblitz am 5.09.2012 23:24
LR8N3 ist angekommen. Ist das ein Winzling. Werde ihn in den nächsten Tagen testen um die nicht skalierten Spannungen zu fixieren...

BTW nachdem der LR8N3 scheinbar ziemlich begrenzt ist was die Verlustleistung angeht, könnte man ihn alternativ vielleicht benutzen, um die GateSpannung bei einem N-Channel Mosfet ala VVR/TT-VoCo etc zu stabilisieren und die Leistungsfähigkeit des Mosfets benutzen um die Versorgungsspannung zu stabilisieren. Ich werde ihn aber direkt einsetzen denn ich erwarte nur 7mA die ich auf ~300V (deltaU ~20V) stabilisieren will. Sollte das funktionieren ist das Thema vorerst gegessen ;) - hoffentlich

Gruss,
Sepp
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: kugelblitz am 11.09.2012 00:18
Update bezueglich des LR8N3:
Ich hab noch etwas gerechnet um den Vorwiderstand bzw die beiden R zum Einstellen der Ausgangsspannung zu dimensionieren.

Resumee: Es wird wirklich knapp mit den 0.74 W. Einerseits sollte er idle schon regeln, andererseits sollte er das Worst Case Szenario (B+ ist max) überleben. Es sollte sich, zumindest für meinen Amp, knapp ausgehen mit 0.2 - 0.6 W, ob es wirklich funktioniert wird die Realität zeigen. Die Alternative ihn immer Regeln zu lassen und ohne Vorwiderstand zu betreiben, dafür ohne den Strom Richtung Preamp sondern lediglich das Gate eines n-Channel Mosfets ala TT-VoCo/VVR etc zu fixieren ist sicher die bessere Variante. Sollte es nicht funktionieren werde ich das Netzteil also doch um- bzw neubauen müssen :(

Gruß,
Sepp
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: kugelblitz am 12.09.2012 00:23
So jetzt sind auch die Preampspannungen stabilisiert, aber mit der 2. Variante: Die Spannung wird per IRFIBE30G geregelt und der erhält die Gatespannung durch den LR8N3. Jetzt ist die Preamp/PIHVeingangsspannung zwischen ~265 und ~305V fixierbar. Negative Auswirkungen konnte ich noch keine entdecken, jedoch ist der Amp jetzt mit 6 ICs im Netzteil ein Teilegrab ;) Ob ich es noch einmal bauen werde? Keine Ahnung jetzt heisst es Erfahrungen sammeln und das Thema ist vorerst gegessen.

BTW und Danke an alle Beteiligten.

Gruß,
Sepp

EDIT: update von Schaltplan (inkl Preamp Stabilisierung)  + Rechnerergebnis (ohne Stabilisierung) im Anhang des Eröffnungsposts (http://www.tube-town.de/ttforum/index.php/topic,16545.msg163816.html#msg163816)
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: Athlord am 12.09.2012 07:24
Moin,
schön das Du Dich da "durchgebissen" hast.
Marshall hat beim AFD100 ja auch ziemlich viel Aufwand getrieben.
Gruss
Jürgen
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: kugelblitz am 12.09.2012 10:26
G'Morgen Jürgen,

eins weiss ich jetzt schon.  Sollte ich noch einmal so eine umfangreiche VVR bauen, werde ich versuchen mich etwas mehr durch Merlin inspirieren lassen und eine Schaltung bauen in der nur LowV am Poti anliegt, damit ich ein 100k Dual Poti verwenden kann und dann mit der 2. Hälfte automatisch das NFB mit regeln kann. Es ist ziemlich nervig dumpf wenn man zuerst Spannungen rauf dreht, dann LarMar aufdreht aber vergisst das NFB anzupassen ;).

Vorerst bin ich aber zufrieden, ich hoffe nach längerem spielen ist das noch immer so und nicht dass ich noch entdecke es streut einer der ICs beim Schalten irgendwo in das Signal ein.

Gruß,
Sep
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: kugelblitz am 12.09.2012 10:51
BTW just for the records: Warum ich doch die 2. Variante und B1+ als Input für den LR8N3 gewählt habe: Ich wollte eine möglichst hohe Spannung am Vin des LR8N3 aber niedrige Ströme, damit er einerseits immer regelt, Vin muss >12V+Vout sein damit er regelt, und andererseits es auch überlebt :) und das über den kompletten Regelbereich der VVR. Nicht dass er noch zusätzlich zu schalten beginnt.

Gruß,
Sepp
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: Holzdruide am 12.09.2012 11:46
Hallo Sepp

Ganz schön umfangreich geworden Deine Schaltung, interessant wäre ein Vergleich von Deiner Regelung zu nur G2 geregelt.

Für meinen Geschmack zu sandhältig aber trotzdem nicht uninteressant.

Gruß Franz
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: kugelblitz am 12.09.2012 17:13
Hallo Franz,

Ganz schön umfangreich geworden Deine Schaltung, interessant wäre ein Vergleich von Deiner Regelung zu nur G2 geregelt.

Vielleicht baue ich falls es sich bewaehrt eine "schoenere" Variante die sich nicht ueber 3 Platinen erstreckt, da koennte ich dann beim Umbau verschiedene Varianten testen.

Für meinen Geschmack zu sandhältig aber trotzdem nicht uninteressant.

Zuerst war ich auch sehr skeptisch, vorallem war das meine erste Schaltung mit den kleinen Kaefern. ATM bin ich auf jeden Fall, in anbetracht der Tatsache, dass es nur ein Experiment ist, zufrieden. Ob das so bleibt werden die naechsten Monate zeigen.

Gruss,
Sepp
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: kugelblitz am 3.10.2012 17:46
Update:

Es betrifft zwar nicht die VVR direkt, die funktioniert wunderbar, aber das NFB bzw den Depthregler. Nachdem ich es auch mit einem Stereopoti als var. NFB (eine Hälfte entweder seriel oder parellel zum Depth C) nicht schaffe zumindest einen ähnlichen Frequenzgang ohne am Depth zu drehen über alle Lautstärken zu erzeugen, fliegt der Depth raus und wird durch ein HighCut ersetzt. Das sollte hoffentlich über alle Lautstärken funktionieren.

Gruß,
Sepp
Titel: Re: Versuch TT g2 control um Biastracking zu erweitern
Beitrag von: kugelblitz am 14.02.2013 10:41
Noch ein kleines Update, der Vollstaendigkeit halber (und ja dafuer grabe ich diese Lesiche aus ;) ): Ich hab die Idee Ua und Ug2 mit je einem MosFet zu regeln schon vor Monaten wieder fallen gelassen und hab stattdessen das PS wie ueblich in zwei Zweige getrennt.

* Pfad 1: Endrohre eigene Siebung, regelbare Spannungen
* Pfad 2: PI + Pre, stabilisierte Spannungen, LN8R3 fixiert ueber MosFet die PI + Preampspannungen
* Zusaetzlich auf ~100k (6V6) linearisiertes LarMar MV (250k A dual und je Seite 3 Widerstaende die genauen Werte weiss ich leider auch nicht auswendig, aber ich glaub 220k, 470k und 1M bis 2M2 ).
* Regelbares NFB, IMO zielich interessant um bei Endroehrzerre den Headroom einzustellen.

Funktioniert wie gewuenscht, lediglich zwischen Fixed Bias und Cathode Bias verhaelt sich die Schaltung etwas unterschiedlich. Regelt man die Spannungen runter, bleibt die Endstufe mit Cathode Bias etwas lauter als die Fixed Bias Variante. Anders gesagt Ia(fixed Bias + low setting) < Ia(cathode bias + low setting). Sollte ich einmal Lust darauf haben kann man das ja den Verlauf der Biasregulierung noch anpassen. Bis auf die leichten Lautstaerken Unterschiede im Niedrigleistungsbetrieb funktionieren aber beide. Auf jeden Fall kann man den 6V6 TW inspired leiser gut klingend (IMO) spielen als so manchen MV Amp.

Schaltplan gibt es keinen (Weiss die Werte auch nicht mehr auswendig), denn der hier gepostete Plan sollte so nur als Anregung bzw als Diskussionsgrundlage dienen und muss IMO auf jeden Endstufe bzw deren Spannungen angepasst werden.

Gruss,
Sepp