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Technik => Tech-Talk Amps => Thema gestartet von: chaccmgr am 10.04.2013 00:56

Titel: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: chaccmgr am 10.04.2013 00:56
Hi,

ich habe mal eine Frage an die Erbauer großer Endstufen:

In allen Plänen zu Endstufen mit 4xKT88 habe ich Kathodenfolger nach dem PI/vor den Endröhren gesehen. Sind die nötig um die KT88 aussteuern zu können?
Was wäre, wenn die nicht da wären? Wenig Leistung?

Vielen Dank und Grüße
Robert
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: _peter am 10.04.2013 01:35
Hallo,

bei Endstufenröhren gibt es einen (auch von der Betriebsart abängigen) maximalen
Wert für den Gitterableitwiderstand. Der ist dem Datenblatt zu entnehmen. Hält man
das nicht ein, läuft der  Arbeitspunkt weg. Große Endröhren wie KT88 scheinen da
besonders empfindlich zu sein. Bei Parallelschaltung der Endröhren halbiert sich dieser
Wert noch einmal, so dass er die vorhergehende Stufe so stark belastet, dass der
nötige Pegel zur Aussteuerung nicht zustande kommt. Zudem gibt es bei direkter
Kopplung keine Probleme mit Blocking Distortion bei Gitterstromeinsatz.

Gruß, Peter
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: silverface am 10.04.2013 10:44
Hi Robert,

von Hiwatt gab es eine DR201-Version mit 4x KT 88. Die hatte einen simplen LTP-PI mit einer ECC81 und lief ohne Probleme.

Details siehe  http://hiwatt.org/tech2.html

Gruß, Gernot
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: silverface am 10.04.2013 10:54
Zusatz:
Die 200-er Hiwatts sind als zuverlässige Bassverstärker bekannt, oder wenn mans braucht auch für Gitarre.  :headphone:
Wenn du HiFi-Maßstäbe anlegst, sind Kathodenfolger vielleicht nötig.
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: Martin M am 10.04.2013 13:33
Moinmoin zusammen,

ganz allgemein gilt: Je mehr Anodenstrom eine Röhre trägt, desto mehr Elektronen fliegen in ihr rum (klar). Je mehr Elektronen in ihr rumfliegen, desto mehr davon landen eben nicht an der Anode, sondern fliegen z.B. gegen das Steuergitter.
Obwohl dieser Effekt z.B. in einigen Vorverstärkerschaltungen ausgenutzt wird (Gittervorspannungserzeugung durch Anlaufstrom, letzterer heißt so, weil die Elektronen gegen das Gitter anlaufen) ist er prinzipiell unerwünscht, manchmal sogar schädlich.
Es folgt die Faustregel, dass je größer der Anodenstrom in einer Röhre ist bzw. werden kann, der Gitterableitwiderstand (zwischen Steuergitter und Masse) umso kleiner werden muss. Damit können die gegen das Steuergitter anlaufenden Elektronen nämlich zur Masse abfließen und richten keinen Schaden (z.B. den genannten weglaufenden Arbeitspunkt) an.

Für Endröhren werden daher in den Datenblättern maximal zulässige Gitterableitwiderstände angegeben. Die mir bekannte in dieser Hinsicht kritischste Endröhre ist die 6550A, für die der elektrische General max. 50KOhm bei festem Ruhestrom (üblich in Endstufen) angibt, bei automatischer Gittervorspannungserzeugung ausschließlich durch Kathodenwiderstand dürfen es (es wird gleichspannungsmäßig kräftg gegengekoppelt) dann 250kOhm sein. Ich weiß, dass andere Hersteller da großzügiger sind, halte mich aber gerne auf der sicheren Seite des elektrischen Generals auf...

Die die Endstufe treibende Vorstufe, sei es direkt der PI in welcher Form auch immer direkt oder eine zwischen PI und Endröhre geschaltete weitere Stufe, muss genug Strom liefern können, um an dem Gitterableitwiderstand (bei mehrern Endröhren pro Halbwelle sogar an deren Parallelschaltung mehrerer solcher) das NF-Signal in der erforderlichen Amplitude auch treiben zu können.

Für deine konkrete Frage heißt das:
1.) Finde raus, welche Mischung aus automatischer und "fixed bias" Vorspannungserzeugung du hast (bzw. wenn du selber Schaltungsentwickler bist: Lege das beim eigenen Entwurf fest, man fängt i.a. bei Endstufen ohnehin "von hinten" an zu designen). Auch wenn du nominell "fixed bias" hast, realiter hast du fast immer auch Kathodenwiderstände, also einen Mix aus beidem!

2.) Bestimme daraus den minimal zulässigen Gitterableitwiderstand der Endröhren, bei mehreren Endröhren pro Halbwelle den durch Parallelschaltung sich ergebenden Gesamtwiderstand. Bei Schaltungen mit 4xKT00 halbiert sich der wirksame Widerstand, mit 6 drittelt er sich, 8 werden ihn vierteln und so weiter.

3.) Lege die Schaltung vor der Endröhre so aus, dass sie an diesem Widerstand auch die benötigte Gitterspannung (der Endröhren) treiben kann. Daher rühren die von dir erwähnten Kathodenfolger.

Es ist also mal wieder nicht so einfach wie "für Röhre X gilt Y", sondern hängt von vielen Parametern der Röhre sowie der konkreten Schaltung ab.
Weiterhin kommt es nicht darauf an, wo die Verstärkung passiert (vor oder hinter dem PI), sondern darauf, dass die letzte Röhre vor der Endröhre den benötigten Strom liefern kann. Schlimm wäre es - ganz und gar unabhängig von der Schaltung - hier eine ECC83 oder das amerikanische Äquivalent einzusetzen, die kann das nämlich nicht.

Der Hiwatt200 (4xKT88, kein Kathodenwiderstand, 100k Gitterableitwiderstand pro Röhre) ist also nix Besonders, schon gar kein Widerspruch zu irgendwas, sondern im Gegentum eine Bestätigung des Ganzen und durchaus vernünftig designt:

- Die 100kOhm gehen nach Datenblatt (TESLA) in Ordnung
- Die resultierenden 50k pro Halbwelle werden von einer ECC81 getrieben.

Martin
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: _peter am 10.04.2013 14:32
Hallo Martin,

da hast du dir aber viel Mühe gemacht. Sehr schöne, ausführliche Antwort.  :topjob:

Grüße, Peter
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: 12stringbassman am 11.04.2013 09:33
Wenn man die Endröhren (nicht nur KT88 et. al.) niederohmig und DC-gekoppelt mit Kathoden- oder Source-Folgern ansteuert, kann man durch Gitterstrom (Class AB2) noch ein bissl mehr an (wenig verzerrter) Leistung rauskitzeln.
Schaut Euch mal die diversen Kennlinienfelder an, die gehen für Ug1 manchmal bis +10V. Und auch knapp unter 0V ziehen die Steuer-Gitter schon genug Strom, um einen einfachen PI in die Knie gehen zu lassen. Niederohmig angesteuert kann man die Endröhren halt einfach ein bissl weiter aussteuern.

Gruß

Matthias
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: Martin M am 11.04.2013 10:53
Moinmoin zusammen,

Matthias, rein theoretisch hast du bei allgemeiner Beschaltung von Endröhren (z.B. in Sendern im C-Betrieb) absolut Recht. In der Praxis wird man aber eine NF Endstufe immer so betreiben, dass kein Gitterstrom fließt (A, AB oder maximal reiner B-Betrieb).
In diesen Betriebsarten wird der von der Endröhre inklusive direkter Beschaltung benötigte "Strombedarf" (nichts anders ist "Niederohmigkeit" der davor liegenden Stufe) ausschließlich durch den Gitterableitwiderstand bestimmt: Bei leistungsloser Anteuerung der Röhre selbst ist nämlich schlicht und einfach kein anderer Verbraucher für den Strom der Treiberstufe vorhanden. *)

Den Grund für stromstarke (=niederohmige) Ansteuerung von Endröhren in NF-Verstärkern findest du also nicht im Kennlinienfeld, sondern an anderer Stelle des Datenblattes: Beim minimal erforderlichen Gitterableitwiderstand.

Martin

*) Wenn man genau hinsieht, ist die leistungslose Steuerung von Röhren zwar - außer bei Gleichspannung - nur in der Theorie wahr, da halt bei Wechselspannungen immer Kapazitäten umgeladen werden müssen. Im für NF-Verstärker relevanten Frequenzbereich ist das jedoch zu vernachlässigen.
Wenn du ganz pingelig sein willst, kannst du die ebenfalls im Datenblatt angegebene, vom NF-Signal umzuladende Steuergitterkapazität berücksichtigen...
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: _peter am 11.04.2013 12:51
Hallo,

also dass es in der Praxis schwerer Gitarrenmusik nicht zu Endstufenzerre kommt,
würde ich glatt bestreiten.  :guitar: Es geht ja nicht um Hifi-Amps.

Allerdings haben die meisten Amps mit direkt gekoppeltem Kathodenfolger vor der
Endstufe (habe jetzt bei Hiwatt 400, Sunn 300T, Ampeg SVT geschaut) so große
Gridstopper, dass AB2 gar nicht richtig möglich wird. Über 47k fallen ja schon bei
0,1mA Gitterstrom 4,7V ab, die der Übersteuerung entgegen wirken. Daher kommen
diese Amps der Theorie nach gar nicht in den positiven Aussteuerungsbereich.
Allerdings wird das Eingangssignal weich begrenzt und in dem Sinne kommt es zu
Endstufenzerre.

Gruß, Peter
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: Martin M am 11.04.2013 14:40
Moinmoin,

als Bassist:
- Endstufenzerre nicht unbedingt, Endstufenkompression immer gerne ;)
als Techniker(mal als "Formel"):
- Endstufenzerre <> Steuergitterstrom
- A-, AB- und B-Betrieb = kein Steuergitterstrom

Martin
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: es345 (†) am 11.04.2013 18:15
Hallo zusammen

Ein paar Kommentar aus Sicht eines Hobby-Bassisten, wenn er nicht gerade Gitarre spielt:

- Gitterstrom heißt nicht zwangsläufig Verzerrung, insbesondere nicht im echten AB2 Betrieb. Dort führt er zu mehr Clean Power.
- ein gutes Profi-Beispiel für einen AB2 Betrieb ist der Fender 400PS, mit einem G1-Widerstand von 47 Ohm
- Meine Maschine (BRV250) ist ja hier im Forum beschrieben, der gemessene Unterschied zwischen clean AB zu clean AB2 sind ca 50 W mehr clean Ausgangsleistung.
- sicher führt ein Follower  (sei es als Röhrenkathodenfolger  oder als MOSFET Follower) zu einem sehr stabilen Arbeitspunkt aufgrund der niedrigen Treiberimpedanz
- denselben hohen Grad an Arbeitspunktstabilität erreicht man mit einem Zwischentrafo wie im Fender 400PS

Ich sehe den Follower als optional an, persönlich setze ich ihn gerne in Bassverstärkern ein. In Gitarrenverstärkern mit gewolltem Endstufenoverdrivebetrieb setze ich ihn nicht ein, da hier der Gitterstrom das Klangbild des Overdrive beeinflußt. Man könnte diesen Arbeitspunkt auch als "unechten AB2" bezeichnen ;)

Gruß Hans- Georg
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: chaccmgr am 11.04.2013 20:36
Hi
danke für Eure Kommentare.

Demnach wird die Endstufe wie im Plan die Endrohre nicht ausreichend aussteuern?
Reicht dann eine ECC81 oder braucht's dann doch einen Kathodenfolger?

Grüße
Robert
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: es345 (†) am 11.04.2013 23:10
Ich würde nur mit der ECC83 beginnen und dann die Ausgangsleistung messen. Vom Chassis her könntest Du ja den Platz für einen Kathodenfolger vorhalten. Laut Datenblatt KT88 Genalex erreichst Du im AB Betrieb ca 200W ohne Gitterstrom. 20 Watt mehr oder weniger wirst eh Du kaum hören. (nicht zu vergessen: doppelte Lautstärke benötigt 10fache Leistung).

Falls es nicht passt, setz eine ECC81 ein, sollte  für den Test ohne Änderung der Schaltung funktionieren.  Wenn Du dann noch mehr Leistung willst, bau einen Follower ein. Ich geh mal davon aus , daß Du P2P Verdrahtung machst, dann sind die Umbauarbeiten erträglich.

Ach ja, wird es denn ein Bass oder ein Gitarrenverstärker?

Gruß Hans- Georg
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: chaccmgr am 12.04.2013 09:29
Hallo Hans-Georg,

danke für die Info. Es wird ein Bass-Verstärker.

Grüße
Robert
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: cca88 am 12.04.2013 10:09
Hallo Hans-Georg,

danke für die Info. Es wird ein Bass-Verstärker.

Grüße
Robert

...ins gleiche Horn wie Hans-Georg...

das letzte Zipfelchen Leistung rauszuquetschen ist eigentlich egal. Da würde ich eher zum Class D Endstufenmodul raten  :devil:

Meines Erachtens kommt es eher darauf an, WAS da am Ende der Skala passiert. Sprich wie "passend" röchelt die Endstufe (inkl. Treiber) , wenn sie die weiße Fahne hisst.

Schlagartig/Weich/Brummig/Diffus/Fuzzig/kantig/warm/exakt/straff....
Einfachm mal um nur kurz einige nichtdefinierbare soft-facts in den Raum zu schmeissen.

Ums Ausprobieren und Selberdenreimdraufmachen wirst Du wohl nicht herumkommen.

Ich kenn den Unterschied im Grenzbereich zwischen einem zum Bassamp verurteilten 2203 (EL34 -ECC83) und einem 100er Bassman (6L6, ECC81). Da geht beispiesweise der Bassman gefühlt später und irgendwie härter ins Clipping. Der ganze Amp ist auch deutlich straffer und härter aufgestellt.

Ich habe den Bassman mal als Slave in einem Gitarrensetup verwendet. Das war im Gegensatz zu einem 50er Marshall als Slave richtig AUA. Wie mit der Bratpfanne. Unspielbar

Generell gehe ich davon aus, daß dieser diffuse Bereich beim Design wesentlich wichtiger ist, als das Thema "Leistung".

WIE FÜHLT SICH DER AMP FÜR DEN SPIELER AN?

Grüße

Jochen

PS: und damit's dann nicht langweilig wird, kommt dann noch der Speaker und die Box dazu  >:D >:D >:D
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: jacob am 12.04.2013 10:28
Hi Jochen,

absolute Zustimmung!
Ich habe da exakt die gleichen "Rack- Slave- Erfahrungen" wie Du gemacht.
Allerdings mit der Endstufe eines Twin- Reverbs ( mit einem Preamp direkt in den PI).
Das war absolut eklig im Clipping- Bereich, und auch im nicht clippenden Bereich der Endstufe klang es sehr unlebendig & ziemlich schlapp  :P

Gruß

Jacob
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: Martin M am 12.04.2013 13:16
Moinmoin,

hmmmmm, bin ich blind oder sehe ich gar keinen Gitterableitwiderstand (Widerstand vom Steuergitter der Endröhren nach Masse) in der Schaltung?
Die KT88 (jede) braucht da im Betrieb mit fester Vorspannung einen Widerstand von allerhöchstens 100k, der 1 Ohm Kathodenwiderstand ändert da nicht viel.

Was ich sehe, sind die 1k8-Gittervorwiderstände, die mit den internen Gitterkapazitäten zusammen mögliches HF-Schwingen verhindern sollen, aber ansonsten nur den über 180k entkoppelten Fußpunkt der Vorspannung (Bias). Die sind natürlich nicht das Selbe!

Ich selber würde außerdem
1.) die Röhren bezüglich ihres Steuergitters gleichspannungsmäßig entkoppeln und
2.) jeder Röhre ein eigenes Bias-Poti spendieren (was dann geht und teure "gematchte" Röhren überflüssig macht, falls die auf einen Arbeitspunkt gematchten Exemplare - anderes bekommt man nicht - das nicht ohnehin sind). Am 1 Ohm Kathodenwiderstand kann man dann schön und einzeln einzustellen 50mA Ruhestrom pro Röhre messen.

Wenn du also die höchstens 100k pro Röhre zugefügt hast, erhältst du höchstens 50k pro Halbwelle. Jede Halbwelle wird von einem System der Vorröhre getrieben.  Eine Bass-Endstufe macht m.E. dann besonders Spaß, wenn man sie in die Kompression "kitzelt". Zwischen 40 und 50 Volt sollten dazu am Steuergitter der KT88 ankommen können. Am 50k Gitterableitwiderstand bedeutet das einen effektiven Strom von (I=U/R) ca. einem Milliampere.

Laut Datenblatt kann die ECC83 zwar maximal 1,2mA liefern, aber das reicht nicht: auch sie braucht Ruhestrom und Aussteurerungsreserven.

Ich würde also weiterhin
3.) Die ECC83 durch eine ECC81 oder ECC82 ersetzen (ich selber habe in der Praxis sehr gute Erfahrung mit der ECC82 gemacht, obwohl die von den theoretischen Daten her für NF nicht so gut sein sollte)
4.) Eine weitere Verstärkerstufe davor setzen, da die ECC83 eine weitaus höhere Spannungsverstärkung als die ECC81 bzw. ECC82 hat und du - du koppelst ja auch noch gegen - mit den üblichen Eingangsspannungen an der Endstufe daher nicht mehr an die benötigtre Gesamtverstärkung kommst.

HTH

Martin

PS: Eine gut designte Endstufe mit 4 x KT88 (6550) ist m.E. die von Gerhard Haas. Ich bekomme kein Geld von ihm, kenne ihn nicht einmal, aber das ist was Handfestes!
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: _peter am 12.04.2013 14:10
Hallo,

ein Gitterableitwiderstand muss doch nicht zwangsläufig auf Masse gelegt werden.
Sonst hätte jeder fixed-bias-Amp keinen Gitterableitwiderstand.
Allerdings sind die 180k im Schaltplan laut Datenblatt zu groß.

Gruß, Peter
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: chaccmgr am 12.04.2013 15:20
Hi Martin und Peter,

äh...Verständnisfrage: Ich habe vor der Planung diverse Schaltpläne von Gitarren- und soweit verfügbar Bassverstärkern studiert und nirgends Gitterableitwiderstände gegen Masse gesehen. Mein Plan der Endstufe ist - mit Ausnahme der Kathodenfolger - ziemlich ähnlich mit dem Orange AD200, der hat auch keine, allerdings Bias-Widerstände von 150k.

@Peter: Du meinst die Widerstände zwischen Bias-Poti und Gitter? Kann man die wie Gitterableitwiderstände betrachten?

einzelne Bias-Potis überlege ich mir, wenn im Layout genug PLatz ist.
Der Preamp hat 3 Stufen (+ CF für den Effektweg) zu treiben, da sollte viel Signal rauskommen
Wenn ich die Bias-Widerstände also auf 100k verkleinere und die PI-Röhre gegen eine ECC81 tausche, müsste es besser funktionieren?

Gerhard Haas: meinst Du das Buch oder einen speziellen Plan? Mit Google habe ich nichts gefunden. Das Buch extra kaufen... habe schon Helmut Lemme, Rainer zur Linde und Merlin Blencowe gekauft, Martin Zollner, diverse amerikanische Autoren runtergeladen, AX84, 18Watt und andere Foren studiert und doch nichts spezielles für Bass gefunden.

Die Basser sind die armen Schweine beim DIY. Tausende Threads über verzerrte Sounds, Mods bekannter Designs für Gitarre und übersteuerte Endstufen aber wenig Grundlegendes für Bass. Es baut ja auch kaum noch einer mit Röhre für Bass.


Danke
Robert
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: _peter am 12.04.2013 15:57
Hallo,

z.B. bei Amps, die mit automatischer Gittervorspannung arbeiten, geht der Gitterableitwiderstand
direkt an Masse. Bei fixed bias an die Biasspannungsversorgung - so wie bei dir. Das ist aber
dennoch der Gitterableitwiderstand. Bspw. hier nachzulesen http://de.wikipedia.org/wiki/Gittervorspannung (http://de.wikipedia.org/wiki/Gittervorspannung)

Gruß, Peter
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: chaccmgr am 12.04.2013 16:28
ok, danke
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: Martin M am 16.04.2013 12:22
Moinmoin zusammen,

da die elrad nachfolgerlos eingestellt wurde, habe ich kein schlechtes Gewisen, den folgenden Schaltplan - inkl. der Berichtigung bezüglich der Beschaltung der Treiberröhre - einzustellen.
Ich habe den gesamten Artikel als recht guten PDF-Scan.

Martin (der sich sowas von schämt wegen der Gitterableitwiderstände, autsch...)
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: Fody am 16.04.2013 12:31
Hallo,

Danke für den Schaltplan! Sehr interessant finde ich den Trimmer P2. Der Designer hält wohl nicht viel von selektierten Röhren.

Gruss Casim
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: jacob am 16.04.2013 12:41
Hi Martin,

könntest Du bitte auch noch den Plan des Netzteils hier posten?

Den vier Bias- Trimmern sollte m.E. auf jeden Fall jeweils noch ein sogenannter "safety resistor" spendiert werden.
Auch dann, wenn man qualitativ sehr hochwertige Trimmer verwendet  ;D

Ich habe auch den starken Eindruck, dass so eine Crack wie Haas von dem ganzen "Röhrenselektionshype" nicht allzu viel hält  :angel:

Gruß

Jacob
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: _peter am 16.04.2013 12:57
Hallo,

... wobei man mit den Trimmern ja "nur" den Arbeitspunkt der Röhren abgleichen kann.
Die Steilheit der Röhren kann ja trotzdem sehr unterschiedlich sein. Aber ob man das hört...  ::)
Andererseits wüsste ich heutzutage auch gar nicht, wo ich ungematchte Röhren kaufen kann.  ;D

Gruß, Peter
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: Holzdruide am 16.04.2013 13:07
Hallo

Andererseits gibt's ja auch die Variante mit 100k & 87k, gar keine blöde Idee mit dem Trimmer.

Gruß Franz
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: Martin M am 16.04.2013 13:11
Moinmoin zusammen,

ich auch nicht ;)

"Unsere" (Verstärkung von Musikinstrumnenten) Röhrenschaltungen sind alle Standard der 50er und 60erJahre. Leo Fender baute nach Applikationsvorschlägen der Röhrenhersteller, was man allen seinen Schaltungen ansieht.
Weiterhin gab es dunnemals keine Beuteilemit besserer Toleranz als 10 bis 20%.
Alle Schaltungen, die uns interessieren, sind so ausgelegt, dass sie damit klarkommen, es gibt keine Offset-kritischen Gleichspannungskopplungen, stabil sein müssende Arbeitspunkte etc.
Warum soll man dann ausgerechnet die teuersten Bauteile matchen? Damit Händler an Voodoo verdienen!  *)

Selbst wenn das notwendig oder auch nur sinnvoll wäre (Konjunktiv): Ich habe noch keine handelsüblich erwerblichen selektierten Röhren gesehen, die in mehr als einem Arbeitspunkt gematched wurden. Und das ist unabhängig von jedem Preis technisch erst mal sinnlos.

Weiterhin ist wohl damit zu rechnen, dass Röhren seltener und teurer werden. Es ist daher gut, Arbeitspunkte einzeln abgleichen zu können. Auch der Einzelabgleich der 4 Endröhren ist daher sinnvoll.

Ich habe übrigens genau diesen Amp seit 1988 als Bassendstufe (perverserweise mit nem TE GP11 davor und ner Boogie 1516 dahinter) betrieben. Seit 2 Jahren läuft mein Imperator mit FET-Preamp an einer Zeck 2x12" EV, nehme ich das nur noch für "große" Räume. Die Endstufe war immer prima, ich habe bei häufiger und lauter (!)  Benutzung nur einmal die Endröhren getauscht. Dat Ding es jut.

Netzteil-Schaltplan hängt an

Martin

*) Übrigens: "New Old Stock" heißt original verschweißt, "NOS selektiert" heißt also vor vielen Jahren selektirert, verschweißt und dann nebeneinender gelagert und niemals durcheinandergeschüttelt. Sowas gibt es nicht, man sollte m.E. alle "NOS selektiert"-Anbieter wegen Betrugs belangen.
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: jacob am 16.04.2013 13:50
Stimmt, und u.a. deshalb klingen viele der Oldies auch so gut  ;)

"Absolut symmetrisch" klingt m.E. einfach nicht optimal.
Aber um die Sache "nach Gusto" wieder etwas aus der Balance zu werfen (nach der Einstellung des korrekten Ruhestroms), ist der Trimmer an der Treiberstufe ideal  :laugh:

BTW:
danke für den Schaltplan!

Gruß

Jacob
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: cca88 am 16.04.2013 21:24
Hallo,

Danke für den Schaltplan! Sehr interessant finde ich den Trimmer P2. Der Designer hält wohl nicht viel von selektierten Röhren.

Gruss Casim



Naja Jungs,

trotz allem Respekt vor Herrn Haas,


aber bitte schaut euch doch bitte mal die Wurzeln an. Williamson.

http://www.preservationsound.com/wp-content/uploads/2012/01/WilliamsonAmp_1947.jpg (http://www.preservationsound.com/wp-content/uploads/2012/01/WilliamsonAmp_1947.jpg)

Auch Experience hat das Rad nicht neu erfunden.

Aber er wußte genau, wo es gute Vorlagen für sehr gute Räder zum Verfeinern gibt  :) :) :)


Und genau dafür gibt es m.E. maximalen Reschpeckt.


Grüße



Jochen

Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: Hardcorebastler am 17.04.2013 07:30
Hi,
na ja, ob das eine Verfeinerung ist beim H. Verstärker ?
die Vorstufe war mal DC gekoppelt, dafür sind die Ruheströme der Endröhren
einzeln einstellbar .
Mit einer leichten Asymetrie des Phasendreher bzw. der Ansteuerrungsspannung der Endröhren lässt sich
der Sound einstellen, hörbar bei Hifi Nutzung, als Bassverstärker macht sich der Unterschied nicht bemerkbar

 Gruß Jörg
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: chaccmgr am 17.04.2013 10:36
Ich glaube 12stringbassman hat kürzlich einen Bericht über den Röhren-Workshop an der Uni-Regensburg gepostet. Die haben diverseste Röhren in parallel aufgebauten Schaltungen  einfach per Umschaltung gegeneinander getestet. Messbar sind wohl (kleine) Unterschiede, hörbar fast nichts, solange die Röhren in Ordnung sind.
-->Voodoo-->Geldmacherei

Ein guter Bekannter hat mal bei Just Music gearbeitet. Einmal kam ein bekannter Musiker und hat den Tech zusammengestaucht, was der für grottige Röhren in seinen Amp gesteckt hätte. Sie haben dann viel probiert und was auch immer drin war, er war nicht zufrieden. Der Tech hat dann die Röhren wieder rein, mit denen der Musiker ankam und dieser war dann vom Sound aber so was von begeistert...

Robert
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: Martin M am 17.04.2013 11:15
Moinmoin zusammen,

jaja, der Voodoo...

Autosuggestion ist nicht zu vernachlässigen, und wenn es hilft ::). Aus einem selbstgebastelten Amp, auf den man stolz ist, klingt alles besser, dito mit "teuren Röhren", insofern also alles OK. Sobald allerdings Beutelschneiderei und Verarsche dazukommen, sollte man mit dem Hammer...

Jochen hat natürlich Recht, der 4x6550 von Michael Haas ist keine revolutionäre Neuentwicklung. Wie übrigens jede Röhrenendstufe seit spätestens den 60ern ;)
Aber er ist ein absolut großartiges Stück Amp  :topjob:

Martin
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: Martin M am 17.04.2013 16:59
Ähh, Fritz, Franz,.... Gerhard Haas natürlich...

Martin
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: LuciMan am 18.04.2013 18:59
Moin,
Moinmoin zusammen,

da die elrad nachfolgerlos eingestellt wurde, habe ich kein schlechtes Gewisen, den folgenden Schaltplan - inkl. der Berichtigung bezüglich der Beschaltung der Treiberröhre - einzustellen.......

genau dieser Elrad-Artikel hat mich 1988 dazu bewogen, das Projekt leicht modifiziert anzugehen. Leider gab es mitten drin berufliche Veränderungen und ich hatte keine Zeit mehr zur Fortsetzung.
Beim Kramen in meinem Röhrenfundus in den letzten Wochen tauchten auch die Trafos, Platinen etc. auf - das ruft doch förmlich nach Weiterbau.  ;)

Hier ein Bild der zugehörigen NT-Platinen (s. von Martin eingestellten NT-Plan).

Gruß
Claus
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: jacob am 19.04.2013 10:36
Moin Claus,

Schätze, die man schon lange vergessen hat und zufällig nach Jahren / Jahrzehnten durch Zufall wieder "ausgräbt", sind halt was feines  :topjob:

Du solltest die Elkos aber auf jeden Fall formieren (je langsamer, desto besser).

Gruß

Jacob
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: Martin M am 19.04.2013 16:46
Moinmoin zusammen,

die Endstufen-Platine habe ich mir damals selber gemacht (hatte Zugang zu einer damals professionellen Ätzanlage), das Netzteil auf Pertinaxplatten mit Lötstützpunkten ähnlich Turretboard gebaut.

Das Ganze in einen stabilen 4HE 19" Stahlrahmen, hinten einen Lüfter dran und so gebaut, dass 2HE mit knapp 20cm Tiefe vorne noch für den Trace Elliot VV frei blieben. Das alles wiederum in ein stabiles 19" Holzrack mit Tür vorne und Klappe hinten. So habe ich ein ca. 40kg wiegendes 19" 4HE Rack mit guten 40cm Tiefe. Ich brauche auch nie Angst darum zu haben, denn ich darf es immer selber  tragen ;)

Im offenen Gerät beim Bau ist ein Schirmgitteranschluss - war meine Schuld - des AÜ unter Last gegen das Blech gekommen, was mir einen neuen AÜ einbrachte :facepalm:
Die einzigen sonstigen Änderungen waren vor 10 Jahren die Lautsprecher-Klinken durch XLR zu ersetzen, vor 2 Jahren dann einen davon durch Speakon. Auf die "Lautsprecherbuchsen-Standby-Automatik" verzichte ich.

Martin
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: LuciMan am 20.04.2013 17:14
Moin,
.....Schätze, die man schon lange vergessen hat und zufällig nach Jahren / Jahrzehnten durch Zufall wieder "ausgräbt", sind halt was feines  :topjob:

Du solltest die Elkos aber auf jeden Fall formieren (je langsamer, desto besser).  ....

Vergessen eher nicht, sondern immer weiter geschoben, weil es gerade wieder mal was Wichtigeres gab.

Formieren ist klar - auf dem Bildchen warten neben den Elkos auf der 2x15W-Platine vorne (Zeichnung siehe Avatar) und den schon erwähnten großen Mono-NTs noch reichlich Dynacord-Oldies (kleiner Auszug unter dem Tisch). Nur habe ich meinen Regeltrafo noch nicht gefunden (auch ein altes Schätzchen) - der Trenntrafo steht schon bereit.

Die Endstufen-Platinen habe ich mir damals selber auf Folie gezeichnet (noch mit schwarzer Deckfolie und Tuschstift. Die beschichteten Platinen dann mit der Folie im Sonnenlicht belichtet und danach geätzt. Muss ich auch noch rauskramen und aufmöbeln.

Die Platinenzeichnung späterer Geräte habe ich dann mit Mega-PCB (Pixel-PCB - 4 Layer) auf meinem getunten Atari STFM gezeichnet. Mit heutigen Programmen natürlich nicht zu vergleichen, aber mir reichte es damals.  ;)

@Martin:

Nochmals Danke für den Elrad-Artikel.

Gruß
Titel: Re: Ansteuerung 4 x KT88 Endstufe
Beitrag von: cfortner am 22.04.2023 19:39
Das ist ja hier ein uralter Thread, trotzdem versuche ich es. Das Thema ist ja immer jung.

Wenn man den Rg für die KT88 berechnet, geht der G1-Schirmgitter-Widerstand mit ein?

Im Bassic-Forum habe ich die Reanimation eines Weber Mywatt 400 und den Nachbau eines Hiwatt DR405 beschrieben, das waren schon Herausforderungen, haben mich aber weiter gebracht im Verständnis der Hoch-Watt-Boliden.

Wenn man im Hiwatt die Widerstände vom G1 zur Masse addiert, sind es ohne Gridstopper ca. 100k für eine Röhre, das kommt gut mit dem max. Rg bei fixed BIAS von 100k im Datenblatt hin. Er läuft mit einem Gridstopper von 2,2k auch bestens und stabil, bringt gut 300W, allerdings mit 6x 6550, Anodenspannung 656V, Gitterspannung 410V-

Der Mywatt geriert sich mit KT88 instabiler, der hatte original (und angeblich neu) ausgeliefert keinen cathode follower nach dem PI und brachte gerade 90W. Den CF habe ich eingebaut und nun bringt er mit einem kleinen Zusatz-Ringkern, der die Anodenspannung auf 800V bringt, aus sechs KT88 glatte 400W.

Im Mywatt sind die Röhren separat gebiast, allerdings mit 50k-Trimmpotis. Dadurch ist der gemessene Rg vom Gridstopper zu Masse schon über 130k, halt plus Gridstopper von 22k an der Röhre dann bei ca. 150k. (Für die Hiwatt DR405 gibt es in der Literatur zwei Angaben für die Gridstopper der KT88, 2,2k und 22k).

Deshalb noch einmal meine Frage: Berechnet man den Gridstopper bei der Bestimmung des Rg mit ein?

Mein nächstes Projekt wird ein ForWatt 500 (ich heisse Fortner mit Nachnamen, kleines Wortspiel), 1000VA Ringkern als PT, 400W AT von Tube Town, 6x KT120, Anodenspannung ca. 830V, Gitterspannung 450-550V, das muss ich testen. Also eigentlich forwhat, das braucht heute kein Mensch mehr. Macht aber Spass.

Sechs BIAS-Potis (die Fender-Potis 10k ohne Achse) habe ich schon eingebaut. Die KT120 dürfen nur maximal 51k Rg haben, das kommt aber mit den 10k-Trimmern mit 15-22k nach Masse, einem Einspeise-Widerstand von ca. 22k und einem Gridstopper von 10k gut hin und sollte stabil sein.

Die sechs KT120 hatte ich im Mywatt 400 schon eingebaut, der hat einen wirklich extrem fetten AT mit einem Raa von ca. 1,6k drin, dazu einen Ringkern mit ca. 700VA zur Versorgung. Da habe ich 500W rausgeholt, allerdings waren die Ruheströme nicht sehr stabil und ich brauchte 12 KT120, um sechs Exemplare zu finden, die bei gleichem Ruhestrom auch bis in die Maximalleistung sauber parallel im Anodenstromgleichlauf waren. Die Instabilitäten führe ich auf den zu hohen Rg zurück.

Wer kann mir dabei helfen? eas345 ist ja leider, leider verstorben. Es sollte aber nach dem, was ich hier bislang gelesen habe, genug Expertise geben.

Liebe Grüsse und vielen Dank

Christian