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Technik => Tech-Talk Design & Konzepte => Thema gestartet von: RoehrenJeans am 15.03.2014 16:46

Titel: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: RoehrenJeans am 15.03.2014 16:46
Hallo beisammen,

Normalerweise kommt im Frühling immer ein erster GAS Anfall... so auch dieses Jahr - allerdings hat mich keine neue Gitarre angelacht sondern mich plagt das Verlangen meinen ersten Amp zusammenzubauen. Kleinere Reparaturen habe ich ja mittlerweile erfolgreich gemeistert.
Hm und nun surfe ich mehr oder weniger planlos durchs Web auf der Suche nach einem schönen Bausatz.
Ein klassischer 18W Plexi oder ein 5E3 Tweed clone ... hm, eigentlich möchte ich keine Unsummen investieren, - ich brauch nicht wirklich einen weiteren clubtauglich lauten Amp, ich habe schon genügend und in Clubs spiele ich eh nicht. Daher vielleicht doch lieber eine Emma ?
So ein kleines LowW- Top gehört doch in jeden Haushalt oder ?
Nun hatte ich eben schon den Warenkorb zusammengeklickt, so mit Kit, Chassis, Griff, Gummifüssen und Kiste drumrum - zwischendurch mal kurz ne Tasse Kaffee getrunken.. ups, nun ist der Warenkorb plötzlich wieder leer  :o
OK, das ist vielleicht ein Wink des Schicksals ...
Irgendwie stört mich eh der Anblick dieses kleinen Ringkerntrafos und der Netzteilplatine. Ich hätte es gerne etwas puristischer... vielleicht mit Gleichrichterröhre oder so ... auch ein Turretboard würde mir irgendwie besser gefallen ... das Auge bastelt schließlich mit und nur Malen nach Zahlen möchte ich auch nicht...

Was meint Ihr ?  Den Bausatz in Einzelteilen kaufen und etwas anpassen ?
Kennt jemand eine schöne Alternative ?

Gruß
Toni
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: Gitarrenkalle am 15.03.2014 17:59
Hallo Toni...

zwischendurch mal kurz ne Tasse Kaffee getrunken.. ups, nun ist der Warenkorb plötzlich wieder leer

Einfach wieder einloggen und dann müsste der Warenkorb wieder prall gefüllt sein. Ist wohl ne Sicherheitsgeschichte. Oder doch ein Wink des Schicksals ???

Den Bausatz in Einzelteilen kaufen und und etwas experimentieren wäre eine Option. Die Vorstufe ist ja nun an Einfachheit kaum zu unterbieten. Eine Idee wäre: Den ersten Kanal (den mit der Tonblende) so belassen wie er ist. Die zweite Röhrenhälfte wäre dann übrig. Nach C2 einen Wechsler rein (Schalter oder Relais), dann ein Fender-Tonestack, dann die zweite Röhrenstufe, dann wieder einen Wechsler, und dann ab in die Endstufe. Dann hätte man wahlweise einen Emma-Kanal (5E3) und einen "großen" "Fender-typischen" Kanal.

Ich habs ausprobiert und war von Ergebnis relativ begeistert  :guitar:

Sicher kann man sagen: Das hat nicht mehr viel mit dem Minimalismus der Emma zu tun. Sind ja dann immerhin 3 Regler mehr drauf.

Gruss...
Kalle
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: Fwänk am 15.03.2014 19:15
Hi Toni,
je nachdem wie viel Erfahrung Du hast ist doch ein Bausatz für den Anfang genau das passende. Mit den Optionen von Kalle hast Du ja dann doch schon einiges zu basteln. Der nächste kommt dann sowieso über kurz oder lang.
Ich würde sagen bleib bei dem Bausatz.
Viele Grüße
Frank
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: Dirk am 15.03.2014 19:35
Nun hatte ich eben schon den Warenkorb zusammengeklickt, so mit Kit, Chassis, Griff, Gummifüssen und Kiste drumrum - zwischendurch mal kurz ne Tasse Kaffee getrunken.. ups, nun ist der Warenkorb plötzlich wieder leer  :o

Vermutlich Session abgelaufen. Du hast die Artikel in den Korb gelegt und warst angemeldet. Nachdem die Session abgelaufen ist wirst Du automatisch ausgeloggt und dann erscheint der Warenkorb natürlich leer.

Neu einloggen und dann sollte alles wieder da sein. Wenn nicht, dann bitte melden.

Gruß, Dirk
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: RoehrenJeans am 15.03.2014 20:00
Hi,

Zitat
Du hast die Artikel in den Korb gelegt und warst angemeldet

ne, ich melde mich normalerweise bei Online-Shops immer erst an (d.h. login), wenn das Körbchen gefüllt ist und ich mich auf den Weg zur Kasse begebe...  Hm, muss ich wohl mein Einkaufsverhalten überdenken... ;-)

Ansonsten, Frank und Kalle, danke für eure Tipps.
Im Moment tendiere ich eher zu einem "Kalle-modified-Emma-Nachbau" und Kauf der Einzelteile, ich bin noch am Hirnen bzgl. Netzteil...

Gruß
Toni
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: diyMen am 18.04.2014 09:58
zwischendurch mal kurz ne Tasse Kaffee getrunken.. ups, nun ist der Warenkorb plötzlich wieder leer

Kaffee fand ich noch nie gut  ;D

Irgendwie stört mich eh der Anblick dieses kleinen Ringkerntrafos und der Netzteilplatine.
 ...uch ein Turretboard würde mir irgendwie besser gefallen ... das Auge bastelt schließlich mit und nur Malen nach Zahlen möchte ich auch nicht...


ich würde mich als erstes erst mal von der Blockade bzw. dem Trugschluss befreien, dass technisches nur  dann gut wäre, wenn es  optisch gefällt bzw. aus Unkenntnis des Neuen und aus Tradition des Alten einem anerzogenen Bruchteil  des technisch aktuell Möglichen und Machbaren entspricht.

Ringkerntransformatoren machen einen hervorragenden Job, sie sind im Vergleich zu ihren konventionellen Kollegen aus der M und E/I Schnittfraktion, bei gleicher Leistung, deutlich kleiner. Zudem streuen sie deutlich weniger ins  umliegende Gerät.
 
Wenn ich immer nur die Wege gehen würde, die vor mir schon andere gingen würde ich auch nur dort ankommen wie sie waren - oftmals wäre es aber dann gar nicht dort wo ich hin will.
Gruß Frank

Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: RoehrenJeans am 18.04.2014 10:47
Moin Frank,
habe eben dein Posting gelesen (bei einem Tässchen Kaffee versteht sich)  ;D

Zitat
ich würde mich als erstes erst mal von der Blockade bzw. dem Trugschluss befreien, dass technisches nur  dann gut wäre, wenn es  optisch gefällt bzw. aus Unkenntnis des Neuen und aus Tradition des Alten einem anerzogenen Bruchteil  des technisch aktuell Möglichen und Machbaren entspricht.
Hm, vermutlich hast du hier in meine Aussage mehr reininterpretiert als ich geschrieben habe. Ich habe doch lediglich geschrieben, dass "das Auge mitbastelt" (in diesem Fall meine ich mein Auge).
Das hat definitiv nichts mit Unkenntnis des Neuen zu tun sondern mit gefällt schlicht der Anblick eines klassischen Trafos so mit Kernblechen und Gedöns drumrum deutlich besser ... (und ich bin mir ziemlich sicher ich bin hier nicht der einzige  ;))

Zitat
Wenn ich immer nur die Wege gehen würde, die vor mir schon andere gingen würde ich auch nur dort ankommen wie sie waren - oftmals wäre es aber dann gar nicht dort wo ich hin
Jep, 100% Zustimmung - genau so halte ich es in meinem Job. Ich bin in einer Entwicklungsabteilung eines sehr erfolgreichen Unternehmens nicht unwesentlich daran beteiligt täglich neue Wege zu gehen ...  ;)
Meine Amp-Basteleien jedoch sind pures Hobby und zu meinem Vergnügen und da erlaube ich mir einfach das zu basteln was mir gefällt ...

Nix für ungut - ich habe dich schon verstanden und ich denke im Prinzip auch ähnlich wie du - nur in diesem speziellen Fall passts halt nicht.  :bier:

Btw. eigentlich wollte ich über Ostern meine ganz spezielle Emma aufbauen - allerdings hat DPD meinen "Neuzustellungsauftrag" entweder verbaselt oder zu spät bekommen ... schade, ich hätte euch gerne nach Ostern meine Emma gezeigt und ich bin mir ziemlich sicher mit dieser Emma gehe ich "komplett neue Wege"

Schöne Ostern
Gruß
Toni
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: RoehrenJeans am 4.05.2014 21:44
Hallo beisammen,
das war ein schönes langes Wochenende und ich war fleißig ...
Ich habe gemessen, geplant, gefeilt, gebohrt, geleimt, geklebt, geschraubt ... und ganz zum Schluss durfte ich auch noch ein bisschen löten  ;D
Hier habe ich nun ein paar Impressionen meines letzten Projekts für euch zusammengebastelt.
Leider hat das mit dem Ton auf die schnelle nicht mehr geklappt, meine Kids pennen schon und ihr kennt die Emma ja sowieso... bitte hier entlang zur Tante Emma:
https://www.youtube.com/watch?v=GbReDRS8g0s&feature=youtu.be (https://www.youtube.com/watch?v=GbReDRS8g0s&feature=youtu.be)
Gruß
Toni
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: cca88 am 4.05.2014 23:15
Hallo beisammen,
das war ein schönes langes Wochenende und ich war fleißig ...
Ich habe gemessen, geplant, gefeilt, gebohrt, geleimt, geklebt, geschraubt ... und ganz zum Schluss durfte ich auch noch ein bisschen löten  ;D
Hier habe ich nun ein paar Impressionen meines letzten Projekts für euch zusammengebastelt.
Leider hat das mit dem Ton auf die schnelle nicht mehr geklappt, meine Kids pennen schon und ihr kennt die Emma ja sowieso... bitte hier entlang zur Tante Emma:
https://www.youtube.com/watch?v=GbReDRS8g0s&feature=youtu.be (https://www.youtube.com/watch?v=GbReDRS8g0s&feature=youtu.be)
Gruß
Toni

 :topjob:
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: Robinrockt am 4.05.2014 23:27
Hallo Toni,

absolut genial ;D Ein Nähkästchen, der absolute Hammer :guitar:
Tolles Projekt und eine (auch) sehr schöne Verpackung. Definitiv Wohnzimmer geeignet.
 :topjob:

Viele Grüße,
Robin
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: kugelblitz am 5.05.2014 09:07
Die Idee finde ich wirklich gelungen. Auch wenn mir regulaere Gehaeuse praktikabler erscheinen. BTW hast Du gar keine Schirmung verbaut?

Gruss.
Sepp
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: RoehrenJeans am 5.05.2014 09:09
Moin,

vorweg, danke für die netten Komplimente.

Leider (oder glücklicherweise, denn es macht ja Spaß) muss ich das Nähkästchen heute Abend nochmal zuerlegen, denn gestern
Nacht habe ich noch versucht der Emma mal etwas leisere Töne zu entlocken. Zu meinem großen Erstauenen hat das aber gar nicht so recht funktioniert.
Das tönt irgendwie "shice" und "zerrt" ganz eigenwillig unharmonisch falsch... erst wenn ich die Saite etwas stärker anspiele kommt ein vernünftiger Ton zustande.
Das Phänomen tritt mit beiden Kanälen sowohl bei low als auch beim high-Input auf. Muss ich wohl mal den Oskar dranhalten ...

Btw. Den Tone-Regler muss ich fast auf Rechtsanschlag drehen um einigermaßen Höhen aus dem Speaker zu bekommen, an Bässen kommt da erstaunlich viel und relativ stramm, -das hatte ich von den 3W so gar nicht erwartet.
Getestet habe ich einmal mit einer 2x 10" (alte MusicMan Speaker) und einer 1x 12" Celestion Greenback G12M

Gruß
Toni
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: diyMen am 5.05.2014 10:18
an Bässen kommt da erstaunlich viel und relativ stramm, -das hatte ich von den 3W so gar nicht erwartet.
Getestet habe ich einmal mit einer 2x 10" (alte MusicMan Speaker) und einer 1x 12" Celestion Greenback G12M

Hallo Toni,
na das ist doch schön wenn er angenehmen Sound macht :topjob:, auch wenn grad in den tieferen Tonlagen der Klirrfaktor daran maßgeblich beteiligt sein dürfte.  ;D

Ich habe Änliches mal mit einer Gegentakttreiberstufe erlebt, zwischen deren Pufferstufenausgänge ich einen 2KOhm Gegentaktausgangsübertrager massefrei schaltete. Die Schaltung brachte es bei glasklarer Wiedergabe auf etwas mehr wie Zimmerlautstärke (ca. 300mW) , aber die Bässe waren auch bei Übersteuerung sehr "rund und voll" - auch wenn es nicht mehr wesentlich lauter wurde. Der spezielle Sound lag in der beträchtlichtlichen Unteranpassung begründet. Ein vergleichsweise höherohmiger Übertrager (14KOhm) brachte mehr Lautstärke aber spürbar weniger Bässe.

Gruß Frank
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: RoehrenJeans am 5.05.2014 10:39
Hi Sepp,

Zitat
BTW hast Du gar keine Schirmung verbaut?
Ne, no risk no fun ... mir ist schon klar das ich mich da auf dünnes Eis begeben habe.
Was mich eigentlich stört ist eher die relativ lange GND Leitung von der kleinen Netzteil-PCB zu meinem Masse-Sternpunkt.
Diese konnte ich "konstruktionsbedingt" nicht so kurz machen wie ich eigentlich gerne möchte weil ich nur von oben an die Schaltung ran komme...
Der Brumm hält sich bis jetzt noch ohne großes hin und her bereits in Grenzen... ein bisschen Brumm gehört dazu, eine Nähmaschine brummt ja schließlich auch  ;D

Servus
Toni
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: kugelblitz am 5.05.2014 12:15
Hallo Toni,

Brumm ist das eine, aber anderseits waeren mit einem ordentlich geerdetem Metalgehäuse gleich auch alle aussen beruehrbaren Metalteile (zugegeben viel ist das bei Deinem Amp nicht ;) ) gleich mitgeerdet... Vielleicht bin ich hier auch etwas übervorsichtig, aber auf jeden Fall die Idee gefällt.

Gruß,
Sepp
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: RoehrenJeans am 5.05.2014 13:19
Hi Sepp,

Zitat
Vielleicht bin ich hier auch etwas übervorsichtig...
Ne, das denke ich nicht - ein interessantes Thema sprichst du hier an.
Und du hast natürlich recht, ein CE Zeichen dürfte ich da nicht draufkleben und bzgl. Schutzklasse ist es weder Fisch noch Fleisch ... eher "Fleisch ist mein Gemüse"  :guitar:
Btw. Ist der Ringkern Schutzklasse II ?
Wenn nicht und wenn ich gemäß Norm korrekt aus dem Nähkästchen röhren will, wird das gar nicht so easy  :-[

Gruß
Toni
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: RoehrenJeans am 7.05.2014 22:43
Hallo beisammen,

darf ich euch nochmals kurz um Rat fragen, bevor ich mein Nähkästchen wieder zerlege...
Ich habe nun eine Weile die kleine Emma gespielt und im großen und ganzen bin ich sehr sehr angetan (solange laut und dreckig). Wie bereits gesagt, habe ich aber ein eigenwilliges Problem mit den leisen Tönen.
Bei sehr kleinen Eingangssignalen bzw. wenn ich sehr leise meine Gitarre spiele höre ich ein eigenwilliges unharmonisches Zerren. Ich kann das nicht so recht beschreiben, daher habe ich das mal aufgenommen.
(die ersten beiden lauteren Töne meine ich nicht, da hat mein Zoom kurz übersteuert, dann kommen ein paar einigermaßen stark angeschlagene Töne bei denen es nicht ganz so auffällt und dann kommen besagte leisen eigenwilligen Töne ...

Any Ideas ?
Muss das so ?

Gruß
Toni
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: cca88 am 10.05.2014 20:58
Hallo beisammen,

darf ich euch nochmals kurz um Rat fragen, bevor ich mein Nähkästchen wieder zerlege...
Ich habe nun eine Weile die kleine Emma gespielt und im großen und ganzen bin ich sehr sehr angetan (solange laut und dreckig). Wie bereits gesagt, habe ich aber ein eigenwilliges Problem mit den leisen Tönen.
Bei sehr kleinen Eingangssignalen bzw. wenn ich sehr leise meine Gitarre spiele höre ich ein eigenwilliges unharmonisches Zerren. Ich kann das nicht so recht beschreiben, daher habe ich das mal aufgenommen.
(die ersten beiden lauteren Töne meine ich nicht, da hat mein Zoom kurz übersteuert, dann kommen ein paar einigermaßen stark angeschlagene Töne bei denen es nicht ganz so auffällt und dann kommen besagte leisen eigenwilligen Töne ...

Any Ideas ?
Muss das so ?

Gruß
Toni

Hallo Toni,
keine Ahnug, ob ich Dichdas schonmal gefragt habe...

Hast Du ein Oszi?

Dann könntest Du Dir das einfach mal anschauen...

Grüße

Jochen
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: RoehrenJeans am 10.05.2014 21:52
Hallo Jochen,
aus deiner Antwort schließe ich, dass du auch denkst, dass das so nicht sein soll ... ???
Und ja, ich habe ein Oszi und Signalgenerator und vielleicht finde ich morgen endlich mal Zeit und Ruhe mir die Signale anzuschauen.
Die Röhren (mit Ausnahme der Endstufenröhre) habe ich schonmal testweise getauscht - ohne Erfolg.
Ch1 und Ch2 verhalten sich identisch was dieses merkwürdige "Fremdzerren" angeht..

Tja, heute kam ich leider zu gar nichts, denn ich sitze hier nun seit Stunden an drei Windows-Rechnern und versuche diese nach der XP Abkündigung wieder auf Stand zu bringen ...

Machs gut
Toni
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: cca88 am 10.05.2014 21:58
Hallo Jochen,
aus deiner Antwort schließe ich, dass du auch denkst, dass das so nicht sein soll ... ???
Und ja, ich habe ein Oszi und Signalgenerator und vielleicht finde ich morgen endlich mal Zeit und Ruhe mir die Signale in Ruhe anzuschauen.
Die Röhren (mit Ausnahme der Endstufenröhre) habe ich schonmal testweise getauscht - ohne Erfolg.
Ch1 und Ch2 verhalten sich identisch was dieses merkwürdige "Fremdzerren" angeht..

Tja, heute kam ich leider zu gar nichts, denn ich sitze hier nun seit Stunden an drei Windows-Rechnern und versuche diese nach der XP Abkündigung wieder auf Stand zu bringen ...

Machs gut
Toni


...auch Du mein Sohn Brutus... der XP-Tod läßt grüßen,....

Nimm anstelle des Signalgenerators die Gitarre und sieh Dir den Input und das, was der Ampdraus macht an. Geh durch die Stufen durch und suche Auffäliges.

Grüße

Jochen
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: RoehrenJeans am 10.05.2014 22:51
Zitat
...auch Du mein Sohn Brutus... der XP-Tod läßt grüßen,....
Installing Update 28 von 268
Reboot
Wait
Installing Update 29 von 271
Reboot
Wait ...
Neuregistrierung über das Internet ...
Neuregistrierung failed
Neuregistrierung via phone
Sie rufen ausserhalb der Geschäftszeiten an ... if you speak english drücken Sie die "Raute-Taste" ...

Wie mich dieser Dreck anödet ...  >:(
Ich mach mir jetzt einen Sud auf. ;D
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: cca88 am 11.05.2014 08:35
Installing Update 28 von 268
Reboot
Wait
Installing Update 29 von 271
Reboot
Wait ...
Neuregistrierung über das Internet ...
Neuregistrierung failed
Neuregistrierung via phone
Sie rufen ausserhalb der Geschäftszeiten an ... if you speak english drücken Sie die "Raute-Taste" ...

Wie mich dieser Dreck anödet ...  >:(
Ich mach mir jetzt einen Sud auf. ;D

cmd as admin
slmgr -rearm

Morgen ist auch ein guter Tag zum registrieren....

Wieviel Terabytes an updates hat er denn schon gezogen?
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: RoehrenJeans am 11.05.2014 09:10
Moin Jochen,

alles gut ... kurz vor halb 12 hatte ich alle Rechner wieder am Laufen.
Inkl. aller Umzüge von Emaildatebanken,  Virenscannernlizenzen und Cubase-Lizenz.
Letztere war so alt, das das Lizenzverwaltungsprogramm schon kein serverseitiges Pendant mehr gefunden hat... da muss man auch erstmal drauf kommen ... :facepalm:

Zitat
Wieviel Terabytes an updates hat er denn schon gezogen?
Wenn in meinem Router Röhren wären müsste ich diese jetzt vermutlich wechseln  ;)

Gruß
Toni
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: cca88 am 11.05.2014 09:35
Moin Jochen,

alles gut ... kurz vor halb 12 hatte ich alle Rechner wieder am Laufen.
Inkl. aller Umzüge von Emaildatebanken,  Virenscannernlizenzen und Cubase-Lizenz.
Letztere war so alt, das das Lizenzverwaltungsprogramm schon kein serverseitiges Pendant mehr gefunden hat... da muss man auch erstmal drauf kommen ... :facepalm:
Wenn in meinem Router Röhren wären müsste ich diese jetzt vermutlich wechseln  ;)

Gruß
Toni

Hast Du einen Automatik verwendet, oder alles per Hand umgezogen?

Grüße

Jochen
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: RoehrenJeans am 11.05.2014 10:09
Moin,
ne nix Automatix ... is wie beim Autofahren, da will ich auch selber schalten  ;)

Ne, im Prinzip war das nix wildes aber es zieht sich eben über Stunden hin, Treiber suchen, Patches usw. ...
Besonders nervig war die Installation von XP auf einem meiner ausrangierten Laptops. Diesen hab ich für den Sohn eines Freundes installiert, damit er eine "Plattform" hat um erste Recording-Erfahrungen zu sammeln. Er hat ein schnuckliges Alesis Mischpult welches 16 Spuren via USB wandeln und übertragen kann ... leider war die im Lieferumfang enthaltene Cubase-Version so alt, dass es Probleme mit der Lizenzfreischaltung gab...
Nun denn, es ist vollbracht nun kann ich mich der Emma widmen.

Gruß
Toni
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: RoehrenJeans am 11.05.2014 13:24
Hallo,

Zitat
Hast Du ein Oszi?
Dann könntest Du Dir das einfach mal anschauen...
So, dann will ich mal etwas aus dem Nähkästchen plaudern ...
Offensichtlich bin ich schon so abgestumpft, dass ich einen 50 oder 100Hz Brumm gar nicht mehr als besonders störend empfinde ...
Wenn ich mich aber nicht ganz arg täusche, liegt hier der Hund begraben. Diese bizarren Töne höre ich wohl insbesondere dann, wenn mein "Gitarrenton" leise ist / wird und sich mit dem Brumm überlagert. Zumindest war ich gerade doch sehr erstaunt zu sehen, dass der Pegel des Tones in der gleichen Liga spielt wie der Brumm ...
Anbei ein paar Bildchen, - B2, B3 und Pin 7 an V2 (irgendwas ums hohe e + Brumm)

Ist das nun (nur) ein Problem meiner Kabelführung oder sollte und müsste B2/B3 bereits "sauberer" sein ?

Freue mich Anregungen.
Gruß
Toni
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: Dirk am 11.05.2014 13:51
Ist das nun (nur) ein Problem meiner Kabelführung oder sollte und müsste B2/B3 bereits "sauberer" sein ?

Welche Werte hat denn die Brummspannung ? ich kann die Einstellung nicht genau sehen. Irgendetwas um die 1,75 Vss ?

Ich kann nur soviel sagen, dass die Gleichspannung die die PSU-Mini liefert von sehr guter Qualität ist und mir keine Probleme bekannt sind, dass die Restwelligkeit zu hoch ist und Brummprobleme hervor ruft.
Ein Schaden hingegen kann natürlich zu Störungen führen, auch müsste der R6 möglicherweise vergrößert werden wenn ganz kritische Anforderungen vor liegen.
Wenn möglich solltest Du den R6 auf z.B. 10k erhöhen und nochmal messen bzw. testen.

Gruß, Dirk

Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: RoehrenJeans am 11.05.2014 14:06
Hi Dirk,
ich war eben nochmal im Keller und wenn ich nicht komplett neben der Spur bin ist die PSU is OK. Auf B2 sind ca. 180mV Vss und auf der B3 sind es noch ca. 18mV Vss.
Ich bin eh ein Trottel, denn dieser Brumm der auf dem Signal drauf ist hat im Gegensatz zu dem B2/B3 Brumm nur 50Hz, - d.h. ich fange mir wohl irgendwo einen Netzbrumm ein ... streut der Ringkern rüber ?
Wie dem auch sei, jetzt gehts erstmal zu Muttern zum Kaffee trinken und den frisch installieren PC vorbeibringen .. heute Abend sehen wir dann weiter.
Gruß
Toni
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: Dirk am 11.05.2014 14:08
Hallo,

Wenn es wirklich 50 Hz sind, dann kommen die au anderen Quelle. Du kannst Dir ja beim Kaffee & Kuchen in Ruhe ein paar Gedanken machen wer der Störefriedrich ist.

Gruß, Dirk
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: RoehrenJeans am 11.05.2014 17:45
Hi,
so, Kaffee und Kuchen war lecker ...  und überlegt habe ich auch  ???
Nun habe ich meine unvermeidbaren Kabel etwas anders verlegt, insbesondere habe versucht ich die GND- Leitung und die B3, die von der PSU kommen, von den "Heizungsdrähten" fern zu halten.
Sehr komisch - das hat bzgl. des 50Hz Brumm nichts gebracht. Allerdings habe ich jetzt plötzlich ein deutlich stärkeres Rauschen und leises Knistern drauf, keine Ahnung was da jetzt passiert ist.
Den Brumm konnte ich deutlich reduzieren indem ich die Poti- Gehäuse auf GND gelegt habe. Die leisen Töne klingen jetzt deutlich aufgeräumter, allerdings rauscht und knistert der Knirps jetzt etwas unschön ...
Tja, aber jetzt is erstmal Schluss mit basteln, denn nun muss und will ich erst mal nach den Kids schauen, Mutter hat heute "frei" ... :urlaub:

Gruß
Toni
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: RoehrenJeans am 12.05.2014 19:31
Hi,

Zitat
Allerdings habe ich jetzt plötzlich ein deutlich stärkeres Rauschen und leises Knistern drauf, keine Ahnung was da jetzt passiert ist.
So, ich habe eben die ECC83S der Emma durch eine hier noch herumkullernde andere russische ECC83 ersetzt, nun ist zumindest dieses eigenwillige Knisten weniger geworden, keine Ahnung ob die Röhre ne Macke hat oder einfach empfindlicher bzgl. Einstreuung ist.

Leider weiß ich nicht wie stark eine "sauber aufgebaute" Emma üblicherweise rauscht und brummt, aber im großen und ganzen ist es jetzt OK -denke ich.
Hier noch schnell zwei Bildchen meines Aufbaus. Sofern hier jemand noch Verbesserungspotential sieht, lasst es mich bitte wissen.
(Btw. Den 220V Leitungen spendiere ich noch etwas Schrumpfschlauch bevor ich die Kiste wieder zumache.)

(http://www.matzengehren.de/emma1.jpg)

(http://www.matzengehren.de/emma2.jpg)

Gruß
Toni
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: Hans-Jörg am 13.05.2014 13:12
Hallo Toni,

will ja nicht meckern,
aber wenn du den Verstärker nicht "isolierst" also in einen metallenen "Käfig", sprich Chassis, steckst, wirst du dir alles was in der Umgebung herumfliegt, einfangen, icl. Handy, Computer, Leuchtstoffröhren, Kaffeemaschine, Fernseher, Radio, ... Das alles wirst du hören - und mehr. Selbst bei perfekter Leitungsführung.
Such dir was aus ,  :)

Liebe Grüße,
Hans-Jörg
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: RoehrenJeans am 13.05.2014 13:35
Hi Hans-Jörg,

Zitat
Handy, Computer, Leuchtstoffröhren, Kaffeemaschine, Fernseher, Radio, ... Das alles wirst du hören - und mehr. Selbst bei perfekter Leitungsführung.
Such dir was aus , 

hm, dann nehm ich den Kaffee ;-)

Ne, schon klar. Das das so nicht "optimal" ist war mir schon vorher klar, ich habe dann aber den Weg des geringsten Widerstands (bzgl. Bohren und Feilen) genommen. Im Nachhinein war das wohl nicht die beste Idee, denn auch unabhängig von dem EMV Thema musste ich auch bereits bei der Montage der Buchsem ganz schon improvisieren (sprch mit Zweikomponentenkleber nachhelfen).
Auch der bereits weiter oben erwähnte Schutzklasse-Aspekt, PE usw. ist nicht so richtig prickelnd.
Mal sehen vielleicht raffe ich mich ja nochmal auf und versuche da entweder eine zusätzliche Schirmung reinzubauen oder aber ich ersetze die obere Holzplatte durch ein Blechbiegeteil.
Dank Dir fürs "nicht meckern"  ;)
Gruß
Toni
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: Athlord am 13.05.2014 14:19
Hi,
das Porblem lässt sich relativ einfach lösen.
Mit Leitlack, so wie man das bei Gitarren im Elektrofach macht.
Gruss
Jürgen
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: Hans-Jörg am 13.05.2014 14:35
Hi, also wenn du dich nicht zu einem echten Chassis durchringen kannst (btw. warum nicht das TT-Emma Chassis, ist billig und du brauchst nix bohren), dan denke ich, daß die beste Option diese selbstklebenden Alufolien (werden auch fürs "Gitarrenauskleiden" benutzt, wie der Leitlack von Jürgen) sind. Allerdings vornehmlich fürs Schirmen, wie ein Boden z.B., weil der PE Anschluß und der Hauptmassepunkt doch gut angebracht gehören. Da geht dann nix mit Superkleber.
Oder auf den Boden eine Stahl, oder Kupferplatte/blech (gaanz billig) und den Rest mit einer Folie auslegen, so daß am Ende ein "Käfig" rauskommt und die Massepunke fest berankert sind.
Dann hast du kein Knistern Rauschen oder Brummen mehr.

Viel Erfolg

Hans-Jörg
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: RoehrenJeans am 13.05.2014 18:28
Hallo Hans-Jörg, Hi Jürgen,
dank Euch für den Rat !
Warum ich Trottel da nicht selbst drauf gekommen bin kann ich im Moment auch nicht sagen ... ich bin in den letzen Jahren schon einige Male mit der Schnüffelsonde im EMV Labor herumgetigert und habe mit Kupferfolie versucht diverse Geräte fit zu machen, ts ts ts

Zitat
btw. warum nicht das TT-Emma Chassis, ist billig und du brauchst nix bohren
Hm, ich tick da vielleicht einfach etwas anders als andere ... so ein "Standard Chassis" ist schön, praktisch und einfach in der Handhabung. Ich wollte mit meinem Nähkästchenamp aber eher etwas spezielles und "abgefahrenes" basteln  ;D

So, nun geh ich erst mal Alufolie kleben
Gruß
Toni
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: RoehrenJeans am 14.05.2014 18:49
Hi,
auch auf die Gefahr hin, dass ich Euch etwas langweile mit meinem Anfängerkleinkram - aber hey, ich wollte Euch doch wenigstens noch schnell das Ergebnis meiner Alufolie-Klebeaktion berichten.
Alles Tip Top, kaum macht mans richtig - schon is Ruhe.
 :topjob:
Habe eben ne Weile mit Emma, Paula und Berlinetta (mit G12M) gespielt ... die drei Mädels verstehen sich prächtig.
Danke nochmals für Eure Unterstützung
Gruß
Toni
(http://www.matzengehren.de/emma.jpg)
Titel: Re: Das Dilemma mit der Emma ...
Beitrag von: Hans-Jörg am 15.05.2014 08:10
Hallo,
freut mich, daß es geholfen hat.

Btw.: echt schräger Verstärker, so richtig "home brewed"  :bier:

Grüße

Hans-Jörg