Tube-Town Forum
Technik => Tech-Talk Design & Konzepte => Thema gestartet von: mredge am 23.09.2014 19:14
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Hi,
ich habe letzte Woche meinem Bigband-Gitarristen meine selbstgebauten Champ-Clone (nach http://www.brieskorn.de/Guitar___Amps/Verstarkerprojekte/AA764/aa764.html (http://www.brieskorn.de/Guitar___Amps/Verstarkerprojekte/AA764/aa764.html)) mit 2 x 8" Lautsprechern in eine Probe mitgebracht. Und siehe da, der Herr war sofort verliebt. Auch deshalb, weil er einen AER kürzlich verkauft hat und nun einen Röhrenersatz sucht. Wie passend ;-)
Seine Idee war, den amp nochmal zu bauen, allerdings dann mit einem 12"-Lautsprecher. Und bitte in tragbar, weil er oft mit dem Zug unterwegs ist. Also möglichst klein und möglichst leicht.
Lautstärke war ihm erstmal genug, wobei ich das eher etwas eng fand.
Meine bisherigen Gedanken dazu sind:
- Den Champ ohne Vibrator bauen, die Klangregelung durch die des Jazzboys ersetzen, so wie hier: http://www.tube-town.de/ttforum/index.php/topic,13681.0.html (http://www.tube-town.de/ttforum/index.php/topic,13681.0.html)
- Jensen P12R als Speaker. Combo halboffen.
- Oder als Amp den Jazzboy (http://roehrenfibel.files.wordpress.com/2009/03/jazzboy-baumappe-409.pdf (http://roehrenfibel.files.wordpress.com/2009/03/jazzboy-baumappe-409.pdf)) bauen. Der dürfte dann aber schwer sein, oder? Hat da jemand Erfahrung?
- Oder einen 5e3, dann aber mit modifizierter Vorstufe. 4 Eingangsbuchsen braucht keiner und die Klangregelung vom Jazzboy find ich sehr passend spannend. Aber ist der 5e3 wirklich leichter? Zumindest ist da keine Drossel drin.
- Den Jazzboy mit 2 EL84 statt EL34 bauen. Hmm, das würde sicherlich Gewicht am AU und am NT sparen. Aber hat die EL84 auch die Eigenschaften, wegen der die EL34 für den Jazzboy gewählt wurde.
Was meint ihr?
Viele Grüße, Jörg
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Also wenn Du baust - dann tu Dir doch den Gefallen und bleibe möglichst nah an dem, was Deinem Kunden bereits gefallen hat.
Und das ist ein Verstärker mit SE-Tetrode als Endstufe mit einer Doppeltriode in der Vorstufe und Fender Tonestack. Alles andere ist aus meiner Sicht ein Wagnis.
Warum möchtest Du nicht beim SE-Konzept bleiben und nimmst einfach eine 6L6 mit einem passend dimensionierten Übertrager und etwas höherer Betriebsspannung? Dann bekommst Du locker die doppelte Leistung - und mit einem gut ausgewählten 12er wird das auch dann noch locker reichen, wenn die Saxophone volles Rohr Krach machen. An dieser Stelle - Lautsprecher - würde ich mir sehr viel mehr Gedanken machen. Weil es leicht werden soll: gibt es denn gut und passend klingende Neodymchassis mit richtig hohem Wirkungsgrad?
Klingt die 6V6 nicht wärmer als die EL84? Die Verstärkung der EL84 ist ist auch höher als die der 6V6. Das wird deutliche Veränderungen beim Headroom geben. Schaltungstechnische Experimentierfreude ist an dieser Stelle aus meiner Sicht fehl am Platz - irgend etwas Jazzboy-artiges solltest Du zuerst mal für Dich selbst bauen.
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Hallo Jörg,
ich sehe das so wie Bea, würde in diesem Fall auch noch auf den TT66 hinweisen https://www.tube-town.net/cms/?DIY/Amps/TT66
Gruß,
Volka
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Hallo Jörg,
ich sehe das so wie Bea, würde in diesem Fall auch noch auf den TT66 hinweisen https://www.tube-town.net/cms/?DIY/Amps/TT66
Gruß,
Volka
Genau, der TT66! Der kommt ja auch aus der Champ-Ecke, ist sozusagen ein aufgebohrter Champ mit richtigen Eiern. Und als Speaker einen Jensen Tornado, damit wird der Combo dann schön leicht ...
Das wird dem BigBand-ler/Jazzer garantiert gefallen.
Wenn Geld gar keine Rolle spielt, dann evtl. einen Jensen Blackbird reintun, einen geileren Sound Clean-/Jazz-/Blues-Sound gibt es nirgends auf der Welt, allerdings wiegt der Combo dann wieder etwas mehr (nicht sehr viel mehr, da der Blackbird auch nicht unbedingt ein Schwergewicxht ist) ... aber für dessen Sound würde ich ohnehin jedes Gewicht der Welt schleppen, wär mir wurscht.
Wer den Blackbird (mit solchen Sounds) einmal gehört/gespielt hat, will ihn eh nicht mehr hergeben, der macht nämlich süchtig!
Gruß
Häbbe
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Hallo Jörg,
was bea schreibt, habe ich mir auch gedacht. Das Champ-Konzept mit SE, aber mit 6L6 und Anpassung der Trafos und dazu einen 12er mit hohem Schalldruckpegel, das könnte reichen.
Oder wie Volka meint, der TT66. Auch gut.
1x6V6 finde ich etwas dünn, so wie du selbst auch schon geschrieben hast.
Ich spiele bei uns in der Bigband mit meinem PR, der reicht so grade in der Lautstärke. Wenn das gesammelte Blech loslegt, höre ich eh nix mehr von mir (muss man auch nicht). In "normalen" Passagen reichen die 2x6V6 um die "Freddie Green-Gedächtnisakkorde" einigermaßen mit Fundament zu spielen.
Als Speaker habe ich einen Jensen Neodym drin, der hat einen passablen Schalldruckpegel und ist schön leicht.
Schöne Grüße
Stephan
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Hi,
vielen Dank für die bisherigen Anregungen!
Der Jensen Tornado ist wahrlich spannend. 0,5 kg mehr als der P12R - sollte zu verkraften sein. Der Blackbird ist schwerer (1,2 kg) und teuerer. Mal sehen, wie mein Gitarrist das bewertet...
Für TT66 könnte ich auch einen leichteren Ringkern (http://www.tube-town.net/ttstore/Transformatoren/Netztrafos/Ringkern/Ringkern-Netztrafo-106VA-Marshall-18Watt-Style::3840.html (http://www.tube-town.net/ttstore/Transformatoren/Netztrafos/Ringkern/Ringkern-Netztrafo-106VA-Marshall-18Watt-Style::3840.html)) nutzen. Neu layouten müsste ich den Bausatz so oder so, damit ich den Combo klein halte. Der Amp wird dann hinter dem Speaker (wie bei den Tweed-amps) statt über dem Speaker (wie bei den Blackfaces) positioniert.
Viele Grüße, Jörg
P.S. Schade, ich wollte so gerne mal einen PP-Amp bauen...
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Du könntest das Chassis auch (klassisch) unten ins Gehäuse setzen, von hinten bedienbar... und knappe 40 cm Breite sind auch nicht so viel (bei einem 30 cm Speaker).
Gruß,
Volka
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Stimmt schon, aber das Ding wird tatsächlich im Zug transportiert. Da bedeutet jeder Zentimeter weniger eine fühlbare Erleichterung. Ich dachte ca. B35 x H35 x T25 (Außenmaß in cm). Also quasi um den Speaker herumgebaut...
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Mach ihn leicht höher als Breit.
Es sieht besser aus und du bekommst keine Probleme damit, dass das Gehäuse irgendwo hin muss und die Trafos darauf "heraus" ragen.
Grüße,
Swen
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Hallo zusammen,
bei den Massen wird es zu einem ziemlichen Abfall der tiefen Frequenzen kommen. Falls das Gehäuse etwas größer gebaut werden könnte sicherlich kein Fehler und am Ende auch nicht viel schwerer. Eine schwingende Schallwand wie bei den Tweets wäre noch in Betracht zu ziehen.
Viele Grüße
Frank
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Hi Frank,
Eine schwingende Schallwand ist nicht geplant. Einfach, weil die Schallwand quasi nicht existent ist...
Das mit dem Abfall leuchtet mir ein. Müsste ich mal abschätzen, hab sowas noch nie berechnet. Aber als Basser sag ich da: Je weniger Bässe von der Klampfe, desto besser ;-)
Viele Grüße, Jörg
P.S.: Das mit dem größer bauen werde ich noch besprechen. Vielleicht kann ich ihn hochhandeln, denn er sprach schon davon, den Amp auch mit einer Extension-Box (1x12“) zu betreiben. Dann sollten Combo und Box zueinander passen...
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Da sollt man ja dann direkt ein Topteil in der LoW-Headshell in den Ring werfen, da wirds dann richtig handlich... ;D
Just my 2 Cent...
Grüße
Sev
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Da sollt man ja dann direkt ein Topteil in der LoW-Headshell in den Ring werfen, da wirds dann richtig handlich... ;D
Just my 2 Cent...
Grüße
Sev
Hi, dann kann man das aber nicht mehr allein tragen, wenn man noch eine Gitarre dabei hat.
Er schreibt ja, dass es hauptsächlich im Zug transportiert wird.
Gruß
Häbbe
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Hi, dann kann man das aber nicht mehr allein tragen, wenn man noch eine Gitarre dabei hat.
Er schreibt ja, dass es hauptsächlich im Zug transportiert wird.
Gruß
Häbbe
Das Topteil in der linken (rechten), die Box in der rechten (linken) Hand und die Gitarre im Gigbag auf dem Rücken.
Das ist sogar rückenschonender als der Combo einseitig ;)
Gruß
Stephan
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Okay, überredet! :topjob:
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Nix da! Der Combo kriegt nen Gurt und nen Griff. Die Klampfe ist in einem Hardschalenkoffer untergebracht. Auf den Rücken soll er mal schön sein eigenes Zeugs zum Übernachten und so packen. Nachher muss ich das noch transportieren!
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Piggyback oder Trolley? ;D
Gruß
Sev
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So, erste Idee mal zu Papier gebracht. Weder Piggyback, noch Trolley. Obwohl Trolley eine spannende Idee ist. Dann wird es eben schwerer, ist aber sicherlich auch einfach zu transportieren...
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Weil bei mir ein ähnliches Kistchen rumsteht - kleiner, in 8" - das ich nicht fertig bekomme, weil ich in ein paar für mich wesentlichen Fragen unsicher bin:
Wo sollen da die Röhren hin? Wo die Trafos? Wie sieht es thermisch aus? Muss da nicht noch eine Abluftöffnung an die Oberkante?
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Ja, Thermik ist noch ein Problem. Wie ist das denn bei den Tweeds gelöst?
Edit: Bei denen sind die Chassis ja auch so angeordnet und damit baut man ja automatisch den Wärmestau im oberen Teil des Gehäuses...
Aktualisierte Pläne mit möglicher Position der Trafos und Röhren:
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Hi,
ein paar Anregungen/Diskussionspunkte
- steht der Bigband Gitarrist eher vor oder hinter dem Combo? Falls er eher vor dem Combo steht, wäre eine frontseitige Bedienung angenehmer. Der Amp wäre dann zwar 4 cm höher. aber besser zu bedienen
- aus Deinen Skizzen entnehme ich, dass der NT ein Ringkerntrafo werden soll. Wenn dem so ist, bestell einen mit der expliziten Eigenschaft "streuarm" und dem Recht auf Rückgabe, wenn dem nicht so ist. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung. In letzter Konsequenz hab ich in meinem Fall den RKT wieder ausgebaut und durch einen streuarmen M102 Kern Trafo ersetzt. Das höhere Gewicht war mir lieber als die störende Brumm-Einkopplung auf die Humbucker meiner ES345.
- eine interessante Anregungen zur Chassisbefestigung kannst Du in diesem Thread finden http://ampgarage.com/forum/viewtopic.php?t=25514&postdays=0&postorder=asc&start=0 (http://ampgarage.com/forum/viewtopic.php?t=25514&postdays=0&postorder=asc&start=0)
Gruss Hans- Georg
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Hi, danke. Der Gitarrist steht vor dem Combo. Daher wäre eine Frontbedienung natürlich schon besser.
Ich habe gerade einen anderen Entwurf gemacht, der den Amp nach hinten vergrößert, Aber eigentlich könnte ich das auch nach oben kontruieren, also ganz klassisch.
Ich hätte diese RKT benutzt: http://www.tube-town.net/ttstore/Transformatoren/Netztrafos/Ringkern/Ringkern-Netztrafo-106VA-Marshall-18Watt-Style::3840.html
Hat jemand Erfahrung damit gemacht oder kann dazu etwas sagen?
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Süßer Brüllwürfel ;)
ich würd wegen der Trageeigenschaften aber lieber höher als mehr Teife bauen.
Von Adam Hall gibts abnehmbare Trolleysysteme, z.b. 3472, das wär warscheinlich auch die Rappelfreiste Variante im Betrieb...
Grüße
Sev
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Hi,
also wirklich, Leute ...jetzt mali im Ernst! Ihr wollt tatsächlich einen Röhren-Amp/-Combo mit einem Trolley durch die Gegend ziehen? Und dann am besten noch über Kopfsteinpflaster, oder?
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das Gerappel und die Vibrationen irgendeinem Amp auf Dauer gut bekommen, und vor allem keinen Röhrenamp.
Ich würde keinen einzigen Amp so trandportieren! Dafür wär mir selbst der billigste Amp zu schade!
Gruß
Häbbe
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Hi, an dem Argument ist auch wieder was dran. Wenn man sich den Zustand der Bahnhöfe erinnert...
Hab gerade mal einen Pappwürfel mit 35 cm gebaut. Das ist noch eine akzeptable Größe (für den Transport). Ansonsten ginge noch ganz gut H40 x B35 x T25.
Ich werde mal beide Möglichkeiten mit dem Gitarrero ansprechen...
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Um zu tragbar zu sein finde ich das Kistchen ganz schön groß. Seinerzeit hatte ich bewußt einen Würfel mit 30 cm Kantenlänge und 8"-Lautsprecher gewählt. Dazu dann eine Tragetasche aus Jeansstoff und ausgediente Sicherheitsgurte, die unter der Tasche herumgeführt wurden und die gesamte Last aufnahmen, als Griffe.
Die Elektronik bestand damals aus einem billigen 100W Endstufenmodul und einem TL072 mit Fender Tonestack. War lausig und wackelig zusammengelötet und klang abgesehen von dem mechanischen Brummen des Trafos gut und brachte trotz des wirkungsgradschwachen Lautsprechers ein wenig Pegel. Die Elektronik habe ich wieder seziert; das Ding dient zur Zeit als Gitarrenbox und wartet auf eine gute Idee.
Was ist eigentlich davon zu halten, Netzteil und ggf Siebung auf den Boden zu montieren und den AÜ hängend neben die Röhren?
Wer sich noch an die kompakte Bassbox erinnert, die hier zur Erfindung der Harley Benton Sound Clamp führte (*g*) - das ist ein kleiner Würfel um einen 12er herum. Wirklich VIEL zu groß um in einer Tasche herumgetragen zu werden. Morgen werde ich mit beiden Kisten auf ein Seminar gehen...
Aus diesen Erfahrung heraus: tragbar klappt maximal mit einen 10er. Alles andere wird zu voluminös.
Da einen Röhrenverstärker unterzubringen wird sportlich. Am einfachsten könnte ein hängend montierter Einschub sein, wie z.B. beim Harley Benton Ga-5.
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Aus diesen Erfahrung heraus: tragbar klappt maximal mit einen 10er. Alles andere wird zu voluminös.
Wenn man hier "tragbar" im Sinne von Umhängen meint, habe ich diese Erfahrung auch gemacht.
Wobei selbst die 10er Kiste mir schon zu unhandlich war und einem die Schulter sauber nach unten gezogen hat.
In der Tasche umhängen tu ich mir nur meinen AER, der ist bekanntlich ultraleicht und hat nur einen 8er. Hat aber auch leider keine Röhren drin.
Zum Vergleich: Wenn ich auf die Homepage von Liberty Music schaue, der seine Henriksen-Amps (Transen) in 10" und 12" anbietet, sagt der auch dass der 10er in der Tasche noch tragbar ist, der 12er zu unhandlich dazu. Dabei sind die alle nur von dezenter Größe.
Ich bleib dabei: Topteil in die eine, kleine Box in die andere Hand und die Gitarre am Buckel.
Dann klappts auch im ICE durch den Mittelgang im Großraumwagen, sofern die Klampfe keine 18Zöller ist. ;)
Schönen Sonntag
Stephan
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Okay, wir werden sehen. Ich habe gestern noch aus Langeweile meinen Pappprototypen angemalt. Jetzt hat er Potis, einen Speaker und einen Griff und gibt einen guten Eindruck von der Größe, die ich persönlich okay finde. Aber ich habe als Basser da vielleicht eine andere Einstellung, mein "kleiner" AER ist ungefähr so groß wie der Prototyp. Mal sehen, was der Gitarrist meint. Bisher hat er einen AER oder einen AC30 genutzt (aber er hatte auch bisher ein Auto ;-))
Ich hab heut ein bisschen Zeit gehabt und die Idee mal virtuell ein Stück weiterentwickelt.:
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Hallo zusammen,
ich würde auch eher einen Combo bauen. Das Ampchassis macht das Ding nicht wesentlich größer. Gut angeordnet gibt es kaum Wärmeprobleme. Ausschnitte oben sind wie bei dem Bluesbreaker oder AC30/15 auch möglich.
Lange Zeit dachte ich auch an Gitarre auf dem Rücken, Box rechts, Amp links. Aber dann kam die Frage nach ein wenig Effekten auf. Ist sicherlich in der Bigband kein Argument. Meinem Amp will ich demnächst auch ein Combo-Gehäuse spendieren. Wird eine Lemberg 1x12 Custom die ich dann weiter bearbeite mit Ausschnitten etc.
Viele Grüße
Frank
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:facepalm: Klar, warum nicht ein Lüftungsgitter einbauen. Ist das beim Bluesbreaker und Vox AC30 einfach eingelassen und gut ist? Oder haben sich Vox und Marshall da irgendwie Mühe gegeben? Die Lüftungsgitter sind ja nicht klein und haben doch sicherlich soundmäßig auch Einfluß, oder?
Viele Grüße, Jörg
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Hallo Jörg
Ich denke nicht dass Abluftöffnungen bei einem Combo gröbere Klangunterschiede verursachen, zumindest klingt deswegen der Amp nicht schlecht.
Ob das gewisse Hersteller tun oder nicht, ist das wichtig für Dich ?
Ich kann mir gut vorstellen dass mancher Hersteller wenn Er bemerkt dass Luftschlitze die Lebensdauer eines Gerätes erheblich verlängern die Schlitze eigenhändig zuklebt und den der auf die Idee mit den Schlitzen kam in hohem Bogen feuert
Zumindest trau ich das manchem Hersteller absolut zu, und solche Praktiken sind heute leider "normal"
Mach Schlitze, sämtliche Kondensatoren werden Dir sehr dankbar sein, die mögen Hitze nicht.
Gruß Franz
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Hallo Jörg und Franz,
so sehe ich das auch. Der Combo ist offen und bei der Kistengröße machen ein paar mehr Schlitze nichts aus. Da sind die Räumlichkeiten, Aufstellungort, etc. weitaus hörbarer.
Viele Grüße
Frank
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Hi,
so, habe mit meinem Gitarristen gesprochen. Es bleibt bei 12", wenn möglich verringere ich die Tiefe des Combos noch etwas. Aber die Würfelform passt ganz gut - der Amp lässt sich so auch leicht in der kleinen Stadtwohnung unterbringen.
Er wünscht sich noch einn Boostschalter für Solopassagen. Hat da jemand spontan eine einfache Idee in dieser Schaltung?
VG Jörg
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Am einfachsten wird wohl ein schaltbarer Spannungsteiler in der Signalkette werden. Auch am stressärmsten in Punkto Schaltknackminimierung. Ein schaltbarerer Katoden-C in einer geeigneten Stufe geht auch ganz gut.
Das mit dem 12er kann ich übrigens ganz gut verstehen - mein Valve Junior über den Celestion G8H dürfte bei einer voll aufspielenden Bigband untergehen. Gerade wenn man wie ich eine Archtop darüber spielt, benötigt man ziemlich gute Reserven, um die (sehr erhebliche) Dynamik einer derartigen Gitarre übertragen zu können. Bei kleiner Leistung klappt das nur mit einem wirkungsgradstarken Lautsprecher und entsprechend schwächer ausgesteuertem Amp. Mit anderen Worten: letzte Woche auf dem Seminar war der Valve Junior ständig an der Zerrgrenze. Mit dem 12er meines Sohnes wäre er das nicht gewesen.
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Er wünscht sich noch einn Boostschalter für Solopassagen. Hat da jemand spontan eine einfache Idee in dieser Schaltung?
Hi Jörg,
vor lauter Größendiskussion und tragbar und so habe ich einen Faden verloren:
Welche Schaltung willst du realisieren?
Zur Diskussion standen ja verschiedene SE Typen, Vibro-Champ, TT66, usw..
Schöne Grüße ins Bigband-Lager
Stephan
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Hallo, in Planung ist einen TT66 zu bauen. Bisher einzige Änderung zum Bauplan ist die Verwendung eines Ringekerntrafos, um Gewicht zu sparen.
Weiterhin überlege ich, die Klangregelung aus dem Jazzboy auszurpobieren.
Viele Grüße, Jörg
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So, nach einigen Stunden zeichnen brauch ich mal ne Pause. Bisheriger Stand anbei. Ich habe die Klangregelung des Jazzboys statt dem klassischem Tonestack eingebaut. Den Boostschalter habe ich als überbrückbaren Widerstand vor dem Volume-Poti integriert.
Freue mich auf Feedback. Viele Grüße, Jörg
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Es geht weiter. Erste Kontrolle des Verkabelungsplans und erster "Prototyp". Kleinere Korrekturen sind noch notwendig, aber sonst passt es meiner Meinung nach.
Vieel Grüße, Jörg
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Und wieso setzt Du die Trafos nicht diagonal auseinander?
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Hi Beate,
wie meinst Du?
In dem Amp ist recht wenig Platz, daher sitzen die Trafos so.
Viele Grüße, Jörg
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Und sie sind nicht zu nah beieinander?
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Hi,
du meinst NT und AÜ? Ich hoffe nicht. Ich habe versucht, mich eng am Orginalbausatz (https://www.tube-town.net/cms/?DIY/Amps/TT66 (https://www.tube-town.net/cms/?DIY/Amps/TT66)) zu halten.
Viele Grüße, Jörg
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Hi,
ich habe ein Frage, vielleicht kann mir jemand da helfen. Das Board mit den Netzteilelkos sitzt unter dem Ringkerntrafo. Ist das ein Problem wegen der Einstreuungen?
Viele Grüße, Jörg
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Hallo, denke gerade über die Frontplatte nach. Soll weiß mit schwarzer Beschriftung werden. Die Knöpfe sind Zeigerknöpfe in schwarz, 19mm. Bei der Idee 1 fehlt mir noch ein gutes Symbol für die Gegenkopplungseinstellung. Hatte da Dynacord nicht mal was ähnliches mit Bass- und Violinschlüsseln? Ich habe im Netz dazu nichts gefunden...
Meinungen sind wie immer sehr willkommen!
Viele Grüße,
Jörg
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Hi Jörg,
meinst du dieses hier ... (ist auf meinem Dynacord DA16 drauf)
Gruß
Stoffel
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Hi sorry mein zwischenruf bezüglich symbolen schau dir mal bei den Orange z.B den CS50 an dort könnte die "Faust" das Presence (dort HF-Drive genannt?) sein wenn ich nicht was verwechsle ... bin mir aber nicht sicher ob dir das in diese sdesign reinpasst.
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Hi Jörg,
meinst du dieses hier ... (ist auf meinem Dynacord DA16 drauf)
Gruß
Stoffel
Hi, danke! Ich glaube ja. Hatte Dynacord keine Presence-Regler? Das Icon fehlt mir noch.
VG Jörg
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Hi sorry mein zwischenruf bezüglich symbolen schau dir mal bei den Orange z.B den CS50 an dort könnte die "Faust" das Presence (dort HF-Drive genannt?) sein wenn ich nicht was verwechsle ... bin mir aber nicht sicher ob dir das in diese sdesign reinpasst.
Hi, danke für den Link. In das Design passt es gar nicht rein, da hast du schon Recht. Aber ist ja bisher auch nur eine Idee, die ich hatte. Zu dem amp passt die Faust wahrscheinlich nicht so wirklich - Presence ist leider auch nicht so wirklich anschaulich darstellbar ;-(
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Hallo,
ich meine am Dyncord Gigant dort so ein 'kleines Nötchen' gesehen zu haben, das könnte ich als Presence interpretieren aber die Fotos die ich bis jetzt gefunden hab sind zu unscharf.
(Es sieht aus wie eine kleine AchtelNote über den Notenlinien)
Gruß
Dominik
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So, parallel zur Frontplatte geht es in der Werkstatt weiter. Gestern bei Gehäuse und dem Chassis ein ganzes Stück weitergekommen.
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Hi!
Ich hatte die Jazzboy-Klangregelung mal in meinen TT66 eingebaut, und war anfangs auch sehr begeistert.
Nach ein paar Proben und einem Konzert habe ich sie dann aber wieder aus- bzw. rückgebaut.
Mit der Fender Klangregelung konnte ich mich einfach eine Spur besser hören.
Ist mit Sicherheit Geschmacksfrage und vielleicht liegt es aber auch am 12" Canabis-Rex der in dem Combo werkelt.
(Im Zweifelsfall liegt`s am Pianisten :devil: )
Bin auf alle Fälle gespannt wie deine Erfahrungen sind!
Lg
Andreas
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Hi,
cool! Jemand mit der Erfahrung. Wenn Du ne Sekunde Zeit hast, kannst Du mal auf den Schaltplan weiter unten schauen. Müsste passen, oder? Und: Der Pianist hat so oder so immer Schuld!
Viele Grüße, Jörg
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ich meine am Dyncord Gigant dort so ein 'kleines Nötchen' gesehen zu haben, das könnte ich als Presence interpretieren aber die Fotos die ich bis jetzt gefunden hab sind zu unscharf.
Die alten Dynacords hatten je eine Kuhschwanz-Regelung pro Kanal und nochmal eine für die Summe. Der Gigant macht da keine Ausnahme (es werden die gleichen Module wie beim Eminent verwendet).
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Die alten Dynacords hatten je eine Kuhschwanz-Regelung pro Kanal und nochmal eine für die Summe. Der Gigant macht da keine Ausnahme (es werden die gleichen Module wie beim Eminent verwendet).
Danke, also keine Hilfe der Dynacord-Designer ;-(
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Die Orangen haben aber doch ebenfalls Kuhschwänze und schaltbare Koppel-Cs zur Tiefbassabsenkung, nicht wahr?
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Die Orangen haben aber doch ebenfalls Kuhschwänze und schaltbare Koppel-Cs zur Tiefbassabsenkung, nicht wahr?
Bei Orange gibt es auch einen Presence-Regler (Das Faust-Symbol)
(https://www.orangeamps.com/wp-content/uploads/2013/01/Orange-CS50-Front-674x450.jpg)
Passt von der Symbolik aber eher zu einem Rockamp als zu einem Jazzamp.
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Hi Jörg!
Freut mich wenn ich mal helfen kann!
Im Schaltplan ist mir nichts Verdächtiges aufgefallen.
:police: Ich würde mich aber eher als Gitarrist und nicht als "erfahrenen Ampbastler" bezeichnen ;D
Lg
Andreas
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Hi,
so, der Amp tut. Nach einem ungewöhnlich fehlerhaften Aufbau - mehrere Widerstände mit falschen Werten eingebaut. :o So hin und wieder eine Pause ist doch sehr, sehr sinnvoll. Der Verdrahtungsplan unten im Thread hat noch Fehler, ich stelle dann eine korrigierte Version noch online.
Morgen wird er dann eingebaut und getestet. Erster Test heute Abend: Das Ding ist laut. Und dumpf (das wird aber eher mein Testspeaker sein) und zerrt schnell (Das wird die geänderte Klangregelung sein). Wie auch immer. Das schaue ich mir alles an, wenn ich Amp am richten Speaker habe und im richtigen Gehäuse einbaue. Fotos und so folgen.
Viele Grüße, Jörg
P.S. Hat jemand der TT66-Erbauer noch griffbereit, ob die Spannungen an der Vorstufenröhre so sind wie im Schaltplan angegeben? Das passt meiner Meinung nach nicht. Ich habe statt 140 V Anodenspannung und 2,7 V Kathodenspannung am ersten System 224 V und 1,7 V.
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Hi,
der Amp wurde heute in sein Gehäuse eingebaut. Leider sind die Pegel durch die geänderte Klangregelung durcheinander. Der Amp lässt sich maximal auf den ersten 10% des Volumereglers clean spielen. Danach ist das Ding schon Hölle laut und geht auch hübsch in den Overdrive. Meine Vermutung ist, dass V1b übersteuert.
Bevor ich stumpf den 120k-Widerstand erhöhe, wollte ich fragen. Der 33k-Widerstand vor der Klangregelung macht laut LTSpice auch nichts anderes, als den Pegel zu reduzieren. Erhöhe ich diesen, reduziere ich den Pegel? Was sind bei den beiden Änderungen für Klangänderungen zu erwarten?
Gibt es eine geschicktere Möglichkeit, dass V1b nicht übersteuert? Z.B., die Stufe V1a so zu ändern, dass sie nicht mehr so stark verstärkt? Oder gibt es da etwas anderes zu beachten?
Viele Grüße, Jörg
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Du könntest der 1. Stufe eine Gegenkopplung verpassen. Einfachste Möglichkeit: klemm mal C1 ab. Dadurch verlierst Du schon mal 6 dB. Allerdings wird der Ausgangswiderstand der Stufe größer.
Du könntest alternativ oder zusätzlich auch eine ECC81 oder eine ECC82 verwenden. Klanglich gefiel mir die ECC81 besser.
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Hallo zusammen,
ich kenne mich ja jetzt mit SE nicht aus, das aber V1b so schnell zum übersteuern neigt ist mir schleierhaft. Der 120k in Relation zum 1M wird den Kohl auch nicht fett machen. Der Hase liegt mMn. woanders im Pfeffer. Oft genug habe ich bei mir erlebt echten Mist zusammengelötet zu haben. Schau noch mal über die Schaltung.
Übersteuert evtl. die Endstufe so früh?
Natürlich helfen andere Röhren, genauso wie das entfernen der GK C´s.
Vielleicht helfen auch Gridstopper vor V1b und der Endröhre.
Ich denke die TT66 Erbauer sind hier eher gefragt.
Viele Grüße
Frank
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Hi,
bin gerade am Überschlagen. Die beiden ECC83-Stufen haben etwa eine Spannungsverstärkung von ca. 62, die KT66 kann in der Schaltung max 52 V (26V Gittervorspannung) - grob gesagt würde also eine ECC83 ausreichen, um eine Gitarrensignal auf Vollaussteuerung zu verstärken. Die zweite ECC83 ist also fast nur dazu da, den Signalverlust durch die Klangregelung auszugleichen (und um zu übersteuern).
Eine ECC81 hätte in der Schaltung statt der 62 eine Verstärkung von ca. 52, die ECC82 nur 15. Die ECC81 würde also gar nicht so viel helfen. Zumindest, wenn man den Zahlen von http://www.hifi-forum.de/viewthread-111-986.html (http://www.hifi-forum.de/viewthread-111-986.html) glaubt.
Ich vermute, du hast Recht, Frank. Vermutlich ist mir da noch ein Fehler unterlaufen. Volume steht auf ca. 10%, der Amp übersteuert schon kräftig. Die Spannung müsste am Vol-Poti ca. auf 2% geteilt werden. Bei 62V Ausgangsspannung aus der ersten Stufe wären das 1,24V.
Na, ich werde die Kiste aufmachen und nachschauen müssen.
VG Jörg
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Hi,
nochmal zum Thema Übersteuern:
in meinen Epi Valve Junior befindet sich ebenfalls Klangregelung + Lautstärke zwischen den beiden Stufen der ECC83. Ein Gerät besitzt einen zusätzlichen Lautstärkeregler vor der Endröhre - in der Gegenkopplungsschleife. Mit diesem Gerät kann ich einen deutlich größeren Headroom erreichen als mit dem anderen. Und ich hab richtig Streß, die 2. Stufe zu übersteuern - dazu musste ich aus der 1. Stufe so viel Verstärkung rauskitzeln wie möglich (großer Anodenwiderstand).
Die 33k vor dem Klangregelnetzwerk wirken übrigens als Gridstopper, und die Klang-und Lautstärkeregelung als Gitterableitwiderstand. Vielleicht hat es ja wirklich Sinn, die 33 k noch etwas zu vergrößern, um die Belastung des Ausgangs der 1. Stufe etwas zu begrenzen. Je nach Stellung der Klangregler kann das Netzwerk ganz schön niederohmig werden und damit das erste System stärker belasten als eigentlich gut ist.
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hi,
...
Die 33k vor dem Klangregelnetzwerk wirken übrigens als Gridstopper, und die Klang-und Lautstärkeregelung als Gitterableitwiderstand. Vielleicht hat es ja wirklich Sinn, die 33 k noch etwas zu vergrößern, um die Belastung des Ausgangs der 1. Stufe etwas zu begrenzen. Je nach Stellung der Klangregler kann das Netzwerk ganz schön niederohmig werden und damit das erste System stärker belasten als eigentlich gut ist.
Versteh ich nicht ganz. Wieso als Gridstopper? Im Orginalplan ist der Widerstand auch nicht nahe am Gitter eingelötet, zudem passt das doch gar nicht zur Schaltung. Der 33k müsste doch direkt vor dem Gitter hängen, damit er mit den Kapazitäten der Röhre einen Tiefpass ergibt, oder liege ich da falsch?
Auch das mit der Belastung verstehe ich nicht ganz. Im Jazzboy, aus dem die Klangregelung stammt, ist eine EF86 vorgeschaltet. Ri ist hier 2,5M, bei der ECC83 sind es ca. 60k. Die Spannungsverstärkung der EF86 ist im orginalen Amp 170, während hier im TT66 die ECC83 ca. bei 60 liegt. Soweit kann ich das berechnen. Wa das bedeutet, ist mir -ehrlich gesagt- in Bezug auf "Belastung" aber nicht klar. Gibt es da was zum Nachlesen?
Viele Grüße, Jörg
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So, das fehlende Symbol ist gefunden. Marcato ist das Zeichen, also der Akzent. Passt noch am besten. Damit ist diese Idee für die Frontplatte auch vollständig. Irgendwie fand ich bisher eigentlich ein grafisch aufwändigeren Ansatz spannend. Aber die letzten Tage tendiere ich doch zu etwas Schlichterem. Also entweder die Symbole oder ganz einfach Text. Mal sehen...
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Hi Jörg!
Hat der 33K Widerling im Plan vom TT66 nicht 100K?
Wenn du möchtest dann sichte ich mal meine Aufzeichungen, aber das schaffe ich frühestens am WE, leider.
Da kann ich auch gleich die Spannung checken ;D
Probleme mit Lautstärke-Verlauf und Zerrverhalten hatte ich damals keine.
LG
Andreas
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hi,Versteh ich nicht ganz. Wieso als Gridstopper? Im Orginalplan ist der Widerstand auch nicht nahe am Gitter eingelötet, zudem passt das doch gar nicht zur Schaltung. Der 33k müsste doch direkt vor dem Gitter hängen, damit er mit den Kapazitäten der Röhre einen Tiefpass ergibt, oder liege ich da falsch?
Das wird er auch so (gemeinsam mit allem, was da sonst noch in Reihe liegen kann, also den optionalen 120k oder dem oberen Zweig des Poti-Spannungsteilers), aber das ist doch nicht das Ziel, zumindest nicht großer Werte für den Gridstopper. Da geht es darum, die davorliegende Röhre nicht zu stark zu belasten und sicherzustellen, dass die Ansteuerung leistungslos bleibt.
Ri ist hier 2,5M, bei der ECC83 sind es ca. 60k.
Und immer liegen die Anodenwiderstände und die Lastwiderstände in Serie. Gerade wegen ihrer hohen Innenwiderstände wirken die Röhren dann als Stromquelle.
Unabhängig davon kann es gut sein, dass aus irgendwelchen Gründen die Endröhre übersteuert. Bei meinem Valve Junior muss ich mich, wie schon gesagt, richtig anstrengen, um die zweite Stufe zu übersteuern.
Die einfachste Möglichkeit, das zu testen, ist ein weiteres Lautst.-Poti vor der Endröhre, Gegenkopplung hin oder her. Sauberer ist es natürlich, mit dem Oszi nachzuschauen, was passiert.
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So, jetzt mit der Orginal-Klangregelung gebaut. Auf einmal passt alles. Komisch. Habe vorher nochmal den Aufbau kontrolliert, war anscheinend alles richtig. Daher müsste es also tatsächlich an der Schaltung liegen. So ganz verstehe ich es aber nicht...
Danke für die Hilfe!!!
Viele Grüße, Jörg
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Hi, es bleibt spannend... Der Amp rasselt ab Zimmerlautstärke ziemlich stark. Es ist ein mechanisches Rasseln und scheint von der KT66 (diese http://www.tube-town.net/ttstore/Roehren/Tube-Town/TT-KT66-Brown-Base-TT-XMatching::3185.html (http://www.tube-town.net/ttstore/Roehren/Tube-Town/TT-KT66-Brown-Base-TT-XMatching::3185.html), hier aus dem Store) zu kommen. Hat jemande Erfahrung mit der Röhre diesbezüglich?
Kann ich die KT66 durch eine KT88 (hab ich hier noch rumliegen) ohne Schaltungsänderung ersetzen?
Viele Grüße, Jörg
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Hallo Alleseits,
ich wollte mich mal aus der Position des Profigitarristen zu Wort melden. Ich habe während meines Jazz-Studiums 5 Jahre Hochschulbigband hinter mich gebracht (kenne also auch einen Großteil des Repertoires an nötigen Sounds) inklusive Teilnahme am Bundeswettbewerb in der Kategorie Bigband (2. Platz übrigens, jey!) und habe seitdem auch in mehreren professionellen Projekt-Bigbands gespielt, unter anderem mit Leuten von WDR, HR, NDR und Concertgebouw-Bigband. Für mich gibt es drei Aspekte die ich zu bedenken fände:
A) Leistung/Speakerbestückung für cleane Jazz-Gitarren-Solo-Sounds:
Grundsätzlich habe ich die Erfahrung gemacht, das der problematischste Faktor in diesem Ensemble der Moment ist, an dem man sich als Solist mit einem absolut cleanen Jazz-Gitarrensound (Besonders mit abgedrehtem Tonpoti) gegen Bläser-Backings durchsetzen können muss.
Alles andere (Comping, die üblichen Funk/Fusion/Rock-Sounds) ist meist nicht das Problem.
Man wird sofort Verzerrungen in Vor- und Endstufe feststellen können, da ein dunkler Klang auch immer mehr Leistung braucht, ganz besonders weil die Bläser relativ leicht die hohen Frequenzen zusetzen.
Das einfachste ist hier tatsächlich einen 85-100W-Amp (Natürlich Class A/B) in den Input 2 (Low-Impedance/Pegel-Pad, besonders mit Humbucker) und vor allem mit einer 2x12"-Bestückung zu haben.
Fender Twin ist hier (leider sehr groß und schwer) die erste Wahl und funktioniert ziemlich problemlos, Roland JC120 an zweiter Stelle (aber nur weil ich den Transistorsound absolut nicht mag). Hier geht es nur um Headroom und Klangqualität/Klangideal, nicht um Lautstärke. Die nicht genutzte Leistung wird im Prinzip als Puffer genutzt.
Ich habe es auch lange mit AER versucht, aber alles unter dem Acousticube geht in diesem Fall in die Knie (Hörbares Pumpen des Endstufelimiters) und an Zerrsounds ist ohne Speakersimulation kaum zu denken.
B) Miking:
Es wird zwar oft close-Miking in der Rhythmusgruppe gefahren, aber das Monitoring ist selten so, dass man (als zuverlässiger Standard) mehr als eine Monitorbox erwarten kann, mit der das Piano und der Gesang gestützt werden. Nach aussen wird man also selten Probleme haben, aber sich selbst besonders beim Solo gut zu hören.
Gerade Open-Back-Combos sind da sehr hilfreich, weil man rundum von den anderen gut gehört wird. Nicht nur deswegen sollte man aber auch nicht vor der Bläsersection sitzen (auch wenn das ausgleichende Gerechtigkeit heissen würde.)
C) Logistik:
Transport und Platz auf der Bühne stehen hier oft etwas entgegen. In Bussen im Laderaum ist meist etwas wenig Platz (geht aber) und auf der Bühne ebenfalls (muss aber gehen). Der Twin ist mir als ein Teil viel zu schwer (ich bin recht unsportlich).
Fazit:
- Wenn (!) ich potenziell solistisch mit einem ultracleanen Jazz-Sound spielen müsste ein 85-100W Amp (nur als Headroom gedacht) und ein Pad vor dem Eingang um die erste Röhrenstufe cleaner zu halten. Dies schliesst glücklicherweise alles andere mit ein.
- Ein Open-Back-Lautsprecher um mehr Klangverteilung nach aussen zu haben. Klug wäre bestimmt eine convertible Back, für den Fall dass man mal hinten zu machen muss (wenn Streicher/Bläser hinter einem spielen oder der Amp Richtung Bühnenpersonal zeigt kommt das übrigens sehr sehr gut an.)
- Bevorzug für den Bigband-Gib 2x12" damit man genug Fülle auch ohne PA hat und ohne dass der Amp bei höheren Lautstärken zu brüllen anfängt. Dran denken: Laut ist nicht gleich schön. Ich hasse es wenn mein Amp (in dieser Stilistik) das Singen anfängt weil die Endstufe komprimiert oder man mit einem einzigen nöligen Speaker Open Air oder in einem großen Saal die Luft bewegen muss. Immer auch die Bläser (Blech) mit in die Rechnung einbeziehen.
- Eine Kombi möglichst kleines Topteil mit leichter Extension-Box um das Gewicht zu minimieren und vielleicht sogar so, dass man die Box wie bei einem Dumble aufrecht hinstellen kann und das Topteil oben immer noch draufpasst. Eventuell über Tilt-Back-Legs und eine Montage-Einrichtung nachdenken, mit dem man das Topteil vor dem Runterrutschen bewahrt (Port City Amps macht das beim Pearl "Kurt Rosenwinkel" Modell).
Ich spiele aktuell einen auch soundmäßig modifizierten Mesa Lonestar (jetzt etwas näher am Twin) als Topteil mit einem Headshell von Tubetown und wann immer möglich mit einer 2x12" Box mit Jensen C12.
Hope that helps... :bier:
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Hallo Jörg,
hab diesen Thread leider erst gerade eben entdeckt. Ich hätte in deinem letzten Schaltplan parallel zum Volume-Poti probeweise einen R angeklemmt (mit Krokoklemmen, Startwert ca. 100K). Das reduziert den Eingangspegel am Poti. Durch Probieren anderer Werte hättest du dich an einen passenden Wert für den R herantatsten können.
Gruß Axel
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Hi Axel,
ich habe jetzt den Fender-ToneStack drin. Das tut einwandfrei. Den Boost habe ich wie unten realisiert. Also in Serie, nicht parallel.
In der Simulation sieht das wie im Anhang aus.
- Violett: Bass 100%, Treble 100%, Boost on
- Grau: Bass 100%, Treble 100%, Boost off
- Rot: Bass 50%, Treble 50%, Boost on
- Grün: Bass 50%, Treble 50%, Boost off
- Hellblau: Bass 0%, Treble 0%, Boost on
- Blau: Bass 0%, Treble 0%, Boost off
Ri (Netzteil) habe ich wie folgt berechnet: Ri=Ub / IKT66. Ist das die richtige Vorgehensweise? Was sollte ich für den Innenwiderstand der Gitarre annehmen?
Hi FloPoeKo,
merci! Ich bin grundsätzlich bei Dir, vor allem, was die 2 x 12"-Bestückung betrifft. Hier war aber eher Portabilität gefragt. Unser Gitarrist hat noch einen VOX AC30, der sowohl clean als auch laut kann. Größere Gigs werden damit bestritten - wobei das immer seltener wird, da man immer öfter ausreichend PA vorfindet.
Bzgl mechanischem Rasseln. Es scheint glücklicherweise nicht die KT66 (und auch keine der beiden anderen Röhren) zu sein. Bin noch aus Spurensuche, heißer Kandidat ist der ECC83-Röhrensockel.
Viele Grüße, Jörg
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@mredge:
Wenn das Teil fertig ist wäre ich grundsätzlich mal daran interessiert wie es funktioniert hat. Vielleicht hast du ja in mir einen weiteren Abnehmer O0
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Hi,
So, parallel zur Frontplatte geht es in der Werkstatt weiter. Gestern bei Gehäuse und dem Chassis ein ganzes Stück weitergekommen.
(das liegt zwar schon eine Seite zurück - Sorry fürs wieder aufwärmen)
Der versenkte Speaker-ausschnitt gefällt mir sehr gut. Ich nehme an du hast das mit der Oberfräse gemacht - richtig?
nur Frag ich mich ob mit "Fräszirkel" oder Schablone. Ich stehe demnächst vor einer ähnlichen aufgabe daher würds mich interessieren.
Gruß
Dominik
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Hi,
die Fräsung habe ich mit meiner alten Bosch, 600W, gemacht. Die hat am Parallelanschlag auch die Möglichkeit, einen Dorn einzuschrauben. Damit hat man dann einen Fräszirkel. Das geht ganz gut. Wichtig dabei ist die überlegte Fixierung der Werkstücke (es sind ja zwei, nachdem ausgefräst wurde) und ddie richtige Reihenfolge beim Fräsen der Vertiefung und des Ausschnitts.
Ich würde dafür keine Schablone bauen, die Fräsung ist innerhalb weniger Minuten passiert. Und wenn du keinen Zirkel hast, dann würde ich eher Zirkel als eine Schablone bauen.
Viele Grüße, Jörg
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Danke für die schnelle Antwort! Ich denk auch dass man mit dem Zirkel flexibler ist. Das hilft mir schon gut weiter.
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...
Ri (Netzteil) habe ich wie folgt berechnet: Ri=Ub / IKT66. Ist das die richtige Vorgehensweise? Was sollte ich für den Innenwiderstand der Gitarre annehmen?
...
Hi,
den Innenwiderstand des Netzteils berechnet man meiner Meinung nach aus der Spannungs- und Stromänderung. Als (Leerlaufspannung - Spannung unter Last) : (Leerlaufstrom - Strom unter Last) = Innenwiderstand.
Gruß Axel
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Hi,
weiß jemand, welcher Röhrenhalter für die KT66 passt? http://www.tube-town.net/ttstore/Sockel-Halter/Abschirmbecher-Halter-etc/Belton-Roehrenhalter-Retainer-2-19-Gross::5271.html (http://www.tube-town.net/ttstore/Sockel-Halter/Abschirmbecher-Halter-etc/Belton-Roehrenhalter-Retainer-2-19-Gross::5271.html) oder http://www.tube-town.net/ttstore/Sockel-Halter/Abschirmbecher-Halter-etc/Halter-Retainer-6550-KT88::619.html (http://www.tube-town.net/ttstore/Sockel-Halter/Abschirmbecher-Halter-etc/Halter-Retainer-6550-KT88::619.html)?
Das Schnarren des Amps kommt übrigens von den Röhrensockeln, die haben trotz des Anschraubens noch Spiel (das Keramikteil). Mit Heißkleber fixiert und die Welt ist in Ordnung...
Viele Grüße, Jörg
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Einen schönen Sonntag!
Hier ein Zwischenstand vom Amp. Ich lasse ihn momentan einspielen und werde noch ein paar Aufnahmen machen. Bis dahin die ersten Eindrücke (Tolex, Ecken und Frontplatte kommen noch...). Bilder vom Innenleben kommen, sobald ich die Kiste wieder aufschraube.
Im Schaltplan habe ich meine Änderungen zum Orginal von TT grün markiert. Die roten Volt-Angaben sind Messungen aus meinem Amp.
Mit der Namensgebung bin ich noch nicht ganz happy. TT66 ist mir ein bisschen zu technisch. Jazz-o-Mat, Jazzcube und Schwach-o-Mat sind gerade in Diskussion.
Viele Grüße, Jörg
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Hallo Jörg,
sieht gut aus!
Ein Tipp zur Erleichterung Montage/Demontage: Bring unterhalb des Chassis links und rechts eine Leiste am Gehäuse an.
Darauf kannst Du dann das Chassis einschieben und anschliessend von oben in Ruhe mit den Schrauben fixieren.
Gruss Hans- Georg
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Hallo Hans-Georg,
danke! Auch für den Tip. Das werde ich noch nachholen.
Viele Grüße, Jörg
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Hi,
hier jetzt mal ein paar Aufnahmen.
Drei cleane (mit einem Großmembran, 30cm vor Amp) und eine eher rockige (Neumann KMS 105). Alles mit einer billigen Telecaster-Kopie. Cleane Aufnahmen: Halspickup, die rockige Aufnahme Hals+Bridge.
Die cleanen Aufnahmen entsprechen 102dB im Raum.
P.S.: Bin kein Gitarrist, seht also über die Spielqualität hinweg. Außerdem habe ich einfach die First Takes genommen.
Viele Grüße,
Jörg
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Hallo, so, jetzt ein paar versprochene Bilder. Und ja, das ist Heißkleber. Ich hab erst im Nachhinein rausgefunden, dass der Kleber eine der schlechteren Ideen ist :facepalm:
Eine kurze Frage, der Amp ist immer noch ziemlich laut. Da die Frontplatte schon fertig ist, würde ich gerne folgendes ausprobieren und evtl. fest umbauen.
1.) C1 weglassen, d.h. Gegenkopplung in erster Stufe
Amp wird leiser, keine Soundänderung.
2.) KT66 als Triode beschalten.
Wie ändert sich der Sound hier normalerweise?
Die Gegenkopplung will ich gerne so belassen, mit gefällt der Amp momentan am besten, wenn die Gegekopplung gering ist.
Was meint ihr?
Viele Grüße,
Jörg
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Vielleicht statt/vor R11 'n Master-Poti?
Gruß
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Hi,
würd ich gerne vermeiden, dann müsste ich die Frontplatte nochmal machen. Oder das Vol-Poti durch eine Gestacktes ersetzen. Mal schauen, ob es das hier im Shop gibt...
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Hi Jörg,
der ist ja sehr schön geworden!
Aber ist er wirklich zu laut? Erstaunlich. Habt ihr das mal in der Praxis getestet, d.h. in einer Probe mit dem ganzen Gebläse und Drummer zusammen?
Bisserl Reserven schadet ja nicht. Gibt mehr Eier grad bei den tiefen Tönen als wenn Du ihn einbremst.
Mit Umschaltung auf Triode hat er nur noch wenige Watt, irgendwo bei 3-5 Watt, das kannst Du den Datenblättern entnehmen. Beim Spielen fehlt mir persönlich dann die Dynamik im Ton.
Schöne Grüße
Stephan
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Hi,
danke! Nein, der Test steht noch aus. Wir sind am Wochenende so oder so im Studio, ich werde ihn nach Möglichkeit mitnehmen und auch gleich mal ein paar Takte aufnehmen lassen. Triodenschaltung sind laut Datenblatt 5,8W, bei Pentode sind es 7,3W.
Ich werde mit dem Amp so oder so noch eine Testrunde drehen, da ich die Tage ein paar Posts zu Widerständen und Kondensatoren gelesen habe. Da ich die Kiste sowieso gerade auf der Werkbank habe, werde ich mal ein paar andere Typen ausprobieren (Sozos und Metalloxid statt Mallorys und Metallfilm) und sehen, ob sich was am Sound tut, bzw ob ich Unterschiede höre. So ganz begeistert vom Sound bin ich noch nicht...
Viele Grüße, Jörg
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Da ich die Kiste sowieso gerade auf der Werkbank habe, werde ich mal ein paar andere Typen ausprobieren (Sozos und Metalloxid statt Mallorys und Metallfilm) und sehen, ob sich was am Sound tut, bzw ob ich Unterschiede höre.
Hi Jörg,
so einfach funktioniert das leider nicht.
Ich habe die Erfahrung gemacht, das Sozo´s einige Stunden Betrieb brauchen um sich klanglich zu entfalten.
Mundorf sind vom Start weg da und verändern sich nicht, die haben mMn. ein ausgewogenes Klangbild.
Cheers
Jürgen
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Hi,
wieso nicht? Ich habe folgendes Prozedere auch beim jetzigen Amp: Amp aufbauen, antesten. Wenn er tut, einige Stunden mit iPad einspielen lassen, dann richtig probespielen. Der Amp hat jetzt so ca. 20h auf dem Buckel, was war ja auch nötig, da Speaker neu und für die KT66 von Tube-Town ja der Hinweis gegeben wird, dass die Röhre sich am Anfang auch noch ändert. Oder mache ich da einen Denkfehler?
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Hi,
wieso nicht? Ich habe folgendes Prozedere auch beim jetzigen Amp: Amp aufbauen, antesten. Wenn er tut, einige Stunden mit iPad einspielen lassen, dann richtig probespielen. Der Amp hat jetzt so ca. 20h auf dem Buckel, was war ja auch nötig, da Speaker neu und für die KT66 von Tube-Town ja der Hinweis gegeben wird, dass die Röhre sich am Anfang auch noch ändert. Oder mache ich da einen Denkfehler?
Nein,
kein Denkfehler - genau richtig!
Das machen leider die wenigsten so.
Cheers
Jürgen
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;D Hab ich beim Bau meiner Hifi-Boxen gemerkt. Die Dinger waren fertig gebaut und haben mistig geklungen. Schock!!!
Aber nach einigem Einspielen ist dann die Sonne aufgegangen. Dass das Einspielen einen so starken Einfluß hat, hätte ich nie gedacht. Bei den danach folgenden Projekten habe ich das jetzt immer gleich gemacht. Damit erspart man sich einiges an Grübelei in den ersten Tagen...
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Guten Abend! Kurze Zwischenmeldung aus der Studiosession. Der Amp wurde kurz angetestet. Urteil: Geile Größe, geile Optik. Sound auch geil, bis auf:
1. In den oberen Mitten "hart". Vor allem mit der Jazz-Halbresonanz. Mit einer PRS (die mehr Höhen liefert) tritt das nicht so sehr zu tage. Die Höhen verdecken dann "undetailierten" Hochmitten.
2. Zu laut, bzw zu wenig Regelweg. Der Amp ist schon bei 10% Volume zu laut.
3. Irgendwas rasselt immer noch. Es scheint die KT66 zu sein. Die hat auch schon eine Federhaltung. Aber irgendwas in der Röhre vibriert hörbar mit. Irgendwelche Tips? (Das nächste Mal kümmere ich mich schon bei der Konstruktion um dieses leidige Problem.)
Und noch ne schöne Geschichte. Im Studio ist die Phase an allen Steckdosen markiert. Wegen des Sounds der Amps. Kennt das jemand? Der Sound der dortigen analogen Anlage ist ziemlich geil. Der Mann weiß, was er tut. Beim schnellen Ausprobieren habe ich allerdings keinen Unterschied feststellen können.
Viele Grüße, Jörg
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Das mit dem zu harten Klang hatte ich befürchtet, als ich die Soundfiles hörte. Probier mal einen anderen Lautsprecher, z.B. einen Eminence Beta 12. Der klingt recht weich und ist wegen seiner niedrigen Grenzfrequenz auch nicht ganz so laut wie typische Gitarrenlautsprecher. Er wird also auch das Lautstärkeproblem relativieren (ansonsten: Widerstand in Reihe zum Volumenpoti).
Er wird z.B. im Henriksen Jazz-Amp verwendet, und da genau für den von Dir geplanten Einsatz.
Da ich ja ebenfalls eine Jazzgitarre besitze - diese da, selbstgebaut:
(http://www.gitarrebassbau.de/download/file.php?id=16454&mode=view/Jazzgitarre_2011.jpg)
Diese Gitarre klingt über den Beta 12 prima, Verstärker entweder mein Valve Junior oder besser noch mein antiker Bouyer ST20.
Weil Du ja möglichst viel Pegel wolltest, hatte ich das Chassis nicht ins Spiel gebracht.
Einen gut eingespielten älteren Celestion G12H könnte ich mir ebenfalls vorstellen
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Hi,
so, ein ganzes Stück weitergekommen. Die Metallfilm-Widerstände habe ich gegen MOX getauscht. Statt Mallorys sind jetzt Sozos drin.
Und wegen der zu hohen Lautstärke habe ich den Elko zur Überbrückung des ersten Kathodenwiderstands rausgenommen.
Lautstärke ist damit erledigt. Jetzt wird das richtig gut passen.
Sound ist hörbar besser. Allerdings sind das Nuancen. Geht aber definitiv in die richtige Richtung.
Einen anderen Speaker will ich vermeiden. Erstens wird das wieder schwerer (geringes Gewicht war ja ein Designziel) . Und zweitens habe ich keinen, müsste ihn also extra wegen des Experimentes kaufen.
Die rasselnde KT66 konnte ich aber noch nicht lösen ???
Viele Grüße, Jörg
P.S. Bea, geile Gitarre!!! Sehr hübsch. Klingt gut?
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Die Gitarre, lass mich mal versuchen, sie zu beschreiben: recht hell, dabei warm und perkussiv bei trotzdem gutem Sustain - und sehr präsent. Akustisch.
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Hi Bea,
hast du schon aufnahmen online gestellt? Würde mich brennend interessieren.
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Leider gibt es keine Aufnahmen (doch, eine von der letzten Frauenmusikwoche, an die ich aber nicht rankomme). Mit ein Grund ist, dass ich meine Ambitionen auf Jazzgitarre-Spielen vor einigen Jahren mehr oder weniger begraben habe, weil ich einfach zu schlecht bin.
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Mit ein Grund ist, dass ich meine Ambitionen auf Jazzgitarre-Spielen vor einigen Jahren mehr oder weniger begraben habe,
Hallo
Schade dass das Schätzchen nicht gespielt wird, trennen willst Dich aber nicht von Ihr, oder ?
Gruß Franz
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Hallo Bea,
auch wenns offtopic ist, aber ich muss meinen Vorpostern zustimmen, die Kleine hat Charme. Ich weiß nicht warum aber sie wirkt gedigener als kommerzielle Produkte.
:topjob:
Gruß,
Sepp
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Zum Design: da habe ich lange nachgedacht und sie bewusst schlicht gehalten und ebenso bewusst versucht, sie optisch ausgewogen zu gestalten. Was bei Archtops ja leider nicht immer der Fall ist (und bei modernen glücklicherweise immer häufiger.)
Schade dass das Schätzchen nicht gespielt wird, trennen willst Dich aber nicht von Ihr, oder ?
Klar wird sie gespielt. Wie schon erwähnt, diesen Herbst sogar in einem Seminar.
Und nein, von der trenne ich mich auf gar keinen Fall.
Ganz krass war, dass es kurz nach der Fertigstellung im Aufzug direkt neben unserer Wohnung brannte. Da durfte ich dann im Schlafanzug auf die Straße. Mit Gitarre...
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:topjob: :topjob: :topjob:
Man muss halt die richtigen Prioritäten setzen ;D
Gruß Axel
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Da durfte ich dann im Schlafanzug auf die Straße. Mit Gitarre...
Hi,
hoffentlich mußtest du dich nicht zwischen Haustier und Gitarre entscheiden :laugh:
Hans-Jörg
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Hi,
so, jetzt ist das Ding aus dem Haus. Wir haben heute noch ein paar Bauteile geändert. Im Tonestack ist der 47n einem 10n gewichen und der Kathodenkondensator an der zweiten Triode ist auf 1µ reduziert. Jetzt wirken Trebble und Bass beide gefühlt gleich gut, und das Bass-Poti regelt jetzt auch sinnvollere Frequenzen. Ich bin auf die ersten Proben mit Band gepannt.
Anbei der Schaltplan als auch ein paar Aufnahmen mit einer Höfner-Semiakustik. (Großmembran, 20cm vor Mitte des Speaker)
Viele Grüße, Jörg
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Hallo Jörg,
hört sich schön an, der Amp. Der Amp scheint auf die Klangregelung gut zu reagieren, was ich so auf die Kürze gehört habe. Insgesamt vielleicht noch ein bisschen neutral, aber das wird an der kleinen Vol. Einstellung liegen. Die Röhre braucht halt immer ein bisserl Futter, um auch nach Röhre zu klingen.
Dann erst mal Deinem Gitarristen viel Spaß mit dem Würfel!
Viele Grüße
Stephan
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Hi Stephan,
danke! Der Presence-Regler macht Freude, weil auch sehr hübsch Kompression hinzufügt. KLingt gut. Wie gesagt, ich bin gespannt auf die ersten Feuertaufen in Proben. Mal sehen...
Viele Grüße, Jörg
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Hallo Jörg, ja so gefällt mir der Ton!
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Um das mal aufzugreifen:
Leider gibt es keine Aufnahmen (doch, eine von der letzten Frauenmusikwoche, an die ich aber nicht rankomme). Mit ein Grund ist, dass ich meine Ambitionen auf Jazzgitarre-Spielen vor einigen Jahren mehr oder weniger begraben habe, weil ich einfach zu schlecht bin.
http://epi.ritzert.net/downloads/Fragile.mp3
Das ist meine Jazzlady über den modifizierten Valve Junior. Man hört recht deutlich, wieso ich a) einen anderen Lautsprecher benötige ( der Amp ist am Limit )
und vor allem
b) meine gitarristischen Aktivitäten tunlichst auf Seminare wie dieses beschränke (bin selbst hörbar auch am Limit ...) .
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Na, jetzt aber! Das, was ich auf der Aufnahme erkennen kann, klingt doch gut. Die Soundfilequalität ist aber uiuiui. Ich höre da nicht, dass du einen neuen Speaker brauchst...
VG Jörg
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Die Anlage ist zu leise - bereits in dieser Situation voll am Limit (ok, gut bedämpfter Proberaum der Landesmusikakademie Hessen). Daher ja auch die Frage nach einem anderen Speaker. Klanglich gefällt sie mir sehr. Sie kann vor allem auch ganz anders klingen.
Die Lautsprecherbox zu einer kleinen Combo umzubauen, wäre cool, war auch ursprünglich mal angedacht. Es "scheitert" daran, dass der Lautsprecher 16 Ohm hat, mein vorhandener Trafosatz für z.B. EL84 PP aber nur 8 Ohm. Ich sträube mich ein wenig dagegen, den AÜ auszusondern.
Auf die Aufnahmequalität hatte ich leider keinen Einfluss.