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Technik => Tech-Talk Design & Konzepte => Thema gestartet von: _peter am 24.08.2015 12:22
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Hallo,
hat jemand eine Tabelle in der die Stromdichte bei MD-Trafokernen aufgeführt ist?
Ich finde dazu nichts im Netz. Nur die Daten der üblichen M- und EI-Kerne.
Gruß, Peter
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Hi Peter,
schau mal da:
http://www.jogis-roehrenbude.de/Radiobasteln/Trafobasteln/Uebertrager.htm
Gruss
Jürgen
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Hallo Jürgen,
den Artikel kannte ich natürlich schon. ;)
Mir geht es um die kernmaterial- und -größenspezifische Stromdichte, wie sie hier unter
Punkt 12 für normale M-Schnitte angegeben ist:
http://www.jogis-roehrenbude.de/TFK-Tabelle-1.jpg
Damit kann man die nötige Drahtstärke für eine bestimmte Strombelastung errechnen.
Oder umgedreht, aus der gemessenen Drahtstärke schließen, wie viel Strom man einer
Wicklung entnehmen kann.
Gruß, Peter
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Da habe ich auch nichts zu gefunden.
Mail doch mal Ingo an, vielleicht hat er Infos dazu.
Gruss
Jürgen
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Hallo,
hat jemand eine Tabelle in der die Stromdichte bei MD-Trafokernen aufgeführt ist?
Ich finde dazu nichts im Netz. Nur die Daten der üblichen M- und EI-Kerne.
Gruß, Peter
Ich denke die Unterschiede in der möglichen Stromdichte werden bei den verschiedenen M-Schnitten (M, PM, MD) einer Größe nur marginal sein. Größere Unterschiede machen die Materialqualitäten der Kernbleche aus, da kannst Du bei der "besten" Qualität und im besten Fall eine maximal 10% höhere Stromdichte gegenüber preiswertem "Standardmaterial" erwarten.
lespauli
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Hallo,
Korrektur! Es handelt sich um einen PM-Kern: PM114B
Danke für den Richtwert. Meine Verwirrung liegt darin, dass der Kern (PM114B) so groß
ist, dass nach Abzug der Leistung für Heizung und Bias-Versorgung immer noch über
300W zur Verfügung stünden, die Sekundärwicklung mit 370V aber nur 0,50mm dick
ist. Bei einer sekundären Stromdichte von angenommenen 3A/mm² hieße das, man
könnte nur 0,5² * 3 * 0,785 = 0,59A entnehmen, was nur 218W entspricht. Und das
ist schon eine optimistische Rechnung, da ich die Stromdichte verglichen einem M102B
schon um 10% höher gewählt und die Kupferschicht des Cul-Drahtes nicht abgezogen
habe.
Gruß, Peter
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Hab's gefunden:
http://www.jogis-roehrenbude.de/forum/forum/board_entry.php?id=141205&page=0&order=time&category=0 (http://www.jogis-roehrenbude.de/forum/forum/board_entry.php?id=141205&page=0&order=time&category=0)
Dort steht bei PM114B eine Stromdichte von 2,8A/mm². Damit ist das Ergebnis aber noch geringer als
oben berechnet.
Gruß, Peter
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Das ist nicht wirklich "tragisch", denn die Stromdichte ist ja der Dauerstromwert, der aus thermischen Gründen nicht überschritten werden sollte. Macht bei Netztrafos mit konstanter Dauerbelastung Sinn. In einem Amp mit ständig variierender Leistungsabgabe, kann man das doch als "mittlere" Stromdichte über die Zeit betrachten, da ist es überhaupt kein Problem über den angegebenen Wert hinaus Strom zu ziehen. Hergeben tut der Draht das allemal.
lespauli
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Ok, danke für die Beruhigung. Ich dachte, da wäre bei Überschreitung abrupter Schluss -
ähnlich wie bei Sättigung des Eisenkerns. Jetzt frage ich mich, ob das Verhältnis zwischen
möglicher sekundärer Belastung anhand der Kerngröße und Belastung anhand des
Drahtdurchmessers bei anderen Trafos auch in diesem Bereich liegt. Ich schau mal, was
ich hier so an Trafos rumliegen habe.
Gruß, Peter