Tube-Town Forum
Technik => Tech-Talk Design & Konzepte => Thema gestartet von: Das_TIER am 7.06.2017 18:53
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Moin!
Ich hab wieder gesündigt :devil: ich kam irgendwie auf Halltrafos als AÜ und war hin und weg.
Ich muss mir so ein Teil bauen, dachte ich.
Und dann fing ich an zu denken.
Für die Spannungsversorgung hab ich bereits was funktionierendes rumfliegen. Zwei 12-Volt NTs, die "hintereinander" geschaltet sind, also
TR1pri an 230V, TR1sek an die Heizung und an TR2sek, und dann hab ich an TR2pri meine ~200VAC, gleichgerichtet und gefiltert ~250VDC.
Aber das ist ehrlich gesagt eine ineffiziente notlösung, die Trafos kann man auch als Heizung benutzen :D
Ich habe also über ein SMPS hinter dem 12Volt Trafo (statt dem zweiten Trafo) nachgedacht, würde da aber gerne noch ne zweite Meinung dazu hören. (In anderen worten: Lohnt sich der Aufwand?)
Die Sache mit dem AÜ.
Es is bewiesene Sache, dass eine 12AT7 parallel an einen Hammond 1750A wunderbar funktioniert. Sonst hätte Fender wahrscheinlich was anderes benutzt um deren Hallspirale anzusteuern. Jedoch bin ich noch etwas verwirrt, wie die Primärimpendanz des AÜ und der Interne Widerstand der Röhre zusammenhängen. (Ich bin halt noch am lernen, und um zu Lernen stelle ich Fragen. ;) )
Laut datenblatt der 12AT7 hat die bei 10mA und 250V einen Ra von 11K.
Die beiden Trioden Parallel würde ja zu einer halbierung (?) der Ausgangsimpendanz führen -> 5.5K
Allerdings laufen die dinger bei Fender mit 350-400V...
Da passen die 22.8K des 1750A irgendwie gar nich zu. Kann ich da nicht einfach einen 125 Series nehmen? Geringere Primärimpendanz müsste ja mehr Ausgangsleistung geben bzw. mehr Leistung aus der Röhre ziehen, oder?
Wär nett, wenn mir das jemand erläutern könnte :) Danke.
Viele Grüße
Das_TIER
PS: JA, ich hab schon die SuFu bemüht, sowohl hier als auch im Internetz.
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http://www.valvewizard.co.uk/se.html
Guggst du hier, der RöhrenMagier erklärt das sehr schön.
Grüsse,
Stefan
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Danke! :topjob:
Für alle mitleser, die auch mit dem gedanken spielen...
Mit den beschrieben kalkulationen komm ich bei 1.5W anodenverlustleistung (pro system!) auf 20.8K Ausgangsimpendanz -> Fender hat tatsächlich richtig kalkuliert (Überraschung! ;) )
Also brauchen wir 1.5W pro System, bei 250V wären das 6mA pro system.
Dementsprechend etwa -2.5V an der Kathode -> 416R Kathodenwiderstand. Da wir zwei systeme bedienen beschließe ich hiermit einen Kathoden-R von 220 Ohm.
Ein krasser gegensatz zu Fenders 2K2 (Deluxe Reverb), aber wir haben ja auch gerade mal 250V B+.
Kurze erläuterung:
Da Mr. ValveWizard eine Pentode beschreibt, habe ich die beiden Triodensysteme als ein System behandelt, um mit Pa = Va^2/Z die benötigte Anodenverlustleistung beider systeme zu berechnen.
Mit der Verlustleistung und der Spannung lässt sich dann der Anodenstrom berechnen, nach einem Blick in die Karakteristik-Charts sollten wir bei -2.5 bis -3V Kathodenspannung rauskommen.
R = U * I und der rest ist geschichte.
Das war echt n Gold-Tipp!
Ich denke ich werde mir das Valve-Wizard Buch bestellen...
Irgendwelche Gedanken zum Netzteil?
Viele Grüße
Das_TIER
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Moin,
Ich habe auch schon sowas mit einem 125-er gebaut. Kannst mal in die SuFu 'Pigalle' eingeben. Dort hatte ich, wenn ich mich gut daran erinnere, eine Biasinganalyse für jeglichen ECC in SE in // mitgepackt (als pdf). Es sollten sogar die Ausgangsleistung mit drin sein.
Ich weiß noch, dass die Endstufe einiges an ECC in SE betreibt (250V B+ mit 510R an der Kathode).
Gruss,
Laurent
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Ich Prophezeihe, dass der errechnete Arbeitspunkt sich in der Realität nicht einstellt....habe ich zu oft erlebt. Da heißt es dann nachher doch wieder messen und anpassen.
Aber ich bin gespannt!
Grüße,
Swen
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Irgendwelche Gedanken zum Netzteil?
Also je nachdem was du neben der ECC81 noch brauchst würd ich einfach einen der beiden anstelle der kleinen heizkraftwerke nehmen:
https://www.tube-town.net/ttstore/Transformatoren/Netztrafos/Sonstige/TT-Netztransformator-EI-230-200-6-3-7-VA::2358.html
https://www.tube-town.net/ttstore/Transformatoren/Netztrafos/Ringkern/Ringkern-Netztrafo-30VA::2192.html
>:D
Grüße,
Stefan
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Also ich habe für meinen kleinen 5E3 mit einer ECC82 und einem ELA mit einer SMPS für Nixieröhren von ---- für etwa 15€ betrieben. Die reicht dafür dicke aus und liefert etwa 200V.
Ich habe ein 12V 1A DC NT verwendet, welches die Heizung und die SMPS betreibt. Diese Lösung ist leicht, preiswert und funktioniert mit normaler Filterung auch bisher sehr gut. :topjob:
Grüße,
Rattle
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Disclaimer:
Das folgende sind zusammengeschriebene Gedanken aus den letzten 120min. oder so. Random Gedanken zu diversen Aspekten des geplanten Amps.
So eins hier meinste? e ba y.de/itm/Netzteil-fur-Anzeigerohren-Nixie-/322521146268?hash=item4b17c2239c:g:8KcAAOSwcdRY9hOr
Das klingt tatsächlich sehr verlockend..
Damit kann ich dann auch n schön kleines Chassis nehmen, ich hatte da an das hier gedacht: https://www.tube-town.net/ttstore/Gehaeuse/Sonstige-Gehaeuse/9-5-Aluminium-Chassis-1HE::6283.html
Schade nur, dass es kaum Angebote für solche Netzteile gibt. Hast du deins damals auch in der Bucht gekauft?
Allerdings könnte die Strom-Versorgung knapp werden. Die Nixie Netzteile haben offenbar 10-15mA max. und mit 2 x 12AX7 + 12AT7 komm ich verdammt nah dran. Dazu kommt noch, dass bei so "niedrigen" Spannungen ja tendenziell mehr Strom (für die gleiche Leistung) gebraucht wird. Ich würde also, auch wegen des Preamps, eher Richtung 250V-300V gehen.
Die 5V für die Relais + MosFET Ansteuerung derselbigen sollten kein Problem darstellen, die kann ich auch aus einer 6.3VAC wicklung gewinnen, sollte ich einen Trafo Benutzen.
*rethorische Denkpause*
Vielleicht muss ich mir einfach mal Grenzen setzen ::)
Geplant ist: Zwei-Kanal Bassman-mäßiges Design mit Fusschalter, evtl. Arduino mit Mosfets für die Relais
Dazu noch einen Digitalhall (Die Accu-Bell dinger)...
OK. Ich schmeiße hiermit offiziell den Hall und den Arduino raus. Ich brauch dann zwar ne wechselschaltung für die Relais (Schalter vorne und Fusschalter sollten gerne gleichzeitig funktional sein), aber die wird sich ja wohl auftreiben lassen.
Als NT-Trafo nehm ich dann den RK ausm Shop, sollte mir ~280VDC geben. Für den OT bleib ich erstmal beim 1750A. Einfach um es auszuprobieren. Mit dem dicken NT-Trafo kann ich dann immer noch ne EL84 + 125B einbauen, falls das Teil doch zu leise is >:D
Die 1.5A auf der Heizwicklung reichen auch dicke, diedas Relais zieht ja nur 30mA + ein paar LEDs und der Verlust beim Regulieren = sollte irgendwo bei 70-10mA absolutes maximum rauskommen. Ich nehm nen LM317 für die Spannungsregelung. Einfach weil ich noch nich mit dem gearbeitet habe.
Wir sehen uns dann in einer Woche oder so, wenn der Schaltplan + BOM fertig is, der Großteil der Sachen angekommen ist, und erste Ergebnisse vorliegen! :bier:
Viele Grüße
Das_TIER
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Ne, ich meinte (und hatte:-) ) eher sowas hier:
http://www.----.de/itm/POWER-SUPPLY-for-in12-in14-in16-in18-nixie-tubes-HIGH-POWER-new-version-/182121118604?hash=item2a6743bb8c:g:A-MAAOSwuxFYtnMu
Das liefert etwa 8W und reicht damit mehr als genug aus für z.b. eine ECC82, so wie bei mir. Ich habe irgendwo auf ---- sogar mal eine mit 20W gefunden, die wäre ja sogar ausreichend für z.B. einen Champ. Allerdings würde ich bei dieser Leistung wohl irgendwann auch eher eine "klassische" Lösung verwenden.
Im Netz gibt es einen Typen namens "Zambo", der hat im englischen Raum auch ein paar Amps mit solchen SMPS gebaut.
Grüße,
Ratte :guitar:
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Soo, kleines Update und vorläufiger Schaltplan...
Ich werde bei dem Amp hier einen "traditionelles" Netzteil verwenden. Mit Ringkern-Trafo von TT und full-wave-bridge, als Filter sollten zwei 220µF reichen (Ich HASSE "sag" und vielleicht kann man den dann auch für Bass benutzen), dazwischen ein 22K oder sowas. (Bissel weniger Spannung für die Vorstufe)
Entlade-Widerstand 500K oder so mach ich wahrscheinlich rein, erstmal schauen wie das Entladeverhalten in der Praxis aussieht.
Aber trotzdem vielen Dank für den SMPS-Tipp, das werd ich mir merken und dann irgendwann mal machen, wo's noch enger zugeht (Pedal Preamp z.B.).
Auch hab ich den GANZEN schnickschnack jetzt rausgeschmissen. Kein Hall, nur ein Kanal, sehr Puristisch. Das waren alles Sachen, die nicht zu dem Konzept passen und an der langlebigkeit kratzen. Ansonsten gestaltet sich das ganze wie folgt:
Bassman/Sunn Model T mäßige Vorstufe, aber beide Kanäle parallel geschaltet und mit 470K mischern an einen 5E3 Volume und one-knob-Tone geklebt. Diese Schaltung wirkt zwar etwas amateurhaft (nicht, dass ich keiner bin ;) ), aber ich hab die so wie sie da steht bereits seit Wochen im Heizkraftwerk aufgebaut und sie klingt FANTASTISCH. Ich hatte eigentlich ein Orange-Shapedingens vom Dark Terror geplant, aber das vorhandene Praxismodell hat mich überzeugt.
Von daher hab ich nix an der Schaltung geändert, never change a running System.
Von da aus dann in die V2 des Bassman, nach dem Kathodenfolger kommt statt dem Tonestack der Master und ab damit in die Endstufe.
An der letzten Kathode vor der Endstufe findet sich auch die Gegenkopplung, frei nach uncle Doug (Auf Youtube) regelbar gemacht mit nem 50K poti und 10K in serie.
Der Gridstopper-Artikel von Mr. Valve Wizard hat mich dazu inspiriert, die Gridstopper bei V1 auf 10K zu senken und je einen 470pF nach GND hinzuzufügen. Wenn der Meister es sagt, muss was dran sein :angel:
Der Endstufen-Kathoden-R ist im Schaltplan mit 470R beziffert, ich werde mir aber mehrere Werte drumherum bestellen und rumprobieren, wies auch schon bei meinem ersten Amp der Fall war ;)
[Gelaber]
Das war ne lustige Geschichte: Standard-Abschreibe 6V6 Endstufe des Vibro-Champs hatte laut fender 470R an der Kathode und 342V an der Anode.
Bei mir wars "n bissel" höher, 420V an der Anode. Letzendlicher Wert des kathoden-R: 1.2K @13W Anodenverlustleistung.
Lesson Learned
[/Gelaber]
Ich hab noch ne Serien/Single schaltung für die SPKR outs gemacht, weil ich es kann, weil ich es will.
Erdungskram ist nicht eingezeichnet, weil selbstverständlich. Der grüngelbe Draht is der Längste, hat seine eigene Schraube am Gehäuse, usw.
Ansonsten gibts nicht viel dazu zu sagen, außer dass ich jetzt mal fleißig widerstände und kondis raussuchen gehe ;D
Viele Grüße
Djordje <- Mein "echter" Name. Hallo.
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Nabend Djordje,
dein Amp nimmt ja richtig Formen an, gratuliere!
Eine wichtige Sache ist mir aufgefallen, und nen Gedanken hätt ich noch:
Dein Feedback-Zweig kann so noch nicht gehen. Der müsste, wenn ich mich nicht vertue, an der Kathode von V2a einkoppeln und nicht bei V2B.
Im Moment ist er wegen mangelnder Verstärkung als Rückopplung recht wirkungslos, außerdem als Mitkopplung, und das möglicherweise schlimmste: Wenn P2 auf 0 Ohm ist, hast Du von der Kathode von V2B zur Masse nur ca. 10K - macht bei geschätzt 100V 10mA Strom, und deine V2 macht Bäckchen.
Da Du V2B als Kathodenfolger hast, macht diese Stufe in Sachen Verstärkung und Invertierung "nix", dein Verdächtiger ist also V2A.
Schau Dir mal an, wo das Feedback z.B. bei nem Fender Champ 5F1 einkoppelt...
Und .. mei ... so als Gedanken.. Man könnte jetzt auch V1a und V1b voll parallel schalten, mit gemeinsamem Anodenwiderstand. Hat Fender auch mal so gemacht, aber frag mich nicht in welchem Amp... Das spart nochmal Bauteile und eliminiert auch etwas vom Rauschen. Wnn man ganz brutal wäre, könnte man auch mit nur einer Vorstufenröhre auskommen, die V1a und V2a aus deinem Plan abdeckt. Aber das wäre ja dann ein ganz anderes Konzept.
Gruß Bernhard
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Moin Bernhard!
Danke für den Hinweis!
Ich hab mir tatsächlich schon die Fenders angeschaut, da war die Gegenkopplung immer an der letzten Stufe vor der Endstufe. Aber du hast recht, ich habe vergessen, dass ein Kathodenfolger "non-inverting" ist, ergo fix ich das.
Das mit der voll parallelen V1 probier ich vielleicht mal aus, wenn der Amp gebaut ist. Experimentieren is immer gut ;)
Viele Grüße und gute nacht
Djordje
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Kurzes Schaltplanupdate.
- Gegenkoppkung gefixed
- Eingangssektion vereinfacht
- Nach konsultieren des Heizkraftwerkes bemerkte ich das Fehlen des Höhen-Bleed kondis über R11 im Schaltplan, wurde ergänzt
- Reduzierung der sek. Sicherungen auf eine, da Brückengleichr. (keine Mittenanzapfung am TR) Ich war noch im Full-Wave-Zwei-Dioden-Modus.
- Der Übersichtlichkeit halber Primärsicherung hinzugefügt
- Glättungselkos angepasst, ich nehm nen JJ Becherelko mit 2 x 100µF
- Heizung "realistisch" gezeichnet mit Brummgegenkopplung. Viele 12AX7 haben zwar die Heizdrähte out of phase, aber es tut nich schaden das Brummen auch global gegen sich Selbst arbeiten zu lassen.
- Grounding etwas mehr an das finale Layout angepasst
Viele Grüße
Djordje
PS: Ich hab den 10K/470pF Gridstopper im Heizkraftwerk installiert wie im neuen Schaltplan... es is echt der Wahnsinn. Das Rauschen is 95% weg. Also eine Sache, die sich absolut Lohnt!
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Moin,
R8/R9 sind redundant. Die kann man auch weglassen.
C7 ist für meinen Geschmack zu groß, da solltest du nachher durchaus mal mit experimentieren.
Die Siebelkos empfinde ich als zu groß. Da bekommst du ganz steile Stromflusswinkel, weil die Schaltung keine Leistung braucht.
Da würde ich lieber ein zusätzliches LC oder RC Glied einsetzen und kleinere Elkos nehmen. Ich würde auch vermuten, dass F1 so anspricht beim Einschalten.
Warum V2B zum Ansteuern der Endstufe? - ist dir für die Triode nix mehr eingefallen? ;D (Da würde ich eher die parallele V1 wegrationalisieren und den Kathodenfolger raus lassen = eine Röhre weniger).
Wenn schon Kathodenfolger, warum P4 dann so hochohmig? - Da kannste entspannte 50k nehmen oder 100k.
Apropos hochohmig; Heizungssymmetrierung mit 1k ist definitiv zu hochohmig.
Irgendwas zwischen 10Ohm und 220Ohm funktioniert.
Den "Charakter" halte ich für streitbar. Letztlich macht der soviel nicht am Sound. Das ist mehr ne Art Booster.
Wäre mir keinen zusätzlichen Regler wert.
Grüße,
Swen
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Erstmal Moin und vielen Dank für die vielen Hinweise!
R8/R9 sind redundant. Die kann man auch weglassen.
C7 ist für meinen Geschmack zu groß, da solltest du nachher durchaus mal mit experimentieren.
Sowas hab ich mir auch schon gedacht.. Ich hatte R7/8 erstmal dringelassen, weil ich nich weiß wie es ohne klingt. Aber ich stimm dir zu, die machen keinen großen Unterschied.
C7 hab ich im Heizkraftwerk im Moment mit 300pF drin, und hab bei niedriger "Gain"einstellung eher zu viele Höhen :laugh:
Den Tipp hab ich von hier: http://www.valvewizard.co.uk/gridstopper.html
Die Siebelkos empfinde ich als zu groß. Da bekommst du ganz steile Stromflusswinkel, weil die Schaltung keine Leistung braucht.
Da würde ich lieber ein zusätzliches LC oder RC Glied einsetzen und kleinere Elkos nehmen. Ich würde auch vermuten, dass F1 so anspricht beim Einschalten.
Daran hab ich gar nicht gedacht, bzw. realisiert, dass es ne nummer zuviel ist. :o
Im Heizkraftwerk hab ich zwei 680µF @ 200V in Serie und keine sek. Sicherung, da funktioniert das super :angel:
Aber ja, die Schaltung braucht keine nennenswerte Leistung.
Fürs erste Nehm ich da dann 2 x 32µF Becherelko und schau mich mal nach der Berechnung von besagten Stromflusswinkeln um..
Ne Drossel scheint mir hier überdimensioniert und teuer.
Warum V2B zum Ansteuern der Endstufe? - ist dir für die Triode nix mehr eingefallen? ;D (Da würde ich eher die parallele V1 wegrationalisieren und den Kathodenfolger raus lassen = eine Röhre weniger).
Wenn schon Kathodenfolger, warum P4 dann so hochohmig? - Da kannste entspannte 50k nehmen oder 100k.
Ahh, rationalisierung! Igitt! Das untergräbt den Konservierungsinstikt! ;D
Weil Sound. Ich hab mich da einfach am Idol orientiert, was ursprünglich ein Sunn Model T war, der auf dem 5F6A Bassman basiert.
Aber P4 seh ich ein, auch weil 1M sowieso der maximal zugelassene Wert ist.
Machen wir nen 100K draus.
Jetzt interessiert mich das aber doch: Die Parallelschaltung von V1 führt ja zu "doppeltem" strom bei gleicher Ausgangsspannung. Das gepaart mit dem riesen Kathodenelko sollte für eine sehr "steife" wiedergabe sorgen, also theoretisch auch für Bass geeignet (Weil Tiefe Frequenzen = Mehr Energiebedarf).
Eine Reduzierung auf zwei Trioden für die gesamte Vorstufe würde ja in dem Punkt defizite haben, oder?
On the other hand - der bassman war auch eigentlich nicht so ausgelegt. Es hat halt irgendwer mal die Kanäle überbrückt und fand den Sound klasse.
Der Kathodenfolger V2b ist wie gesagt teil des originalen Schaltplans, da hing ursprünglich der Tone-Stack dran.
Schätze auch, dass die ganze V2 in dieser konfig. ein bestimmtes Zerrverhalten hat, und das würd ich halt gerne erhalten. Aber ich bin trotzdem Bereit zu experimentieren, sobald der Grundaufbau steht :)
Apropos hochohmig; Heizungssymmetrierung mit 1k ist definitiv zu hochohmig.
Irgendwas zwischen 10Ohm und 220Ohm funktioniert.
Wusste ichs doch! 2 x 1K hat im heizkraftwerk zwar Abhilfe geschafft, aber ich habs oft niedriger gesehn. Ich denke du meinst 100 Ohm, nicht 10 Ohm ;)
Den "Charakter" halte ich für streitbar. Letztlich macht der soviel nicht am Sound. Das ist mehr ne Art Booster.
Wäre mir keinen zusätzlichen Regler wert.
kuggstduhier: https://youtu.be/PtoPma2-N1I?t=14m2s
Ich finds ne schnieke Möglichkeit, um den generellen "charakter" des Amps zu regeln. Von "gezähmt" bis "wild/kratzig".
Viele Grüße
Djordje
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Tag Djordje,
nach Bierschinkens Kommentar und nem zweiten Nachdenken über das Feedback:
Meiner Erfahrung würgt man so kleine Amps wie den deinen mit Feedback nur ab, sie werden nur leiser als sie eh schon sind, ohne vernehmbare Klangänderung. Du kannst es ja mal ausprobieren, bevor Du das Loch für den Character-Poti ins Chassis bohrst. Oder mal über nen Presence- oder Depth-Regler nachdenken - verbunden mit ner zusätzlichen Gainstufe. Feedback frißt Verstärkung...
Oder gleich nen kombinierten Hoch- und Tiefpass in der Feedbackleitung, so daß hauptsächlich die Mitten bedämpft werden und die Bässe und Höhen bißchen mehr "Leine" bekommen. Könnte am Bass ganz cool sein. Aber deine Verhandlungsmasse ist und bleibt die Ausgangsleistung... Viel Klangshaping gibts bei deiner Endstufe wohl nicht zu holen..
Gruß Bernhard
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Ok, denn machen wir's folgendermaßen:
Ich bohr das Loch, aber wenns mir nicht gefällt mach ich nen Presence-Regler draus. N bissel Höhen kann das Ding gut gebrauchen, wenn mann Gain voll aufreißt.
Und mir is auch n quasi-job für den Kathodenfolger eingefallen: Ich bau nen slave-out rein, sodass ich zur Not auch an größere Amps gehen kann. Dafür is so ein niederohmiger Ausgang angeblich spitze ;)
Aber deine Verhandlungsmasse ist und bleibt die Ausgangsleistung... Viel Klangshaping gibts bei deiner Endstufe wohl nicht zu holen..
Yep, eigentlich ist viel in diesem Amp überdimensioniert :)
V2 alleine würde wahrscheinlich reichen um V3 anzusteuern, einen extra MasterVolume, und evtl. fancypancy gegenkopplungsklangregelung...
Sehen wir alles, wenns ans bauen geht ;)
Ich werd das ganze mit den Tube-Town EZ-Turretboards aufbauen, es sei denn jemand von euch weiß wie man FR4 schön gerade und glatt schneidet. Ich hab da in der Vergangenheit nicht so tolle Erfahrungen gemacht.
Aber dank der Turrets lässt sich immer was ändern, wenns nicht gefällt/funzt.
Viele Grüße
Djordje
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Und dann geht s grad weiter...
Die Rückkopplung wirkt s wie du's hast nur auf die LED - und deren differentieller Widerstand ist sehr klein, viel kleiner als z.B. die 1500 Ohm ausm 5F1. Dein Feedback Zweig muß also auch sehr niederohmig sein, wenn er was tun soll. Oder du machst die LED an die Kathode einer anderen Stufe.
An der Stelle nochmal meine wärmste Empfehlung für ne zusätzliche Gainstufe in Verbindung mit Feedback... Am Eingang reicht Dir ein System, auch am Bass. V1B wär ein Kandidat für mehr Gain und die LED...
Gruß Bernhard
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Moin,
nein, tatsächlich irgendwas zwischen 10Ohm und 220Ohm. 100Ohm ist halt gebräuchlich, weil es noch recht niederohmig ist und nicht all zu viel Verlustleistung erzeugt.
Die doppelte Triode bringt eine niederohmigere Ausgangsimpedanz, aber keinen Bassgewinn per se.
Hier wird mit Spannung gesteuert, nicht mit Leistung. Durch die niederohmigere Ausgangsimpedanz können eben größere Ladekonstanten getragen werden ohne blocking distortion, aber das dürfte erstmal nicht ins Gewicht fallen.
Das Video unterstützt mich in meiner Aussage; der Charakter-Regler ist eine Art Boost.
Er bestimmt hauptsächlich das Loop-Gain und damit wie schnell der Amp zerrt (das geht einfacher).
Er arbeitet aber nicht bis kaum am Frequenzbild.
Zum FR4; Metallsäge und Ruhe, dann klappt das.
Ich würde vor den Abgriff der Endstufenanoden noch ein RC-Glied packen. Das ist ein SE-Amp, der wird mit dem Ripple deutlich Brummen.
Einfach den DoppelBecher für die Anoden verwenden mit nem 220-1kOhm Widerstand dazwischen und dann nochmal mit 4k7 oder sowas auf nen kleinen 22µ Elko für die Vorstufe.
Grüße,
Swen
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OK, ich sitz grad schwitzend zwischen BOM und Schaltplan ;)
Zeit für Rev. 1.4
Schaltplan kommt in 60min. oder so, erstmal gibts mittagessen! :bier:
Bis denn
Djordje
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Ok Bierschinken und doctormolotov,
Ich hab V1 auseinandergepflückt, den V1b Arbeitspunkt so wie original gemacht, also 1K2 statt 680R.
LED hängt jetzt an V1b.
Bei V1a hab ich den Kathoden-R etwas größer gemacht, damit V1b nicht zu sehr übersteuert.
Deswegen zwischen V1a und V1b dann auch noch ein Spannungsteiler. Der Amp soll höchstens Crunchy werden. Eher richtung fettes clean.
Netzteil hab ich auch entsprechend bearbeitet.
Es is n grober entwurf. 3 Gain stufen sind schon ziemlich üppig, wir wollen ja keine KT120 ansteuern ;D
Die BOM leg ich erstmal beiseite bis alle zufrieden sind ;)
Wäre das mehr in eurem Sinne?
Keep in mind, wir Kennen den Sound jetzt nicht mehr. Aber ich schätze mal nächste Woche ist experimentieren angesagt :guitar:
Viele Grüße
Djordje
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Tag Djordje,
der Entwurf wird ja immer besser! :) Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen...
C4 mußt Du rauslassen - das Feedback braucht nen Arbeitswiderstand, und der wäre durch C4 geblockt.
Wenn Du die Gain/Tone- Regelung zwischen V1a und V1b nimmst, kriegst Du den Clean-Bereich besser in den Griff. Ein Spannungsteiler zwischen V1b und V2a schadet nicht und gibt Dir ne Möglichkeit zum Anpassen.
Edit: Und sei Dir bewußt, daß das Feedback im Moment vom Master-Volume abhängt. Das kann vielleicht sogar gut sein in deinem Fall. Wenn Dich das stört, wäre zwischen V1b und V2a ne gute Stelle für das Master Volume. Deine Experimentierliste wird lang ;) Aber so machts ja auch Spaß.
Brauchst Du den R10 wirklich so groß? Welche Biasspannung und Biasstrom hast Du denn da veranschlagt? Meine einzige Erfahrung mit LED-Biasing war eine grüne LED an der Kathode und sonst nix... Das ging sehr gut. Es sei denn, Du willst V1B bewußt sehr kalt fahren...
Und den Sound kennt man eh immer erst nach dem Anschalten ;)
Gruß Bernhard
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Bernhard hat soweit alles erwähnt.
Ich würde mir vor allem um die Gainregelung Gedanken machen, denn so wie es jetzt ist, wird der Amp immer ziemlich "crunchy" sein.
Mein Vorschlag; Gain als Stereopoti ausführen und R11 durch die zweite Hälfte des Poti als variablen Widerstand ersetzen.
Letztlich muss man den Amp dann mal aufbauen, ich halte aber das Konzept für deutlich zu bassbetont.
Das wird vermutlich etwas dumpf oder "wollig" klingen. Für die Gitarre ohnehin, aber ich schätze auch für den Bass.
Wie gesagt; Versuch macht kluch ;)
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Ja ja, langsam aber sicher sammelt es Nüsse :)
Ich hätte nicht gedacht, dass das Ding so ein kollektiv-Design bekommt :D
Aber ich lerne ne MENGE dabei, von daher will ich nicht Meckern :bier:
C4 ist entfernt. Ich dachte mir, der Kathodenwiderstand tut es, aber offensichtlich sind da höhere mächte am Werk ;)
Ehrlich gesagt, hab ich mir über den Bias erstmal keine große Gedanken gemacht. Es war halt n grober entwurf.
Die LED basiert mal wieder auf Mr. ValveWizard, ich zitiere:
In series with a cathode load resistance/tail resistance. Although this will raise the cathode voltage by a tiny amount, it is usually insignificant in terms of normal circuit operation. The LED will slowly come on as the valve warms up.
Ansonsten siehts jetzt so aus:
V1a wird kalt gefahren, von da aus zum Tone/Gain und dann mit (durch spannungsteiler)reguliertem vollgas bei V1b und V2 richtung Endstufe.
Dadurch sollten wir einn stabiles relativ Cleanes Signal kriegen, dass dann einfach noch n bissel hochgepustet wird um die 12AT7 anzutreiben. Sollten.
Gainregelung nach Mr. Bierschinken ist auch drin. Hatte ich tatsächlich auch schon drüber nachgedacht, war mir dann aber nich ganz so sicher ;D
Letztlich muss man den Amp dann mal aufbauen, ich halte aber das Konzept für deutlich zu bassbetont.
Das wird vermutlich etwas dumpf oder "wollig" klingen. Für die Gitarre ohnehin, aber ich schätze auch für den Bass.
Wie gesagt; Versuch macht kluch ;)
Yep, ich werde jetzt einfach mal folgendes machen:
Ich bestelle mir Chassis, Trafos, Röhren, gelochtes FR4, Turrets, Potis und alles was im Schaltplan sonst noch so is. Und dann nehm ich noch n paar mehr Werte drumherum. Also eher 5 1M Widerstände als 2. und vielleicht auch noch 0.047µF zusätzlich zu 0.022µF.
Das klären wir dann alles nächste Woche.
Versuch macht kluch und ich mach jetzt n warenkorb.
Viele Grüße
Djordje
PS: Im Prinzip sind wir jetzt bei einem Tiny Tiny Terror. So richtig Tiny halt. Aber die Vorstufe hat einige nicht von der Hand zu weisende ähnlichkeiten. Zufall? Ich glaube nicht. 8)
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Hallo,
ich haben den Thread nicht verfolgt und kenne nur den vorhergehenden Schaltplan, finde aber die V2a/Endstufenlösung suboptimal. Lieber den "Slave out" wo anders platzieren und dafür eine bessere Ansteuerung der "Endstufe" verwenden.
Gruß, Dirk
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Moin Dirk!
Jetzt wo du's sagst..
Es war eher so herum, dass der Slave out entstanden ist, weil der direkt gekoppelte Kathodenfolger vom Bassman/Model T übernommen wurde.
Es wäre natürlich machbar, den Kathodenfolger kondensatorgekoppelt zu realisieren, als separat regelbarer Slave-Out.
Ich schätze mal, die Kombination aus V1 und V2a wird reichen, um eine 12AT7 weit hinaus übers clipping zu treiben.
Es stelt sich hier natürlich auch die Grundsatzfrage, ob V2 alleine Ausreicht.
Hier: https://www.youtube.com/watch?v=cHK0OPIJxgk
hat jemand nen Champ mit der 12AT7 gebaut, und unser Schaltplan ist ja im Prinzip ein "Hot-Rod" champ mit dual-gain und one-knob-tone.
Es geht also auch ohne die V2, und das führt irgendwie ja zu einer überflüssigkeit der V2 im Schaltplan.
Wie gesagt: Die Stufe hab ich reingenommen, weil ich mich am Vorbild orientiert habe..
Wir könnten also alles von R17 bis P4 rausschmeißen, was natürlich zu einem etwas unkomplizierterem Aufbau führt.
In dem Kontext wirkt die Gegenkopplung natürlich auch etwas fragwürdig...
OK. Machen wir das. Einzige kontrollmöglichkeiten: Gain/Volume als Stereopoti wie im Schaltplan und Tone.
Das ist wahrscheinlich nicht nur sinvoller, sondern auch Kostengünstiger ;)
Viele Grüße
Djordje
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Tag Djordje,
wenn Du grad eh am umzeichnen bist: Ich hab bei was ähnlich kleinem (bzw. noch kleiner als dein Amp) gute Erfahrungen damit gemacht, nach der ersten Stufe nen Gain-Poti zu haben und nach der zweiten eine Tone/Volume-Kombination. Damit läßt sich sehr schön jede Stufe einzeln aussteuern, und die Klangregelung is etwas weiter hinten und wirkt ggf. auch auf das verzerrte Signal.
Gruß Bernhard
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Das Klingt nich übel, mal sehen, was ich da tun kann.
Viele Grüße
Djordje
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Hier ist ein neuer Vorschlag, der auf dem Bisher gesagtem basiert. Andere Einflüsse waren Bernhard's "Wrench" und der Tiny Terror
(http://www.prowessamplifiers.com/schematics/images/tiny_terror.pdf)
Daher kommt z.B. C4, und die Idee, mittels Kathodenkondis/kopplungskondis eine Gitarre/Bass-Umschaltoption zu realisieren.
Ob das so in der Praxis funzelt, is ne andere Frage, aber wenn ich mich an den hier:
https://www.ampbooks.com/mobile/amplifier-calculators/cathode-capacitor/calculator/
halte, müsste das ne signifikante Änderung des Klangs verursachen.
Sollten jetzt keine absolut dringende "Wenn-du-das-so-machst-isses-vorbei"-Einwände mehr bestehen, werde ich die Teile Bestellen und dann irgendwann nächste Woche erste Ergebnisse posten. :bier:
Viele Grüße
Djordje
PS: Keine bange, ich bestelle genügend Werte, um die Arbeitspunkte bei bedarf anzupassen ;)
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Das sieht sehr cool aus! :topjob:
Ich habe allerdings noch nicht ganz verstanden, warum du eine ECC81 statt einer 82 verwenden möchtest. Zumindest ist die 82 in Mini-Endstufen meist erste Wahl.
Aber noch am Rande: Falls es dich in Richtung Champ zieht, hat "robrobinette" ein paar solcher Miniamps gebaut.
https://robrobinette.com/Champ_Micro.htm
https://robrobinette.com/Deluxe_Micro.htm
https://robrobinette.com/Bassman_Micro.htm
Ich habe, wie oben erwähnt, meinen Mini and den Deluxe angelehnt.
In diesem habe ich ebenfalls einen Dreiweg Schalter für NFB, Normal und mit Bypass Cap. Dieser Schalter ist praktisch wie ein Kanalschalter, da das NFB mir problemlos Clean auf Zimmerlautstärke ermöglicht. Mit einem Poti geht das sicher auch sehr gut!:D
Rattle
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WOW!
Das sieht sehr schön aus, von den Layouts werde ich mich inspirieren lassen ;)
Die beiden nehmen sich nicht viel, allerdings hat die 12AT7 wesentlich mehr Gain. -> Vorstufe braucht weniger Gain als bei ner ECC82. Schätze ich mal.
Allerdings wird auch hier wahrscheinlich die Antwort im Ausprobieren liegen.
Ich werde einfach mal die gesparten euronen von der rausgeschmissenen 12AX7 für eine ECC82 benutzen. Ich habe zugriff auf Oszi und Signalgenerator, dann sehen wir mal, ob es da einen Unterschied gibt ;)
Viele Grüße
Djordje
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Moin Moin!
Aufgrund der etwas späten Post konnte ich heute den Amp nicht mehr fertigstellen, aber nach ca. 8 Stunden ist zumindest die grobe Arbeit gemacht.
Chassis ist fertig gebohrt und bestückt, Netzteil 90% fertig, alles zwischen Input und V1a ist auch fertig.
Da es jetzt ziemlich spät ist, und morgen die Notenbekanntgabe fürs schriftliche Abi is, hau ich mich jetzt ins Bett.
Das bedeutet, dass wir erst am Montag erste Leistungsmessungen/Experimente sehen werden. (Die Geräte stehn in der Schule) Vielleicht schaff ichs aber, am Wochenende eine kurze Sounddemo zu machen :guitar:
Der eine oder andere wird vielleicht bemerkt haben, dass ich keine Kaltgerätebuchse verwendet habe, sondern eine Neutrik True1-PowerCon Buchse. Ich wollte das vielversprechende System einfach mal ausprobieren, und ich bin positiv Überrascht! Klasse Design, sehr durchdacht, sehr funktional.
Und ja, Frontplatten ausm Laser Custom shop und n schickes Holzgehäuse kommen noch diesen Sommer, geduld, geduld ;)
Viele Grüße
Djordje
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Moin,
Habe nicht viel reingeschaut aber die Anbringung der Dioden und der Hochspannungsleitungen gehen so nicht. Da kann sich sehr schnell etwas verbiegen und auf die grosse Scheibe kommen. :police:
Gruss,
Laurent
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Yep, da hab ich auch schon drüber nachgedacht.. Ging aus Platzproblemen erstmal nicht anders.
Wird aber gefixed, sobald die Experimentierphase vorbei is. Bis jetzt isses tatsächlich erstaunlich stabil..
Ich hab das Ding übrigens gerade zum Laufen bekommen, aber hab noch Probleme mit Motor-Boating und den FilterKondis.
Das Motorboating geht weg, sobald ich entweder ein Kabl an den Eingang anschliesse, oder die Anodenspannung an der 12AT7 messe (1M nach GND weil Multimeter).
Es kommt was raus, funktioniert soweit ganz gut, aber ich habe unglaublichen SAG. Also so viel, dass der Amp eigentlich unbrauchbar wird, sobald man die "Bass"-Einstellung wählt (extra 220µF Kathodenelko an der V1a und einen größeren Koppelkondi am Ausgang von V1a)
Ich habe temporär einen 380µF @ 400V aus nem alten PC-Netzteil eingelötet, und es wurde besser. Ist aber immernoch unnormal extrem.
Ich schätze, das hängt doch irgendwie mitm Motorboating zusammen.. Ich werde morgen mal meine Ground und sonstige Verbindungen überprüfen.
So oder So, morgen kommen nochmal genauere Infos. Bis jetzt hatte ich die ECC81 drin, und grade eben kurz die ECC82. Die Einzige Veränderung ist, dass die ECC82 "schöner" zerrt, lautstärke is aber gleich. Funzt an 8 Ohm wie an 4 Ohm, mit nem 470R kathodenwiderstand bin ich bei -4.5V an der kathode und 275V anode.
Bis Morgen!
Djordje
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Sooo
Ich hab n bissel rumgespielt.. Der V1b KathodenR ist jetzt ein 1.5K, die Stufe hatte viel zu viel Gain -> beschissene Zerre.
Das Motorboating ist mehr oder weniger weg, solange ich auf der "Guitar" einstellung bin (2.2µF Kathodenelko, 0.001µF Koppelkondi an V1a)
Dann kommt nur noch etwas Motorboating bis heulen wenn ich den Master aufdrehe, unabhängig vom Gain.
Sobald ich entsprechend den 220µF Elko an die Kathode von V1a hänge und den Koppelkondi auf einen 0.22µF erhöhe, gehts wieder los mit extremen Motorboating. Der Gainregler funktioniert dabei als Frequenzregler, bei maximalstellung etwa 1-2Hz, bei mittelstellung ~30Hz, bei miminalstellung ist nix zu hören.
Der Master funktioniert aber genauso als Frequenzregler, bei maximalstellung von beiden Reglern wird das Motorboot zu einem Wolf. Der Master scheint also das Motorboating generell in ein Heulen zu verwandeln, je nach stellung, während die Oszillation selber aus V1a kommt.
Das ganze wurde besser, als ich den Lautsprecherausgang von Masse trennte, danach wurde der "Guitar"-Modus bei moderaten Gain/volume Einstellungen spielbar. Vorher war immer extremer SAG und bei hohem Gain dann Motorboating.
Die Grounds hab ich jetzt doppelt und dreifach überprüft, da is nix falsch. Soll heissen, alles was auf Ground muss, geht auf Ground.
Layoutfehler sind nicht auszuschließen, da ich mir das Layout nur sehr Grob vorher überlegt hab. Die Detailfragen hab ich spät nachts spontan geklärt. Bilder sind im Anhang.
Die ECC82 wird auch SEHR heiss, sodass ich erstmal wieder die ECC81 drin habe. Die ECC82 scheint auch irgendein mechanisches Problem zu haben, wenn ich sie mit "nachdruck" auf den Tisch stelle, bzw. leicht dagegenklopfe, schwingt sie etwas nach. Als ob etwas da drin nicht ganz fest wäre.
Zum Schaltplan sei gesagt, dass die LED jetzt zwischen B+2 und R3 Sitzt. Mooooment.
Kann das mit C4 irgendeine ungesunde Mischung erzeugen? Die LED flackert entsprechend mit dem Motorboating.
Hab die LED grade temporär kurzgeschlossen, keine Änderung.
Da das Problem vor allem auftritt, wenn der "Bass"-Modus eusgewählt ist, schließe ich mal auf ein Layoutfehler bei V1a.
Allerdings erklärt das nicht, dass der Master-Volume ebenfalls an der Frequenz dreht.
Ich spiel mal n bissel mehr rum und berichte dann, ich bin in diesem Moment sowas von offen für Anregungen aller Art ;)
Viele Grüße
Djordje
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Nächstes Update:
Problem immer noch nicht gelöst. Ich kann es jetzt aber reproduzieren. Gain voll aufdrehen, mit dem Master die Frequenz einstellen. Das knacken wird meist begleitet von einem quietschen, das im Takt des Knackens dazu kommt, also nicht durchgehend tönt.
Die Frequenzeinstellung mit dem Master ist auch nicht linear, es wird mal schneller, dann wieder langsamer. Aber trotzdem im zusammenhang mit dem Poti.
Mit der Bass-Einstellung fängt das phänomen schon bei ca. 10% master an, ohne erst bei 80-90% aufgedrehtem master.
Dazu sei gesagt, dass es auch aufhört, wenn ich n lautes Signal reingebe (Akkorde schrammeln, etc.). Sobald ich aber aufhöre zu Spielen, geht es weiter.
Ich hab alles versucht:
Grounding is zwar nich schick, aber funktional.
Kabel für Anodenspannung und kathoden-R für V1 bewegt, keine Änderung,.
Gridstopper vor V1b und V2 vervierfacht, keine Änderung.
Fetten Filterelko wieder rausgenommen, da es offensichtlich kein Problem mit der Filterung ist.
Röhren rumgetauscht, keine Änderung.
Im Guitar-Modus mit Gain und Master auf 50% rockt das Ding die Hütte! Da hab ich dann nur noch leichte Knackser bei starken Transienten (Akkord voll durschlagen mit aktiven PUs).
Ich weiss jetzt echt nich weiter :help:
Viele Grüße
Djordje
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Sooo
Ich hab n bissel rumgespielt.. Der V1b KathodenR ist jetzt ein 1.5K, die Stufe hatte viel zu viel Gain -> beschissene Zerre.
Viele Grüße
Djordje
Die Stufe hatte nicht zuviel Gain, sie ist schlicht weg ein Coldclipper mit jeder Menge asymmetrische Verzerrungen
hier mal der Vergleich zwischen 680 Ohm plus Led gegen 1.5K
Gain 2-3 db weniger gegenüber der 1.5k Version
2. Asymmetrie
3.Ledversion gegen 4.7k Rk
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Ok... schicke Graphen! *ahnungsloses Lächeln*
Welche Software hast du dafür benutzt? Sieht spannend aus ;)
Allerdings ist die Led jetzt ja nicht mehr an der Kathode, fällt also aus der Bias-Rechnung raus. Wie auch immer, dafür ist später noch genug zeit.
Erstmal zählt es das Ding zum Laufen zu bekommen. Wie gesagt, ich bin ziemlich Ratlos.
Das einzige, was ich mir jetzt noch vorstellen könnte, wäre alle Grounds neu zu verkabeln, was aber ein Höllenaufwand ist.
Ich fische inzwischen nur noch im Dunkeln.
Viele Grüße
Djordje
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Ltspice
würde mal C4(470p) rausnehmen und das VolumePoti anders verdrahten ...ala GainPot...
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Ja, sorry, der VolumePot im schaltplan is so falsch, weiss schon was du meinst. Hab ihn auch so wies sein soll die ganze Zeit drin.
Spannenderweise hört V1b auf zu oszillieren, wenn der Volume-poti gen Null geht, also die Gitter von V2 auf direkt auf Masse gelegt werden.
Aber der Volume regler sollte eigentlich keinen Einfluss auf V1b haben, da er ja für V1b eine Konstante Last darstellt.
Aber ich werd mal C4 rausnehmen - auch wenn der eigentlich keine schlechte Sache ist.
Bis gleich
Djordje
Nachtrag: Nee, is nischt. One C4 gibts nur n bissel mehr Rauschen/Brummen.
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Aber der Volume regler sollte eigentlich keinen Einfluss auf V1b haben, da er ja für V1b eine Konstante Last darstellt.
laut Simulation setzt beim V-Pot auf 20% Gitterstrom ein... somit ist die Last nicht mehr konstant.
allgemein ist die Verstärkung zu hoch für die gewählte Endröhre.
hier mal meine Version mit weniger Verstärkung
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Ok, das probier ich mal aus. Also kam die Oszillation auch einfach daher, dass zu viel Gain da war?
Wenn ich V1 rausnehme, ist noch ein bisschen was zu hören, aber spätestens 10Sek. nach dem Anschalten geht dann die Oszillation weg.
Also, das werd ich mal versuchen so einzubauen, Widerstände sollten vorhanden sein. Ich lass die Spielerei mit dem extra-Kathodenelko etc. erstmal drin, weils einfach sauaufwendig zu entfernen is und keinen so gigantischen Unterschied in Punkto Gain macht.
Viele Grüße
Djordje
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Hmmm.
Also klingen tuts gut.
"Guitar" Kanal funzelt weiterhin super.
Aber sobald ich auf die "Bass" Einstellung wechsele und den Master mehr als ~30% aufdrehe, kriege ich wieder Quitscheknacken.
Dabei ist die Spannung an der Kathode von V1a konstant bei ca. -2.15V, während die Kathodenspannung von V1b zwischen -1.2V und -1.8V schwankt, eben im Takt des "Quietscheknackens".
V1b oszilliert also, wenn V1a viel Spannung rausspuckt (0.22µF Koppelkondi und 220µF Kathodenelko) und der Master entsprechend aufgedreht wird.
Ich bin so langsam total frustriert/verwirrt.
Viele Grüße
Djordje
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Also der Amp läuft jetzt. Finally. :guitar:
Letzendlich war es die Guitar/Bass umschalte, da V1b offenbar einen größeren Koppelkondi gar nicht witzig findet. ???
Die Fotos erspare ich euch, da es da drin aussieht wie Kraut und Rüben nach einem Tornado auf dem Kartoffelacker. Oder so.
Irgendwann werde ich das ganze mal aufräumen und schickmachen, aber nicht heute. :urlaub:
Im Anhang findet Ihr den aktuellen Schaltplan wie er verbaut ist. Ich muss noch mal ran, weil der Amp voll aufgedreht tatsächlich zu wenig höhen hat, aber das hat Zeit.
Ausgangsleistung mit nem billichmultimeter gemessen an 8 Ohm: "clean" ca. 1.3-1.5VAC, verzerrt ca. 2.5-2.9VAC mit ECC81 und 12AX7.
Genauere Zahlen kommen am Dienstag, dann trage ich auch noch mal Spannungen und so in den Schaltplan ein.
An dieser Stelle also erstmal vielen, vielen DANK an alle die mitgemacht haben, ihr seid die Besten! :danke: :bier:
Viele Grüße
Djordje
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Halli Hallo
Nach ein bissel bedenkzeit und viel Gitarrenspiel hab ich mir jetzt was neues überlegt.
Das Konzept ist auf jeden Fall spannend, und ich hab dabei ne Menge über Schaltplandesign und Aufbau gelernt, Erfahrung gesammelt.
Jetzt ist ein 0.3W Amp* aber nicht gerade das, was ich gerne spielen möchte. Ich habe an einem 160W Bassamp einfach mehr Spaß.
Ergo werde ich das Teil zum Federhall umbauen, was sich relativ einfach gestalten dürfte, da die Infrastruktur dafür bereits vorhanden ist:
Es stehen zwei ECC83 Trioden zur verfügung, sowie die ECC82 Endstufe samt Halltrafo 1750A.
Die eine Triode vor die ECC82, damit das 1-2V Line-Signal aus dem FX-Send eines beliebigen Amps hochgepumt wird, um besagte ECC82 anzusteuern.
Vor dem Ausgang noch die zweite Triode, um das schwache Ausgangssignal der Hallspirale auf Line-Level zu bringen.
Soweit die grobe Theorie.
Ich werde mir dafür wahrscheinlich ne neue Hallspirale besorgen müssen, da meine Primär ca. 150-190 DC-Ohm hat, laut der Tabelle hier:
http://www2.oberlin.edu/staff/thinders/reverb/reverb.html
Im Moment hab ich einfach den vorhandenen 0.3WAmp an die Hallspirale gehangen, und den Output der Hallspirale in einen ganz normalen Transistoramp (Hughes & Kettner Tour Reverb). Klingt tatsächlich ziemlich geil. Is aber auf diese Weise 100% Hallsignal ;)
Und NEIN, die ECC82 hat keine Probleme mit der doch etwas hohen Impedanz der Hallspirale. Biasspannung/Kathodenstrom ist genauso wie bei nem 8 Ohm Lautsprecher.
Beim Aufholverstärker bietet sich ja ein Kathodenfolger an. Aber der hat normalerweise einen Gain von 1, was vermutlich nicht empfehlenswert ist. Oder doch?
Die Oben verlinkte Seite weist darauf hin, dass der Aufholverstärker ordentlich Gain haben sollte, da das Ausgangssignal der Hallspirale gerade mal 1-5mV beträgt. Aber dann hab ich keinen niederohmigen Ausgang für den FX-In des beliebigen amps, der ja aber auch noch mal einen Aufholverstärker hat.
Würde gerne mal eure Überlegungen dazu hören ;)
Viele Grüße
Djordje
*Letztendlich mit Oszi und Signalgenerator @ 1kHz gemessene maximale Ausgangsleistung. In RMS natürlich.
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Update:
Sieht so aus, als ob ich noch ne 12AT7 reinbauen muss...
https://www.tube-town.net/cms/userfiles/media/low-reverb/low-tubereverb.pdf
Aber Platz is da, von daher is det kein Problem.
Viele Grüße
Djordje
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Hi,
geht auch mit nur 2 Röhren, 1x ECC83 und 1x ECC81. Ich habe es in 2 Amps verbaut, (z.B. http://www.tube-town.de/ttforum/index.php/topic,22218.0.html (http://www.tube-town.de/ttforum/index.php/topic,22218.0.html)) und der Hall ist durchaus surf-tauglich.
VG
Andreas
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Hallo!
Danke für den Tipp! Das sieht sehr nice aus ;)
U.u. kann ich dann sogar das alte Chassis behalten, ich hatte schon ein rumliegendes 19" Gehäuse in Augenschein genommen...
Wenn 1/2 ECC83 ausreicht, um ein Gitarrensignal auf 12AT7 level hochzupusten, dann wirds bei LineLevel wohl keine Probleme geben. Da gibts dann eher "Probleme" mit übersteuerung :devil:
Dementsprechend werd ich den kathodenR von V1a hochschrauben müssen... aber das ist leicht gemacht.
Ich denke ich fange nach dem Mündlichen Abi nächste Woche (wieder) an zu basteln ;)
Viele Grüße
Djordje
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Soooooooo..
Ich bin feddich. Zumindest mit dem elektrischen. Funktioniert, klingt MEGAGEIL, ist nahezu Rausch-/Brummfrei (der Amp is lauter), und das Ding is sogar relativ günstig (ca. 200€ gesamt)... :topjob:
Hier isn videoWoAllesDrinStehtWasSonstNochSoZuSagenIs: https://www.youtube.com/watch?v=YST1hWnnAYA
Nochmal danke an @smid !
Bester mann! :bier: :danke:
Und dabei hab ich doch tatsächlich noch was über Kathodenfolger gelernt... Mr. ValveWizard lässt grüßen ;)
Ich hab übrigens überall 10K gridstopper benutzt (Auch am Eingang ;) ), im Gegensatz zu dem Schaltplan, wo doch sehr sparsam mit Gridstoppern umgegangen wurde.
Ich hab nen kurzen Tank benutzt, der is nich ganz so surfig. Der Klang gefällt mir trotzdem sehr gut, das Ding macht kreativ!
Viele Grüße!
Djordje
:urlaub:
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Hi,
freut mich, daß Du mit dem Plan was anfangen konntest!
VG
Andreas