Tube-Town Forum
Technik => Tech-Talk Design & Konzepte => Thema gestartet von: Duesentrieb am 31.10.2006 09:43
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Hi, ich bin auf der Suche nach einem w-i-r-k-l-i-c-h guten Loop. Larry hat im Metro-Forum seine Anregungen zu Kurt's Loop wiefolgt beschrieben:
(http://www.thinlizzy.de/loop.gif)
Frage zu diesem: Hats schon mal jemand verwendet? Erfahrungen?
Der typische Boogie/Engl-Loop sieht wiefolgt aus . . .
(http://www.thinlizzy.de/englloop.gif)
Frage zu diesem: stimmen die 100k/ground Rs - die erscheinen mir ziemlich klein - machen die nicht das Siganl zu sehr kaputt?
Danke für Eure Anregungen, Ideen.
Olaf
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Hi Olaf,
die "wirklich gute Loop" suche ich auch schon lange. Kann leider auch noch nichts verbindliches sagen. Aaaaber: was hat den nun Larry für Anregungen zu Kurts Loop beschrieben?
Gruß,
Jo
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Hey Jo, er hat Werte (an den Kathoden) geändert - die sind oben schon "eingebaut". Das einzige, was ich geändert habe sind die Werte der "LEvel" Potis (bei Kurt 1M) - und Larry nimmt ne ECC83 statt einer ECC82 (!)
Im "Original" (Kurt) sitzt an der ersten Kathode 560/22k und an der zweiten 2k2/35µF.
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Ach ja, die 22nF/1M Kombi hinter der zweiten Triode kann entfallen, wenn man die Loop (der,die,das) permanent betreibt . ..
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... wenn der Loop neutral werden soll, würde ich den 22µ-C der zweiten Stufe rausnehmen und stärker gegenkoppeln... allerdings höre ich das schon nicht mehr...
Was mir nicht gefällt, ist dass der Loop das Signal 1x dreht - sollte der insgesamt mal brückbar werden, dann kann das richtig böse Überraschungen geben...
Gruß
Andy
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Hi,
was mir nicht gefällt ist die rein serielle Schaltung, da müsste man noch mal "bei".
Gruß, Andy
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Hi!
Ich bin mit meinem FX bisher recht zufrieden, kannste ja mal anschauen. Die Spannung an V4A ist vielleicht noch etwas hoch. Inspiriert ist das ganze von Mesa und meinem Amp-Buch..
Gruß,
Nils
edit:
neuer Plan, eine Spannung war faul..
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Hi Duesentrieb,
der C17 im Engl Schaltplan sollte 47n oder besser 100n haben. Ist C17 zu klein fehlt der Bass.
Fuer CE6 wuerde ich keinen Elektrolyt- osnder einen Folienkondensator nehmen.
Der typische Boogie/Engl-Loop sieht wiefolgt aus . . .
Frage zu diesem: stimmen die 100k/ground Rs - die erscheinen mir ziemlich klein - machen die nicht das Siganl zu sehr kaputt?
Danke für Eure Anregungen, Ideen.
Olaf
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(http://www.thinlizzy.de/englloop.gif)
Habe diesen Loop eingebaut, loopt/looped auch gut, allerdings ist der zuvor ruhige Amp ziemlich anfällig geworden. Habe irgendwo einen Groundloop und die Kiste überspricht ziemlich stark. Werde wohl alles abschirmen müssen - und die passende Masseleitung für die Kathoden sowie das Poti suchen . . . unmittelbar am Star bekomme ich trotzdem nen G-Loop - Kacke. Gegen das ganze Übersprechen fällt mir eigentlich nur ein, noch mehr AQYs einzusetzen, was ich eigentlich vermeiden wollte. Nun ja, mit dem Amp (DD) kommt man doch an die Grenzen des PTP machbaren. Leider . . . oder ich habs nur noch nicht gelickt.
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Hier meine Änderungen im Vergleich zum Original oben:
2.2 statt 4.7 µF (hatte keinen 4.7µF und nur noch einen 2.2µF)
R45, 46 = 15k (Peter empfahl 22k - habe ich aber nicht hier)
R47 = 220k
Verdrahtung des Potis:
die 10k jeweils in die Mitte vom "heißen" Kontakt der Buchsen
Masse hinteres Poti über Kreuz zum vorderen
Die beiden "freien" ebenfalls über Kreuz verbinden.
Ausgang ist vorne "Mitte"
Das Kabel (sofern Poti an der Rückseite hängt) zur zweiten Triode (vom Poti kommend) ist extrem brummempfindlich. Abschirmung ist Pflicht und beim Verlegen den geeigneten Ort "suchen".
Dank an Dote, Jo und Peter für die Diskussion über den Loop. Er ist sehr soundneutral wie ich finde; in der oben abgebildeten Form (mit den Änderungen) ein wenig lauter als im Bypass. Mir gefällts . . .
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Hallo Olaf,
die Engl-Loop ist mit ein paar Anpassungen nicht schlecht. Im Original ist sie allerdings nicht sehr klangneutral. (Bässe unterhalb 300 Hz weg)
V7A zum Kathodenfolger umbauen: R43 weg, C17 weg, R42 = 82k
zu 4,7µF: alles überhalb von 500nF ist ok
R44: 47k ist ok, ca. 150k-220k etwas besser
Die Mix-Rs würde ich zwecks übersprechen auf 100 ... 220k erhöhen (sonst bekommst Du das Echo am Return über 10k-Poti-Poti-10k wieder auf den Eingang.
Das Doppelpoti dann im Wert evtl. auch etwas erhöhen 100k ... 220k
R47: 1M wäre besser zur Anpassung an vorherige Effekte (die 220k sind auf jeden Fall besser als die 100k). Am besten davor noch ein C mit mind. 22nF zum Schutz
Dann hast Du auf jeden Fall eine sehr klangneutrale Loop.
Viele Grüße,
Marc
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Danke Dir Marc, werds mal einbauen, wenn der Marshall fertig ist. :)
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Ich benutze schon immer die ENGL loop im Original und habe nie Probleme damit gehabt. Allerdings mache ich sie auch nie schaltbar. Zum einen, weil ich mit dem Replifex ein im Bypass super neutrales FX Gerät habe. Zum anderen, weil ich seit einem Jahr sowieso wieder Bodentreter benutze ;D
Die 100k im Eingang der zweiten Triode sind schon sinnvoll gewählt, wenn man bedenkt, dass man i.d.R. ja ein FX Gerät benutzt, dessen Ausgangsimpedanz im Bereich weniger zig bis einige 100 Ohm liegt. Die ENGl Loop ist eben von daher vor allem für FX mit Line Pegel geeignet, und nicht Bodentreter. Im Vergleich mit der Loop vom Framus Dragon (erste version des Dragon, Schems bekanntlich bei Framus zu finden), gab es mit der ENGL Loop in Verbindung mit Rocktron Replifex, Intellifex und eines weiteren (war es ein einfaches Lexicon...? ich weiß nicht mehr) die wenigsten Probleme.
Mac-Alex: Wo genau entsteht denn die Beschneidung unterhalb 300 Hz ???
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Die Beschneidung passiert hauptsächlich an den 10nF parallel zu den 100k der ersten Triode.
Viele Grüße,
Marc
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Die Beschneidung passiert hauptsächlich an den 10nF parallel zu den 100k der ersten Triode.
Viele Grüße,
Marc
Korrekt, die Schaltung weiter oben schnippelt den Bass ab.
Gab's da nicht Leute die behaupten, Engl Schaltplaene sind nicht nur ein klein wenig falsch?
Der C17 hat 10nF auf (realem und elektronischem) Papier und 47nF bis 100nF im real existierendem Verstaerker,
da bin ich sicher!
Moment mal... kann dass sein, dass ich Eulen Engl :angel: nach Athen trage ?
http://www.tube-town.de/ttforum/index.php?topic=4275.msg37367#msg37367 (http://www.tube-town.de/ttforum/index.php?topic=4275.msg37367#msg37367)
Gruesse!
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...beim Savage120 sitzt an der Stelle ein 47nF. Dafür ein 1uF als Koppelkondie zur Loop. Ich muss gestehen, ich habe mir zu Anfangs nie Gedanken drüber gemacht, was die Loop mit dem F-Gang macht. Als sie funktionierte, war das gedanklich abgehakt und ich habe mich mit anderen Problemen befasst, bis heute ;-)
Mal schauen, ich versuche mal beizeiten hier den 10n gegen 47n oder 100n auszutauschen. Ich berichte, wenn es was gibt.
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Bin Euch noch den 100nF Bericht schuldig. Mit 100nF klingt es tatsächlich etwas voller. Wie berechne ich die Grenzfrequenz bei dieser (doch eher ungewöhnlichen) Triodenschaltung? Ich komme lustigerweise "empirisch" auf ca. 300Hz, wenn ich die beiden 100k R's als parallel betrachte, und die 10nF in die Formel einsetze. Aber verstehen tu ich's nicht....
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Yup - neulich schrieb ich . . .
Danke. Finde ich auch. Black Beauty ;D
Ich habe heute abend noch ein wenig getweaked - auch die Loop. Marc's Vorschläge habe ich auch gecheckt (nochmals Danke), bin aber (fast) wieder zum ursprünglichen zurück gekehrt. Mit nem 100nF über der ersten Kathode (Danke Headsurgeon - selbst 47-->100nF hört man) und nem 2.2k an der ersten kathode. Jetzt klingt er im Bypass nahezu wie mit zwischengeschalteter Loop. Ob ich die benutze?
Höchstwahrscheinlich wird der andere Gitarrist meiner Band sich das Teil unter den Nagel reißen - ich hatte ihm noch nen Master in den SLO eingebaut, damit er flexibler ist. Allerdings ist dieser hier noch um einiges flexibler. Wahrscheinlich werde ich es zulassen - dann hat er endlich nen gescheiten Cleansound und zwei weitere (gute) Kanäle.
;D
So, auf gehts zum nächsten Projejekt - ich habe ja noch das anfangs des Freds erwähnte Einstein-Gehäuse. Da baue ich mal drei Channels ein, so wie in diesen hier und werde einen anderen Kumpel damit beglücken. Diesen hier werde ich nächste Woche erst mal Peter zum Sicherheitscheck vorlegen und bin gespannt, was er davon hält . . .
So long, nochmals allen herzlichen Dank für die rege Diskussionsbereitschaft/Hilfe/Anregungen/Kritik usw.
Schönes WE - bin unterwegs.
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Kathode - LOL ;D
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Folgendes ist aus der Huefte geschossen und moeglicherweise nicht so wahnsinnig korrekt.
Ich hab's auch nicht mit Spice nachgemessen...
Ich betrachte im folgenden nur den Einfluss der Kondensators parallel zum Anodenwiderstand.
Der Kondensator ist parallel zum Anodenwiderstand Ra und dem differenziellen Innenwiderstand Ri
der Roehre (vom Arbeitspunkt abhaengig, bei 1/2 ECC83 geschaetzt 60k ).
Das Ausgangssignal an der Anode wird durch den Kondensator teilweise kurzgeschlossen.
Mit bekannter Gleichung folgt:
f = 1/(2 pi (Ra || Ri) C ) = 1/(2 pi 37.5k 100e-9) = 42 Hz
Kurze Rechnung, langer Sinn:
Deswegen hoert man auch noch den Unterschied zwischen 47n und 100n sehr deutlich.
Die E-Saite eiert mit etwa 82 vor sich hin....
Schon 220n probiert? ;D
Bin Euch noch den 100nF Bericht schuldig. Mit 100nF klingt es tatsächlich etwas voller. Wie berechne ich die Grenzfrequenz bei dieser (doch eher ungewöhnlichen) Triodenschaltung? Ich komme lustigerweise "empirisch" auf ca. 300Hz, wenn ich die beiden 100k R's als parallel betrachte, und die 10nF in die Formel einsetze. Aber verstehen tu ich's nicht....
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hallo zusammen,
ich will nicht nen neuen thread aufmachen, deshalb verunstalte ich mal olaf`s thread...
das problem bei den meisten loops ist ja, dass sie viel zuviel pegel haben, um gängige bodentreter/FX nicht zu übersteuern. würde es nun nicht sinn machen, die einzelnen volumen-regler nach den loop zu schalten, und den pegel vor dem loop auf ein fixes level runterzuprügeln? nach dem loop eine aufholstufe, und gut ist. oder nicht?
was meint ihr dazu?
vielen dank,
markus
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Das Problem ist der aufzuholende Spannungshub - absenken ist ja unproblematisch...
Dem Idealfall nahe käme es, wenn man eine Röhre (=2 ECC83-Triodensysteme oder evtl. eine EF86) zum Aufholen verwendet. Die Systeme sollten dabei voll (!) gegengekoppelt sein (kein Katodenkondensator) und eingangsseitig keine Beeinflussung hoher Frequenzen aufweisen, was man bei der Wahl/Platzierung eines Return-Reglers beachten muß. Bei "kleineren" Endstufen (also solchen, die weniger Spannungshub benötigen. z.B. EL84 im Gegentakt) reicht auch ein Triodensystem, dass eine Verstärkung zw. 10...20 schafft.
Die zweitbeste Lösung ist ein Tridiodensystem zu nehmen und dieses voll gegenzukoppeln (z.B. 1k5|| 22µF). Andererseits kann man (wenn der FX-Weg immer durchlaufen wird) auch hier noch eine leichte "Entmatschung" vornehmen, in dem man den Katodenkondensator kleiner wählt...
Gruß
Andy