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Technik => Tech-Talk Design & Konzepte => Thema gestartet von: Kpt.Maritim am 15.05.2007 16:30

Titel: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Kpt.Maritim am 15.05.2007 16:30
Hallo

Ich arbeite gerade an meinem 35Watt Bassverstärker. Er ist so geplant, dass er zusammen mit dem Klampfomat,

http://www.tube-town.de/ttforum/index.php?topic=3756.0 (http://www.tube-town.de/ttforum/index.php?topic=3756.0)
http://roehrenfibel.de/pdf/klampfomat.pdf (http://roehrenfibel.de/pdf/klampfomat.pdf)

Ein gutes Team bildet, wenn man ihn mit dem Bass einsetzt. Ähnlich wieder Fender Bassman ist er aber wohl auch ein guter Gitarrenverstärker, wenn man mehr Leistung braucht. Der Stand der Dinge, ist dass ich gerade die Lötleiste fertig bestückt habe, und er bald fertig ist. Dieser Beitrag hinkt also etwas hinterher. Da ich nur was zur Schaltung sagen will. Fotos vom Aufbau kommen die Tage. Die Schaltung ist unten angehängt.

Zur Sache:

Alles was bis R9 vor sich geht ist ja schon vom Klampfomat bekannt. Man könnte hier eine Tonregulage nach Fender, Marshall, Hiwatt oder sonst wem verbauen. Ich brauche nicht mehr.

Der Bassomat hat eine richtige Phasenumkehrstufe, bestehend aus V3 und V4 und dem Gerödel drumherum. Die Funktioniert so, dass V3 das Signal zunächst ganz normal verstärker und die Phase einmal dreht und sie einem Zweig der Endstufe zuführt. Vom Spannungsteiler R14/R15 zweigt sich dann V4 wiederum das abgeschwächte Signal ab, holt die Verstärkung wieder auf dreht wiederum die Phase und speist es in den anderen Endstufenzweig. Diese Art der Phasenumkehr findet sich auch beim Bassman 5B6.

http://www.ampwares.com/ffg/schem/bassman_5b6_schem.gif (http://www.ampwares.com/ffg/schem/bassman_5b6_schem.gif)

Vom 5B6 stammt auch die Art der Gegenkopllung. Die wird bei mir durch das Verhältnis von R22 und R23 bestimmt. Ich weiß noch nicht wieviel man braucht. gain ist jedenfalls zum vernichten da. Denn die Gegenkopllung frisst den zugunsten einer Senkung des Innenwiderstandes und damit besserer Lautsprecherkontrolle auf. das ist für einen Bassverstärker nicht ganz unerheblich. Immerhin wird der Bassomat bei mir zwei 15"er mit schwerere Membran zu treiben haben.

Das Spannungsteilerverhältnis R15 und R14 berechnet sich nach

R15 = R14/(VerstärkungV3 - 1)

Nun ist die Verstärkeung von V3 aber von der gegenkopllung und damit vom Verhältnis R22/R23 abhängig. Deswegen konnte ich R15 nicht als Festwiderstand ausführen. Muss er auch nicht sein. Er kommt als Poti auf die Frontplatte. So kann ich die Syymetrie der Phasenumkehr einstellen, oder eben gezielt Asymmetrie herbeiführen. So erhalte ich, bei bedarf ein ähnliches Verzerrungsverhalten, wie beim Klampfomat, nur eben einstellbar. Dieser Verzerrungsregler hat noch einen Vorteil, die Verzerrung wird nicht sehr Lautstärkeabhängig sein, obwohl es eine Endstuifenverzerrung ist.

Das nächste Detail ist die Scharalatanerie. Hier kann ich unbhängig von R15 eine Asymemtrie der Aussteuerung im basbsreich erzeugen. das erzeugt sehr viele geradzahlig harmonische, die im Bassbereich als vollere dicker Ton wahrgenommen werden. Ein Kniff dem sich die Erbauer alter Radios schon bedient hatten um mehr Bass vorzugaukeln, als die Lautsprecher wiedergeben konnten. Auf meiner Heimseite http://www.roehrenfibel.de (http://www.roehrenfibel.de) kann man das ganz am Ende unter "Peripherie -> Horchen mit Ohrchen" nachlesen.

Drauf gekommen bin ich selbst, die Schaltungsumsetzung im Detail, verdanke Ich Mathias (alias Kippekiller) - Danke!

Funktionieren tut das gnaze so, dass wenn S1 offen ist, die gesamte Kombination des Koppelkondensators kleiner ist, als im anderen Enbdstufenzweig. dadurch bekommt dieser Zweig eigentlich weniger Bass. Da nun die Röhren in AB-Betrieb arbeiten, sperrt die eine Röhre im Bassbereich früher als die ander, daraus ergibt sich ein im Bassbereich asymmetrisch also mit geradzahlig harmonischen Verzerrungen "verschönertes" Signal.

Die Endstufe ist in AB mit kathodenbias aufegbaut. Der Grund ist, dass die Bassman Phasenumkehrsonst nicht funktioniert. Weil bei einstellbarem Bias zwischen R14 und R15 eine Gleichspannung anliegen würde, diese Gleichspannung würde den Arbeitspunkt von V3 massiv verschieben. Der zweite Grund ist, dass ich den Ton so mag, er klingt etwas weicher.

Mathias (Kippekiller) arbeitet gerade daran, wie man eine Symmetrieregelung mit einstellbarem Bias vereinbaren kann. Er wird die nächsten Tag bestimmt einen Thread dazu starten.

Viele Grüße
Martin
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Hostettler am 15.05.2007 18:06
Hallo Kpt.Maritim

Nicht schlecht die Schaltung, muss ich zugeben  ;D

Dennoch hätt ich da einen kleinen Einwand, respektive konstruktive Kritik anzubringen. Das mit "geradzahlig harmonischen Verzerrungen "verschönertes" Signal", da habe ich einwenig Bedenken. Bassverstärker so wie ich sie kenne, sollten ziemlich Impulsfest sein, bzw. möglichst wenig Verzerrungen erzeugen. Das zeichnet meines Wissens einen guten Bassverstärker aus. Das Netzteil erscheint mir punkto Ladekondensatoren-Kapazität auch einwenig zu schwach dimensioniert (geht vermutlich zu schnell in die "Knie"). Im Gegensatz zum Gitarrenamp müssen grössere Impulssignale möglichst rein (Headroom) übertragen werden können oder?

So das wäre alles was ich zu "meckern" hätte.  ::)

Grüsse aus der Schweiz

Hoschi
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Saucerman am 15.05.2007 18:15
Hi,
interressant. Aber findest du nicht, dass ein Ton-Regler etwas wenig ist? Lieber Bass+Treble, und dann evtl. noch ein Mid-Boost.

Ich muss Hoschi ebenfalls zustimmen: Die Elkos im Netzteil sind etwas "klein". In meinem Marshall (auf den ich immer gerne wieder zurückgreife, da er, meiner Meiner unbedeutenden Meinung nach, sehr guten Bass-Sound hat) sind 50 uF im Netzteil.

Gruss, Arno
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Ramarro am 15.05.2007 18:53
Hallo Martin,
interessantes Konzept jedenfalls. Hoffen wir, dass es sich auch in der Praxis bewährt.  :)
Was mir allerdings schon vom Prinzip her gar nicht gefällt, ist diese Art des Phasensplittings, das man ja schon von alten Höhlenmalereien her kennt.  ;D
Es fehlt mir da irgendwie das Prinzip der Gleichzeitigkeit, nicht mit dieser zusätzlichen "Gatterlaufzeit" in einem Zweig ... auch wenn's praktisch belanglos ist.  8)
Auch, die Verzerrungen des einen Systems werden durch das nachfolgende noch verstärkt oder aber kompensiert, schon dadurch hat man von vornherein eine Unsymmetrie, die man ja vielleicht nicht immer haben will.

Grüße,
Rolf
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Namenlos am 15.05.2007 19:46
Hallo,
endlich mal ein Projekt von Dir, wo ich mir nicht denke: "Habe ich zuviel Zeit muss ich das umbedingt ausprobieren" - Warum? Ich bin kein Bassist ;D. Auch wenn dieser Scharlatan Regler zu interessant aussieht *duck*

Mal ernsthaft, mal wieder ein sehr interessantes Projekt von Dir. Ich habe die PDF Dateien auf deiner Seite schon verschlungen, die sind super angenehm genschrieben und man durchblickt die Sachen gut. Ohne das hätt ich beim Dicol wahrscheinlich schon aufgegeben.

Grüße
Henning
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Kpt.Maritim am 15.05.2007 19:51
Hallo

Guckt euch mal das Netzteil genauer an. Anders als üblich hängt am ersten Ladelko keine Röhre, erst hinter der Drossel gehen die Verbraucher los. Ein kleinerer Ladeleko macht das Netzteil an dieser Stelle sogar noch besser (Stromflusswinkel). Die Endröhren hängen erst an den 100uF hinter der Drossel. Die ihrerseits nochmal gut Energie speichert. Für diesen Zweck habe ich eigens eine EI84B Drossel beschafft, ein richtig fettes Teil, dass nicht in die Sättigung gehen wird, auch wenn Vollaussteuerung erreicht wird. Die hat genug Eisen zum Magnetisieren.

@Hoschi:
Zitat
Dennoch hätt ich da einen kleinen Einwand, respektive konstruktive Kritik anzubringen. Das mit "geradzahlig harmonischen Verzerrungen "verschönertes" Signal", da habe ich einwenig Bedenken. Bassverstärker so wie ich sie kenne, sollten ziemlich Impulsfest sein, bzw. möglichst wenig Verzerrungen erzeugen. Das zeichnet meines Wissens einen guten Bassverstärker aus.

Genau das braucht man für einen modernen Sound, da hast du ganz recht. Und wenn ich das gewollt hätte, hätte ich mir nur einen Preamp gebaut und eine Dicke 500Watt Mosfetendstufe mit Dämpfungsfaktor ohne Ende drangehängt. Und damit relativ Wirkungsgradschwache Boxen darüber gefahren. Doch so einen Sound will ich nicht. Ich habe schon in mehreren Threads etwas zu meinen Vorstellungen geschrieben. ich brauche ein bisschen Kompression und etwas Zerre. Ich spiele fast die Zweite Gitarre bei uns im Triode (Jazz), vom Sound her ist eher der gute alte John Lee Hooker mein Vorbild. Das ganze moderne geslappe und geploppe macht mich nicht so an.

Der Bassmoat wird wie der Klampfomat ziemlich speziell. Ich betrachte eine Konstruktion für als gelungen, wenn sie kann was sie soll und so gut wie es nichts sonst kann und wenn der dafür nötige Schaltungsaufwand möglichst klein ist. das ist zugegeben kein Objektives Kriterium, ich habe aber Spass am Minimalismus.

@Arno:
Zitat
interressant. Aber findest du nicht, dass ein Ton-Regler etwas wenig ist? Lieber Bass+Treble, und dann evtl. noch ein Mid-Boost.

Ich habe jetzt weniger Regelmöglichkeiten, als der Bassomat mir bieten wird und komme wunderbar klar. Ich brauche kein Vielseitigkeitsgerät. In meinem jetzigen Verstärker ist das Poti bestimmt schon festgerostet, ich kann mich nicht erinnern, es in den letzten zwei Jahren bewegt zu haben. Falls ich da jemals mehr brauchen sollte baue ich es mir einfach ein. Der jetzige Klangregler ist sowieso blos zur Anpassung an die Raumakustik da.

@Ramarro:
Zitat
Auch, die Verzerrungen des einen Systems werden durch das nachfolgende noch verstärkt oder aber kompensiert, schon dadurch hat man von vornherein eine Unsymmetrie, die man ja vielleicht nicht immer haben will.

Bei vollständig eingestellter Symmetrie heben sie sich ziemlich auf (bis V3 sperrt), da beide Röhren ja exakt gleich weit ausgetsuert werden - Stichwort: Kennlinienspiegelung. Man hat es bei richtiger Einstellung von R15 bis auf die Laufzeit somit mit exzellener Symmetrie zu tun. Für Hifizewecke würde ich R15 mit einem Oszi hinten dran perfekt einstellen. Eventuell mache ich das hier auch noch, aber nur um diese Potistellung auf der Frontplatte zu markieren.


Vielen Dank an euch (!!!), wenn ich auch nichts davon umsetzen werde, bringt es doch eine Menge, weil man sieht, was das Teil kann, und was es definitiv nicht kann.

Viele Grüße
Martin



Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Masterkraft0r am 15.05.2007 21:29
verwendest du eigentlich ein lineares pot für den tonregler?
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Kpt.Maritim am 15.05.2007 21:52
Hallo

ich habe da schon alles mögliche getestet. Linear finde ich am besten. Dann hat man in einer Drehrichtung von der Mitte Bassabsenkung und in der anderen Höhenanhebeung. Die Klangregelung ist aktiv. Wenn man die Höhenanhebung feiner justieren will, dann kann man ein negativ logarithmischen nehmen, soll die Bassregelung feiner sein dann ein normales logarithmisches.

Viele Grüße
Martin
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: alberto am 15.05.2007 22:30
Hallo Martin!
Der Fender-Bassman ist auch einer meiner Lieblings-verstärker. Habe vor 2 Monaten bei einem Oldie-Gig genüßlich einen Beatles-bass darüber gespielt.
Dein Bassomat-konzept gefällt mir richtig gut! Wenig ist oft mehr, vor allem mehr Röhrenklang! Die "Tonblende" hat mich schon beim Klampfomaten begeistert.
Das Netzteil solltest Du möglichst "dick" dimensionierten, um genug Saft für die schnellen Impulse zur Verfügung zu haben.
Was die Verzerrungen angeht, bin ich beim Bass ziemlich skeptisch und gespannt, wie sich das auf den Sound auswirkt. Wichtig ist, dass es nicht "matschig" klingt.
Auch könnte ich mir vorstellen,daß etwas mehr Endstufen-Leistung als 35 Watt nicht schlecht wären. In meiner "Jugend" hatte ich mal einen Eminent-Bass-amp mit 2xEL34 mit dem bin ich immer hart an der Grenze gefahren bin. Es fiel mir manchmal schwer, mich gegen unseren kräftigen  Schlagzeuger zu behaupten. Für euere Jazz-combo wird es wohl ausreichen.
Die Idee von einem Röhrenpreamp mit nachgeschalteter 200 Watt-Transen-endstufe finde ich übrigens gar nicht so schlecht! Man könnte ein z.B. einen Behringer Amp Ultrabass günstig bekommen und hätte dann was richtig kräftiges für alle Fälle! Aber das ist dann ein anderes Thema....
Bin schon gespannt, wie ihr die Symmetrieregelung mit einstellbarem Bias hinbekommen wollt!
Viel Spaß beim Löten!
Alberto
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Kpt.Maritim am 15.05.2007 23:11
Hallo Albert,

Das Netzteil ist dick. Hier ist ein fetter Ringkern mit besagter Drossel im Einsatz und kleinem Lade-C für guten Stromflusswinkel im Einsatz,  dahinter kommen dann die 100uF. PSUDII sagt, dass das ziemlich ausreichend sein dürfte. Wenn erst Stille herrscht und dann ununterbrochen Maximale Aussteuerung (unwahrscheinlich) dann geht die Versorgungsspannung der Endstufe um 4% in den Keller. Das sollte nicht weiter tragisch sein. Ich hätte genug Zeug hier rummliegen um das Netzteil noch härter machen zu können, aber ich wollte es nur etwas härter als das meines Bouyer Kinoverstärkers haben, den ich im Moment als Bassvertärker missbrauche. Seine 25Watt sind im Moment völlig ausreichend, die 35W jetzt bieten mir dann noch ein bisschen mehr Dynamik, vor allem zusammen mit den etwas härterem Netzteil.

Ich spiele jetzt auch schon oft angezerrt, ich mag den Ton und er passt bei uns. Wir haben zwar Midnight Blue von Burrell im Programm, das klingt bei uns aber etwas heftiger. Wir sind zwar recht leise, fahren für Jazz aber einen ziemlich harten Ton. Demnächst will ich mit meinem Freund Leiche

Werbepause: http://mh-tonstudio.de (http://mh-tonstudio.de)  http://hochfeld-band.de/ (http://hochfeld-band.de/)

mal die paar Stücke abmischen, die wir Ende letztens Jahres fix eingedudelt hatten. Dann hört man endlich, was ich meine. Übrigends auch mit Beatles Bass eingespielt. Seit Februar habe ich aber nur noch den Squier Bronco benutzt. Der ist unglaublich für das Geld. Er hat einen Ahornhals aus nur einem Stück, also ohne aufgeleimtes Griffbrett, der ist gut abgerichtet und noch besser eingestellt, man bekommt damit herrliche Saitenlagen hin. Ich habe mir einen Humbucker im Singlecoil Format dafür wickeln lassen und geb ihn nicht wieder her. Meine kleinen dicken Finger (gilt nur für diese Körperteile bei mir) erlauben mir nur bei Shortscale bis in die unterste Lage für jeden Bund nur einen Finger zu benutzen. und ohne diese Konzertgitarrenspielweise, wäre ich bei uns völlig aufgeschmissen. Aber schwoff ja völlig ab ...

Ich werde mir an den Bassomat wohl noch einen Lineout tüdeln, dann kann ich damit im E-Fall noch eine Transistorendstufe als Nachbrenner benutzen. Für Kneipen und Proberäume reicht es auch so.

Viele Grüße
Martin


Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Alexx am 7.06.2007 20:26
Und hast du Bilder oder so vom fertigen Amp? oder SOundsamples?

LG Alex
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Kpt.Maritim am 7.06.2007 20:54
Hallo Alexx,

der ist noch nicht fertig. Ich habe das Chassis gebohrt, die Trafos montiert. Die Frontplatte muss noch gebohrt werden. Die ist ein extra Teil, da alles in ein 19" gehäuse kommt. Dann muss noch endverdrahtet werden. Die Lötleiste ist bereits betsückt. Wenn die mechanischen Arbeiten fertig sind, smache ich Bilder.

Ich wohne aber in Bad Doberan, Heiligendamm ist unser Ortsteil. Ich denke du hast verständnis, wenn ich mich diese Tage wenig um die Bastelei gekümmert habe.

Viele Grüße
Martin

Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Alexx am 7.06.2007 21:54
Ist verständlich  8)
Das einzige was ich am Schaltplan nicht verstehe ist warum eine Verbindung von der Phasenumkehr zum Lautsrpecher da ist...
LG Alex
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Kramusha am 7.06.2007 22:14
Rückkopplung. Nur hat Martin die halt direkt zum Lautsprecher gezeichnet und nicht vom Lautsprecher zurück zur Röhre.

Lg stefan :)
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Kpt.Maritim am 7.06.2007 22:26
Hallo

das ist keine Rückkopllung sondern eine Gegenkopllung. Die ist nur etwas ungewöhnlich gezeichnet. Und sonst nichts besonders. Die werde ich brauchen weil es ein Bassverstärker ist. Die schweren menbranen der beiden 15"er und der Helmholtzresonator der Bassreflexbox brauchen wenigstens etwas Kontrolle im Bassbreich. Deswegen erhöhe ich mit der Gegenkopllung  den Dämpfungsfaktor.

Viele Grüße
Martin
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Kramusha am 7.06.2007 22:38
Ich dachte, Rückkopplung ist der Überbegriff der dann in Mitkopplung (Signal wird auf den + Eingang zurückgeführt, schwingen und so) und Gegenkopplung (auf den - Eingang, wie von dir beschrieben) aufgeteilt.

Aber bei dir wird doch das Signal zurückgekoppelt zur Röhre. Oder ist das jetzt ein Verständnisfehler? Was ist dann eine Rückkopplung?

Auf jeden Fall haben wir das gleiche gemeint und anders benannt *g

Lg Stefan :)
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Kpt.Maritim am 7.06.2007 22:59
Hallo

Das ist glaube ich wirklich nur ein Benennungsproblom und Namen sind Schall und Rausch. Dein Vorschlag macht aber Sinn.

Rückkopplung ist der Oberberart und Mit- bzw. Gegenkopllung sind der Spezialfälle, je nach der Polung.

Ziehe also alles zurück und behaupte das Gegentiel.

Viele Grüße
Martin



Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Kpt.Maritim am 10.06.2007 14:52
Hallo

Ich habe jetzt alle Bleche gebohrt, im Moment werden sie lackiert. Der Bassomat wird in einem 19" Gehäuse wohnen. Das lag hier schon lange rum und wollte auch mal verbastelet werden.

Die Lötleiste ist auch schon bestückt. Der Plan für die Verdrahtung hängt unten an. Die Tage gibt es Bilder, wenn alles zusammengeschraubt ist.

Viele Grüße
Martin
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Kpt.Maritim am 16.06.2007 21:21
Hallo

Die Bleche sind lackiert, alles ist montiert, es fehlt nur noch die Endverdrahtung. Das Gehäuse ist ein 19" Geschoss, in das eine Platte so eingebaut als Etage  ist, dass die Röhren und Trafos nach oben nicht überstehen und unten genug Platz für die Verdrahtung bleibt. Der ganze Verstärker kommt dann in ein Rack, das auch noch gebaut werden will.

Das ganze ist keine Schönheit geworden, es sieht ziemlich russisch aus. Es ist halt bauweise Panzer.

Bei der Verdrahtung sieht man schön dass die Signalmasse deutlich von der Netzteilmasse getrennt ist. Man hätte auch einen langen durchgehenden Draht nehmen können, dann hätte die Endstufe aber die beste Masse und die erste Vorstufe die schlechteste Masse bekommen. Es könnte demnach brummen.

Was jetzt noch fehlt ist die Verdrahtung der Fassungen, Potis, Stecker, Sicherungen, Schalter, Leuchtmittel, Trafos usw.

Viele Grüße
Martin
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Kpt.Maritim am 19.06.2007 12:04
Hallo

Ich hatte gestern vor dem Schlafengehen noch etwas Zeit ein paar Strippen zu ziehen. Das ergebnis sieht man unten. Es sieht wie immer bei mir nicht ganz so toll aus, wie einige hier im Forum das hinbekommen, aber es ist sauber und robust, die Löstellen sind nicht kalt und die Drähte kurz.

Deutlich ist zu sehen, dass die Schirmgitterwiderstände der beiden Endröhren direkt an die Fassung gelötet sind, da gehören sie auch hin. Der im Moment einmal Diagonal durchs bild laufende braune Leiter wird mal die Heizungen beider Oktalfassungen verbinden, ich war aber gestern zu müde das noch zu erledigen.


Viele Grüße
Martin
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: blaublaublau am 19.06.2007 12:17
Hi Martin

Wie verwindungssteif ist dein Gehäuse? Nicht dass die fast schnurgeraden Leitungen zu den Novalfassungen unter Zug geraten...

Das Weinrot gefällt mir gut!

Gruz

Yves
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: KippeKiller am 19.06.2007 12:25
Hallo,

sieht doch toll aus, viel sauberer und ordentlicher wäre doch schon fast Kosmetik.
Also mir gefällt die Optik eines "russischen Panzers", die Griffe könnten in dem Rot evtl noch besser aussehen.

Schönen Gruß

Mathias
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Kpt.Maritim am 19.06.2007 13:08
Hallo

Das Gehäuse ist extrem steif. Da windet sich nichts - das ist ein Panzer.

Die Griffe hätte ich auch gerne schöner gehab. Leider lassen die sich nicht lackieren, weil die getaucht sind. Und zwar in so einem lack, der auch auf alten Zangengriffen und sowas drauf ist. Das Zeug kann man weder lackieren noch schleifen. Hat jemand lust vorbei zu kommen um das Zeug abzupulen.  ;)

Das weinrot ist beim lackieren des Fahrrads meiner liebsten übrig geblieben. Ich reiche das Lob an sie weiter.

Viele Grüße
Martin
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: KippeKiller am 19.06.2007 13:26
Hallo,

nur so ein Blitz der mir gerade beim Stichwort Fahrrad durch den Kopf gegangen ist.
Es gibt für Fahrräder und Tennisschläger solch buntes Leder- Lederimitat-Klebeband, könnte gut passen wenn es darauf hält und dich das Grau zu sehr stört.

Schönen Gruß

Mathias
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: alberto am 19.06.2007 15:03
Hallo Martin,
...ich denke auch, daß die Verbinungen zu den Sockeln zu starr ausschauen. Ich verwende flexible Schaltlitzen von TT (Schaltlitze 0,14 mm² flexibel,mit Silikon-ummantelung ) die es in verschiedenen Farben gibt und versuche bei Überkreuzungen einen rechten Winkel hinzubekommen.
2-3cm längere Verbindungen spielen widerstandsmäßig ja keine Rolle, es sind eher die Einstreuungen die Probleme machen können. Wenn es brummt kannst Du später durch leichtes Rumbiegen den Verlauf optimieren.
Ansonsten meine Hochachtung!
Al :devil:
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Kpt.Maritim am 19.06.2007 15:07
Hallo

ich habe zwar noch keine schlechte Erfahrung mit dier Art der Verdrahtung der Fassungen gemacht. Aber wenn es meherer bemängeln wird was dranne sein, ich mache den Teil nochmal mit litzen und lasse etwas platz.

Viele Grüße
Martin
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: bazookajoe am 19.06.2007 15:21
ich dachte auch mal gelesen zu haben daß starre leitungen extrem verpönt sind.
argument war glaube ich daß sich bei deren verwendung eher lötstellen lösen
und es zu gefährlichen kurzschlüssen kommen könnte.
wollte nämlich ursprünglich auch welche verwenden, damit das ganze sauberer aussieht.

woher hast du den schaltdraht übrigens, konnte nämlich nirgends (zB conrad) brauchbaren finden,
gibts nur als schaltdraht in 0,1 oder so und dann die elektroinstallationsdrähte ab 0,75.
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Kpt.Maritim am 19.06.2007 15:24
Hallo

keine Ahnung wo ich den her habe, ich hab den schon etwa 10Jahre und wollte ihn aufbrauchen.

Viele Grüße
Martin
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Alexx am 11.07.2007 16:28
Wie laut wird der Amp ungefähr sein? wird er mit einem 18Watt mitziehen können? oder bruachen die Bässe soviel mehr Leistung?

LG Alex
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Kpt.Maritim am 12.07.2007 07:58
Hallo

Das wird vom Lautsprecher abhängen. Ich schaffe es jetzt mit 20Watt gegen die gut 12Watt des Klampfomaten locker, mir werden die 35Watt mehr als ausreichen. Allerdings hat meine Bassbox auch weit über 100dB Wirkungsgrad (die Klampfomatbox hat etwa 98..100dB). Wieviel Leistung man braucht, hängt unheimlich von den Boxen ab. 3dB lautere Boxen kommen einer verdoppelung der Verstärkerleistung gleich, was allerdings noch nicht viel lauter ist.

Wenn du einen super cleanen Bassound bevorzugst wird der Bassomat nichts für dich sein, damm wird er zu Leise sein. ich würde dann 200Watt reinen Sand auffahren.

Viele Grüße
Martin
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Kpt.Maritim am 4.08.2007 13:40
Hallo,

es wird Zeit das an dieser Front wieder Erfolge erkämpft werden. Meine Projekte bekommen oft pausen, vor allem wenn mal etwas nicht so läuft, wie gewollt. Der Klampfomat hat auch fast zwei Jahre gebraucht, bis das Konzept so einfach und gut war, wie es jetzt ist.

Was ist passiert. Ich habe den Bassomat aufgebaut wie beschrieben. Zunächst einmal funktioniert er. Doch mit ein paar ungewollten Nebenwirkungen.

1. Ließ sich die Phasenumkehrtsufe viel zu leicht übersteuern und das klang nicht besonders gut, vor allem, weil hier auch die Gegenkopplung rangeführt wird. Die Verzerrung klang ziemlich Fuzzboxmäßig. Das muss geändert werden. Deswegen wird die Phasenumkehr auf die ECC82 umgebaut werden oder ganz geändert werden.

2. Die Asmmetriereglung funktioniert gut. Und mact auch einen guten Sound, vorrausgesetzt die Phasenumkehr ist nicht übersteuert. Doch wenn diese Regelung nur ein hauch von der Symmetrie entfernt ist, wo sich mit der beste Sound einstellt, dann hat der Scharlatan keine funktion mehr. Man hört keinen Unterschied. Die Ursache ist, dass das Bisschen mehr Asymmetrie, die der Scharlatan verursacht dann schon garnicht mehr ins gewicht fällt. Schon die wahl nicht selektierter Enröhren ist ausreichend damit die Endstufe von sich aus so asymmetrisch ist, dass der Scharlatan keinen nennenswerten Effekt mehr hat. Der Scharlatan ist eine gut Sache, doch werde ich mich für ihn oder die Asymmetrieregelung entscheiden müssen. Zweitere hat gewonnen.

3. Die Gegenkopllung die bisher eingebaut ist, ist viel zu straff. Es klingt für meinen Gescmack viel zu kontrolliert. Wer's mag, solls haben, ich nicht. Tests haben ergeben das Ultralinearbetrieb für mich völlig ausreichend ist um die Lautsprecher zu kontrollieren. Nun muss man aber dazu sagen, dass meine Bassbox keine Standartbestückung hat, sondern mit 30Jahre Alten 15"ern arbeitet, die sehr leichte wenig steife Membranen haben und gerade mal 50Watt abkönne, also echtes Vintagezeug.

Soho! Das wars erstmal, für Ideen bin ich natürlich dankbar, wahrscheinlich sind sie besser als meine

Viele Grüße
Martin


Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Kpt.Maritim am 5.08.2007 16:31
Hallo Martin,

ich glaube ich habe die Lösung für dein Problem. Gucke doch bitte mal in den Anhang. Wenn du Dussel vorher richtig nachgedacht hättest, wäre dir das mit dem Pegel viel Früher aufgefallen. Man sollte dir gleich den YaBB-God Status streichen.

Ich zeige dir mal wei es geht und habe darum die verbesserte Schaltung angehongen.

Zunächst einmal wird die bisherige Klanbgreglung etwas komfortabler gemacht. Denn du hast ja drei Potilöchlein in deinem gehäuse und eines für den Schalter. Der Schalter muss auch eine Aufgabe bekommen. Über den Spannungsteiler R11/R12 wird jetzt die perfekte Symmetrie eingestellt. Das Teilungsverhältnis berechnet sich übrigends

R12 = R11/(V-1)

V ist die Verstärkung von V3 bzw. V4.

Über den Schalter S3 kannst du nun aber R12 kurzschließen. dann liegt das Gitter von V4 auf masse. V3 und V4 arbeiten dann als Differenzverstärker. Der dreht zwar auch die Phase, aber nicht besonders gleichmäßig, aus V4 kommt nämlich weniger Dunst. Demnach kannst du über diesen Schalter die Symmetrie verstellen.

Jetzt zu den zwei Potilöchern in der Frontplatte. V1 und V2 sind im Moment über R4 bzw. R8 gegengekoppelt, mit den Potis P1 und P2 kannst du Bässe bzw. Höhen anheben. Und zwar jeweils um etwa 6..8dB. Dazu musst du die Spule L1 von 100mH einbauen. Die wickelst du dir am besten auf einen kleinen Spulenkörper selbst. Einfach eine Schraube durch den Körper, dann in den Akkuschrauber einspannen. Wenn du irgendwo zwischen 100..200mH liegst ist alles in Ordnung.

Außerdem liegen die Pegelverhältnisse nun viel besser. Die ersten beiden Stufen verstärken 30fach. Um die Phasenumkehrstufe zu übersteuern brauchst du jetzt deutlich mehr als 5mV Millivolt am ihrem Eingang. Es ist also immer noch möglich, sollte jetzt aber wegen der fehlenden gegenkopllung hier wesentlich runder und nicht mehr kratzig klingen. Und außerdem bekommt die Endstufe dann schon mal locker 60V jede Zweig. D.h. die Endstufe übersteuert lange vor der Phasenumkehr. Mit dem Volumenregler P3 läßt sich das ja noch perfekter einstellen.

Ich hoffe ich konnte dir jetzt weiter helfen, hättest du dein Projket etwas klüger durchdacht, dann wäre das nicht nötig gewesen.

Viele Grüße
Martin

PS: Du brauchst nicht gleich antworten, ich komme erst wieder in einigen tagen dazu hier zu posten, ich fahre jetzt erstmal zum Strand.

Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Ben am 5.08.2007 16:55
Hi martin,

kurze frage sollte der erste elko im netzeil nach der gleichrichtung nicht 220µF anstatt 22µF haben? wäre es ansonsten nicht ein bischen zu wenig gesiebt?

lg ben
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Kpt.Maritim am 5.08.2007 19:07
Hallo,

ich bin gerade zurück von Strand, und fahre nachher gleich noch woanders hin, habe also nur kurz Zeit. Kann also nicht alles ganz genau erklären.

Die Anodenspannung greift erst hinter der Drossel ab. D.h. sie sieht die 100uF. Hier liegt nur noch eine Restwilligkeit von 0,5V an. Würde ich doirekt hinter dem Gleichrichter abgreifen und mit 220uF sieben, wie es oft gemacht wird, hätte ich eine Restwelligeit von 8V. Due siehts mein netzteil siebt sogar besser. Ob 8V oder 0,5V ist aber auch egal, weil der Brumm sich ind er Emndstufe aufhebt, da sie im Gegentakt arbeitet.

Die 22uF zusammen mit der DRossel bescheren wir einen guten Stromflusswinkel und damit ein härteres Netzteil. Die Drossel speichert praktisch strom, so wie ein Elko Spannung speichert. Der Elkso knickt aber weg, wenn Strom gebraucht wird. Das ist bei mir nicht sehr der Fall. Deswegen habe ich eine dicke Drossel mit EI84B Kern genommen, deren Induktivität fast unabhgängig vond er Stromaufnahme des Verstärkers immer gleich bleibt. Für kleine Drosseln gilt das nicht, hier wird der Kern schnell satt und dann sinkt die Induktivität.

Viele Grüße
Martin
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: KippeKiller am 6.08.2007 12:58
Hallo,

da ist ja einiges geschehen an deiner Schaltung, schön zu sehen dass Du mit dem Scharlatan-Schalter eine ähnliche Idee hattest wie ich, jedoch warst Du schneller fertig damit.
Die neue Klangregelung gefällt mir auch, jedoch fehlte mir die Höhenblende in diesem Fall, ich mags eher etwas weicher und nicht so spitz in den Höhen, vielleicht lässt sich das aber auch über die Bassanhebung kompensieren.
Kannst Du das bestätigen, bzw hast Du schon erste Höreindrücke?

Schönen Gruß

Mathias

Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Kpt.Maritim am 6.08.2007 13:01
Hallo,

hab nur kurz Zeit muss gleich weiterhobeln. Die Blende ist entsorgt, weil ich die ja schon am Bass selbst habe. Mir ist aufgefallen, dass meine Liebste am Klampfomat die Höhen volle Kanne reindreht und sie dann nur noch am Klangregler der Gitarre auf das gewünschte Niveau absenkt. Das funzt sehr gut und ich werde es auch so machen.

Viele Grüße
Martin
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: KippeKiller am 6.08.2007 13:27
Hallo,

da hast Du allerdings recht, so zeigt sich wieder dass man die gesamte Signalkette im Kopf behalten sollte vom Instrument bis zum Lautsprecher.

Schönen Gruß

Mathias
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Kpt.Maritim am 13.08.2007 18:50
Hallo

Ich habe nochmal zum letzten mal, denke ich, alles überarbeitet. Wenn ich das will bekomme ich jetzt unverzerrte 250V an die Gitter der Enfdstufe. Dazu musste ich noch mehr Pegel in der Vorstufe vernichten. Dazu habe ich konsequenter Weise erstmal die Kathoden-Cs weggelassen.

Da noch mehr pegel verballert werden musste, habe ich die Pegelfresssende Baxandallregelung eingebaut. Mit der zusammen sind auch meine drei Löcher für Potis im Chassis gestopft. Nicht dass die andere Regulage nicht gefunzt hätte, sie geht Prima ABER, die Spule für den Bassregler sammelt sich sämtlichen Brumm ein, das hatte ich vorher schon befürchtet. Ich habe leider kein mu-Blech zum kapseln.

Sämtliche Arbeitspunkte sind nochmal überarbeitet und zwar auf maximale Pegelfestigkeit. Ich brauche jetzt nochmal ein paar teile von Dirk und dann baue ich das Teil endlich zu Ende. Wenn noch jemand einen Vorschlag hat, wo man etwas verbessern könnte, möge er bitte nicht verschweigen.

Im Prinzip ist die ganze Schaltung ein modernisierter Urbassman. Die veränderungen sind die eine Vorstufe mehr, das Fehlen der Gegenkopplung vom AÜ aus an die Phasenumkehr, und ihr Ersatz durch Schirmgittergegenkopplung (UL-Betrieb), das Umtsiegen auf die Steilere Moderne EL34 in der Endstufe und eine ordentliche Klangregulage

Viele Grüße
Martin

PS. Habe eben nochmal den Schaltplan getauscht, war ein kleiner Fehler drinne, wer ihn findet, kann ihn behalten, ich brauche ihn nicht nicht mehr.
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Kramusha am 13.08.2007 21:13
Hallo Martin,
nach welchen Kriterien bist du beim Entwurf des Baxandall vorgegangen? Irgendwie bekomm ich da keine ordentliche Regelung zusammen. Die Höhen gehen komplett flöten irgendwie.

lg stefan :)
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Kpt.Maritim am 13.08.2007 23:13
Hallo

Es ist so hingemuddelt, dass der Höhenregler schon ab 1kHz wirksam wird, es ist ja immerhin ein Bassverstärker und da fängt der Draht im Ton ja schon an. Der Bassregler wirkt erst unter 160Hz, denn da liegen die wirklichen Bässe. Außerdm habe ich es so hingedreht, dass der Gesamtpegel bei Mittelstellung der Potis um 10dB abgesenkt wird, das ist etwas der Faktor drei. Soviel Gain wollte ich vernichten, weil, ich dann wenigstens 300mV am Eingang brauche um die zweite Stufe übersteuern. das schafft ein passiver Bass nicht. Damit die zweite Stufe schon mal übersteuerungsfest.

Ich habe mir einfach eine Excel gehäkelt und so lange mit Bauteilwerten rumgespielt, bis ich es hatte. Man könnte natürlich auch den Tone Stack Calculator nehmen. Das kommt uaf das selbe hinaus. Nur ist meine Exceltabelle etwas flexibler, weil ich die Schaltung abwandeln kann.

Im Prinziop sind es ja nur zwei parallel geschaltete Spannungsteiler und mathematisch leicht zu beschreiben.

Wenn dir höhen fehlen stimmt meist mit R5 und C4 was nicht.

Viele Grüße
Martin
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Kramusha am 14.08.2007 09:58
So in etwa? --> http://www.dobernigamps.kilu3.de/temp/baxandall.xls

Hat mich viel Zeit gekostet, es ist nicht so toll, weils nur mit Open Office gemacht wurde und ich gebe keine Garantie auf Korrektheit ;D Vielleicht fallen dir ein paar Sachen auf, die ich falsch gemacht hab. Auf jeden Fall wars ne gute Übung für mich.

lg Stefan :)
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Kpt.Maritim am 14.08.2007 17:40
Hallo

Leider sehe ich bei den ganzen Zahlenkolonnen nicht durch. Mehr sehe ich auch nicht in dem Dokumenet, ich kann das so garnicht beurteilen.

Viele Grüße
Martin
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Basstler am 18.09.2007 15:34
Hallo Martin,

was macht eigentlich der Bassomat? Hast du ihn schon mal praktisch getestet?

Eckhard
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Kpt.Maritim am 18.09.2007 15:59
Hallo

das sollet eigentlich aus dem beitarg hervorgegangens ein. ja, mit den beschriebenen Nebenwirkungen. Im Moment muddele ich gerade die Klangregelung um. Da es sich nicht um einen nachbau handelt, dauert alles im viel länger. Zumal man zum testen und vor allem Löten mal einen ganzen nachmittag Zeit braucht. Eien Stunde löten bringt ja nicht viel, das reicht gerade zum rauskramen und aufräumen. da kann manlieber die Stunde lesend, oder fix mal was ausrechnend verbringen. Leider habe ich diese Woche keinen kompletten Nachmittag oder noch besser Tag am Stück Zeit. Morgen und Übermorgen baue ich für jemand anderen was, am Wochenende kann ich mit Glück den MV3 eines Kumpels wieder heilbekommen. Freitag muss ich arbeiten (Bandcoach für junge Musiker in einem Integrationsprojekt). Ach und für meine mündliche Soziologieprüfung muss ich auch noch lernen, obwohl das fast ferztig ist (wenigstens was). Letzte Woche war dann noch die Steuererklärung. Ab und an muss ich auch noch wo anders arbeiten Gehen und Geld verdienen, Musikmachen muss auch sein. Dann sind da noch diverse Mappen für meine Heimseite zu schreiben, wie z.B. deine usw. usw. usw. und es nicht mehr weiter geht, dann schlafe ich. Jetzt spule ich erstmal 50km mit dem Fahrrad ab, Körperliche Fitness ist Grundvorrausetzung für alles andere.

Viele Grüße
Martin
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Basstler am 18.09.2007 16:12
Hallo Martin,

sorry-ich wollte gar nicht drängeln....
Es ist halt nur so ein interssantes Projekt......

Grüße
Eckhard
Titel: Re: Verstärker mit 35 Watt für Bass und Gitarre - Bassomat
Beitrag von: Kpt.Maritim am 18.09.2007 18:08
Hallo

Ich habe das nicht als Drängelei empfunden. Ich finde das Projekt auch so spannend. Vor allem möchte ich den neuen endlich spielen, aber vorher muss er eben erstmal besser als mein bouyer sein, bisher war gleichgut das beste was ich hinbekommen habe, deswegen ist jetzt die Klangregulage und eine gesamte Frequenuzganginventur dranne. Das langwierigste, also die ganzen Arbeitspunkte und Pegeölverhältnisse stehen jetzt ja. Die Endstufe macht ihren Job auch prima.

Viele Grüße
Martin