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Technik => Tech-Talk Fender => Thema gestartet von: Kokomoking am 25.07.2007 23:46

Titel: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Kokomoking am 25.07.2007 23:46
Hallo allerseits,

nachdem ich mein JMT45 fertig gebaut habe, ich nun im Ausland bin und der JTM45 in DE, muss ein kleiner, leichter Amp
her  :headphone:
Ich wollte schon immer mal einen alten Champ bauen. Allerdings find ich ein Tone Poti sehr hilfreich, deswegen solls ein SE Princeton sein (also kein Princeton Reverb oder so).
Nun steh ich vor der Qual der Wahl: Welche Version soll ich bauen (5(B,C,D,E,F,)2? Mit Choke, ohne Choke, welche V1 usw...?
Vielleicht kann mir ja jemand helfen. Am besten jemand, der alle Version daheim stehen hat  ;)
Sind die Unterschiede im Sound groß? Oder vernachlässigbar?
Ich habe vor, das Chassis a là Marshall aufzubauen (also keine hängenden Röhren). Möglichst kompakt und als Head. Für die Hosentasche, sozusagen. Gleichrichterröhre werde ich wahrscheinlich durch Brückengleichrichter ersetzen, dann kann ich diesen kleinen Netztrafo von Frag Jan zuerst benutzen. Sollte ja, da Class A, nicht viel am Sound ändern.
Was haltet Ihr von dem Einsatz von Folienkondensatoren anstatt Elkos? Würde ich gerne mal probieren. Dann muss ich mir in 20 Jahren keine Sorgen über meine Kondensatoren machen  O0
Genug fürs erste, Baubericht folgt,

Schönen Abend noch,

         Christian

P.S.: Die Schematics findet Ihr alle unter ampwares.com/ffg/



Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: sjhusting am 26.07.2007 08:58
Ich denke es gibt kaum jemand der alle Tweed Princetons hat.

Zuerst, wurde ich wahrscheinlich keine vor der 5D2 bauen, wegen die Octal Preamp-Roehren. Nichts gegen 6SL7 oder 6SC7, aber es gibt ein etwas grossere Angebot Current Production fuer 12AX7/ECC83.

5D2 benutzt Grid Leak bias an V1a, das wurde ich nicht nehmen ohne das ich es erst gehoert haben. Ist etwas speziell.

Bleibt (fuer mich) 5e2/5f2/5f2a

Unterschied 5e2-5f2: Kathoden-Bypass auf V1a abgebaut, Wirkung: weniger Gain, andere Frequenz-Widergabe. Du kannst das so oder so probieren, und was dir besser gefaellt benutzen, oder sogar ein Schalter einbauen. Meine Experiemente mit schaltbare Kathoden-Bypass ist: ohne Bypass hast du ein heftige Gain-Verlust.

Unterschied 5f2-5F2a: Drossel entfernt, dafuer ein extra Sieb-Element eingebaut; zweifellos ein Kost-Massnahme bei Fender, diese waren Einsteiger-Modelle. Kathoden-Bypass auf V1a weider eingefuhrt.

Wg Sag hast du recht; es spielt keine grosse Rolle im Class-A betrieb, aber mit ein Dioden-Gleichrichter wirst du wesentlich hoeher B+ haben; das musst du mitplannen.

Ich selbst wurde 5f2-a mit Drossel (~= 5f2 mit Kathoden-Bypass an V1a) bauen. YMMV. Vielleicht ein schaltbare Feedback-Loop.

steven
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Joachim am 26.07.2007 09:06
:gutenmorgen: Christian,

Zitat
Gleichrichterröhre werde ich wahrscheinlich durch Brückengleichrichter ersetzen, dann kann ich diesen kleinen Netztrafo von Frag Jan zuerst benutzen. Sollte ja, da Class A, nicht viel am Sound ändern.

Gegen eine Siliziumgleichrichtung spricht natürlich nichts. Das kann man schon machen und nicht jeder mag den Kompressionseffekt, der durch den Spannungsabfall in der Gleichrichterröhre auftritt. Aber: dass bei Class-A der sog. sag-Effekt nichts bewirkt, ist nicht ganz richtig. Solange man den Amp eher Clean betreibt ist das soweit schon richtig. Wenn man die endstufe aber auch mal recht heftig überfährt, befindet sich die Endstufe jenseits jeglicher Class-A. Wir haben das Thema schon mal ausgiebig diskutiert. Im Thread "Gleichrichterröhre, Voltage Drop, Sag..." wurde das schon mal erschöpfend behandelt.

http://www.tube-town.de/ttforum/index.php?topic=1620.0 (http://www.tube-town.de/ttforum/index.php?topic=1620.0)

Wenn man also den Kompressions-Effekt einer Gleichrichterröhre mag und seinen Class-A-Amp auch mal übersteuert betreibt (und nur dort macht die Kompression wirklich Sinn ;)), kann ruhig mal mit einer Gleichrichterröhre experimentieren.

Grüße,
Joachim
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Kokomoking am 27.07.2007 23:01
Hallo und danke für die Antworten!
Mmmm...jetzt muss ich mir also doch wieder Gedanken machen, ob ich eine Gleichrichterröhre verwenden will oder doch Sand. EZ81 müsste doch eigentlich passen, oder? Muss ich bei Verwendung einer EZ81 irgendetwas beachten? Siebelkos muss ich nicht verändern, oder?

@ Steven: Verstehe ich Dich jetzt richtig: Bei Verwendung eines Kondensators zusätzlich zum Kathodenwiderstand hat man mehr Gain und ohne Kathodenkondensator weniger Gain?

Auf die Drossel würde ich gerne verzichten, da es nur ein weiteres sperriges Bauteil ist und es soll doch ein kleiner Amp werden. Ich hoffe es brummt nicht allzusehr...Das wär dann auch schade.

Was haltet Ihr von der Idee mit Folienkondensatoren anstatt Elkos? Hat das Auswirkungen auf den Sound? Ich habe mal gehört, dass Elkos den Sound mumpfig verfärben...Ich persönlich kann es nicht so recht glauben. Zumindest bei den Siebelkos nicht. Was haltet ihr davon?

Mein JTM45 hab ich mit einem Turretboard aufgebaut. Ich würde jetzt mal gerne diese Lötleisten ausprobieren, da billig und kein besonderes Werkzueg nötig. Wie stabil sind die Metallteile denn in dem Brett verankert? Hat da jemand Erfahrung mit? Oder bin ich der Einzige, der sich darüber Sorgen macht    ::)
Am liebsten würde ich mit den 1x10 Leisten arbeiten und die Komponenten sozusagen freischwebend dazwischen aufhängen a là Sound City. Schaut find ich sehr gut aus. Was haltet Ihr davon?
Ich hoffe übers Woende mal eine Zeichnung anzufertigen, wie ich mir das ganze vorstelle.
Wahrscheinlich werde ich eine 12AX7 als V1 verwenden. Wobei mich mal eine andere Röhre auch reizen würde...

So, dann wünsch ich Euch besseres Wetter als hier in Südengland,

                                                                             Christian
                                                                           


Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: sjhusting am 28.07.2007 01:48
Ja, auf den Drossel kannst du verzichten, es ist ein Geschmacksache.  Meine Erfahrung nach ist ein Amp mit ein Drossel responsiver als ein rein RC Kette. Ich lege aber  viel Wert auf Kontroll durch Fingern und Vol auf den Gitarre. Das ist nicht als Seitenstoss gemeint, es gibt viele durchaus kompetente und interessante Guitarristen die lieber auf mehrkanalige Losungen stutzen. Es ist eher eine suche nach Vereinfachung, fuer meine Art zu spielen, fuer die Art Musik ich spiele. Ein 5f2a ist ein klassische Verstaerker; und mit Dioden-Gleichrichtung ist es immer noch interessant.

Wg. Kathoden-Widerstand hast du mich richtig verstanden. Es hat ein paar andere Wirkungen, aber Gain ist vielleicht die grosste.

steven
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Kokomoking am 30.07.2007 23:22
Hallo Steven,

ich habs eigentlich auch lieber, wenn man "mit den Fingern" den Sound macht. Deswegen solls auch der Princeton werden  ;). Deine Musik kenn' ich ja. Hab Dich ja schonmal gelobt  :bier: Ich will mit dem Princeton an alte Electric Blues Aufnahmen rankommen.
Ist der Unterschied krass zwischen Choke und nur ein R?
So ganz hab ich mich ja noch ned entschieden, obs ne octal oder noval V1 sein soll. Anscheinend bringt die 6SJ7 weniger Gain als ne ECC83. Aber Gain brauch ich jetzt auch nicht excessiv. Oder ich bau beide V1 ein und mach sie switchable. Wär auch interessant. Hat hier im Forum glaub ich schonmal jemand gemacht. Ich muss da mal nachfragen.
@alle: Habt Ihr Antworten auf meine anderen Fragen von meiner letzten Post (EZ81 als Gleichrichter, Folienkondensatoren anstatt Elkos, Lötleistenstabilität, fliegender Aufbau)?

Servus und danke für die Antworten,

          Christian
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: sky_pilot am 31.07.2007 00:35
Folienkondensatoren anstatt Elkos

Steve Carr http://www.carramps.com/ (http://www.carramps.com/) macht das auch. Die Amps klingen fantastisch. Falsch kann das nicht sein. Veileicht ein bisschen teurer  ;)

Gruß
sky_pilot
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: sjhusting am 31.07.2007 08:39
Es gibt ein "Super Single-Ended 6v6 Guitar Amplifier Project" auf die Angela Amps site das 2 Sockel (sorry, Fassungen) fuer V1 hat - octal und noval. Es ist eine einfache Sache.

Wg Drossel, es ist eine subjektive Eindruck, fuer mich fuehlen sich Amps mit Drossel besser, was nicht unbedingt an den Drossel liegt. Ein kleine Fender drossel ist nur 18 Euro, und wenn du es nicht magst, kriegst du es ohne problem los.

Unser eigene Joachim bevorzugt Bipolar Kondensatoren fuer Bypass. Ich weiss aber nicht ob er sie auch in sein Pro eingebaut hat. Ich wurde es einfach probieren, vielleicht mit ein Schalter zwischen die 2 Typen, und selber entscheiden.

Fuer V1, kannst du auch ein 5751 probieren. Das hat weniger Gain als ECC83, und ein bisschen mehr als ECC81, ist aber fuer meine Ohren ein "musikalischer" Roehre als ECC81. Ich benutzte die JAN GE, es gibt aber auch ein Sovtek die ich noch nicht probiert habe.

Ich habe meine erste Amp auf Loetleisten gebaut; die Stabilitaet ist OK aber naturlich nicht mit Turrentboards zu vergleichen. Ein 5F2 ist einfach genung, das du es mit die andere art Loeteisten aufbauen konnte - zB http://www.tube-town.net/ttstore/product_info.php/info/p170_Loetleiste-7-Kontakte.html/XTCsid/97ddb1924007e68b4af432d6daacae0a

steven
Fuer die EZ81, schau mal das du es nicht ueberhitzt mit den erste Siebelko. Michael hat von Redplating in sein 18-watter erzaehlt.

Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Joachim am 31.07.2007 08:58
:gutenmorgen:

Unser eigene Joachim bevorzugt Bipolar Kondensatoren fuer Bypass. Ich weiss aber nicht ob er sie auch in sein Pro eingebaut hat. Ich wurde es einfach probieren, vielleicht mit ein Schalter zwischen die 2 Typen, und selber entscheiden.

Ja, das hat er natürlich auch im Pro gemacht. Mal auf die Schnelle zwei, drei Erfahrungen:

SLO: Der Unterschied zwischen 1µF-Elkos und 1µF-Polyesterkondesnsatoren an der Kathode ist extrem. Mit Elko undefinierte, schwammige Bässe, engeres Klangbild, ... kurz, einfach sch...lecht. Mit dem Folienkondensator geht die Sonne auf.

Pro: Folie habe ich aufgrund der beengten Platzverhältnisse - und offen gesagt auch wegen des hohen Preises - nicht versucht. Aber alleine der klangliche Unterschied zwischen einem Wald- und Wiesenelko und einem - immer noch günstigen - Tonfrequenz-Elko ist beträchtlich.

Beim Netzteil habe ich das nicht versucht. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es eine Auswirkung hat, Folienkondensatoren einzusetzen. Ein enstsprechendes Experiment ist leider nicht ganz billig zu haben  :-\

Aber mach mal an den Kathoden den Versuch mit den bipolaren Tonfrequenz-Elkos und der von Steven vorgeschlagenen Umschaltung. Das kostet nicht viel (ein 25µ Tonfrequenz-Elko liegt etwas über 1€) und hinterher hast Du einen eigene Meinung. Das ist wirklich wichtig, dass man die eine oder andere Erfahrung selbst macht. Oft werden einfach nur Gemeinplätze nachgeplappert, die man haufenweise im Netz findet. Aber da ist leider auch viel Schwachsinn (sorry für das harte Wort) dabei. Und noch was: verlass dich bei solchen Tests immer auf deine Ohren. Meßgeräte und Formeln wissen nicht, was Dir gefällt ;). Das soll jetzt aber weder Meßgeräte, noch Formeln auf Abstellgleis schieben! Beides braucht man bei unserem Hobby, nicht dass ich da falsch verstanden werde.

Grüße,
Joachim :urlaub:
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Ramarro am 31.07.2007 09:25
Oder ich bau beide V1 ein und mach sie switchable.

Du könntest sie sogar umschaltbar machen.  ;D

Grüße,
Rolf
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Bierschinken am 31.07.2007 09:30
 :gutenmorgen:

Was sind denn Tonfrequenz-Elko´s?
Der Begriff sagt mir nüscht.

Grüße,
Swen
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: El Martin am 31.07.2007 09:32
spezielle ungepolte Elektrolytkondensatoren, wenn ich mich recht erinnere
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Joachim am 31.07.2007 09:33
jepp, bipolare Elkos für Wechselspannungsanwendungen, z.B. in Frequenzweichen.

J.
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: haebbe58 am 31.07.2007 19:28
bau doch einfach den tt 66 von dirk, der ist ja auch irgendwie ein champ-clone.

und da kann man auch eine 6V6 reinstecken, wenn man den kathoden-widerstand anpaßt.

ich hab meinen mit einem schalter für den widerstand versehen, wo ich zwischen beiden röhren-typen umschalten kann, wenn ich wechsle.

mit der 6v6 klingt er auch astrein, so richtig nach champ! 

gruß
h58
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Joachim am 1.08.2007 14:02
Übrigens scheint Dirk seit kurzem auch Tonfrequenz-Elkos im Programm zu haben, z.B.:

Bipolar-Kondensator 22µF/100V (http://www.tube-town.net/ttstore/product_info.php/info/p2007_Bi-Polar-Kondensator-22--F---100-V.html)

Grüße,
Joachim
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Kokomoking am 1.08.2007 19:38
Wow! Da schau einer an. Kaum ist man einen Abend lang nicht im Netz und schon hat man x Antworten! Ich sollte öfters nen Abend im Pub verbringen...  ;D Wobei ich das bei der "englischen" Trinkgeschwindigkeit nicht lange durchhalten würd  :devil:

Danke für die vielen Tipps! Sehr interessant, dass die Bauart von Kondensatoren doch so viel ausmachen kann! Da werd ich ums Experimentieren nicht rumkommen.

Der TT 66 ist definitiv interessant, aber ich bin schon zu sehr auf einen Princeton eingeschossen  ::)

Ich hoffe, diese Woche die grobe Plannung meines Projekts fertig machen zu können. Layout und Schematic vielleicht. Wobei ich noch kein gscheites Layout Programm gefunden hab.

Bis später,

 Christian
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: 7enderman am 2.08.2007 10:28
Moin,
vielleicht noch was zum Gleichrichter.
Ich hab in meinem 5E3P diese Weber Coppercap drin, die ja so den Spagat zwischen Diodengleichrichtung
und Röhre darstellt.
Die Spannung bricht also auch bei dem Ding ein- im Fall meines 5Y3GT sind´s 50Volt.
Die Verwendung der Coppercap entlastet aber das Netzteil deutlich.
Der Stock 5E3 unseres Harpers wird deutlich !!! heißer als mein Amp und das obwohl meiner mit den 6L6ern deutlich mehr Leistung hat.

Für Deinen Princeton gäbe es auch Ersatz und dort wäre der max. Vdrop 28Volt....
Man hat also weniger Hitze, immer noch "Sag" und entlastete Netzteile.... für 22USD nicht die schlechteste Idee.

Grüße
MIKE
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Kokomoking am 6.08.2007 00:39
Hallo allerseits,

@ 7enderman: Danke für den Hinweis mit den Coppercaps. 22USD ist ok, allerding kommen ja noch Zoll und Versand drauf, so daß der Spass schnell teuer wird. Und, ich habe mich jetzt entschieden, eine EZ81 zur Gleichrichtung zu verwenden  :) Dann kann ich den TRA300 PT nehmen, der auch 100V und 120V Anschlüsse hat, was ganz praktisch ist, da der Amp mein kleiner, transportabler Wanderamp werden soll  :angel: Ausserdem spare ich mir den Standby-Schalter. Und drei Röhren anstatt 2 schauen besser aus  O0

Ich habe jetzt mal einen Schaltplan gezeichnet, wie ich mir das ganze vorstelle. Please note: Das ist mein erster Schaltplan! Viel Spass beim "Auseinandernehmen"  ::)
Jetzt hab ich ein paar Fragen zu dem Teil...:

1) Was haltet ihr von der Eingangssektion? Ist die richtig dimensioniert? Mit C1 erhoffe ich mir ein längeres Leben und mit P1 will ich die Eingangsimpendanz regeln können. Ich verwende nur eine Eingangsbuchse und möchte deshalb die Eingangsimpendanz regeln können. Ich habe gehört, dass das schöne Einstellmöglichkeiten ergibt. Im Originalplan (5D2) ist P1 und R1 insgesamt 10MOhm. Das erscheint mir ein bißerl viel...

2) Mir ist aufgefallen, dass V1B kein Kathodenbypasskondensator hat im Original. Wass würde passieren, wenn man da einen einbaut? Erhöhung des Gain?

3) Feedback vom 4Ohm Speakeranschluss hab ich regelbar gemacht. Auch da habe ich mehrfach gelesen, dass man den Sound gut verändern kann, wenn man mit den Feedbackwerten spielt. 22K ist der originale Wert. Wäre ein 100k Pot zusätzlich korrekt dimensioniert? Wäre ein Schalter zum totalen Abschalten des Feedbacks einen Versuch wert?

4) Ausgansüberträger: Welchen Primäranschluss sollte ich nehmen, 4K oder 5.2K? Macht das einen großen Unterschied? Reicht die maximale Beastbarkeit von 60mA Ruhestrom aus? Ich glaub schon...

5) Im Originalplan ist/sind C10 2 Kondensatoren mit 16µF. Macht es einen Unterschied, ob ich 2x16µF oder 1x32µF verbaue? Oder wurden im Original nur 16µF verbaut, da nur diese verfügbar waren?

6) Heizung: Ich baue mir für die Heiungswicklung der Ecc83 und die 6V6GT einen künstlichen Centertap mit 2x100 gegen Masse. Soll ich das auch für die Heizung der EZ81 machen?

7) Sicherungen: Wie dimensioniere ich die Sicherungen richtig. Die HT-Fuse F3 krieg ich glaub ich hin, aber die Primärseitigen?

So, das wären meine ersten Fragen  ::)
Das ist mein zweiter Verstärker. Mein erster war ein JTM45 für den es ja viel Doku gibt. Bei diesem Princeton will ich ein paar Sachen modifizieren, deswegen bin ich unsicher, ob ich das alles so richtig mache. Seid nicht sauer wegen den vielen Fragen  :-* Vielleicht habt ihr ein bißerl Zeit, Euch das anzuschauen.

Cheers,

     Christian


P.S.: sehe gerade, dass R8 2K2 sein soll...
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: sjhusting am 6.08.2007 08:29
Hallo Christian


- C1 ist mMn unnoetig; es kommt kein DC von ein Tonabnehmer, ausser vielleicht wenn du Angst hast, HV kommt auf dein Eingangs-Buechse
- R2 wurde ich als 33K dimensionieren; ausser wen du unbedingt nuer die "lo" sensitivity input willst
- Cathode bypass auf V1-B wurde ich ausprobieren, bau temporaer eine Schalter ein und lass dein Ohren entscheiden.
- Ich wurde trotzdem ein Standby einbauen, und zwar zwischen HV Sekundaer und den EZ81, das ist aber meine paranoiac-Stelle; die meisten positionieren es spaeter.
- F3 waere normallerweise an die CT des HV-Sekundaer


Das war es fuer erste Eindrucke. Wenn andere Leute mit mehr Erfahrung zuruckscrheiben, dann haben sie eher recht.

steven

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Ich bin kein Elektrotechniker, alles was ich schreibe basiert auf mein eigene durftige Erfahrung und ist nur eine Beschreibung wie ich etwas gemacht habe. Nichts was ich schreibe erstetz den Pflicht jeder hat, die angemessene Umgang mit lebensgefaehrliche Spannungen zu berucksichtigen. Wenn du etwas machste das zu dein Tot fuehrt, oder Verletzungen jeder Art, lehne ich saemtliche Verantwortung ab.
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Kramusha am 6.08.2007 08:39
Hey,

ich würde R9 größer dimensionieren, so 5W sollten gut sein :) Dann ist R8 mit 220k bisschen zu groß. Berechne dir da die Eingangskapazität der 6V6 und danach den Tiefpass. Das mit dem 32µF Elko ist in Ordnung. Bei der EZ81 solltest du Pin 4 mit Pin 3  verbinden. Ich würde auch noch R10 und R11 mit 2W ansetzen. Sicher ist sicher. C5 ist ein bisschen groß, oder gehört das so?

Lg Stefan :)
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: sjhusting am 6.08.2007 08:51
Richtig - C5 sollte 0,0005, nicht 0,005 sein.
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Joachim am 18.08.2007 10:39
:gutenmorgen:

Ruhig geworden hier ;D. Gibt's schon was neues?

Grüße,
Joachim
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Kokomoking am 19.08.2007 13:38
Hallo Joachim!

Ruhig geworden sicherlich nicht! Ich versuch nur, meine Fragen selbst zu beantworten, was mir nicht wirklich gelingen will  ???
Ich interpretiere Deine Nachfrage jetzt einfach geschickt als Aufforderung, Fragen zu stellen  ;D

Zuerst Fragen zu den obigen Posts:

1) Warum soll ich Pin 3 und 4 bei der EZ81 miteindander verbinden? Pin 4 ist die Kathode und Pin 3 die Heizung. Dann würde ich meine schön gleichgerichtete B+ ja mit AC-Heizung versauen, oder? Das ist doch grad das Tolle an indirekt geheizten Gleichrichtern, dass man die Heizung nicht symmetrieren braucht, oder nicht?

2) Ich habe jetzt Schalter für die zwei KathodenBypass"e" eingezeichnet. Ich weiß allerdings noch nicht, ob ich die einbauen soll. 30VDC Kippschalter gibts ja schon, und die sollten ja eigentlich reichen, aber dann hab ich halt so viele Schalter an einem so schönen puristischen Amp... ::)...mal schaun, was ich da mach. Das gleiche gilt für das schaltbare und einstellbare Feedback. Am Eingang den Schalter lass ich auf alle Fälle dran, da kann ich dann Hi/Low Inputs schalten und mittels dem Poti feintunen.

Fragen, die mich plagen  ;) :

3) B+ Sicherungsdimensionierung: Sollte ich meine 6V6 bei 300Volt B+ betreiben, dürfen laut JJ Datenblatt ca. 40mA durchfließen. Bei der ECC83 bei 150V so ca. 2mA (?). Was für eine Sicherung soll ich denn dann nehmen? Dirk hat nur 100mA Sicherungen im Programm. Wären die zu groß dimensioniert? In meinem Plan stehen noch 70mA drin, nur hab ich so eine Sicherung noch nirgends gesehen...

4) Sicherungsdimensionierung netzspannungsseitig: Hier hab ich gar keine Ahnung. Ich weiß ungefähr, was meine Schaltung sekundärseitig zieht: Heizungen = 1.8A, Pilotlight = 200mA?, B+ 42mA. Wie rechne ich das jetzt um für 230 Volt primärseitig???

5) Ich hab meinen Schaltplan ja jetzt ohne Choke gemalt. Irgendwie reizt mich die aber doch...Nur laut Fenderplänen wird dann die g2 Spannung nicht durch einen Widerstand reduziert, sondern g2 geht vor dem OT weg, während die Anodenversorgung durch den OT muss (und der hat ja einen Widerstand). D.h. doch, dass meine g2 Spannung im Vergleich zur Anodenspannung positiver ist, oder? Und das will man doch tunlichst vermeiden...?!?
Ich häng mal den Princetonplan mit Choke an. Bei meinem Schaltplan wird die g2-Spannung durch R11 10k/2Watt runtergedrückt.

6) Nochmal zur choke: Ich hab gelesen, dass eine Drossel den Amp direkter werden lässt. Hat auch Stephen oben gesagt. Liegt das daran, dass die Drossel im Vergleich zu einem Widerstand z.B. R11 10k/2Watt einen geringeren Widerstand besitzt (z.B. 5H, 300mA DC, 87Ohm)? Das heisst doch, dass eine Drossel, einen eventuell auftretenden "Sag"effekt reduzieren würde, oder? Oder nicht: wenn die Drossel weniger Energie speichert, wie die ansonsten eingesetzten Elkos, würde die Drossel ja eigentlich wieder den Sag begünstigen...?!? Ich bin da etwas verwirrt. Ich würde gerne einen ruhigen Amp besitzen, der bei Vollaussteuerung vielleicht ein bißerl "sägt". Zumindest will ich den - wenn auch bescheidenen sag-Effekt in diesem SE-Amp - nicht durch eine Drossel vollständig zerstören. Wie sollte ich bei meinen Vorstellungen die Drossel dimensionieren? 5H oder 10H, 87 Ohm oder 330 Ohm? Ich denke 100mA DC würde reichen.

7) Der OT von Jan Atra0247 wird mit max. Ruhestrom von 60mA angegeben. Ist das zu gering dimensioniert für meine Schaltung? Eigentlich schaut der ja ganz fett aus, im Vergleich zu einem 125 Hammond.

8.) Mit Jans PT werde ich wahrscheinlich eine relativ hohe Heizungsspannung bekommen. Wie kann man die geschickt reduzieren? ICh glaube zu diesem Thema schonmal einen Thread gelesen zu haben. Ich schau da nochmal nach...

9) Lautsprecher: Es soll ein 10" werden. Offene Box. Da gibts ja die Jensens: Ch-Serie, Ceramic und Alnico. Ich glaube gelesen zu haben, dass Alnicos besser für clean sind und der Rest eher für Zerre. Ich bin sehr interessiert an dem Eminence Ragin' Cajun. Er scheint sehr laut zu sein  :devil: Ausserdem ist er günstig und hat nen geilen Namen. Denkt Ihr, der würde zum Princeton passen? Er ist bis 75W belastbar. Könnte das zu einem Problem werden mit dem kleinen Amp? Ich habe gelesen, dass, wenn hochbelastbare Lautsprecher nur wenig angefahren werden, diese bescheiden klingen sollen...

10) Zu guter Letzt: Wo bekomme ich ein gutes Layout Programm her? Ich würde gern so ein Layout machen wie z.B. Ceriatone oder wie es der DIY Layout Creator (Leider nur eine Platine) macht. freeware natürlich  O0

So, falls Ihr genervt seid (  :'( ) von meiner Anfängerfragerei:  Es gibt keine dummen Fragen!!!  :angel: Jeder fängt ja mal klein an...Seid nicht sauer...


Servus und vielen Dank für die Hilfe,

                        Christian
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Kpt.Maritim am 19.08.2007 13:46
Hallo

du gehst mit der gegenkopplung an R5, wenn du das so machst, drafst du da keinen Bypass Kondensator einsetzen, sonst schließt der die Gegenkopplungsspannung kurz. Phasensauberer und einfacher wäre es ohnehin die Gegenkopplung von der Anode der 6V6 auf die Kathode des Treiber zurückzuziehen. Wozu brauchst du die Gegenkopllung eigentlöich, und warum beziehst du jetzt den AÜ mit ein.

Ist dein AÜ dermaßen schlecht, dass dessen Eigenschaften durch die GK kompensiert werden müssen, und willst du den Eigenklang des Lautsprecher unterbinden, und willst du die verzerrung härter und fuzziger klingen lassen?

Es ist aber noch mehr nicht ganz passend. Du willst die 6V6 bei 60mA laufen lassen, deine Anodespannung dürfte bei etwa 350V ankommen. Damit beballerst due die Anode der 6V6 mit 21Watt (sic!) das sind mal eben 9Watt mehr als gut ist. Aber auch das SChrimgitter wird bei dir hoffnungslos überlastet. Nimm eine 6L6, wenn du soclhe Arbeitspunkte fahren willst. Das klingt auch nicht so viel anders, hält aber länger. Die Siebung ist außerdem zu schlecht.

Du kannst am Eingang nicht einfach den Gitterableitwiderstand wegschalten, woher soll die Röhre dann ihre Gittervorspannung bekommen, das Gitter gehört DC-Mäßig auf Masse, dazu ist der Ableitwiderstand da, der es NF-mäßig dennoch hoch hält.

Deine Schaltung ist total unausgegeohren und ich habe größte verdächte, dass du vom Wissen her dem icht gewachsen bist, was man daran sieht, dass du nicht deine Sicherungswerte bestimmen kannst. Bitte baue lieber eine erprobte Schaltung nach. Und modfiziere sie dann stückweise.

Viele Grüße
Martin
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Kokomoking am 19.08.2007 14:08
Hallo Martin,

danke für die Antwort.
Bezügl. der GK: Die wurde bei den verschiedenen Princetonversionen mal verbaut und mal nicht. Ich will eigentlich nur den Unterschied hören. Wie du ja auch sagst, gibts es einen. Das mit dem Bypasskondensator an V1B und der GK macht Sinn. Danke für den Hinweis!!! Hab das gerade in Version 0.3 implementiert.

Bezüglich 6V6: Prinzipiell habe ich den Original Fenderschaltplan nachgezeichnet und nur wenig geändert (2-poliger Netzschalter, EZ81, B+ Sicherung, Eingang an verschiedene Instrumente anpassbar). Eigentlich wollte ich die 6V6 nicht 21Watt arbeiten lassen...Die Werte sind da alle laut dem Originalplan. Ich meinte ja oben, dass laut JJ Datenblatt die 6V6 max. 40mA bei 300 Volt abhaben kann. Das würde ich auch gerne so machen. Oder halt bei 350Volt so 35mA. Gehen ich richtig der Annahme, dass ich den Rk der 6V6 vergrößern sollte? Wie kann ich abschätzen, ob ich das Schrimgitter überlaste? Oder: Wenn ich die Anode überlaste, überlaste ich auch das Schirmgitter? Also wenn ich den RK vergrößere, komm ich automatisch auch mit der g2 Spannung wieder in den grünen Bereich, da diese durch  R11 im Verglich zur Anodenspannung runtergebracht wird, richtig?
Ich versuche gerade, mich mit den Formeln zur Berechnung von Röhrenverstärkern vertraut zu machen. Deine - sehr guten - pdfs hab ich vor kurzer Zeit überflogen. Ich muss da nochmal mehr Zeit investieren.

Servus und danke,

 Christian
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Kpt.Maritim am 19.08.2007 14:24
Hallo

Wenn du die Anodenspannung erhöhst muss du auch ganz viele andere Werte ändern.

Zunächst mal den Arbeitswiderstand. Bei Pentoden und BPT (zu letzteren gehört die 6V6) ist es so, dass die maximale Leistungsausbeute bei einem bestimmten Arbeitswiderstand erreicht wird, der sich aus der Formel:

Ra=Ua/Ia

ergibt. Demnach wären 5k, wie bei dir gezeichnet für 250V bei 50mA optimal. Bei 300V und 40mA wären es demnach 7k5.

Der Wert des Kathodenwiderstandes ergibt sich aus dem Kennlinienfeld der Röhre. Ich werde das jetzt hier nicht erklären. Wie man das für Trioden macht, kannst du auf meiner heimseite nachlesen, wie man es für Pentoden macht, geht aus unten angehängter PDF hervor. Die ltzten Seiten sind noch Fehlerhaft, also Achtung. Das erste Kapitel ist aber auf jeden Fall OK.

Du hast jede Menge am Fender Schaltplan geändert. Vor allem hast du das Netzteil so geändert, dass die Versorgungsspannung nicht stimmt (viel zu hoch ist), daraus ergibt sich natürlich, dass alles andere auch nicht mehr stimmt.

Das Schrimgitter hat wie die Anode eine maximale Verlustleistung. Stelle dir das Schrimgitter als zweite kleine Anode in der Röhre vor, ob du es überlastest oder nicht ergibt sich aus entsprechenden Kennlinien im Datenblatt, so vorhanden. In diesem Fall überlastest du das Schrimgitter weil die ganze Röhre völligst überlastet ist. Das mit den 10k geht schon in ordnung, du musst nur mit dem Anodenstrom und der Anodenspannung herunter. Top Klang für Gitarre bei brauchbarere Lebensdauer erreichst du mit der 6V6 bei etwa 270V an der Anode 250V am Schrimgitter, und einem Andoenstrom von 50mA bei einem Ra von 5k. Damit ist die Röhre noch leicht überlastet, aber das ist bei Gitarrenverstärkern nichts selstens und man sollte es bisweilen in Grenzen für den Klang in kauf nehmen.

Mein dringendster Rat: Du hast keine Erfahrung damit wie bestimmte Bauteilwerte und Baugruppen sich klanglich auswirken. was immer du dir an Schaltung zusammenstoppelst wird darum sowoeiso bloß Glückssache. Ich vermute auch,m dass du wenig Erfarung mit dem Aufbau und der verdrahtung, Masseführung usw. hast. Kaufe dir einen schönen Bausatz, oder baue ein Originallayout von Fender mit originalen Teilen (Trafos) nach. Wenn der Apparat läuft, dann kannst du mit Bauteilwerten, Gegenkopplung, Eingangswiderständen, anderen Arbeitspunkten usw. experimentieren. Jetzt hast du so viele Äbderungen auf einmal verbaut, dass du garnicht weißt, was sich klanglich wie auswirkt. Wenn du erstmal das original hörst,m und nach jeder Änderung im Detail der Schaltung auch die Veränderung im Klang, dann fängst du wirklich an sehr schnell sehr viel zu lernen und bekommst von Anfang an nur Erfolgserlebnisse.

Mit diesem Rat ist der Thread für mich zu Ende.

Viele Grüße
Martin
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Kokomoking am 19.08.2007 14:55
a, ich sehe gerade, Du hast deinen Beitrag noch erweitert.

Nachgebaut hab ich schon. Deswegen will ich jetzt auch mal etwas modifizieren. Es spricht ja nichts dagegen, sich vorher schlau zu machen. Als Schaltung habe ich den Princeton genommen, da er mir überschaubar vorkommt und kompakt aufzubauen ist. Wie ich so sehe, haben schon viele Leute den sehr ähnlichen Champ aufgebaut und haben sich keine Gedanken bezüglich der Richtigkeit des Schaltplans gemacht. Das will ich vermeiden. Deswegen der Thread. Und vielleicht lernen auch noch andere davon, was man alles falsch machen kann. Bitte lasst uns hier diskutieren. Von deinem Post hab ich gerade viel gelernt und frag mich jetzt selber, warum ich nicht draufgekommen bin. Sehr gut!
Bezüglich der Siebung: Das sind die Original-Werte des 5F2-A Plans. Frühere Versionen hatten noch kleinere Werte. Ich werde da sicherlich Einige ausprobieren. Generell tendiert mein Geschmack dazu, so wenig Siebung als möglich bei geringstem Brumm zu verbauen.
Bezüglich der Eingangssektion: Mein Gedanke war folgender: Ich wollte die normale 2 Eingangssektion (ein Eingang direkt gegen Masse, der zweite mit 1M dazwischen) auf einen regelbaren Eingang zurechtschneiden. Ausserdem würde ich gerne einen Kondensator zwischen mir und Gitter haben. Jetzt wo Du's sagst, macht es Sinn  :) Ich hätte die Schaltung ohne Probleme so aufbauen können, wenn ich C1 weglassen würde.
Bei deinem Detharp-Klampfomat, machst Du das im Prinzip auch so, nur halt ohne den Switch. Den Switch lasse ich also weg. Wie berechne ich denn jetzt die Eingansimpendanz? Ich würde gerne den Bereich abdecken, den mir die normale Beschaltung zur Verfügung stellt, nur eben stufenlos mittels Poti regelbar. Ohne Kondensator wäre die Eingangsimpendanz ja gleich dem Widerstand zu Masse. Aber mit Kondensator?
Noch eine Frage: Bei Deinem Harpomat regelt P4 die Impendanz, kann aber auch das Gitter zu Masse kurzschließen -> somit als auch Volumeregler einsetzbar?

Ich hoffe, dass Du Dich wegen meinen Fragen aus diesem Thread nicht zurückziehst. Das wäre sehr schade, da Deine Erklärungen sehr hilfreich sind (nicht nur in diesem Thread).  :bier:

Servus,

   Christian
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Kokomoking am 19.08.2007 15:56
Hallo Martin,

danke für die Antwort!

Zitat
Kaufe dir einen schönen Bausatz, oder baue ein Originallayout von Fender mit originalen Teilen (Trafos) nach

das ist ja das Problem! Beispiel = Weber. Die verkaufen einen 5F2-A Princeton-Kit: Der NT, den die benutzen, spuckt 2*330Volt aus!!!! :o Der OT hat 7k. Laut 330V * 0.9 * 1.41 = 420 Volt. Dann laut JJ Datenblatt max. 420V ca. 28mA für Pa =14Watt.
Folge: Ra=420/28 -> 15K!!!  :o Und die Bauteilewerte sind genau so wie in meinem Schaltplan...

Genau deswegen habe ich einen Schaltplan gemacht und will das ganze diskutieren. Es bringt meiner Meinung nach nix, sich auf die Hersteller von Kits zu verlassen. Vielleicht mache ich mir die Mühe und rechne den Amp mal durch -> laut Originalschaltplan. Das wollte schonmal jemand bei Musikding machen, wurde aber glaub ich nie fertig.
Mit dem OT muss ich zugeben, hab ich mich ziemlich verguckt. Ich habe immer an 5k gedacht beim Princeton. Weiß auch nicht warum. Werd wohl doch auf Hammonds umsteigen müssen. Oder ich schließe sekundärseitig ne falsche Last an, wobei ich das erstmal mit dem Trafohersteller abklären will. Netztrafo kann ich auch noch ne Nummer kleiner nehmen mit 2*230V -> ca. 300VDC

Vielen Dank für das PDF, werde das sicherlich gebrauchen.

Zitat
Mit diesem Rat ist der Thread für mich zu Ende.

Das finde ich sehr schade. Vielleicht schaltest Du Dich ja nochmal ein, wenn ich ein paar Berechnungen gepostet habe. Ich glaube es gibt viele Leute hier, die Dein Wissen sehr zu schätzen wissen und gerne von Dir lernen würden!

Viele Grüße aus England,

         Christian

Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Kpt.Maritim am 19.08.2007 16:01
Hallo

Ich würde nicht den Gitterableitwideratand durch die Gitarre ersetzen, also C1 wqeglasen, was ist, wenn da drinne ein C verbaut ist? Oder wenn jemand eine Tretminde dafor schaltet mit einem C als Abschluss, oder wenn jemand eine aktive Gitarre hat? Was soll dieser Blöde Schalter (deutsches Wort für "Switch") aüberhaupt? Detlefs klampfomat ist für Mundharmonikas und damit für Kristallmikros, die klingen je nach Eingangswiderstand deutlich verschieden. Und so einen Schalter habe ich da nicht verbaut, und hätte mich aus sehr gehütet es zu tun. Mit Kondensator C1 ist es nicht anders, man belese sich zum Thema Blindwiderstände (selbst die Wikipedia reicht aus) und auch zur Reihenschaltung, die bekanntlich schwer durchschaubar ist, ehe man weiter fragt.

Rechne mal den Siebfaktor durch. Es ist mir total egal ob Fender sowas vebaut hatte oder nicht, wenn es brummt, brummt es. Da wird auch der gute alte Leo nichts dran ändern können. Vor 50 Jahren war Sienkapazität teuer und Herr Fender wollte wie alle Firmenbesitzer erstrangig Geld verdienen, sonst hätte er seinen Radioladen nicht verlassen zu brauchen.

Mensch mach es dir nicht so schwer, verballere im netzteil überzählige Spannung und behalte deinen 5k Übertrager drinne. Das erhöht den Siebfaktor und schon die Röhren gleichermaßen.

Es tut mir nicht leid, wenn du jetzt böse des schnippischen Tones wegen bist. Lese bitte mal folgenden Thread:
http://www.tube-town.de/ttforum/index.php?topic=5764.0 (http://www.tube-town.de/ttforum/index.php?topic=5764.0)

Warum soll mein Wissen dir ersetzen, was du leichtestens nachlesen oder ergooglen kannst. Ich helfe gerne, wenn du was in den Büchern nicht verstehets, oder wenn es zu einem Schaltungsdetail überhaupt keine Erklärung gibt. Und viele andere helfen bestimmt auch gerne mit ihrem Erfahrungswissen, aber ein bisschen Mühe selbst an Wissen zu kommen, kannst du dir schon geben. Bitte keine Haltung alla: "Geil der weiss das, den frage ich jetzt so lange, bis ich das auch weiß."


Viele Grüße und viel Erfolg,
Martin
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Joachim am 19.08.2007 16:37
Hallo, Christian,

zu Deiner Beruhigung, ich habe nicht den Eindruck, dass Du der Sache nicht gewachsen ist. Du hast Dir doch einiges an sinnvollen Gedanken um den Amp gemacht und stellst meiner Meinung nach die richtigen Fragen (die sicher zumindest nicht alle mit einer banalen Formelsammlung zu beantworten sind). Da habe ich hier im Forum wirklich schon ganz anderes erlebt. Und warum sollte ein Princeton kein guter Einsteigeramp sein? Einfacher geht's kaum und auch ein TT66-Bausatz ist nichts anderes: man hat einen Schaltplan, ein Layout und Bauteile. Der Lerneffekt ist jedenfalls größer, als nach einer Schritt-für-Schritt-Anleitung Teile zusammenzusetzen, die aussehen, wie Lutschbonbons und von deren Funktion man keinen blassen Dunst hat ;). Malen nach Zahlen macht keinen großen Künstler. Und wer keine Fragen hat und schon alles weiß, braucht schließlich auch dieses Forum nicht.

So, ich hab mir deinen Frage erstmal ausgedruckt und samt den beiden Plänen mit in die Badewanne genommen ;). Also gehen wir's mal an:

zu 1) Zunächst mal hat eine direkt geheizte Gleichrichterröhre meiner Erfahrung nach keine Nachteile im Hinblick auf ein akustisch wahrnehmbares Brummens. Mein Pro mit direkt geheizter 5U4GA ist z.B. sehr nebengeräuscharm.

Pin 3 und 4 verbinden würde ich nicht, denn Du musst die Heizung nicht zwingend auf die Hochspannung beziehen, da die EZ80 laut Datenblatt eine maximale Spannungsdifferenz zwischen Heizung und Kathode von 500V zulässt. Trotzdem müssen beide Spannnungen (Heizung und Hochspannung) auf ein gemeinsames Potenzial bezogen sein, damit Du die max. Spannungsdifferenz von 500V garantieren kannst. Ohne diesen Massebezug "schwimmt" die Heizung und es können auch höhere Potenziale entstehen. Du brauchst übrigens keine zweite Heizwicklung und könntest die EZ81 sogar über die gleiche Wickung wie V1 und V2 heizen.

zu 2) So würde ich die Schalter jedenfalls nicht einbauen. Ohne Bypass-Cs dürfte der Amp ziemlich lasch klingen. (Ich habe allerdings gerade mit Erschrecken festgestellt, dass das im Princeton so original ist :o). Aber eine interessante Option könnte sein, zwischen den hohen Bypass-Cs (25µ) und kleineren Werten (so um die 680n-2µ) umzuschalten. Das kann bei hoch aufgedrehtem Amp die u.U. ziemlich wummernden Bässe unterdrücken. Relaliseren kann man das über einen Push-Pull-Poti, dann fällt das kaum auf. Ist halt teurer wie ein Miniswitch.

Am Eingang würde ich einen 1M-Widerstand verwenden und gut isses. Den Low-Input wirst Du kaum benutzen, wenn Du kein Jazzer bist ;D. Zu C1: ohne klingt auf jeden Fall besser, egal wie groß Du den C auch machen würdest. Wenn Du aus Sicherheitsgründen nicht verzichten willst, nimm 100nF. Der 1M sollte aber (auch) vor dem Kondensator sitzen (Gitterableitwiderstand nicht vergessen).

zu 3) Den Sekundärstrom der Hochspannung hast Du richtig überschlagen. Eine flinke 100mA-Sicherung ist sicher okay, die hält dann auch, wenn Volume auf Rechtsanschlag ist und die Endstufe fern jeden Arbeitpunktes eher ein schönes Rechteck, als eine Sinusspannung rausbringt.

zu 4) Okay, das sind jetzt eher Fomelsammlungs-Grundlagen ;). Den Primärstrom ermittelst Du über die Leistung. Rechne Dir die sekundären Einzelleistungen aus und addiere sie. Bei einem idealen Trafo (keine Verluste) ist Primärleistung = Sekundärleistung. Also nimm die Sekundärleistung und teile sie durch 230V, dann kennst Du den Primärstrom. Dann kannst Du noch den Wirkungsgrad deines Trafos einrechnen, bei Nennlast liegst Du mit 90% ganz gut, zur Sicherheit nimm 80% an. Wenn Du das ausgerechnet hast, kennst Du deinen Primärstrom. Soweit die Theorie...

Damit wären wir eigentlich fertig, wäre da nicht der sehr hohe Anlauftrom des Trafos. Den muss die Sicherung auch abkönnen (zumindest für kurze Zeit), so dass Du die Sicherung ordentlich überdimensionieren musst. Fender hat hier beim Princeton T2A bei 115V verwendet, also wären das bei 230V T1A. Du kannst auch mal testweise kleiner gehen, wenn die Sicherung beim Einschalten dann manchmal rausfliegt, war sie unterdimensioniert ;D.

zu 5) Bei den kleinen Amps hat Fender gerne die Drossel vor die Anode plaziert. Das hat den Vorteil, dass die Anode schon mit der - durch die Drossel - besser gesiebten Hochspannung versorgt wird. Das funktioniert, aber ein Schirmgitterwiderstand sollte heutzutage schon aus Sicherheitsgründen Pflicht sein. Dazu findest Du hier über die SuFu sicher einige Diskussionen zum Thema. Ansonsten kannst Du natürlich auch über einen Spannungsteiler die passende Schirmgitterspannung einstellen.

zu 6) Ja, eine Drossel lässt den Amp direkter ansprechen, der Sound wird definierter und stabiler (neudeutsch tighter ;D), weniger schwammig, vor allem im Bass. Wie Du ganz richtig erkannt hast, liegt das vor allem niedrigeren Innenwiderstand der Drossel und den damit reduzierten sag-Effekt (der ohnehin nur bei hoher throttle position zum tragen kommt). Hier muss man entscheiden, was man will. "Sag" oder eben einen definierteren Sound. Zur Stabilität des Netzteils Ich würde bei dieser Art Amp nach der Drossel (bzw. R11) vielleicht auch etwas höher gehen, aber nicht weiter als 15µF. Es soll ja keine Nu-Metall Monster werden ;D.

zu 7) Jan sagt max DC 60 mA, approx 6 W. Nun, da würde ich Dir mal das rechnen überlassen ;).

zu 8.) Wieso eine zu hohe Heizspannung? Ist der Trafo so sehr überdimensioniert? Aber schau mal, ob Du zusammen mit der EZ81 nicht eine Heizwicklung auslasten kannst. Heizspannung verbraten ist so eine Sache. Das erhöht eigentlich nur die Temperatur im Chassis 8). Aber bei der Hochspannung liegst Du doch auch zu hoch, wie Martin schon schrieb. Schau vielleicht einfach mal nach einem passenderem Trafo. Danach anhand der Spannung nochmal den Arbeitspunkt für die Endröhre überprüft und alles wird gut.

9) Ich habe einen Jensen Neodym 100W in einer 1x12er Box, der klingt auch leise mit verschiedensten Amps sehr gut. Von daher wäre das kein Kriterium für mich.

10) Mit den paar Bauteilen geht das Zeichnen auf Papier wahrscheinlich schneller. Ansonsten hat Rockopa58 mal eine Bibliothek gebaut. Schau mal im Musikding nach. Da sollte einiges darüber zu finden zu sein.

Zum Thema Gegenkopplung: Probiere einfach aus, was Dir besser gefällt, keine GK, 22k oder irgendwas anderes. Meine Erfahrung mit dieser Art Gegenkopplung ist jedoch, dass sie ziemlich wirkungslos ist und wie Martin schon schrub, mit Bypass C nicht funktioniert. Schau mal die Schaltung im TT-66 an, die zeigt, wie es theoretisch geht. Aber wie gesagt, mit geringer bis nicht wahrnehmbarer Wirkung.

Puh, das war schon einiges. Nächstes Mal wartest Du aber nicht so lange mit deinen Fragen ;D

Grüße nach UK,
Joachim


Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Kokomoking am 19.08.2007 16:46
Hallo Martin,

danke für deine Antwort. Tschuldigung für die englischen Begriffe; ich wohne seit mehreren Wochen in England und das färbt langsam ab.
Mit dem Schalter am Eingang wollte ich 1M von Signal auf Masse einfügen können. Also einen Eingang aber immer noch die Option High/Low -Input. Wenn C1 jetzt da ist, geht das nicht mehr. Dass du keinen Schalter verbaut hast, ist mir klar.

Dem Thread über die Verhaltensweise in diesem Forum stimme ich definitiv zu. Ich glaube, Du hast einen falschen Eindruck von mir bekommen. Meinen ersten Beitrag heute habe ich geschrieben, damit der Thread nicht untergeht und ihn vielleicht interessierte Leute nicht vergessen. Joachim hat ja schon nachgefragt. Deswegen hab ich mal den Stand der Dinge meinerseits aufgezeigt. Die Flut der Antworten daraufhin hat mich selber überrascht. Wie ich z.B bei der Sicherungsdimensionierung anmerkte, will ich mich da erst selber umschauen. Ich denke, dass krieg ich hin. Du kannst beruhigt sein, ich versuche mir so viel als möglich vom Internet rauszusuchen. Die üblichen Verdächtigen hab ich schon gefunden. Wenn Zeit ist, werd ich mir mal die gescannten Bücher im Intenet reinziehen. Da gibts ja einiges zum Lesen.

Zitat
"Geil der weiss das, den frage ich jetzt so lange, bis ich das auch weiß."

Das kenne ich nur zu gut aus diversen Prüfungen an der Uni...Leute die mit einem lernen wollen und ganz unvorbereitet ankommen...Naja, bis zur Diplomprüfung haben es diese meist nicht geschafft  :devil:

Du hast mir mit Deinen Beiträgen geholfen, die richtigen Themen zu finden, die ich mir genauer anschauen muss. Z.B. C1. Das ist super. Ich kann mir gut vorstellen, dass manche Neulinge überhaupt nicht wissen, wo sie anfangen sollen zu suchen. Ich habe versucht, nur Fragen zu stellen, wo ich nicht weiterkomm' z.B. die ganze Geschichte mit der Eingangssektion. Bei Aikenamps gibts ja ne schöne erklärung zu der normalen Beschaltung, aber wie sich die Impendanz mit C1 berechnet, ist mir unklar. Ich werde versuchen, eine Seite/Buch zu finden, die das behandelt.

So, ich muss jetz aber wirklich in die Arbeit. Mehr zu meinem Verstärkervorhaben dann später.

Viele Grüße und dankschee,

    Christian, der, der nicht fragt, wie man den Bias bei Marshall einstellt   :devil:
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Kokomoking am 19.08.2007 16:57
Hallo Joachim,

danke für deinen ausführlichen Beitrag. Da geh ich doch gleich mit einem anderen Gefühl aus dem Haus. Ein bißerl deprimiert hat es mich schon, -meiner Meinung nach - falsch eingeschätzt zu werden. Bin doch gaaaaaanz lieb und will keinen ansäuern  ::)
Nein, aber im Ernst, ich werde mir hoffentlich über die nächsten Tage Zeit(Wochen) nehmen können, die letzten Fragen aus dem Weg zu räumen.
Wegen Layout: Im Musikding hab ich noch nix gefunden (außer den DIY creator). Danke für den Tip mit Rockopa -> da werde ich mal ein Inverssuche machen!

Cheers,

 Christian
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Joachim am 19.08.2007 20:04
Hi Christian,

mach Dir mal keine Gedanken. Man muss auch noch fragen können, ohne dass man gleich eine "Konsumhaltung" vorgeworfen bekommt. Was wäre so ein Forum ohne Frage? Verdammt ruhig würde ich sagen ;D. Klar gibt es mehr als genug Beispiele, wo der eine oder andere sich das Leben leicht macht und fragt, bevor er sein Gehirn einschaltet bzw. ohne sich vorher mal schlau zu machen. Oder eben nicht mal ansatzweise das Thema Sicherheit berücksichtigt. Aber diesen Eindruck hatte ich in diesem Thread noch nie.

Hier der Link zu den Thread mit den Bibliotheken:

http://forum.musikding.de/yabbse/index.php?topic=3392.0 (http://forum.musikding.de/yabbse/index.php?topic=3392.0)

Leider sind mittlerweile die ganzen Anhänge gelöscht worden. Frag am besten mal Peter direkt.

Grüße,
Joachim
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Kpt.Maritim am 19.08.2007 23:17
Hallo

Wenn ich mich verschätzt habe tut mir das sehr leid. Joachim hat dir viele sehr tolle Ratschläge gegeben. Auch wenn ich manche seltsam finde, wie zum Beispiel, dass die Drossel Einfluss auf den Bass haben soll. In Klasse A ist das kaum zu erklären. Einen Einfluss auf den Klang konnte ich bei meinen Verstärkern durch den C1 noch nie feststellen, aber vielleicht habe ich Watte in den Ohren  O0

Was Joachim über die 100mA Sicherung geschrieben hat, verstehe ich nicht ganz.. Der Verstärker ist Klasse A, da fließt immer der selbe Strom demnach wird auch die Sicherung immer gleich belastet, egal wie du hackst.

Heizspannung kann man auch verbraten ohne die Temperatur im Chassis zu erhöhen. Dabei wird garkeine Leistung verbraten. das geht über einen Kndensator in Reihe an dessem Blindwiderstand bei 50Hz genau die erforderliche Spannung abfällt. Ich weiß nicht, ob das hier hinkommt, eventuell wird der Kondensator zu groß. Der Vorteil ist aber, dass keine Wärme erzeugt wird, da nur Blindleistung und keine Wirkleistung anfällt.

Wenn du die Gegenkopplung über den Übertrager drinnen läßt, würde ich damit es auf keinen Fall schwingt ein kleines C (mit Oszi ermitteln, ich beschreibe wie das geht, wenn bedarf ist) über dem Gegenkopllunsgwiderstand legen. Der AÜ dreht die Phase nämlich nicht sauber.

Viele Grüße
Martin


Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Joachim am 20.08.2007 08:09
:gutenmorgen:

Nur auf die Schnelle, ich muss bald zur Arbeit:

Zitat
Auch wenn ich manche seltsam finde, wie zum Beispiel, dass die Drossel Einfluss auf den Bass haben soll.

Zugegeben, da war ich gedanklich offensichtlich in Class AB unterwegs ;)

Zitat
Einen Einfluss auf den Klang konnte ich bei meinen Verstärkern durch den C1 noch nie feststellen, aber vielleicht habe ich Watte in den Ohren

Das lass ich jetzt mal unkommentiert :angel:

Zitat
Was Joachim über die 100mA Sicherung geschrieben hat, verstehe ich nicht ganz.. Der Verstärker ist Klasse A, da fließt immer der selbe Strom demnach wird auch die Sicherung immer gleich belastet, egal wie du hackst.

Einigen wir uns doch einfach darauf, dass der Stom aus aus dem Hochspannungsnetzteil, solange wir von Class A-Betrieb sprechen in erster Näherung konstant ist.

Wichtiger ist es für Christian zu wissen, dass es z.B. auch T50mA und T80mA Feinsicherungen gibt (z.B. bei ----). Zur Sicherungsdimensionierung und was dabei alles zu beachten ist, gibt's bei Littlefuse (ehemals Wickmann) ganz gute Dokumente zum Download im Web. Z.B. als Einstieg die Fuseology unter www.littelfuse.de --> Referenz-->Fortbildung.

Zitat
Heizspannung kann man auch verbraten ohne die Temperatur im Chassis zu erhöhen. Dabei wird garkeine Leistung verbraten. das geht über einen Kndensator in Reihe an dessem Blindwiderstand bei 50Hz genau die erforderliche Spannung abfällt. Ich weiß nicht, ob das hier hinkommt, eventuell wird der Kondensator zu groß. Der Vorteil ist aber, dass keine Wärme erzeugt wird, da nur Blindleistung und keine Wirkleistung anfällt.

Wie auch immer man eine Anpassung vornehmen könnte, meine Empfehlung geht dahin, mit einem korrekt dimensionierten Trafo zu arbeiten und nicht einen unpassend dimensionierten "hinzubiegen". Zumal auch bei der Hochspannung Handlungsbedarf besteht.

Grüße,
Joachim

Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Kramusha am 20.08.2007 12:04
Wenn du die Gegenkopplung über den Übertrager drinnen läßt, würde ich damit es auf keinen Fall schwingt ein kleines C (mit Oszi ermitteln, ich beschreibe wie das geht, wenn bedarf ist) über dem Gegenkopllunsgwiderstand legen. Der AÜ dreht die Phase nämlich nicht sauber.

Mich interessiert das, hab im Diciol leider nichts dazu gefunden.. Oder gibts im Radiotron was dazu? Gegenkopplung ist btw. ein sehr interessantes Thema...  ^-^

EDIT:
Denkaufgabe: Der AÜ is ja eine Spule, Strom eilt nach. Dann baut man den Kondensator ein, damit der Strom wieder gleich mit der Spannung liegt. Nur bei welcher Frequenz soll er das tun und bei welcher Aussteuerung? Ich habe gehört, dass es Probleme bei sehr starker Gegenkopplung bez. Schwingen gibt.

Ist das einen neuen Thread wert?

Lg Stefan :)
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Kpt.Maritim am 20.08.2007 16:39
Hallo

@Joachim, Danke die Sicherungsseite ist absolut toll!

@Stefan: Die Phasenschweinereien, werden durch die Wicklungskapazitäten und die Streuinduktivität verursacht. Dadurch kommt es zu Überschwingern. Diese sind wenn man den verstärker mit Dummie abschlist, über diesen ein Oszi hängt und den Eingang mit rechteck (1kHz) füttert gut zu sehen. Es sind Zacken an der linken Flanke des Rechtecks. Durch ein paralleles C von einigen pF parallel zum Gegenkopplungswiderstand werden die Peaks unterdrückt. Ehe ich mir Gedanken über das Brücken von 1N4007 Dioden machen würde, dann eher überd iese peaks. Weil sie eine echte Instabilitätd es Verstärker anzeigen. Er schwingt ja auf einer bestimmten Frequenz nach, wenn er auch nicht ununterbropchen oszilliert, weil die Dämpfung noch größer als die Verstärkung ist. Na jedenfalls untedrückt man diesen Scwhingen mit dem C, wenn man es paralle zum Gegenkopllunsgwiderstand einsetzt. Ist das C aber zu groß, dann werden die Eckend es Rechtecks zunehmend run. Deswegen testet man verschiedene Wert für Cs indem man einen Drehko einsetzt oder Bauteile wechselt. Nötig ist diese Maßnahme avber nur bei gegenkopllungen, die über den AÜ greifen. Baut man eine SChaltung nach und benutzt einen anderen Übertrager als in der Schaltung angegeben, dann muss man auch dieses C neu bestimmen. Seinen Wert im SChaltplan anzugeben, bringt nur was, wenn der Übertragertyp exakt angegeben ist.

Wenn man im Netz guckt findet man die interessantesten Sachen. Der Werden historische Schaltungen genommen und "verfeinert" Z.B. werden die Elkos und Dioden mit kleinen Cs gebrückt, da werden Kondensatormarken in der Schaltung angegeben und wer weiß was noch. Aber der Kondensator parallel zum Gegenkopllungswiderstand wird unhinterfragt übernommen, obwohl irgendein ganz anderer Übertrager verwendet wird als im Original. Das ist eindeutig Optimierung an der falschen Stelle.

Viele Grüße
Martin
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Kokomoking am 2.09.2007 22:39
Hallo allerseits,

ich versuch gerade auszurechnen, was für eine B+ ich mit meinem Netztrafo und Gleichrichter erwarten kann:

Hab dazu mal den valvewizard und das JJ EZ81 Datenblatt zur Hilfe genommen.
Hier meine Schätzung:

Mein Netztrafo TRA0201 (Wüstens) hat sekundär 230-0-230 100mA. Sagen wir mal, mein Amp braucht so 60-70mA B+ Strom. Laut JJ Datenblatt beträgt der Spannungsabfall über die EZ81 ca. 12 Volt. Daraus folgt doch 230V * 1.4142 = 325.3V - 12V= 313V. Kann ich also davon ausgehen, dass ich am ersten Kondensator eine B+ von ca. 313V hab (vorrausgesetzt Netzspannung ist 230V...)?
Wie wird sich diese Spannung nun unter Last verhalten? Da es ja ein Class-A Amp ist, sollte sich da doch eigentlich nicht viel ändern, oder?
Gut, also ich lese die Valvewizard Seite unter Punkt "Full-wave rectifiers" relativ weit unten: Da steht dann was von Series limiting resistance, die bei einem Röhrengleichrichter unbedingt vorhanden sein muss.
Das ist das erste Mal, dass ich davon was gehört habe...Geschweige denn, hab ich noch nie Widerstände in Serie zu den Anoden bei Röhrengleichrichtern gesehen. Kann mich da jemand aufklären? Auf der Valve Wizard Seite wird von Rlim gesprochen; ich nehme an, dass entspricht Rt auf dem JJ Datenblatt?

Cheers und  :gutenacht: ,

    der verzweifelte Christian
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: El Martin am 3.09.2007 08:32
Hi Christian!

Hatte ich letztens auch gelesen und mich gewundert.
"...However, the quoted resistance assumes zero source impedance, when in fact we're using a transformer which has a finite resistance. "

Der Trafoinnenwiderstand löst wohl im Betrieb das Problem. Ich gehe davon aus, das in der Einschaltphase durch die Ladekondensatoren ohne eine Strombegrenzung bei Röhrengleichrichtern ohne Softstart die sicheren Betriebsbedingunen verlassen werden.

Der Rest der Schaltung hat ja auch einen Widerstand und der sollte zusammen mit den Trafoinnenwiderstand bei richtiger Schaltungsauslegung genügen.

Das erklärt auch den Grund der max. Ladekapazität (max. Sieb-C) bei Rö.-Glr.
Zu große Lade-Cs ziehen zu viel Strom, belasten den Glr zu sehr.

Aber vielleicht hat ja noch wer was Besseres parat...

Ciao
Martin


Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Kokomoking am 3.09.2007 23:18
Hallo Martin,

Deine Erklärung macht Sinn. Wobei der "Herr Valvewizard" trotz Trafoinnenwiderstand einen Widerstand vor die Anode einsetzen will. Mmm... Ich schau nochmal in meinen Ebooks nach,ob ich da was dazu finde. Habs aber in keinem Schaltplan bisher gesehen...
Ich denke mal, dass es in meinem Fall nicht schlimm sein wird, wenn ich diese Widerständen nicht einsetze, da ich keinen Standby-Schalter einbauen will, und deshalb durch das langsame Aufheizen des Gleichrichters eine Art "Softstart/Strombegrenzung" implementiere.   :police:

Cheers,

 Christian
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: bazookajoe am 12.09.2007 22:38
hmm, wußte gar nicht daß ein princeton so kompliziert ist..

möchte mich anschließen und empfehlen nach bausatz oder standardschaltung aufzubauen und dann schrittweise alles mögliche zu probieren.
Titel: Re: Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Beitrag von: Kokomoking am 6.12.2007 20:54
Hallo Allerseits,

ich wollt nur mal wieder was von diesem Projekt hören lassen. Ich hab mich entschieden, dass es kein Princeton werden soll, sondern ein Fender Deluxe pre-5E3.
Ich hab dafür einen eigenen Thread aufgemacht:

http://www.tube-town.de/ttforum/index.php?topic=6833.0 (http://www.tube-town.de/ttforum/index.php?topic=6833.0)

Schaut doch mal vorbei!
Danke für Eure bisherigen Antworten. Ich bin mir sicher, dass ich einen Princeton bauen werde, nur eben ein bißerle später  ;)

Schönen Abend noch,

        Christian