Tube-Town Forum
Technik => Tech-Talk Effekte => Thema gestartet von: DocBlues am 13.01.2009 19:28
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Hallo an alle,
die Ihre Amps nicht nur ganz puristisch betreiben, sondern auch das eine oder andere Effektgerät vorschalten oder im Effektweg des Amps einsetzen.
Bereits ein Effektgerät ohne True Bypass (z.B. Boss, Ibanez u. viele andere, auch teure Geräte) kann das Gitarrensignal deutlich beeinträchtigen. Mehrere Effektegeräte oder gar ein ganzes Effektboard ruinieren zumeist nicht nur den Pegel, sondern auch Dynamik, Details und Frequenzumfang des Signals.
Selbst wenn man True-Bypass Geräte verwendet, leidet das Signal häufig durch Patchkabel und Übergangswiderstände an den Ein- und Ausgangsbuchen. Aber auch intern sind viele Geräte so aufgebaut, daß das Signal auch bei ausgeschaltetem Effekt leidet.
Da hat man also mit viel Liebe seinen Röhrenamp auf besten Sound (Details, Dynamik, Ansprache auf Spielweise) getrimmt, die Gitarre ist besten in Schuß und dann ruiniert man sich das Ganze mit einer Effektgerätekette.
Nun gibt es ja einige Produkte, die dieses Problem lösen sollen und es zudem teilweise erlauben, Effekte zu Gruppen zusammenzufassen.
Als Hersteller solcher Switcher Geräte fallen mir Lehle, Carl Martin, und Tonebone ein.
Allerdings scheinen nicht alle Geräte zu halten, was sie versprechen. Signalverluste, Knackgeräusche beim Schalten usw. scheinen gar nicht so selten zu sein.
Wer von Euch hat Erfahrungen mit solchen Switchern gemacht und mit welchem Ergebnis ?
Ich freue mich auf Euere Feedbacks,
Gruß,
DocBlues
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Hallo Doc.
also der TRIPLE X von Ollmann ist gut, oder alternativ Toadworks.
findest Du unter www.blueguitarmusic.de Infos.
Gruss Saitenerwisch
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Lehle sind erste Sahne ... in allen Belangen!
Ich hab den D.Loop (1 alter und 2 neue) und auch den Dual ... ach ja, und den p-Split.
Es git nix besseres!
Ach ja, den Carl Martin Octa-Switch kann ich auch empfehlen, wenn es mmehr als 2 Effekte zu schalten gilt und man kein MIDI mag. Hab da auch keine Einbussen festegstellt. Wie er sich auf Dauer auf der Bühne macht, kann ich allerdings nicht sagen, da ich ihn bisher noch nicht außerhalb dabei hatte. Daheim ist er allerdings schon seit einem halben Jahr im Einsatz und macht sich gut!
mfg
Häbbe
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Hi
Interessantes Thema! Ein Amp alleine ist ja noch nicht unbedingt eine vollständige Gitarrenanlage...
Ich benutze seit langem ein Kitty Hawk Midi Patchbayette. Funktioniert eigentlich bestens. Die Signalqualität ist nicht ganz einfach zu beurteilen. Einen negativen Einfluss habe ich aber noch nie bemerkt.
Der Traum wäre dasselbe in Blau, also von Skrydstrup. Und ja, das Rocktron Patchmate gibt es in einer neuen Version. Das dürfte ein interessantes Teil sein...
Du denkst aber eher an eine Lösung fürs Pedalboard, oder? Da würde mir auch Lehle als erstes in den Sinn kommen. Im G&B kamen vor kurzem die G-Lab Teile ganz gut weg. Die sind auch sehr erschwinglich.
Gruz
Yves
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Lehle sind erste Sahne ... in allen Belangen!
Ich hab den D.Loop (1 alter und 2 neue) und auch den Dual ... ach ja, und den p-Split.
Es git nix besseres!
Ich habe auch einen, den ich seit einigen Monaten auf meinem Effektboard nutze. In einem Loop habe ich die Z-Vex Box of Rock. Der Loop war hier nötig, weil man die Box of Rock ja nicht schalten kann, ohne dass es kracht und ploppt - aber das scheint wohl bei Z-Vex Geräten akzeptabel zu sein ... Im zweiten Loop habe ich den Tuner, weil ich festgestellt habe, dass er direkt im Signalweg doch den Sound negativ beeinflusst.
Viele Grüße
Stephan
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Also, die Lehle-Teile kann ich uneingeschränkt empfehlen, für denjenigen der nicht auf's Geld schauen muss.
Deswegen hab ich mir meinen Looper selber gebaut.
Das mit dem Knacken ist ein Problem bei TrueBypass Geräten. Das Problem ist da aber meistens nicht der Looper/Switch selber, sondern die Geräte davor bzw. dahinter. Ich habe einen Looper für einen Basser gebaut, der mit dem Jamman unterwegs ist. Mit Jamman knacks ganz fürchterlich, ohne nicht. Problem ist die Eingangsbeschaltung des Jamman. Gelöst habe ich das Problem mit einem kleinen aktiven Puffer.
Das ist aber dann schon Customshop.
Es gibt natürlich Möglichkeiten mit Halbleitern das Knacken zu unterdrücken (MOS-Schalter, Halbleiterrelais), alelrdings hat man dann evt. Soundeinbußen. Da muss sich jeder selber entscheiden, was ihm wichtiger ist.
Ich bleib bei echtem TrueBypass... ;D
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Hallo
und erst einmal vielen Dank für Eure Beiträge. Lehle scheint ja tatsächlich ohne jede Einschränkung richtig gut zu sein. Von den Carl Martin Swichern (Octa Switch) habe ich bislang schon unterschiedliche Meinungen gehört - von sehr positiv bis hin zu mäßiger Einstufung wegen Beeinträchtigung des Signals und Schaltgeräuschen. Allerdings kann man bei Carl Martin ja mehr Kombinationen von True Bypass Loops schalten als bei Lehle.
Hat von Euch jemand Erfahrungen mit Tonebone ? Die True Bypass Switcher von denen liegen ja etwa im gleichen Preissegment wie Lehle - by Harmony Central kommt Tonebone allerdings gar nicht so gut weg - im Gegensatz zu Lehle.
Wer von Euch verwendet denn mehrere Lehles zusammengeschaltet und über MIDI angesteuert ?
Eine generelle Schwachstelle im Effektweg sind nach meiner Erfahrung auch die allermeisten Patchkabel, die trotz geringer Länge häufig erheblich Details schlucken. Es geht eben bei den Kabeln doch um mehr als nur um den Einfluß der Kabelkapazität. Was verwendet Ihr denn da? Ich habe mit den simplen bunten Patches z.T. dramatisch schlechte Erfahrungen gemacht. Halbwegs passabel scheinen mir die Planet Waves Patches zu sein - allerdings auch reichlich teuer.
Gruß,
DocBlues
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Morgen !
Ich hatte von DMC (Digital Music Corp., heute Voodoo Lab) mal einen Audio Switcher. Der schaltete die Pedale im Rack als auch das 19" Hall/Delaygerät.
Außerdem switchte es per Midi die Kanäle meines Amps. Das alles steuerte ich mit einer Rocktron Midileiste um die 1000 Moglichkeiten auch per Fuß abrufen zu können. Das war ein aufwendiges und kostenspieliges System, welches ich nach 3 Monaten wieder verwarf. Zu viele Kabel, zu viele Komponenten, zu viele Fehlerquellen. Der Auf- und Abbau war auch zu zeitaufwendig.
Heute mache ich alles mega einfach. Wichtig sind gute Kabel, ich benutze George L. Patchkabel und Planet Wave Gitarrenkabel. Um die (fast) unumgänglichen Soundveränderungen/Verluste durch Non-True Bypass Pedale gleiche ich mit einem guten Booster (Xotic RC) am Anfang der Kette aus.
Die Stromversorgung erfolgt über den (leider teuren) Voodoo Lab Pedal Power.
Ich versuche zu vermeiden, zusätzliche Looper in mein Board zu integrieren, ich halte es lieber (möglichst) klein und sauber ;-)
Von den Lehles höre ich aber auch viel gutes. Die Teile von Carl Martin oder Voodoo Lab sind mir einfach zu groß und klobig.
Beste Grüße Alex
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Servus,
ich mach das ähnlich Alex...so einfach wie möglich:
Ganz am Anfang der Kette hab ich einen Danelectro EQ sitzen, der keinen true bypass besitzt,
mir aber die Kette relativ schadfrei buffert. Im On-Zustand erfrischt er und boostet er so manchen matten
Clean-Kanal.
Einen true-bypass-Schalter von Ollmann hab` ich nur für mein CryBaby, das ich wegen dem dort schwachen Schalter auf schwachem Board (der Schalter braucht enorm viel Druck und das Board gibt nach) immer eingeschaltet lasse und nur per bypass-Schalter in die Kette integriere.
Im Gegensatz zu Alex meine ich, dass das Buffern eher für mehrere Geräte in der Kette mit tru bypass
nützlich ist, da dann die Abschwächung des Signals bei länger werdenden Leitungen durch Buffern vernachlässigbar wird.
Das Xotic RC von Alex hat mich zu dem Video bei diesem Anbieter gebracht:
http:// www. musik-service.de/xotic-rc-booster-prx395764676de.aspx
Die Anordnung von dem Typen hab´ ich auch noch nicht gesehen (Schublade und vieles mehr).
Ich bin da eher noch konventionell und hab´ zur wirklich 9-fachen, brummfreien Stromversorgung (jew. 9 V) ein Board von SKB. Wie gesagt, das Board ist zu weich für den Schalter des CryBaby.
Auf besondere Patch-Kabel hab` ich bisher in Anbetracht der Bufferung noch nicht so viel wert gelegt.
Zufälligerweise habe ich mal Dirks Bügelkabel oder ein Sommerkabel als Gitarrenkabel zur Verfügung.
Der Typ in dem Video meint ja, das Gitarrenkabel sollte nach seinem Geschmack möglichst kurz für Liveanwendungen sein! Meine sind jetzt praktikablerweise immer 6 m lang...da ändere ich auch nix!
Das Video ist schon recht interessant...natürlich auch Werbung...jetzt aber mal egal!
Das Xotic-Teil ist ja schon ein Tausendsassa!
Nochmals zu true bypass: ich hab` eigentlich kaum Geräte, die ich von ihrer Funktion her mag und die die Kette mangels true bypass wirklich negativ beeinflussen.
Ein Gerät, das aber beides erfüllt ist mein Rocktron Big Trush Compressor. Der beeinflusst wirklich merklich im bypass
das Signal.
Dem hab ich in etwas fummeliger Arbeit einen true bypass vom Musikding verpasst und schon passt` s ;D.
Schöne Grüße
da Woifi
PS: Wer weiß jetzt noch, welches Rotation-Teil auf dem Video-Board installiert ist...ich kann`s nicht erkennen.
Ich hab` das Option 5 Destination-Rotation und bin eigentlich ganz zufrieden...dennoch hab` ich das Teil auf
dem Video-Board noch nie gesehen. Umlackiert hat der das wohl auch noch ;D.
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Hallo,
da ich in meinen Gitarren einen Buffer mit einem FET und sehr, sehr guten Bauteilen habe, ist der Ausgang der Gitarre niederohmig . Trotzdem spielt nach meiner Erfahrung die Qualität der Kabel und insbesondere auch der Patch-Kabel eine sehr große Rolle. Ich habe gerade vorhin nochmal ein paar Tests mit zwei einfachen Setups:
1. mit einem Eigenbau-Overdrive mit True Bypass und penibelster Verkabelung des True Bypass (Sehr gute Buchsen und dazwischen Teflon Kabel).
2. Mit einem alten Boss CE2 Chorus mit Bauteil- und OP-Amp Upgrade, wobei im Bypass ein Buffer-Transistor und 2 OP-Amp-Stufen liegen. Im Vergleich zu einem Boss-Effekt ab Werk ist das Teil im Bypass fast transparent und färbt nur noch minimal.
In beiden Fällen vom niederohmigen Gitarrenausgang mit Sommer Spirit Kabel in das jeweilige Gerät (wie vorstehend) und dann mit Patch-Kabel in den Amp.
Als Patch - Kabel habe ich getestet:
a.) 60 cm Planet Waves
b) 100 cm Vovox
c) 15 cm No-Name Patchkabel
Erstes Ergebnis: Die Unterschiede zwischen den Kabeln deutlich größer als zwischen den beiden verschiedenen Setups (TrUe Bypass Overdrive bzw. Boss Bypass mit Bauteile Upgrade).
Zweites Ergebnis:
a) 60 cm Planet Waves: Leichte Beeinträchtigung der Details in Mitten und im Höhenglanz. Geringfügig reduzierte Ansprache beim Spielen. Der Sound wird insgesamt etwas "smoother", was hinter dem Overdrive durchaus angenehm sein kann. Ein zweiter Test mit 2 60 cm PW Kabeln führte für meinen Geschmack schon zu zu deutlicher Reduzierung der Ansprache und der Auflösung (reduzierter Bass-Punch, unklare Mitten, Glanz in den Höhen fast weg).
b) 100 cm Vovox; Keine Beeinträchtigung der Ansprache, der Details und des Höhenglanzes.
c) 15 cm No-Name Patch: Schlechte Ansprache beim Spiel, mäßige Detailauflösung.
Fazit: Selbst bei niederohmigem Gitarrenausgang (und damit auch hinter einem ggf. am Anfang der Effektkette eingetzten externen Buffer) ist der Einfluß selbst eines Patch-Kabel merkbar und selbst 15 cm eines schlechten Kabels können den Sound schon richtig nach unten ziehen. Am deutlichsten fallen mir die Unterschiede in der Ansprache auf. Feinheiten des Anschlags kommen nur mühsam rüber, der "Spielwiderstand" steigt merklich.
Ich würde sagen, das 3 - 4 kurze (15 cm) Planet Waves Kabel (Zweierpack für 29 Euro) im Signalweg noch akzeptabel sind, die 15 cm No Name Patches finde ich schon als einzelnes Kabel inakzeptabel. Vovox hat bei der Transparenz der Signalübertragung die Nase vorn, allerdings finde ich 39 Euro für ein 30 cm Patchkabel auf einem Pedalboard doch schon sehr extrem.
Dazu sollte ich anmerken, daß ich die Vovox-Ausgabe an anderer Stelle nicht gescheut habe. Für meinen Bass nehme ich nur noch Vovox (der Punch ist unschlagbar, die Ansprache grandios, der Spielwiederstand minimal) und beim Recording-Equipment verwende ich ebenfalls Vovox.
Die wirklich befriedigende Lösung habe ich noch nicht gefunden. Von Klotz gibt es auch kurze Patch-Kabel im Preisbereich von Planet Waves. Die konnte ich aber noch nicht ausprobieren.
Bei einer Gitarre mit guter Ansprache und einem sensitiven Amp schlagen die Unterschiede - finde ich - schon deutlich durch. Vielleicht ist das Fazit ja auch, daß man sich ein Effektboard im Stil von Pete Cornish zusammenbauen sollte und den ganzen Patch, Buchsen und Bypass-Ärger komplett umgeht. Allerdings habe ich den Aufwand bislang gescheut.
Vorschalteffekte und Effektboards sind irgendwie doch Stressboards.
Was ist Eure Meinung dazu ?
Gruss,
DocBlues
DocBlues
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Servus Doc,
ich hab` ja jetzt nicht unbedingt besonders gute Kabel im Board...das kommt halt dann als nächstes.
Danke für den Aufschluß!
"Stressboard":
Kurz und bündig: es gibt nichts besseres ;D!
Schöne Grüße
da Woifi
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Hallo,
@Alex: Wo hast Du denn die George L Patchkabel gekauft ? Hast Du diesen Set zum selber Konfektionieren bestellt ? Gibt es die George L Patches auch einzeln - damit man erstmal mit überschaubarem Risiko testen kann ?
@Alle: Ich habe aus älteren Beständen noch zwei Kabel, die auch ohne Lötverbindung konfektioniert werden. Die sind eher durchschnittlich, was aber natürlich auch am Kabelmaterial selber liegen kann. Bei Thomann habe ich einen Set zum selber konfektionieren von Planet Waves gefunden. Allerdings bin ich von dem PW-Kabelmaterial nicht wirklich überzeugt. Die Klinkenstecker mit der Feder sind dagegen clever gemacht.
Gruß,
DocBlues
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Hi Doc,
die George L. habe ich bei Ulis Musik in Köln gekauft. Du schneidest Dir einfach die benötigte Kabellänge zurecht und bringst sie am Stecker an.
Es gibt sowohl gerade als auch gewinkelte Stecker. Preise habe ich nicht mehr im Kopf. Wenn Du erstmal ein Kabel testen willst, musst Du Dir logischerweise 2 Stecker und ein bisschen Kabel dazu kaufen.
Vovox ist echt teuer. Aber ich werde es wohl mal testen. Ich habe letztes Jahr meterweise Kabel entsorgt nachdem ich feststellen musste, wieviel Ton die schlucken ....Klotz fand ich am schlimmsten.
Planet Waves sind ein guter Kompromiss.
...ach ja, ein bisschen positiver Stress kann nicht schaden. Musik is' schließlich kein Picknick
Beste Grüße Alex
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Hi together,
ich nehm mir lieber ein gutes flexibles Gitarrenkabel, z.B. von Sommer, als Meterware ... und dazu die guten Neutrik Klinkenstecker, gewinkelt oder gerade, je nach Platz und Effektkiste ... und dann wird selber gelötet.
Wenn ich mir anschaue, was diese Edelkabel so kosten ... das ist mir die Selbstlöterei allemal wert. Und besser als mit den Neutrik-Steckern und richtig gutem Kabelmaterial klingt garantiert auch kein konfektioniertes Patch-Kabel ...
Der einzige Nachteil ist, das die Neutriks etwas klobig sind. Aber wenn man einigermaßen geschickt verlegt und plant, dann geht das auch.
Ich hatte schon die tollsten Erlebnisse mit Edelkabeln (nicht nur Patchkabel) ... schlampig gelötet (z.B. Kalte Lötstellen, einzelne Fasern der Schirmung hingen weg, ...), schlampig verarbeitet ... den Vogel schossen Monster-Kabel ab: da hab ich mal mit dem Verkäufer zusammen testweise eins im Laden direkt aufgeschraubt ... der blanke Horror! Und das für ca. 80 Euro pro Kabel!
Lustig ist auch oft, wie manche Leute ihre Kabel auf dem Pedalboard verlegen ... da werden DC-Kabel, AC-Kabel, 230V und NF wild durcheinenadner, übereinander, mehrfach kreuzend usw. verlegt ... und dann wundern sich doie Leute, wenn es brummt, zischelt, knistert usw.
Eine sauber getrennte Verlegung vermeidet auch einiges an Soundverlusten!
Gruß
Häbbe
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Hallo,
es ist sicher richtig, daß Preis und Verarbeitung/Qualität nicht selten in eklatantem Mißverhältnis stehen. Das gilt aber ja nicht nur für Kabel. Ich habe jetzt noch mal etwas in Sachen "George L" recherchiert und auch das Planet Waves System zum selber konfektionieren angeschaut. Für George L spricht eindeutig der minimale Platzbedarf, die Soundverluste scheinen gering zu sein. Unterschiedliche Erfahrungen gibt es wohl zur Dauerhaftigkeit der (lötfreien) Verbindungen. Für Planet Waves sprechen die Stecker mit der Klemmfeder und das noch etwas einfachere Konfektionieren. Die Kabelqualität bei PW würde ich etwa wie beim Sommer Spirit einstufen.
Wir sind mit dem Patchkabelthema ja etwas von "Lehle & Co." abgekommen. Allerdings braucht man ja auch bei den Switchern Patchkabel und zwar immer mindestens eins pro Loop mehr als ohne Switcher. Angenommen man hat zwei Effektgeräte (jeweils eins in den beiden Lehle-Loops), dann sind das zusätzlich 4 Patchkabel und 8 Klinken-Steckverbindungen. Ohne Switcher wären es nur ein Patchkabel (zwischen den beiden Effekten) und nur 2 Steckverbindungen. Gerade bei Switchern schlägt also die Qualität der Patchkabel besonders durch. Die Verhältnisse ändern sich natürlich, wenn man mehr Effekte in den Loops hat.
Ich werde demnächst mal zusehen, daß ich George L teste - im Vergleich zu Planet Waves und Vovox. Früher oder später wird dann aber wohl ein Lehle dazukommen.
@Alex: Hast Du bereits Kontaktausfälle bei Georde L erlebt oder ist das System auch im Dauereinsatz (on the road) voll verlässlich.
Gruß,
DocBlues
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Guten Morgen !
Man muss die Kontakte der George L. ab un an überprufen, d.h. die Rändelschrauben festdrehen.
Das mache ich fast schon automatisch sobald ich mal ein Pedal auswechsele. Ansonsten sind die Kabel bei mir im Dauereinsatz.
Ich habe immer noch ein paar Ersatzpatches dabei und eine Zange, für alle Fälle.
Ich finde die Idee genial, obwohl ich zugegebenermaßen anfangs etwas skeptisch war.
Bin gespannt auf Deinen Vovox/Planet W. Vergleich.
Lieben Gruß Alex
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Hallo Alex,
ich habe gerade versucht, George L Patchkabelkomponenten bei Musik Produktiv zu bekommen. Dort läuft George L allerdings aus. Das wird mir jetzt - glaube ich - zu kompliziert. Was nutzt einem ein System, wenn es nur schwer verfügbar ist. Ich habe mal einen doppelseitigen Klinkenadapter von Planet Waves betellt, also eine Verbindung mit zwei Steckern und ohne Kabel. Ich hoffe, daß das Teil etwas flexibel ist, um Winkelunterschiede zwischen verschiedenen Gehäusen auszugleichen. Damit könnte man dann wenigsten Geräte direkt verbinden, die die Buchsen an der Seite haben. Für den Rest nehme ich wohl erstmal die fertigen 15 cm Patches von PW.
In Verbindung mit den Lehle Switchern (und anderen Loop-Switchern sehe ich das Patchkabelthema als wirklich kritisch an. Lehle argumentiert ja zu recht, daß es auch in True Bypass Geräten durch die Schalter zu Verlusten kommen kann. Was nutzen einem dann aber die tollen vergoldeten - smooth schließenden - Relais bei Lehle, wenn der ganze Vorteil duch die Patches und Ihre Stecker wieder zunichte gemacht wird.
Je länger ich über das Thema nachdenke, desto klarer wird mir, warum sich Musiker Effektboards von Pete Cornish (und ähnlichen Anbietern - zusammenbauen lassen, in die ihre Effektgeräte (oder besser gesagt - deren Innereien) in einem gemeinsamen Gehäuse integriert sind. Da entfallen alle Probleme mit Patchkabeln/Steckern, schlechen Bypass-Schaltern, Non True Bypass Schaltungen, ungünstiger Anpassung der Geräte untereinander, Erdungsprobleme und Probleme mit unsauberer Stromversorgung. Innerhalb des (abgeschirmten) Boards kann man dann auch richtig gutes Kabelmaterial (z.B. Teflonkabel) ungeschirmt verwenden.
Vielleicht sollte man mal einen "Pete Cornish Effectboard"-Thread starten. Dabei kommt auch die Röhrentechnik zum Zuge, denn Pete Cornish verwendet Röhren Line Driver zur Impedanzwandlung.
Besteht daran Interesse ?
Gruß,
DocBlues
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Hallo,
gerade bin ich auf folgende WEB-Site gestoßen, auf der ein Eigenbau-Effektboard a la Pete Cornish beschrieben wird.
http://home.arcor.de/guido.boehne/Pedalboard.htm
Gruß,
DocBlues
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Hallo Doc Blues,
wow, das ist ja ein Projekt !
Man sollte aber auch bedenken, daß man ab und an mal ein Pedal auswechselt (sind wir mal ehrlich, täglich...) ja sogar mal während eines Gigs rausschmeißt, da defekt.
(Ist mir öfter mit meinem Vox Wah passiert) Bei einem solchen System wärst Du dann aufgeschmissen. Außerdem klingen nicht alle Pedale im
Bypass per se schlecht, ich finde, daß die ollen TS Treter z.B: den Sound zwar verändern, aber zum Guten.
So geht es auch: http://scotthenderson.net/geartxt.htm
Viele Grüße & play da bluz - Alex
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Hallo Alex,
die mangelnde Flexibilität ist tatsächlich ein Manko der Pete Cornish Pedalboards. Es stimmt schon, daß ein einzelner "non true Bypass" nicht unbedingt schlecht klingen muß. Seit ich in meinem Boss Chorus den OP-Amp (der auch im Bypass im Signalweg ist), den Eingangskondensator und fast alle Widerstände im Bypass gegen bessere Typen gewechselt habe, kann ich das auch vom Chorus sagen. Vor dem Umbau fand ich den Einfluß des Bypass aber störend.
Wenn dann noch ein weiteres Gerät ohne true Bypass dazukommt, wird es aber schon wieder eng. Da geht mir zuviel von der direkten Ansprache verloren. Gerade bei bluesigen Sounds, bei denen man ja versucht, möglichst emotional und differenziert zu spielen, stört mich das dann schon. Amps wie z.B. der Tweed 5E3 und der AC30 sind ja u.a. so beliebt, weil sie so direkt auf die Spielweise reagieren. Das liegt sicher zum großen Teil am kurzen Signalweg. Ein einziger Boss-Bypass hat schon soviel Bauteile im Signalweg, wie der ganze AC30 im Normalkanal. Beim TS-9 sieht es nur wenig besser aus.
Im günstigsten Fall macht ein einzelner "non true Bypass" den Sound etwas weicher/sahniger. Meist wird es aber leider nur matter.
Naja - perfekt ist immer schwer zu erreichen aber man kann ja versuchen, sich dem zu nähern.
Beste Grüße und auf das direkte Feeling - beim Blues und wo es sonst noch wichtig ist.
DocBlues
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Hallo,
hier noch der versprochene Nachtrag zu Patchkabeln und Doppelklinkenadaptern zwischen Effektgeräten.
Ich habe heute einen Adapter Klinke/Klinke von Planet Waves bekommen, d.h. also eine Effektgerätekupplung ohne Kabel. Zusätzlich habe ich noch eine ältere derartige Kupplung eines anderen Herstellers. Der Setup zum Test war wie folgt:
Gitarre mit FET-Buffer dann 6 m Sommer Spirit Kabel - dann Overdrive mit True Bypass - dann Planet Waves Kupplung - dann Boss CE2 mit High-End Bauteileupgrade im Bypass, dann die zweite Klinkenkupplung - dann Boss Analog Delay 2 mit High-End Bauteileupgrade im Bypass - dann 1 m Voxox-Kabel in den Amp.
Dank der Upgrades im Bypass der Boss-Effekte kam das Signal fast unverfälscht an - im Vergleich zum Setup nur mit Gitarre und Sommer Spirit Kabel.
Dann: Austausch der Planet Waves Kupplung durch ein 60 cm Planet Waves Kabel: Sound wird sofort deutlich bedeckter und Details und Punch werden beeinträchtigt.
Dann: Austausch der zweiten Kupplung durch ein weiteres 60 cm Planet Waves Kabel: Der Sound wird schon leicht muffig, der Höhenglanz ist weitgehend futsch, Details und Punch leiden deutlich.
Fazit: Die Planet Waves Klinke/Klinke Kupplung (ohne Kabel) ist praktisch verlustfrei. Auch die 25 Jahre alte - angelaufene - Messingkupplung Klinke/Klinke ist fast genauso verlustfrei.
Ein 60 cm Patchkabel von Planet Waves ist dagegen deutlich hörbar und beeinträchtigt den Sound - obwohl Planet Waves das Kabelmaterial als Spitzenklasse ausgibt. Für mich ist dagegen z.B. das Sommer Spirit wesentlich verlustfreier, obwohl es auch merklich färbt (im Vergleich zu einem Vovox z.B.).
Eigentlich sollte man also - wo immer möglich - Klinke/Klinke Kupplungen ohne Zwischenkabel für die Effektverbindung einsetzen. Bei den Boss-Pedal-Effekten funtioniert das auch, da diese die Buchen an den Seiten haben und die Gehäuseseiten der Boss-Pedale praktisch senkrecht sind. Bei vielen Effektgehäusen sind die SEitenwände jedoch um gut 5 Grad geneigt, woduch die Achse der Buchen (und der eingesteckten Klinkenstecker) leicht nach oben zeigt. Da die Planet Waves Kupplung aber nicht flexibel ist, stehen die Effektpedals dann nicht mehr eben auf dem Boden, was bei Belastung (beim Schalten) die Buchen und Klinken belastet.
Ergebnis: Bis auf die etxtrem teuren Vovox Patchkabel sehe ich z.Z. kein Patchkabel für Effektboards, das wirklich unmerklich ist.
Wahrscheinlich ist der beste Weg, aus gutem Kabel (z.B. Sommer Spirit oder Sommer GrindyCop) selber Patches zu löten, wenn man mehr als 2 sehr kurze Patchkabel auf dem Effektboard hat.
Anmerken sollte ich dazu, daß ich die beiden o.a. Boss Pedale mit High-EndWiderständen (Vishay Dale), Panasonic Ployprop Eingangskondensator, Austausch sämtlich Elkos durch neue, besser Typen und Austausch des Ausgangskondensators durch einen Wima-Folienkondensator upgegraded habe. Wer also 2 oder mehr Boss-Standardpedale hintereinanderschaltet, wird den Verlust durch die Patchkabel nicht mehr so dominat hören.
Allerdings kann ich sagen, daß der CE-2 Chorus, den ich schon immer mochte, jetzt so gut klingt, daß es mir fast die Tränen in die Augen treibt. Auch das Boss Delay 2 hat enorm gewonnen. Ich frage mich da wirklich, ob ich weiter über ein teures Digital-Delay (z.B. T-Rex Replica oder Reptile) nachdenken sollte.
Da sind wir dann mit der Erkenntnis über den "Tone-Sucking-Effect" der Patchkabel auch wieder bei den Switchern. Meine Erkenntnis heißt z.Z., daß ich mir den positiven Effekt des Lehle weitgehend durch die zusätzlichen Patchkabel ruiniere.
Es ist also keineswegs nur die Frage des True Bypass, sondern insbesondere die Frage wirklich guter Patchkabel oder flexibler Klinke/Klinke Adapter.
Gruß, DocBlues
P.S. Da soll noch mal jemand sagen, Kabel hätten abgesehen von der Kapazität keinen Klangeinfluß ...
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Bei Instrumentenkabel leugnen das ja auch nur Unwissende, hingegen . . . ;D
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Sehr interessant !
Klar, was nützt einem das teure True Bypass Pedal von Muschitone (vergebt mir) wenn die Patchkabel Mist sind. Dann ist das Ergebnis schlechter als mit einem gepufferten Signal.
Daß das Planet Wave eher unerfreulich abgeschnitten hat läßt mich natürlich nicht jubeln ...
Apropos: Wie sieht das eigentlich mit den BOXEN Kabeln aus ????? Mit Schrecken stellte ich letzens fest, daß eines meiner Boxenkabeln von K(l)otz war.
Die Instrumentenkabel von dieser Firma hatten bei mir ganz übel abgeschnitten.
Grüße Alex
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Hallo,
nachdem ich nun noch etwas herumgetestet habe, muß ich mich in einem Punkt korrigieren: Der Planet Waves Klinke/Klinke Adapter (läßt sich offensichtlich doch trotz der Winkelprobleme der Gehäuseseiten einsetzen und die beiden Effekte stehen waagerecht.
Dafür gibt es jetzt zwei möglich Erklärungen:
Entweder hat der Adapter den ca 5 bis 7 Grad Winkel bereits von Haus aus und ich habe das Teil zuerst verkehrt herum eingesetzt, weil ich ggf. den leichten Winkel übersehen habe (Planet Waves gibt dazu keinen Hinweis auf der Packung und bis auf den Herstelleraufdruck ist auch nicht zu erkennen, ob es eine Ober- und Unterseite gibt).
Oder mein verzeifelter Versuch an dem Teil herumzudrücken hat bleibende Spuren in der Kunstoffummantelung hinterlassen.
Jedenfalls habe ich jetzt den nötigen Winkel und der scheint auch permanent zu sein. Der Planet Waves Schriftzug steht dabei auf dem Kopf. Seltsam, seltsam.
Hier übrigens die Herstellerseite für die bessere Vorstellung, wie das Teil aussieht:
http://store.daddario.com/category/146564/14%26quot%3B_to_14%26quot%3B_Offset
Fakt ist, das der Klang mit diesem Adapter deutlich besser erhalten bleibt, als mit dem PW Patchkabel.
Das funktioniert aber natürlich nur bei Effekten mit seitlichen Buchsen und nicht zu schrägen Seitenwänden. Die Stecker von PW mit der Goldbeschichtung und der Klemmfeder am Masseschaft scheinen jedenfalls von sehr guter Qualität zu sein.
Ansonsten ist heute gerade mein neues Gator-Pedalboard mit gepolsterter Tasche ("Pedal Tote") gekommen. Auf den ersten Blick scheint das ganz gut und stabil gebaut zu sein - mit durchdachten Details incl. Befestigungsmöglichkeit für ein untergesetztes Netzgerät.
Alex - zu Deiner Frage zu Boxenkabeln: Nach meinen Erfahrungen spielen die Boxrnkabel und damit auch die interne Verkabelung eine ebenso große Rolle für den Sound wie unterschiedliche Instrumenten- und Patchkabel - insbnesondere, weil sie am Ende der Signalkette Einfluß nehmen. Meine Bassbox habe ich vor einiger Zeit neu verkabelt - vorher "Feld-Wald- und Wiesen Hifikabel", dann hochkeine, versilberte Kupferlitze mit Teflon-Isolation (PTFE): Ergebnis: Klang sauberer, direkter und punchiger. Getestet habe ich auch Massivdraht aus dem High-End-Hifibereich. Das war mir dann doch zu direkt und zu extrem. Bei der Gelegenheit habe ich dann auch das Boxenkabel gewechselt. Aktuell ist ein Sommer-Kabel mittlerer Qualität drin. Das ist OK und universell - wenn auch nicht überwältigend. Ich habe mal ein Vovox getestet - der Unterschied war schon sehr deutlich - würde ich allerdings für Gitarre nicht unbedingt empfehlen, weil es gnadenlos direkt und detailliert ist. Das kann im Overdrive zu viel des Guten werden. Auch Vovox verwendet ja Massivdraht und keine Litze.
Wenn man also schon am Speaker-Testen ist, sollte man die Zuleitungen nicht vernachlässigen. Zu der Qualität von Klotz kann ich keine eigenen Erfahrungen beisteuern. Ich denke aber, das Klotz ebenso wie Sommer und Cordial unterschiedliche Qualitäten anbietet.
Ja, ja - es gibt viele Parameter, mit denen man den Sound verbiegen kann. Wenn ich an meinen absolut grandiosen Chorus Sound nach Bauteile-Upgrade meines alten Boss CE-2 denke (siehe mein vorstehender Beitrag), lohnt sich das Detailgefummel aber doch immer mal wieder.
Gruß,
DocBlues
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Servus Doc,
ich weiss jetzt nicht genau, ob es passt, aber eine ordentliche AB-Box fürs Board wird auch von asselton.de angeboten.
Einen Trenntrafo für den Anschluss an zwei Amps wird das wohl nicht beinhalten.
Als Trenntrafo zwischen zwei Amps nehm ich ohne Rücksicht auf Verluste das ART CleanboxII.
Verluste treten auf aber Brummen wird weitgehend untedrückt.
Gruß
da Woifi
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Hallo Woifi,
das paßt schon, denn Lehle bietet ja auch teils kombinierte Loop-Switcher und A-B-Boxen an. Das ist für mich persönlich z.Z. weniger interessant, aber betrifft ja den gleichen Themenbereich.
Lehle verwendet ja wohl für die A-B-Boxen sehr hochwertige Trafos, um die Amps komplett galvanisch abzukoppeln. Hast Du vergleichende Erfahrungen zwischen Lehle und der ART-CleanboxII.
Für mein aktuelles Pedalboard werde ich erst einmal auf Lehle verzichten, da ich die Bypässe der alten Boss-Pedale inzwischen so klangneutral (bis auf den leichten Pegelverlust durch den Buffer-Transistor am Eingang) hinbekommen habe, daß der Unterschied zwischen einen Festadapter und einem Planet Waves oder Cordial Pro Line Patchkabel größer ist. Im direkten Vergleich wirkt ein Standard-Boss-Pedal geradezu muffig und schlapp.
Sollte ich noch mehr Effekte anschaffen, die ich dann in Gruppen schalten würde, würde ich aber auf Lehle wieder zurückkommen. Leider brauchen die großen Lehles (wie der Doppel-Loop mit Buffer) mehr als 200 mA Strom und zudem ein eigenes Netztteil oder einen galvanisch isolierten eigenen Ausgang aus einem Mehrfachnetzteil. Da würde z.Z. nur das T-REX Juicy Lucy passen, das für mich aber ansonsten ein Overkill wäre und auch nur 12 Volt kann. Ich werde wohl das Cioks Schizophrenic anschaffen, daß aber nur 75 mA pro (isoliertem Ausgang) liefert. Dafür kann man dort 5 galvanisch isolierte Ausgange jeweis auf 9 oder 12 Volt schalten und hat zusätzlich einen Ausgang, der entweder 18 Volt oder stufenlos zwischen 6 und 14 Volt kann. Damit kann man sich z.B. seine klangmäßig optimale Spannung für einen Overdrive oder Treble-Booster hintrimmen.
Lediglich der Little-Lehle II würde bei 75 mA vom Stromverbrauch passen. Der hat aber nur einen Loop und ist alternativ als A-B-Box zu verwenden. Da sind wir dann wieder bei Deinem Hinweis auf die A-B-Boxen.
Gruß,
DocBlues
P.S. Meine 1x12 Studio Box von Tubetown ist angekommen. Ich werde am Wochenende zunächst mal einen Vintage 30 einsetzen und am Dienstag bei der nächsten Session testen. Ich gebe dann mal Feedback im vorhandenen Thread zu dem Thema (unter Rubrik Lautsprecher).
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Servus Doc,
nein zu Deiner Frage zur Erfahrung des Vergleichs zwischen Lehle und ART.
Ich hab` mich eh wieder vom Ansteuern zweier Amps verabschiedet...Stereo mag ja mal ein persönlicher Genuß sein...der Aufwand aber steht immo nicht dafür...eine Schallquelle reicht völlig aus!
Wenn auch die Teile von Lehle wirklich amtlich sind, so wollte ich zum Testen nicht unbedingt zu viel Geld ausgeben!
Ich benütz das ART-Teil jetzt nur noch zur Abkopplung eines Preamps von einer Transen-Endstufe für Bass (die beiden passen leider nicht ganz brummfrei zusammen).
Da funktioniert es klaglos und ist bei in diesem Level auch etwas besser aufgehoben als im Board.
Da wäre Lehle jetzt auch wirklich übertrieben!
Für die Gruppenschaltung im Board würden Billiglösungen mit True-Bypass ohne Trafos bei Bufferung am Anfang der Kette aber imo auch ausreichen. Die brauchen höchstens Strom, um den Schaltzustand per Lämpchen anzuzeigen.
Eine tolle Lösung für True-Bypass-Gruppenschaltung und zusätzlich auch Midischaltmöglichkeit bietet ja schon das eine oder andere G-Lab-Pedal.
Freue mich auf weitere LS-Tests :).
Gruß
da Woifi
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Hallo Woifi,
sicher geht es auch simpler als mit Lehle. Lehle hat aber den Charme, sehr leise und smooth zu schalten. Das bekommt man mit den üblichen True Bypass Schaltern so nicht hin: Das Knacken finde ich schon ziemlich störend und außerdem ist das Signal sehr abrupt da. Vielleicht experimentiere ich mal mit Optokopplern. Die Voodoo-Lab Pedale haben da eine interessante Schaltung: True Bypass aber der Effekt läuft über Optokoppler und am Ausgang wird mechanisch geschaltet.
Außerdem hat Lehle schon recht, wenn er sagt, daß die üblichen True Bypass Schalter eigentlich für völlig andere Anwendungen als winzige, schwache Audiosignale konzipiert sind und ein gutes, leises Relais mit feinen Kontakten die bessere Lösung darstellt.
Gruß,
DocBlues
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Servus Doc,
mercie...versteh´ schon.
Ich kann`s nachvollziehen...obwohl ich alles so lass wie es ist:
Bufferung zu Beginn =EQ mit Zuschaltmöglichkeit...also Soundveränderung.
Dann Wah, Comp, Zerrer, Chorus, Roting, Echo und am Schluß nochmal ein aktives Vol-Pedal.
Das Wah wird bei mir per Bypass-schalter eingeschaltet ist also immer an.
Den Zerrer muss ich manchmal hinter das Chorus-Pedal setzen...je nachdem was für eins ich hernehm.
Hall im Amp...dort hätte ich noch ganz gern ein Vibrato...das kann auch eins meiner Chorus-Pedale.
Da hab` ich mich noch nicht entschieden.
Gruppenschaltung ist für mich noch nicht unbedingt angesagt ich hab nur das Wah ständig eingeschaltet und per
True-Bypass-Schalter ohne Speisung in der Kette hängen.
Ob es an oder aus ist merk ich ja...dazu brauch ich keine Lampe!
Knacksprobleme hab ich keine! Rauschen und Brummen tut auch wenig...ich bin eigentlich fast wunschlos glücklich.
Wenn was brummt, dann hat`s mit den Singlecoils zu tun oder mit meinem Röhrenverzerrer bei extremeren Einstellungen! Da halt ich mich dann eher an den alten Spruch: "Was nicht brummt, das klingt nicht ;D!"
Direktheit der Umschaltung und damit etwas apprupt: das ist schon wahr...dennoch brauch ich keine Server.
Ich geh lieber mit der Direktheit um. Umgeschaltet...dann ist es halt so..ich wollte eh nichts anderes!
Gruß
da Woifi
PS: Übrigens Doc, nachdem Du nach den sparceling highs suchst: Ich hatte mal einen Fender Blues De Ville mit 4x10
aus den 90-ern.
Die integrierten Ceramik-Speaker waren sowohl für clean als auch für verzerrt geeignet...sicher nicht
unbedingt für high gain!
Zusammen mit einer Strat sah ich da nichts anderes als sparkeling highs.
Vielleicht suchst Du auch mal im 10-er-Bereich!
Warum dann nicht gleich den Jensen 10-er Blackbird, der sicher alles kann...sparkeling, ohne auf die Nerven
zu gehen und verzerren ebenso!
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Morjen,
jaja der True Bypass. Der kann in der P.A. schon mal ein kleines Erdbeben verursachen, wenn man keine Zeit hatte vorher 20x draufzutrampeln.
Es kann wirklich nerven; habe mir gerade 2 astreine Maxon Pedale gekauft (SD9, OD9), die genau dieses Manko haben.
Apropos sparkling Highs - Woifi, wo Du es sagst, ich hatte auch mal einen Fender "Super Amp" mit 4 x 10 Eminence Alnicos. Der hat mir Risse in den Plomben verursacht. Vielleicht wäre sowas ja für DocBlues ;-)
Liebe Grüße Alex
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Hallo,
danke für Eure Hinweise auf die Sparkling Highs. Ich meine damit nicht die schrillen, klingelnden Höhen, sondern den lebendigen, samtigen Glanz oben drauf. Zahnfüllungen swerden dadurch normalerweise nicht in Mitleidenschaft gezogen. Interessant ist in diesem Zusammenhang, daß mehr seidige Sparkling Highs im Klangeindruck dazu führen, daß der Sound weicher aber trotzdem sehr offen wird. Die harten, klingelnden Höhen sind eher das Resultat von zu steilem Frequenzabfall ab etwa 4 Khz. Neben entsprechenden Speakern sind die Gründe schlechte Kabel, schlechte Bypässe und schlechte Bauteile im Amp.
Ich habe kürzlich bei meinem MusicMan Gitarren-/Bass Kombi Bastelamp beim Austausch von zwei Glättungs-Elkos im Netzteil der OP-Amp-Vorstufe mal zwei 100nF Folienkondensatoren parallel zu den Elkos geschaltet. Man könnte jetzt zunächst vermuten, daß der Klang dadurch greller wird. Das Gegenteil ist der Fall. Erstens werden parasitäre Transienten von den davor liegenden Gleichrichter- und Zenerdioden besser ausgefiltert und zudem gewinnen die seidigen Höhen. Endeffekt: Der Sound wird smoother, harmonischer und gleichzeitig offener, lebendiger und mit mehr Glanz obendrauf. Der Overdrive hat mehr Biss aber wird dabei sahniger und harmonischer, der Clean gewinnt sowieso.
Solche Bypass-Kondensator parallel zu den Elkos sind ja eigentlich ein alter Hut. Trotzdem finden man sie in Amps und Effekten nur selten. Auch in Trafo-Netzteilen für Effekte sind sie keineswegs Standard.
Das nur als Nachtrag zu den Sparkling Highs, die ja gern in den Effekten verloren gehen.
Beste Grüße,
DocBlues
P.S.: Jetzt schraube ich erstmal einen Speaker in meine neue TubeTown 1x12 Box und mache etwas "Mäuserohr" im heimischen Keller. Dienstag kommt dann der real-life test mit Band.